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Eltern nehmen mir die luft zum atmen

 

ich bin 20 jahre alt und wohne noch bei meinen eltern, da ich noch nicht finanziell unabhängig bin.
ich werde immernoch wie ein kind behandelt. ich muss immer genau sagen wann ich weggehe, mit wem ich mich treffe, wann ich zu hause bin usw. mir wird es verboten unter der woche bei anderen zu schlafen, da ich dann ja verschlafen könnte und somit nicht zur schule bzw zum praktikum komme, denn zu hause würden es meine eltern mitkriegen, da sie immer zur gleichen zeit aufstehen müssen wie ich.

wenn ich zu hause bin, muss ich sofort springen, wenn einer der beiden etwas von mir möchte (im umgekehrten fall ist es ganz und gar nicht so). selbst wenn ich meine ruhe haben möchte, wird ohne anzuklopfen in mein zimmer geplatzt und wenn ich versuche ihnen klarzumachen, dass ich beschäftigt bin und in beispielsweise einer halben stunde komme, werde ich mit sätzen wie " ja, wenn du mal wieder was willst, mach ich auch nichts mehr für dich" unter druck gesetzt!

allgemein ist es so, das meine eltern ständig in mein zimmer kommen, auch wenn ich nicht da bin, "um zu kontrollieren was da sache ist" (aussage von meinem vater). früher(vor 3-4 jahren ca) habe ich versucht mich dagegen zu wehren, indem ich mein zimmer ständig abgeschlossen habe, aber da hat mein vater einfach den schlüssel nachgemacht und bei einem streit auch mal für 3 wochen die tür ausgehängt.

meine eltern sagen mir ständig wie unreif und unselbstständig ich bin, dabei sehe ich das anders. seit jahren wasche ich allein meine wäsche, koche mir allein essen, mache sauber, gehe mit dem hund usw.

allgemein höre ich nur vorwürfe, sogar gegenüber sachen für die ich nicht mal was kann! beispielsweise war mein laptop einige zeit kaputt und deswegen habe ich den pc meiner mutter mitgenutzt. wenn sie dann spammails gekriegt hat, war ich daran schuld, obwohl es eigentlich logisch ist, das das nicht sein kann, da ich ihre emailadresse nicht nutze und noch nicht einmal das passwort kenne!

weise ich meine eltern auch nur einmal ab bzw zurück oder sage ihnen, das sie mich nicht mehr wie ein kind behandeln sollen, lacht mein vater und meint ich bin ein kind und meine mutter fängt entweder an zu weinen oder ist wütend und meint ich wäre undankbar.

man könnte jetzt vielleicht trotzdem auf den gedanken kommen, das die beiden mich sehr lieben, aber das stimmt so auch nicht. ich habe bulime...mit teilweise sehr ausgeprägten phasen und dann wieder fast symptomfreien monaten. meine eltern wissen das ich kotze, aber das einzige was sie je dazu gesagt haben war:" das ist so ekelhaft, dann iss doch lieber gar nichts, denn dieses verhalten ist geldverschwendung!".

mein vater interessiert sich absolut nicht für irgendwelche persönlichen belange für mich! meine mutter schon, verwendet es dann aber im nächsten moment gegen mich! zum beispiel, hatte ich in der vergangenheit eine affäre mit einem typen, der aber noch eine andere hatte. irgendwann hat er sich dann allerdings für die andere entschieden...meine mutter kannte die geschichte, war auch erst einfühlsam, aber ein paar wochen später meinte sie das sie verstehen kann, das er mich nicht genommen hat, sie hätte schließlich genauso gehandelt.

ich weiß nicht wie sich da etwas ändern soll, denn reden bringt ja nichts...und ausziehen geht auch nicht, da ich nichts verdiene (ich mache fachhochschulreife)...hat irgendwer einen rat?


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Such dir ein Zimmer oder eine Wohnung

du bekommst Unterstützung. Beantrage als erstes Schülerbafög, da hast du ein Anrecht drauf. Diese ist sogar frei also muss nicht wie bei Studium Bafög zurückgezahlt werden. Also fang an. Ist zwar viel Lauferei zwischen all den Ämtern, aber es wird sich lohnen.


 

...

Liebe steffimaus91,

was Du benötigst ist finanzielle Unabhängigkeit.

