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akoni_12177008

  • 20. Dez 2011
  • Beitritt 20. Okt 2011
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  • So endet es aber, wenn ihr Mann sich trennt.
    Wir wissen doch hier alle, dass irgendwann jede Affäre auffliegt, weil der Betrüger Fehler macht oder der Zufall dazwischen kommt.


    Und am Ende trennen sich die Betrogenen, und sei es nach Jahren, oder sie betrügen selbst.


    Egal wie es weiter geht, die Kinder werden leiden.

  • Dem schließe ich mich voll und ganz an.
    Stell Dir einfach vor, wie Deine Kinder weinen, weil Du oder der Papa nicht mehr in der Wohnung wohnen, sondern allein. Wie sie nicht verstehen, was da passiert. Wie Du sie loslassen musst, wenn sie tage- oder wochenweise beim Papa wohnen. Wie sie in der Schule schlechter werden oder im Kindergarten auffällig. Wie sie in Zukunft die Neue Deines Mannes kennen- und mögenlernen. Wie sie sich als Heranwachsende entschließen könnten, ganz zum Papa zu ziehen.


    Wie knapp das Geld werden könnte, wenn zwei Haushalte finanziert werden müssen und es nur noch um den Unterhalt geht. Wie der Haushalt einem plötzlich zur Last fällt, weil es keine Entlastung mehr gibt. Wie Du auf fremde Hilfe angewiesen bist bei vielen Kleinigkeiten, die immer Dein Mann erledigt hat. UNDSOWEITER.


    Es ist einfach eine böse Falle der Natur, dass sie einen mit der Aussicht auf ein bisschen Sex und "Anerkennung" verschleiert, wie extrem sich das ganze alltägliche Leben verschlechtern wird.


    Sobald Du die Affäre angefangen hast, ist das oben Beschriebene nur noch eine Frage der Zeit.

  • Na ja,
    ich kenne inzwischen auch ein paar Studien. Und wenn man hier liest, wieviele Frauen sich auch durch kleine Kinder nicht abschrecken lassen (einschließlich meiner), ist das schon unheimlich.


    Der genetische Einfluss für ein paar grundsätzliche Prädispositionen ist sicher vorhanden, aber wohl stark überlagert von soziokulturell erlerntem Beziehungsverhalten. Der Mensch ist letztlich wohl schon in der Lage, sein Partnerwahlverhalten an die Situation anzupassen, was gegen die Übermacht der Gene spricht. Blinde haben z.B. anders gelagerte Präferenzen bei den vielen Auswahlkriterien für ihre Partner als Sehende, was auch eher gegen einen universellen genetischen Imperativ spricht.


    Außerdem weiß man immer noch nicht, was es dem Mann bringen sollte, seine Gene wild zu streuen, wenn der Nachwuchs bei einer alleingelassenen Mutter dem Tode geweiht wäre, wie es in der Steinzeit mangels Sozialsystem logische Folge gewesen wäre. Ein langfristiger Bindungswille muss einfach die Regel sein, darauf zielen ja auch die Auswahlstrategien der Frauen ab. Zu den Ausnahmen zu gehören, also dauerhaft oder häufig aus einer festen Beziehung auszubrechen und diese dadurch massiv aufs Spiel zu setzen, dürfte daher auf ein psychologisches Problem hinweisen.

  • Aus meiner Sicht
    kann ich nur sagen, dass ich solche Gefühlskonflikte bisher nicht kenne. Wenn man auf Dauer Liebesgefühle unterdrücken muss, weil sie mit dem realen Leben nicht zusammenpassen, ist das sicher eine Qual.


    Selbstverständlich habe ich während der ganzen Zeit mit meiner Frau die Schönheit und den sexuellen Reiz anderer Frauen voll wahrgenommen, aber aus irgendeinem Grund habe ich nie eine echte Versuchung verspürt, wirklich Sex mit diesen zu haben oder mich zu verlieben. Eher war es, wie es hier mal einer ausgedrückt hat, wie das Betrachten von Schaufensterpuppen, es bestand einfach eine klare Trennung.


