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alf_878758

  • 15. Nov 2017
  • Beitritt 29. Dez 2015
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  • Hallo! Ich komme mit einem nicht unbekannten Thema.
    Selbstbefriedigung in der Beziehung.


    Meine bisherige sachliche Meinung zu dem Thema: Selbstbefriedigung in der Partnerschaft ist völlig normal, macht fast jeder, Mann und Frau, gehört dazu.
    Habe auch schon einige Beziehungen hinter mir und damit Erfahrungen gesammelt (bin Mitte dreißig).


    Nun bin ich aber letztens mal sehr direkt mit meinem aktuellen Freund mit diesem Thema konfrontiert worden und fühle mich plötzlich sehr unsicher.


    Wir sind seit ca. 2 Jahren zusammen und haben beide schon längst festgestellt, dass mein Freund sexuell generell aktiver ist als ich. Wo mir einmal Sex in der Woche (plus minus) reicht, würde er durchaus gerne öfter. Von daher macht er es sich gelegentlich mal selbst.


    Letztens war es so dass wir beide früh beim Kuscheln waren (es war von meiner Seite klar dass ich in dem Moment nur Kuscheln wollte, er wollte mehr). Im Nachhinein hab ich dann erfahren, dass er mal auf Toilette ging um zu masturbieren und dann wieder zu mir ins Bett zum Kuscheln zurückkam. Das Ganze habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mitbekommen, wir sind Wochen später mal drauf zur Sprache gekommen. Für ihn war die Situation völlig normal. Ich wollte nicht, er schon und war erregt und hat sich am Klo mal schnell Erleichterung verschafft.


    An sich kann man jetzt sagen, schön dass er meine Wünsche respektiert und mich nicht zum Sex drängen möchte, sondern sich eine Alternative gesucht hat.


    Andererseits kommen da plötzlich ganz andere Gedanken und Gefühle in mir hoch. Zum Einen ist es für mich nicht vorstellbar, dass man sich in diesem Moment nicht zügeln kann, wenn einer will und der andere nicht, sondern dass man seinem Trieb unbedingt nachgeben muss und sogar auf die Toilette zum schnellen Onanieren geht. Ich möchte nicht gemein sein aber ich finde das irgendwie eklig. Möchte hier nicht engstirnig sein, aber vielleicht bin ich ja zu prüde? Ich mein, ich machs mir auch mal selbst, in einer schönen Atmosphäre wenn ich Lust drauf hab. Diese Aktion am Klo dient ja aber wirklich nur dem Trieb. Und das schreckt mich auf eine ganz einnehmende Weise.


    Zum Anderen mache ich mir große Gedanken ob ich ihm genüge, und ob ihn unser Sexleben erfüllt.
    Das bewegt mich am meisten, ob man denn überhaupt "ausreicht" wenn der andere Partner einen höheren Sexualbedarf hat als man selbst.


    Stecke gerade in meinen Emotionen fest und ich danke Euch für jeden Gedanken- und Erfahrungsaustausch.