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  • 27. Juni 2012
  • Beitritt 27. Juni 2012
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  • Mal ehrlich: Heute im Zug habe ich es mal wieder beobachtet. Zwei Männer, zwei Frauen. Die Frauen redeten ohne Pause. Emotionen spielten eine Rolle. Alles das was so geschehen war...
    Die Männer lasen Zeitung, glotzten doof in der Gegend rum.


    Mit meinem Freund empfinde ich das auch so und ich langweile mich zu Tode nach ein paar Stunden. Er redet so wenig.


    Erzähle ich was, kriege ich nicht das zur Antwort was ich wirklich von einer Freundin als Antwort bekomme. Es hat einen ganz anderen Sinn mit Männern zu sprechen. Einer der mir so banal, langweilig, öde vorkommt.


    Dann habe ich mal einfach ne Zeit nix gesagt und gewartet. Da kommen dann so Sachen von Autos und so Sachen, die mich null interessieren.


    Die Gespräche mit Männern sind ätzend und öde. Erzähle ich von einem Problem kommen immer so Sachen wie: Das musst du entscheiden.... Mensch. Man will doch irgendwie ewig darüber reden, Erfahrungen hören...


    In einer Gruppe ist dann alles total anders: Mann plustert sich oft auf, quillt über vor Angebereien, man erkennt ihn gar nicht wieder, denkt: Wie kommt es, dass er plötzlich doch sprechen kann??????? :shock:
    Wo er doch sonst zu zweit immer so still ist. Ja und dann kommt man gar nicht mehr zu Wort.


    Empfinde ich das nur so?

  • Oh man. Ich habe mich wieder auf meinen Exfreund eingelassen und letztens schon Mal über seine Eifersucht gepostet.
    Jetzt kommts: Er hatte schon immer Probleme, aber jetzt nach der ersten schönen Zeit kommt wieder alles ans Licht.


    Er hat Kinder und kann sie nicht sehen. Wohnt weit weg. Jetzt hat er Ärger mit dem Jugendamt.


    Er hat nur telefonisch Kontakt zu den Kindern. Da er aber viele Monate nicht angerufen hat, ist die Mutter gegen Anrufe und das Jugendamt steht wohl auf Ihrer Seite.


    Er redet jetzt immer von: Wenn ich keinen Kontakt mehr haben kann, wird Schlimmes passieren und viele Menschen werden da mit reingerissen. Er kann für nichts garantieren.


    Ich habe ihm dann gesagt, dass wenn ich das jetzt irgend jemanden erzählen würde, mir wohl jeder von der Beziehung mit ihm abraten würde.


    Er meinte dann, das wär ja nur Spaß gewesen. Ein paar Tage später kam dann aber wieder das Gleiche. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass er richtig heftig in alle möglichen Probleme verstrickt ist. Geldprobleme, am Ende des Monats hat er rein gar nix mehr.


    Ich würde mich am liebsten aus der Affäre rausziehen. In meinem Verliebtheitswahn habe ich ihm aber ganz feste Zusagen bezüglich unserer Zukunft gemacht und er hat mir von Anfang an ja fast schon "gedroht", dass ich mich nicht auf ihn einlassen solle, wenn ich es nicht 1000% ernst meine.


    Ich meinte es ja auch ernst, aber all seine Probleme, seine bedrohlichen Aussagen machen mir Angst. Ich mache mir echt Sorgen, dass was passiert. Er hat auch früher schon Mal so Aussagen gemacht wie: Ich werde die Kinder einfach mitnehmen....