    Inzwischen verstehe ich, dass sich in funktionierenden Paarbeziehungen ein "gemeinsames Selbst" bildet, durch das das psychische Empfinden des einen Partners nicht mehr unabhängig vom anderen ist. Das sorgt für die prinzipiell vorgesehene Langzeitstabilität von Paarbeziehungen.


    Und dann gibt es eben Gründe, weshalb bei Partnern früher oder später (oder gar nicht) dieses Empfinden erlischt. Das kann man nur bei dem suchen, der letztlich ausbricht.

  • Um ehrlich zu sein
    ist mein Eindruck inzwischen auch, dass Frauen tatsächlich mehr Gefühle beim Fremdgehen investieren als Männer. Wenn eine Frau erst mal fremdgeht, dann sucht sie bereits den Absprung aus der alten Beziehung. Dass Frauen eher auf der Suche nach einer langfristigen Bindung sind, soll wohl evolutionspsychologisch mit den hohen persönlichen Kosten einer möglichen Schwangerschaft zu tun haben.


    Und wenn man dann hier die Schwärmerei für den überirdisch guten Sex bei der Affäre hört, der Suchtcharakter entfalte, auf der anderen Seite höchst selten eine tragfähige Beziehung aus einer Affäre hervorgeht, erklärt sich auch, weshalb Paarpsychologen das "Problem" erst einmal beim Fremdgänger suchen. Der Mensch ist prinzipiell auf langfristige Beziehungen ausgelegt, um den Nachwuchs großzuziehen. Das weibliche Fremdgehen lässt sich eigentlich nur mit dem Prinzip Kuckukskind erklären, die widersprüchlichen Triebe, Fremdgehen und stabile Beziehung, unter einen Hut zu bringen scheint.


    Die Natur nimmt einfach auf Gefühle keine Rücksicht, wer das nicht erträgt, ist sowieso zu schwach...

  • Na gut,
    dann nehme ich die Schärfe wieder etwas raus.


    Wir können uns wirklich nicht verstehen. Für mich ist erwiesen, weil ich es am eigenen Leib gespürt habe, dass die Hinwendung zu einem neuen Partner auch eine emotionale Verbindung schafft. Ab diesem Moment zieht der Untreue Energie aus der Hauptbeziehung ab. Bei meiner Frau war das dann auch der Moment, ab dem bei uns der Sex einschlief. Den gab es ja nun woanders. Mein Leben wurde also schlechter und ich erfuhr nicht, woran es lag. Das ist der Betrug. Sonst hätte ich für mich ja was ändern können, in meinem Leben.


    Normalerweise ist es so, dass eine geheime Nebenbeziehung die Hauptbeziehung nach und nach aushöhlt. Der Betrüger macht seine Hauptbeziehung selbst zu einer leeren Hülle, weil er selbst nichts mehr hineininvestiert.


    Wenn Du Leute, mit denen Du Sex hast, nicht liebst, dann bist Du nicht für langfristige Beziehungen geschaffen. Unsere Vorfahren können nicht so gewesen sein wie Du, sonst gäbe es uns nicht.

    • Wieder falsch! Ihr lernt es nicht
      "Für die hat Liebe mit Besitzanspruch und Kontrolle zu tun."


      Den Besitzanspruch übt doch einzig und allein der Betrüger aus. Er ist doch derjenige, der den Betrogenen daran hindert, ihn zu verlassen, indem er ihn dumm hält. Durch den Betrug hält der Betrüger den Betrogenen in seinem Besitz. Er hält ihn sich für seine Zwecke warm, falls aus der Affäre nicht mehr wird. Dann ist er nicht so allein.


      Ich diskutiere hier immer gern über die unbewussten Hintergründe des Fremdgehens, aber was ich nicht ertrage, ist dieses dämliche Rechtfertigungsgeschwätz mit den Besitzanspüchen oder "man nimmt ja niemandem was weg" usw.


      Doch! Die Betrüger nehmen dem Betrogenen die freie Willensentscheidung, für sich selbst einen neuen Lebensweg zu gehen und sich nach einem Partner umzusehen, der ihnen die emotionale und wirtschaftliche Versorgung einer tiefen Beziehung gibt und sie nicht darüber täuscht, dass er diese Versorgung längst jemand anderem zukommen lässt und auf die Gelegenheit zum Partnerwechsel wartet.


      Die Betrüger nehmen den Betrogenen ihre Selbstbestimmung und halten sie in ihrem Besitz.

    • Hier würde ich gerne nochmal nachhaken
      "Gefühle kann man unterdrücken, man kann sich dagegen wehren, sie verleugnen, nicht zulassen.... "


      In diesem Forum berichten fast ausschließlich Frauen, wie sie innerhalb einer als erloschen empfundenen Beziehung plötzlich in Kontakt mit einem fremden Mann geraten und intensive Zuneigung oder sogar kopflose Verliebtheit empfinden.


      Kann man das nun kontrollieren oder nicht?


      Könnte man sich zu Anfang noch dagegen entscheiden, bevor es "zu spät" ist, wenn man es wollte, um die Hauptbeziehung nicht zu gefährden? Wie bewusst läuft das Verlieben in die Affäre ab?


      Warum haben Männer damit offenbar kaum Probleme?


      Vielen Dank schon mal.

    • jimmie_12480109

      Welchen Ansprüchen kann keiner gerecht werden???
      Ehrlich mit seinem Partner zu sein hältst Du schon für eine Überforderung? Seht Euch doch mal das nomale Trennungsforum an, da könnt Ihr was lernen. Da sind noch ehrliche Menschen unterwegs, die ihre Beziehung langweilig finden und sich folgerichtig trennen, BEVOR sie ihren Partner betrügen. Wie gesagt, insgesamt muss die Mehrheitsgesellschaft den Schaden ausgleichen, den Irrläufer, wie die Ehebrecher es sind, hinterlassen. Ist sozusagen ein Kollateralschaden, den eine freie Gesellschaft verkraften muss, weil die Würde des Einzelnen nicht von seinem Verstand abhängig gemacht wird.


      Das Gefasel vom Lebensglück ausschließlich durch den Ehepartner ist genauso dumpf wie das von den Besitzansprüchen. Sowas kommt immer von Betrügern, die ihr eigenes Lebensglück dadurch auskosten, dass sie ihrem Ehepartner den freien Willen rauben, sich gegen sie zu entscheiden.


      Und um nochmal konkret zu werden: Mein Lebensglück hängt nicht von meiner Partnerin ab, weil sie mich ja auch jederzeit verlassen oder z.B. bei einem Unfall umkommen könnte. Das Unverzeihliche, das den bleibenden Schaden anrichtet, ist der jahrelange feige Betrug über die entzogene Liebe, der sich jeder Mensch sicher sein muss. Therapeuten suchen zuerst einmal nach den Gründen, weshalb der Betrüger nicht das nötige Empfinden für das Urvertrauen in einer Paarbeziehung hat, sondern sich über diesen moralischen Konflikt einfach hinwegsetzt (und bekloppte Ausreden erfindet). DA liegt immer das Problem.

      • jimmie_12480109

        Unfassbar!
        Warum erzählst Du es Deinem Mann dann nicht? Hast Du Angst, dass er die emotionale und ökonomische Gemeinschaft beendet?