    Ich weiß es hört sich krank an, dass ich mich überhaupt wieder auf ihn eingelassen habe. Aber ich bin psychich labil und er war meine ganz große Liebe. Wir sind uns zufällig wieder begegnet. Und er machte einen so guten Eindruck am Anfang. Er hat es auch so dargestellt, als wenn er die meisten seiner Probleme im Griff hat. Aber beim genauen Hinsehen ist es nicht so. Ich habe echt Angst, dass er irgendwas unberechenbares furchtbares tut, wenn ich Schluss mache.
    Er ist auch damals total abgerutscht nach dem Ende unserer Beziehung. Obwohl das Ende ja von ihm ausging. Weil er irgendwie nicht mehr konnte. Aber dann ist er mir wie blöd hinterhergelaufen. Ich bin hart geblieben, ewig lang. Bis dann diese Begegnung kam. Ich konnte nicht mehr hart bleiben, weil es mir auch so schlecht ging und durch ihn dann so gut. Gott, was habe ich da angerichtet und wie komm ich da raus? Ich komm mir selber sowas von schizophren vor.


    Er war auch schon mal straffällig. Das liegt lange zurück. Er hat jemanden zusammengeschlagen. Er sagt auch dass wenn die Beziehung zu Ende geht dann wieder sowas passiert.

  • Ich war am Wochenende beim Sport mit meinem Freund.
    Dort kamen wir mit einem Mann ins Gespräch. Ich dachte die beiden würden sich kennen. Wir sprachen einige Sätze, ganz oberflächlich.
    Er fragte mich, ob ich mit meinem Freund zusammen bin. Ich bejahte das.
    Fragte dann meinen Freund, ob er ihn kennen würde, da er eben diese Frage gestellt hat. Er verneinte und war empört.


    Dann kam noch ein Typ, der mir ein paar technische Tipps gegeben hat.Total unverbindlich.


    Zu Hause, war mein Freund stocksauer und meinte ich hätte da rumgeflirtet wie wild und ich sollte das Verhalten unterlassen. Meine Art und Weise hätte die Typen veranlasst mich begierdig anzusehen, diese Frage zu stellen.


    Ich war meiner Meinung nach kein bisschen Flirty, oder habe auch keine tieferen Fragen gestellt.


    Ich kapier das nicht.


    Soll ich denn verschleiert mit gesenktem Kopf rumlaufen?

  • Ich habe eine Bewusstseinsänderung vollzogen.
    Ich war immer felsenfest der Überzeugung und habe es auch immer so gelebt, dass ich mitarbeite, alle Kosten geteilt werden. Beide eben für den Lebensunterhalt verantwortlich sind.


    Ich habe ein Kind und bin getrennt. Ich habe dem Vater nie auf der Tasche gelegen. Wenn er mal den Unterhalt nicht zahlen konnte, habe ich es ihm erlassen. Als ich Geld erbte, habe ich ihm einen großen Anteil des Geldes abgegeben, da er behindert ist und auch keinen wirklich guten Lebensstandard hat.


    Ich habe immer mitgearbeitet damit der Vater keinen Betreuungsunterhalt zahlen muss.


    Ergebnis: Mein Kind ist jetzt vier und ich merke, dass ich mich total übernommen habe. Ich habe schon immer eine depressive Veranlagung und fühle mich im Berufsleben besonders nach der Geburt schnell überfordert, aggressiv, ausgelaugt, muss mich total zusammennehmen meine Launen nicht am Kind auszulassen.


    Ich war nach dem Vater fast drei Jahre mit einem Mann zusammen. So, hier änderte sich das Verhältnis Frau Mann komplett und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich dieses fremde Weltbild mitbekommen, nämlich den Mann eher in der Versorgerrolle. Also das hört sich jetzt kompliziert an: Letztendlich war es so seine Vorstellung. Praktisch konnte er es überhaupt nicht verwirklichen. Er hatte Schulden, konnte nicht mit Geld umgehen und fand es anmaßend, dass er bei mir Strom und Grundkosten zahlen sollte.


    Ich hatte immer total Angst vor der nächsten Heizkostenrechnung, er lachte einmal als ich fast 1000 Euro nachzahlen musste.