        Aber wann begreift die verlogene Gesellschaft der Ehebrecher denn endlich, dass jeder Mensch ein Recht auf Selbstbestimmung hat, das die Betrüger zu ihrem Vorteil mit Füßen treten. Du nutzt die emotionale und ökonomische Gemeinschaft zu Deinem einseitigen Vorteil aus, weil es sich darin bequem fremdgehen lässt. Du erschleichst Dir Deine ökonomische Versorgung, während Du Deinem Mann vorspielst, dass Du ihm das ganze emotionale Spekrum noch bieten würdest. In Wirklichkeit hast Du ihn emotional verlassen.


        Falls Dein Mann nichts weiß, lässt Du ihn ein entwertetes Leben führen. Alle Erinnerungen an Eure gemeinsamen Jahre werden für ihn dunkler Sumpf sein, Du zerstörst seine Lebensgeschichte. Du kannst ihn gar nicht mehr mit der Achtung betrachten, die er verdient, weil Du weißt, dass er sich nur so verhält, wie Du es ihm vorlügst. Du beschränkst künstlich seine Handlungsmöglichkeiten und das ist menschenverachtend. Die Lebenszeit, die er mit Dir verschwendet, kann ihm keiner ersetzen.

        • ximena_11909277

          Wenn Du willst, dass es vorbei geht,
          musst Du Dich offenbaren.


          Deinem Mann willst Du es aber nicht sagen, weil Du fürchtest, dass er ab dann heimlich nach einer neuen Frau sucht, weil sein Vertrauen weg ist. Eure Ehe verschlechtert sich ab dann. Daran siehst Du, was auch mit Dir passiert. Man beschädigt seine Hauptbeziehung auf jeden Fall. Es ist eine Illusion zu glauben, man könne es verheimlichen und glücklich mit seinem Partner zusammen bleiben. Du wirst Dich im Innersten verändern, wenn Du es tust.


          Deshalb müsstest Du mit Deinem Mann in einer Weise offen reden, die Euer beider Sichtweise auf eine Partnerschaft völlig umkrempelt. Fast unmöglich, es würde vor allem sehr lange dauern, bis Ihr beide .


          Als zweite Möglichkeit bleibt nur, mit dem potentiellen Liebhaber zu reden und ihm zu sagen, dass er sich von Dir fernhalten soll, weil Dir Deine Ehe zu wichtig ist. Er soll Rücksicht darauf nehmen, dass Du nicht in Versuchung geraten willst und soll sich entsprechend benehmen. Wenn er sich dann einen Spaß daraus macht, Dich erst recht rumzukriegen, ist er ein egoistisches A...loch, das es bewusst fertig kriegt, eine Familie zu zerstören. Du must ihn also in eine Mitverantwortung bringen. Sprich mit ihm über das Leid, das Du für den Rest Deines Lebens Deinen Kindern und Deinem Mann antun würdest.


          Wenn Du es dann immer noch nicht in den Griff bekommst, trenne Dich erst von Deinem Mann, um Dir und ihm das Leid zu verkürzen. Gehe vorher zu einem Anwalt und informiere Dich über Umgangsregelungen mit Kindern und Unterhaltsfragen.


          Wenn Du es dann immer noch nicht in den Griff kriegst, hast Du ein Persönlichkeitsproblem, weil Du dann in den Grenzbereich kommst, wirklich verantwortungslos zu handeln. Du weichst dann von der Norm wirklich zu stark nach unten ab. Gehe zu einem Therapeuten und lass Deine Kindheitsgeschichte auf Eheprobleme Deiner Eltern oder Schlimmeres untersuchen.


          Hart aber wahr. Es gibt keine Rechtfertigung für Unehrlichkeit in einer Beziehung. Heimlichkeit in der Ehe kann niemals ein gut sein. Schon gar nicht aus Rücksicht auf den Betrogen, wie sich viele Betrüger gern einreden. Niemand ist gehindert, Sex mit anderen zu haben. Aber nur nach Klartext mit dem Mann, nicht auf Kosten des Beziehungsvertrauens der ganzen Familie. Wer dafür kein natürliches Gespür hat, ist unreif oder geschädigt.