    Er fühlte sich immer finanziell in den Schatten gestellt und fühlte sich beraubt, weil ich ihm mein hart erarbeitetes Sparschwein nicht widmen wollte, was er für Zigaretten... verprassen wollte. An der Seite von ihm habe ich das erste Mal Existenzängste verspürt, habe alle finanzielle Verantwortung auf mich genommen. Bin trotzdem bei ihm geblieben, habe zu ihm gestanden...


    Dann haute er einfach ab. Mir ging es danach immer schlechter, bin emotional total abgerutscht. Dann habe ich beruflich wieder ganz gut Fuss gefasst, aber es war nur ein zeitlicher Vertrag. Trotzdem habe ich viele Federn dabei gelassen, hatte ewig das Gefühl der Überforderung...


    So, nun war es bei uns in der Familie traditionell so, dass viel Wert auf die Haushaltsführung gelegt wurde. Alles war so sauber. Die Bettwäsche gebügelt, das Essen frisch selektiert, ach, es macht mir soviel Spaß jemanden zu verwöhnen und diese ganzen Haushaltssachen nicht mal eben zwischen Tür und Angel zu erledigen. Im Garten frisches Gemüse anpflanzen, in Ruhe Putzen, kochen, ein schönes Nest haben.


    Ich wünsche mir für die Zukunft nicht mehr, oder nur sehr sehr wenig arbeiten zu müssen. Aufgrund meiner Grundhaltung frage ich mich aber ob es falsch ist und habe ein schlechtes Gewissen.


    Ob es überhaupt Männer gibt, die so eine Frau wollen? Ich wär auch bereit ein weiteres Kind aufzunehmen und die gesamte Betreuung, Herzlichkeit, Nähe, Organisation zu geben. Ist es verwerflich so zu denken?


    Ich habe das Gefühl die Arbeit macht mich immer kränker. Und so ein Lebensmodell stelle ich mir wundervoll vor.

  • Das kenne ich!
    Da hilft dir wahrscheinlich nur ne ewige Auszeit!!! :super:

  • Sorry omasenkel
    ja, nehmen wir mal an es wäre so. Zwar sprechen einschlägige Arbeitszeugnisse und der weitere Lebensweg der Kinder gegen deine Aussage. Aber wieso kündigt man mir dann nicht? Ich will ja gehen.

  • Das
    ist doch nur ein winziger Ausschnitt den man aus seinem Arbeitsverhältnis mitnimmt. Was ist daran verwerflich emotional davon zu profitieren?
    Wär ja furchtbar wenn es nicht so wäre.
    Wäre das der einzige Grund, könnte man den Job nicht machen.
    In erster Linie geht es um das Kind und normalerweise entwickelt man wesentliche Bereiche für die Kinder. Dahingehend stabil genug zu werden eine Ausbildung anzufangen. Den Alltag in den Griff zu bekommen, auch wenn den Kindern da gar keine Hilfestellungen mitgegeben werden von zu Hause. So z.B. selber dafür zu sorgen ein Frühstück mitzunehmen, die Hausaufgaben trotz Schwierigkeiten meistern zu können.. und ja, man zieht eine Genugtuung daraus die Kinder in eine gute Richtung zu lenken. Das macht Sinn. Ich habe auch schon mit Kindern gearbeitet, die ich nicht sonderlich mochte. Darum geht es ja nicht in erster Linie. Aber hier liegen die Dinge anders.

  • Frauprofuschi
    Da spricht keine Kompetenz heraus. Denn ich bin schon einige Jahre in dem Job.
    Nicht jedes Kind verhält sich so. Und weil das ja alles so easy ist mit dem Kind sind letztes Jahr ja auch fast 10 Leute vor mir gegangen.
    Das hast du wohl zu schnell gelesen.


    Erkundige dich erstmal bevor du hier urteilst. Du scheinst ja massive Probleme zu haben, wenn du hier so extrem reagierst. Bemitleidenswert und krank! Aber auf solche niveaulosen, asozialen Kommentare war ich 1000 Prozentig eingestellt. Prallt voll an mir ab. Ich freu mich sogar immer darüber, da man da mal wieder sieht, dass es nicht nur gut gesinnte Menschen geht und mich die Abgründe der Menschen interessieren.