        • Noch was.
          Ich vergaß, wie dramatisch Du mit den Chancen Deiner Kinder spielst. Wenn Eure Ehe wegen so etwas scheitert und Deine Kinder zu Scheidungswaisen werden, wirst Du Dir das nie verzeihen.


          Ich musste inzwischen einsehen, dass es auch in den besten Ehen zu solchen sexuellen Sehnsüchten kommen kann. Und dann liegt es an jedem einzelnen, damit verantwortungsvoll umzugehen.


          Ich würde Dir nicht empfehlen, diese Sehnsucht einfach zu unterdrücken, sondern zu kanalisieren. Mach Dir bewusst, dass in Deinem Kopf ein biochemisches Gewitter stattfindet, das Deine Vernunft ausschaltet. Du nimmst das katastrophale Preis-Leistungs-Verhältnis nicht wahr. Das will "die Natur" erreichen. Erhebe Dich über die Natur und schalte Dein Gehirn ein. Sage Deinem Mann, dass in Dir etwas Gewaltiges abläuft, das Du nicht unter Kontrolle hast. Und dann tue es von mir aus, wenn Du es wirklich nicht beherrschen kannst.


          Ich halte das für den einzigen Weg, um anschließend auf eine Erweiterung des Horizonts Deines Mannes hoffen zu können, der dann viel über die Natur des Menschen nachzudenken haben wird.


          Wenn Du es heimlich machst, kannst Du jedenfalls schon mal Deine Sachen packen.

        • Wenn Du es tust, ist Deine Ehe hin.
          In dem Moment, wo Du Liebhaber berührst, verlässt Du Deinen Mann. Ihr habt eine Paarbeziehung, in der ein Dritter nicht vorkommt. Er verlässt sich zu 100 % darauf, dass Du nur für ihn da bist, weil man es nicht ertragen kann, wenn der Partner sich heimlich abwendet und einen innerlich verlassen hat.


          Du könntest die Veränderung der Ehe nicht mehr rückgängig machen. Denn sobald Du Sex mit dem anderen hattest, trägst Du ein schweres Geheimnis mit Dir rum. Dein Unterbewusstsein wird dann ständig versuchen, eine Rechtfertigung zu finden, um sich von der moralischen Schuld zu entlasten. Und dann wirst Du anfangen, an Deinem Mann immer mehr das Schlechte zu sehen, um Dein Gewissen zu entlasten, um Dir zu sagen, dass Du Dir die Affäre gönnen durftest.


          Das heißt: Sobald Du mit der Affäre anfängst, wird Deine Ehe Dir immer schlechter vorkommen, obwohl sie das gar nicht ist. Am Ende, wenn alles unweigerlich rauskommt (ich glaube, das Unterbewusstsein der Betrüger verrät sich irgendwann absichtlich durch "Fehler", weil es den Dauerkonflikt nicht mehr aushält), wird Dir erst bewusst, dass Du für einen völlig substanzlosen und vergänglichen Kick Dein ganzes schönes Leben und Deine Sicherheiten verloren hast.

        • daniel_12931843

          Du machst das richtig.
          Der Wert, den sie für Dich hat, ist genau das, was eine Paarbeziehung so besonders macht und weshalb die Erkenntnis, verlassen zu sein (diese Angst steckt dahinter), so überproportional schmerzhaft ist. Ich habe schon gelesen, dass Du nicht mehr schlafen kannst. Ganz normal.


          Ich habe hier mal meine Geschichte gepostet und kann nur sagen, das war damals nur ein Bruchteil dessen, was inzwischen heraus gekommen ist. Vielleicht mache ich hier irgendwann mal ein update.


          Du bist in der Nicht-Wahrhaben-Wollen-Phase. Du wirst dieses Gefühl sogar dann beibehalten, wenn Du eindeutige Beweise für die Untreue findest. Die Phasen kannst Du nicht beeinflussen. Aus meiner Sicht machst Du deshalb auch nichts falsch, wenn Du jetzt nach harten Fakten suchst, um Klarheit in Deinem Leben zu haben.