    Es gibt immer Menschen, die eifersüchtig reagieren, nur weil man auf sich selber achtet im Gegensatz zu Anderen, die vor falschem Verantwortungsbewusstsein den Absprung nicht schaffen.
    Spar dir deine Antwort. Du langweilst mich.

  • Nochmal omasenkel
    Dass man unter Depressionen leidet, heißt nicht, dass man kein Verantwortung übernehmen kann.
    Auch Stress im positiven Sinne macht mir nichts aus. Es kommt immer auf die Art an.

  • Omasenkel
    Mir haben diese Jobs, trotz Depressionen, oft sehr gut getan. Dadurch ging es mir sogar oft besser!!! Von Kindern kann man auch emotional viel mitnehmen. Aber hier geht es nicht.

  • Nein
    eine spezielle Ausbildung gibt es für diese schwierigen Fälle nicht. Es sei denn man nimmt studierte Sozialpädagogen, die zu teuer sind.
    Ich bin ausgebildet, aber nicht spezialisiert. Das ist keiner.


    Das Kind hat schon mehrere Familienhelfer angegriffen, körperlich. Eine Frau war im Krankenhaus. Letztes Jahr waren fünf Helfer dort nacheinander.


    Nein, einen neuen Auftrag gibt es nicht. Nur in sechzig Kilometer Entfernung. Kann das Benzingeld nicht zahlen.

  • Arbeite mit Kindern aus sozial geschwächten Familien. Habe nun seit zwei Wochen einen neuen Auftrag. Komme mit dem Kind psychisch nicht zurecht. Es ist verbal agressiv. Da fallen Wörter, die ich mich nicht getraue zu wiederholen.
    Es war auch körperlich mir gegenüber aggressiv.


    Mir ging es am Wochenende wegen der Situation mehr als schlecht. Habe meinen Arbeitgeber gefragt, ob er mir kündigen kann, da ich total überfordert wäre mit dem Kind. Ne, macht er nicht. Hat auch keinen anderen Familienauftrag.


    Habe das Arbeitsamt kontaktiert. Aus besagten Gründen, auch weil ich ein Gutachten vom Arzt habe, da ich bei massiver Überforderung depressiv reagiere, werde ich wahrscheinlich keine Sperrfrist bekommen, wenn ich selber kündige.


    Aber das Verfahren dauert so zwei Wochen. Das heißt: Zwei Wochen Kündigungsfrist plus Verfahrensdauer.
    Ich kann und will da nicht mehr hin in Familie zu dem Kind. Es baut ja auch ne Beziehung zu mir auf.


    Stehe da irgendwie im Dilemma.

  • Hallo Mathilda!
    Danke für deine lange Antwort.
    Also erstmal möchte ich sagen, dass meine Wohnung mein Lebenswerk und mir heilig ist. Klar, nichts ist sicher im Leben, aber ich habe dafür hart gearbeitet und für eine Selbständigkeit würde ich die nicht riskieren. Es hat nämlich ewig gedauert die zu finden, zu gestalten.


    Klar gerade nach so einem Dilemma geht es einem nicht toll und ja: Ich arbeite wahrscheinlich zu viele Stunden. Ich könnte versuchen Sozialversicherungspflichtig so wenig Stunden zu arbeiten und dann mit der Selbständigkeit anzufangen.


    Ich kann sehr gut Bezug auf Kunden nehmen, ich liebe kurzzeitige Kontakte und bin ein Looser darin acht Stunden mit dem gleichen Haufen Menschen zu verbringen. Deshalb wäre das ja auch wieder ein Pluspunkt.
    Kundenabwicklung habe ich Jahre lang durchgeführt.


    Ich hasse einfach Teamarbeit, schon in allen möglichen Lehrgängen, Schule, Ausbildung wäre ich am liebsten immer zur Türe herausgelaufen wenn es hieß: Wir arbeiten jetzt in der Gruppe.
    Ich habe diese Fähigkeiten einfach nicht und es macht mir auch keinen Spaß daran zu arbeiten. Das ist so krampfig!


    Ich musste schon als Kind alles wirklich alles für mich selber erledigen und deshalb komme ich wohl alleine auch am Besten zurecht. Jede Entscheidung, die erst ewig lang besprochen werden muss und dieses ganze pi pa po machen mich total nervös!


    Das einzige was mir mal wirklich Spaß gemacht hat war Auftragskoordination. Da habe ich wirklich mit vielen Aufträgen jongliert, musste irgendwie sehen, wie ich die Aufträge unterbringe. Darum würde es in meiner Selbständigkeit auch wieder gehen.


    Ich würde das echt so gerne. Ich liebe es auch meine Zeit ein wenig selber zu gestalten, noch im Schlafanzug meinen Kaffe in Ruhe zu trinken..

  • Eigentlich stand ich immer im Arbeitsleben. Also habe meine Ausbildung gemacht, ein Jahr gearbeitet, es nicht mehr ausgehalten.
    Es folgte eine andere Ausbildung.fünf Jahre gearbeitet.


    Es ist immer das Gleiche: Ich werde aufgrund meiner langsamen Art kritisiert, fachliche Fehler...
    Eigentlich war schon viel dabei.


    Dann geht es aber meist nicht um ein einfaches verbesserndes Gespräch. Sondern man will mich loswerden.


    Ich habe wenig Selbstbewusstsein. Neige zu Depressionen. Ist aber alles schon lange in Behandlung (Medikamente und Therapie, alles durch, mehrere Therapeuten, Medikamentenwechsel... deshalb bitte erspart euch die Tipps, anderer Therapeut... Da ist wirklich alles durch.


    Ich fühle mich in meinem derzeitigen Job eigentlich gut. Aber wieder wird meine Arbeitsweise kritisiert. Ich bin fast vor Verwunderung geplatzt. Habe damit gar nicht gerechnet. Alles lief eigentlich gut. Ich agierte sehr selbstbewusst. Hielt immer Kontakt zum Team. Habe mir immer Feetback geholt. Dachte alles wäre ganz ok.


    Muss auch noch sagen, dass ich extremst Probleme habe den Alltag zu bewältigen. Meine das Aufstehen, die Routine und täglich grüßt das Murmeltier. Das war bei jedem Job so. Habe immer die Wochen bis zum Urlaub gezählt, habe echt immer gekämpft, gekämpft, mich zur Arbeit gequält.


    Das kann es doch irgendwie auf Dauer nicht sein. Ich funktioniere übrigens alleine viel besser und ich habe auch einen Job, wo ich selbständig ganz gut verdienen könnte. Aber ich traue mich das nicht. Ich bin allein, zahle ne Wohnung ab. Mir sind die Kosten, Krankenkasse... zu hoch. Das Risiko ist mir eindeutig zu groß. Habe auch Freunde, die damit gescheitert sind und wirklich noch wesentlich geschäftstüchtiger sind als ich.


    Ich finde einfach keine Lösung für mich. Ich arbeite jetzt insgesamt seit 13 Jahren und mache einfach immer weiter, da ich mich nicht auf ander Leuts Tasche ausruhen will.


    Ich funktioniere in einer Gruppe einfach nicht. Mir geht es in einer Zweierkonstellation auf Dauer genauso schlecht wie in einer großen Gruppe. Ich wirke immer irgendwie "bematscht" und das kriege ich immer wieder aufs Butterbrot geschmiert. Mir fällt nix mehr ein und ich kann nicht mehr!

  • Man
    ne, das ist es nicht. Ich habe auch schon mal ne ganz andere Form der Therapie gemacht. Das ist ewig her. Auch da hat es zu nix geführt. Obwohl ich mehr als auf einer Wellenlänge mit dem Therapeuten war und sehr vieles lösen konnte. Nur das nicht.