          Versuche nur, Deine Frau nicht zu sehr in die Enge zu treiben. Sie ist jetzt wahrscheinlich in einer ähnlichen Phase, weil sie merkt, dass sie das nicht mehr aus der Welt schaffen kann. Sie hat Euer Leben bereits verändert und es stimmt leider, es wird nie wieder so wie es war.


          Aber mit der richtigen therapeutischen Unterstützung könntet Ihr Euer Menschenbild so weit erweitern, dass Ihr ein völlig neues Verständnis von Euch erlangen könntet. Das hilft auf jeden Fall bei der Verarbeitung.


          Ich bin nach neun Monaten und mehreren Rückschlägen zwar noch intensiv damit beschäftigt, aber funktioniere im Alltag halbwegs (mit Betonung auf halb).

        • Hallo mat1122
          Ich bin zwar keine Frau, habe aber frische Erfahrungen mit entdeckten SMS.


          Meine Meinung: Die Ausflüchte Deiner Frau sind praktisch bei allen Erwischten gleich, ich glaube sogar wortgleich. Sie geraten in Panik, dass ihr bequemes, gut abgesichertes Leben vorbei sein könnte und lügen, was das Zeug hält. Du empfindest jetzt absolutes Misstrauen und fürchtest Dich vor der Wahrheit, nämlich dass sie längst fremdgegangen ist, also Sex mit ihm hatte, oder sich zumindest in ihn verliebt hat.


          Ich wollte damals so schnell wie möglich so viel wie möglich herausfinden, weil man sich ansonsten selbst belügt. Dass Deine Ehe Spaß gemacht hat, erscheint jetzt in einem völlig neuen Licht und ist praktisch entwertet. Das ist ja das Drama für die eigene Biographie, dass man in einer Lüge leben muss und nicht entscheiden kann, neue Wege zu gehen, während der fremdgehende Partner einen bereits innerlich verlassen hat.


          Jetzt bist Du in der Lage, Dein Leben wieder in die Hand zu nehmen, was Du während der heimlichen Phase Deiner Frau nicht warst. Das ist ein großer Gewinn.


          Ich würde von ihr verlangen, dass Du alle SMS lesen darfst. Wenn sie Dich nicht lässt, musst Du erst mal vom Schlimmsten ausgehen.


          Das alles muss übrigens noch längst nicht das Aus für die Ehe bedeuten, wenn Ihr Euch mit Eurem Leben gemeinsam beschäftigt. Aber das Vertrauen ist weg.

        • irene_12273325

          Soweit ich inzwischen weiß,
          fühlen sich Affären nur so gut an, weil es eben KEIN gemeinsames Leben mit dem Affärenpartner gibt. Es gibt nur das Kribbeln und die Sonnenseite, den ungenierten Sex. In den bisherigen Gesprächen mit meiner Frau gab sie zu, dass zwar beide auch über ihre Beziehungsprobleme gesprochen haben, aber nicht wirklich intensiv. Die beiden Hauptbeziehungen wurden bei den Treffen angeblich eher ausgeklammert, um dem Alltag zu entfliehen. Man wollte ja genießen.


          Demnach sind Affären Märchenstunden. Für mich ist es ein Zeichen von Lebensunreife, wenn man so eine Auflucht braucht, anstatt das Leben in seiner tatsächlichen Gestalt zu "ertragen". Beziehungen nutzen sich immer ab. Und dann hängt es von jedem einzelnen ab, ob er für eine Affäre empfänglich ist oder sich wenigstens voher trennt.