  • Ich habe ein Problem:
    Komischerweise kann ich auf der einen Seite sehr gut alleine sein und brauche das sogar sehr extrem! Vielleicht mehr als jeder sonst. Dann fühle ich mich gut, kann auftanken, die Seele baumeln lassen und danach wieder richtig gut durchstarten. Dann bin ich mir meiner Freunde, der Liebe durch diese bewusst und es geht mir gut.


    Sobald ein Lebensgefährte an meiner Seite ist, fühle ich mich komischerweise total isoliert. Schon in jungen Jahren mit meiner ersten großen Liebe war das so. Ich fühlte mich immer verantwortlich dafür ein Programm aufzustellen, soviel Leute wie möglich zu treffen, aktiv zu werden.


    Es holt mich immer wieder ein. Egal an wessen Seite auch immer. Es ist grauenvoll und wirklich ein Gefühl das mit einem furchtbarem Ohnmachtsgefühl begleitet ist.


    Ich fühle mich dann immer so in Not und drehe fast durch. Fühle mich innerlich von allen Leuten verlassen, alleine, ohnmächtig. Ganz furchtbar! Ich kann die freien Tage nicht genießen, fühle mich fast depressiv, antriebslos. Warum ist das so? Ich habe das schon Mal in einer Therapie lang und ewig durchgekaut, geholfen hat es nicht wirklich. Die Therapeutin wollte nur wissen, wie ich mich fühle, ob ich nicht einfach an solchen Tagen ganz gelassen sein kann, einfach cool bleiben. Aber es hilft irgendwie alles nix. Kennt das wer?

  • Mein Vater ist fast 80 Jahre alt und hat eine Hüftoperation bekommen.
    Nach der Operation hat meine Mutter ihm im Krankenhaus besucht. Mein Vater ist wie ein Verrückter auf sie losgegangen, sie gar nicht erkannt und wollte sie schlagen. Sie ist dann geflüchtet und hat die Schwestern eingeschaltet.


    Sie ist total fertig. Sie rief mich dann heute an und ich habe sofort mehrere Male angeboten vorbeizukommen. Wir wohnen hundert Kilometer auseinander. Sie hat das massiv abgelehnt. Fühle mich da vor den Kopf gestoßen sie wollte es aber absolut nicht.


    Mein Vater hat schlechte Erlebnisse durch den Krieg und war dort in einem Lager. Ich vermute, dass durch die Krankenhaussituation das Gefühl von AusgeliefertSein... wieder hochkam? Oder gibt es solche Symtome öfters?


    Er soll sich mittlerweile wieder beruhigt haben. Es ist aber so typsich für meine Eltern. Sie wollen keine Hilfe.


    Ich habe jetzt angeboten, dass wir telefonieren können, jederzeit. Auch diesen Wunsch hat sie reglementiert und gesagt sie meldet sich dann, wenn sie morgen wieder im Krankenhaus war. Bin gerade etwas überfordert mit der Situation. Wie soll ich mich verhalten?

  • Ich denke du leidest an einer Depression und
    zwar schon lange.
    Ich bin Spezialistin auf diesem Gebiet, denn diese doofe Krankheit begleitet mich mein halbes Leben.
    Ich denke du wendest unbewusst irgendwelche Mechanismen an, die niemanden an dich heranlassen. Vielleicht unterbrichst du unbewusst den Blickkontakt nach kurzer Zeit, hörst unbewusst nicht richtig zu, oder strahlst keine Lebensfreude aus. Bitte nicht übel nehmen. Ich will dich damit keinesfalls beleidigen. Manchmal sind es einfach unbewusste Mechanismen, die unsere Seele anwendet, um sich vor einer Verletzung zu schützen.


    Ich habe das Gefühl, dass du die Gefühlswelt zu deinem Freund nur sehr diffus beschreiben kannst. Es sind aber anscheinend auch wundervolle Dinge zwischen euch. Du schläfst mit ihm, ihr habt ein Kind.
    Es hört sich alles (und bitte wieder nicht böse nehmen) das ist wirklich nicht angreiflich gemeint, sehr unreflektiert an.
    Wir stehen alle nun mal da wo wir stehen und du selber trägst ja keine Schuld. Aber sich jetzt in dieser Situation, wo deine Gedanken so schwer greifbar sind eine Beziehung zu beenden, wäre fatal!
    Du würdest wieder genauso in eine andere Beziehung schlittern. Die Schmetterlinge wären erstmal toll, aber nach der ersten Verliebtheit wird deine Gefühlswelt wieder da stehen wo sie jetzt steht. Vielleicht ist dann wieder ein neues Kind im Spiel und somit zwei weietere unglückliche Trennungskinder.


    Ich möchte dir empfehlen für jetzt erstmal ganz locker zu bleiben. Versuche dich mal nur auf das Schöne zwischen dir und deinem Freund zu besinnen. Geht mal Essen, Schwimmen.


    Stelle dir mal für nur einen Tag vor, dass du eigentlich ganz viel hast. Konzentrier dich mal nur auf dein Kind. Was du da hast ist ein Privileg. Du bist nicht allein: Es ist dankbar. Du kannst heute mit ihm lachen, was schönes machen. Es liebt dich, es ist dankbar dass es dich hat. Dein Mann ist es auch.
    Du hast jemand der dich streicheln kann. Sag ihm doch mal, dass er dich ganz fest in den Arm nehmen soll, da du dich abgrundtief allein fühlst. Mensch Mädchen da sind doch zwei tolle Menschen, du bist doch gar nicht allein.


    Dann geh mal in eine Sportgruppe, Spielplatz und ändere mal dein Gefühl. Du hast ja deine Festung, dein Kind, deinen Mann. Kümmere dich mal beim Weggehen nur um das KInd. Denke dir: Es interessiert mich doch gar nicht, ob ich jemanden kennenlerne. Ich bin glücklich hier mit meinem Kind. Und dann strahlst du auch Glücklich sein aus. Nehme mal zuerst ganz kleine Erfolgserlebnisse mit vom Spielplatz... dass dich eine Mutter angelächelt hat, dich angesprochen hatt... Dann schreibst du dir all diese schönen kleinen Erlebnisse auf.
    Damit kannst du wachsen.
    Du kannst Bindungen aufbauen! Seh mal eine Weile alles ganz locker. Du bewegst dich total in einem Gedankenkarusell. Sage dir mal, und dafür würde ich mir vielleicht mal eine Woche von Sonntag bis Sonntag nehmen:
    Diese Einsamkeitsprobleme sind nur in meinem Kopf. Und dann marschiere los. Geh dir n Brötchen kaufen und versuche mal die Verkäuferin zum lachen zu bringen. Das kannst du. Einfach ein Lächeln entrücken, vielleicht auch mit Hilfe des KIndes. Lass dir von einer Verkäuferin dabei helfen ein Babyteil auszusuchen. Versuche sie in ein längeres Gespräch zu verwickeln.... es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Und schreibe dir jeden Tag deine kleinen Erfolgserlebnisse auf!!!


    Dann an dem folgenden Sonntag lies dir das Büchlein durch.
    Dein Kind hat dich angelächelt, Smalltalk mit der Verkäuferin, du hast einen wunderschönen Hund gesehen............


    Ich wette dass es dir schon ein wenig besser gehen wird!!!!!


    Ich habe aber auch, wie gesagt, den Verdacht, dass du aufgrund einer Depression geblockt sein könntest, alles sehr schwarz siehst. Depris können auch mit Kontaktproblemen in Verbindung stehen. Geh mal zu deinem Arzt und äußere die Vermutung. Eine Gesprächstherapie könnte dir sehr gut tun!