          Was in diesem Forum nämlich völlig untergeht, ist die Variante, dass man sich auch erst mal trennen könnte, wenn man von seiner Hauptbeziehung so angeödet ist. Wer das nicht schafft, sondern den Betrug in Kauf nimmt, handelt zwar menschlich, gehört aber zu den charakterlich Feigen und Schwachen, die sich ihre Hauptpartner als verarschte Versorger warmhalten. Es geht sehr wohl auch anders, wie das Forum Trennung beweist.

        • dafydd_12520861

          Das sehe ich inzwischen anders.
          Das Sicherheitsgefühl in der Hauptbeziehung ist die tragende Säule im Leben. Nur da existiert tiefere Liebe, nämlich die Abhängigkeit von einem Partner, die einem aber nicht bewusst ist. Diese Abhängigkeit, auch emotional, wird offensichtlich völlig überstrahlt von der frischen Verliebtheit, was von mir aus alles seinen Zweck hat (von wegen Gen-Durchmischung usw.).


          Wer sich auf Affären einlässt, hat immer ein Wahrnehmungsproblem. Er sollte sich bewusst werden, was ihm seine Hauptbeziehung alles bedeutet, wie sehr das alltägliche Wohlbefinden davon abhängt, dass der Hauptpartner da ist und das eigene Leben mit tausend Kleinigkeiten am Laufen hält.


          Würde Alina plötzlich von ihrem Freund verlassen, würde sie sich wundern, wie tief sie ins Loch fällt. Erst dann wird den Geliebten bewusst, dass in einem Märchen leben und niemand sie auffängt, weil eine Affäre keinerlei tragfähige Substanz für das echte Leben bietet.


          Das heißt für mich: Solange der Betrüger seinen Partner noch als Sicherheitsgeber wahrnimmt, besteht auch die Chance, einen neuen Wert und neue Liebe in der Beziehung zu finden, durch Beziehungsarbeit, in erster Linie offene Kommunikation über genau das hier.

        • Verantwortungsvoll von Dir
          Nach allem, was Du hier ablässt, wärst Du mit Kindern auch heillos überfordert.

        • Hallo typ14,
          Deine Geschichte gehört in einen eigenen Thread. Es würde sich lohnen.

        • rimi_12720511

          Wie gesagt, dass Du hier im Forum
          surfst und Deine Geschichte (die nur ein kleiner Ausschnitt der Wahrheit sein kann) schreibst, verrät zumindest, dass Du ein Problem mit Dir herumträgst. Jeder der nach dem Thema Untreue sucht, sucht für sich selbst nach Antworten für die Bewältigung eines moralischen Problems. Wer hier herumsurft sucht nach Orientierung für eines der schwierigsten Probleme im Leben. Niemand ist "freiwillig" hier, sondern alle saugen die Sichtweisen anderer auf, um für sich darüber nachzudenken. Jeder spürt, dass man wohl ein sorgenfreieres Leben hätte, wenn man sich nie auf die Suche nach so einem Forum gemacht hätte.


          Es mag sein, dass Du vordergründig nach "Vorsichtsmaßnahmen" suchst. Aber was verrät das über Dich? Du führst ein offensichtlich sauber geordnetes Leben, in dem Du als Ernährer die Macht über Wohl und Wehe Deiner Familie hast. Ihr lebt das klassische Rollenbild mit der Frau zu Hause, bei dem Du (vermeintlich) sicher sein kannst, was sie wohl gerade macht, wo sie wohl gerade ist.


          Und jetzt kommst Du hier noch an und willst weitere Maßnahmen ergreifen, um die möglichen Handlungsspielräume Deiner Frau gegenüber der Untreue weiter einzuschränken.


          Für mich leidest Du unter einer Angststörung. Du hast einen Kontrollzwang aufgrund der Angst, Dein Leben könnte aus den Fugen geraten. Ich mutmaße mal, dass Du auch im Beruf ein pedantischer Perfektionist bist, der kaum eine spontane Entscheidung wagt, sondern alles unter Kontrolle haben muss.


          Da liegen doch die Probleme.