Du machst Fachhochschulreife - also Abi. Wahrscheinlich noch an einer ganz normalen Schule. Ich kann Dir dann nur empfehlen, dass Du Dir einen Nebenjob besorgst. Guck mal in Deiner Umgebung nach Geschäften (z. B. große Bekleidungsgeschäfte), die brauchen sehr oft samstags oder spät am Abend Leute. Ebenso mal in Theatern nachfragen, für die Pausen brauchen die Leute, die Prospekte oder Sekt verkaufen, ebenso Leute für die Garderobe. Überall einfach mal hingegen und nett nach einem Job fragen. Kostet jetzt nur Mut und Du hast nichts zu verlieren. Entweder sagen die ja oder nein.

Ich wohne in einer Universitätsstadt und da ist bezahlbarer Wohnraum rar. Mittlerweile gibt es auch die Option hier bei uns, dass junge Menschen in Altersheimen nachfragen und sich dort um ein Zimmer bemühen. Dann arbeitet man die Miete in Gegenleistung mit "Betütteln" der älteren Mitbewohner ab. Also mal eine Stunde am Tag mit den Menschen spazieren gehen oder Gesellschaftsspiele machen oder sich einfach nur unterhalten. Das wär eine Möglichkeit für den Anfang.

Oder Du suchst Dir ein möbiliertes Zimmer oder eine WG - die Miete könntest Du über den Minijob finanzieren. Wenn Du ein Studium aufnimmst, hast Du Anspruch auf Bafög für Studenten.

Bei normalen Berufsausbildungen hast Du andere Optionen, die Dir ja nicht z. Z. zur Verfügung stehen. Bei Schülerbafög (Fachabi + Berufsausbildung an einem Berufskolleg) oder einer Ausbildung im dualen System hättest Du ja Einkünfte.

....
Ich sehe nur die Möglichkeit, dass Du Dir einen Nebenjob suchst und vielleicht Deinen Eltern quasi Kostgeld anbietest. Dann im Gegenzug Privatsphäre einfordern. Das wäre die Alternative, wenn Du weiter zu Hause wohnen bleiben willst.


 

Mal die Sicht der Eltern verstehen

von:arabella115


Was ich meine, Deine Eltern sehen Dich so:

Du bist volljährig und trotzdem dürfen sie für Dich alles bezahlen. Essen, Trinken. Dann jedes Bekleidungsstück, jeden Schulstift, jedes Bahnticket. Und dann ist es in vielen Familien so, dass sich volljährige Kinder auch nichts sagen lassen. (Bitte verstehe es nicht als Angriff gegen Dich, ich meine es nur sehr allgemein. Eltern sind zur Unterhaltsverpflichtung gesetzlich verdonnert, trotzdem ist es eine Zumutung für alles aufzukommen.)

Ich kann es verstehen, dass man sich sagt, wann man weggeht. Damit schützt man sich innerhalb einer Familie. Man braucht sich um den anderen nicht zu sorgen, weil man weiß, wo der andere zur Zeit ist. Auch halte ich Mithilfe im Haushalt auch für normal.

Versuche doch ein klärendes Gespräch mit den Eltern zu finden, wo Du ganz ruhig und erwachsen sprichst. Also ohne Schreiattacken. Bleibe auch ruhig, wenn die Mutter wieder ausflippt oder der Vater schreit. Biete ihnen an, dass Du z. B. Dir einen Nebenjob suchst und nun für Deine Bekleidung oder für Dein Handy selbst aufkommst. Oder Du bietest Kostgeld an, wie im Beitrag von mir oben beschrieben. Sage ihnen, dass Du 20 Jahre bist und Du auch wie ein Erwachsener behandelt werden möchtest.

Der psychologische Kniff der bei diesem Angebot besteht darin, nicht immer nur als Nehmender dazustehen. Du gibst dann auch etwas. Und wenn Geben und Nehmen im Gleichklang ist, dann ist das Leben ausgewogener. Verstehst Du, was ich meine?


 

Eine lösung könnte...

ein Beratungsgespräch beim Jugendamt sein. Die können versuchen zu vermitteln bzw. helfen trotz Mittellosigkeit auszuziehen. Trau dich, diesen Schritt zu gehen. Denn irgendwas musst du ja tun, so kann es nicht weitergehen.

Lg


 

Da hat das Jugendamt nichts zu schaffen,

von:melike13

geh zu einer Beratungsstelle von Diakonie oder Caritas. Es muß eine Möglichkeit das zu ändern und dass du ausziehen kannst. Bist du mit deiner Essstörung denn in Therapie? Du brauchst Behandlung , mußt dich abnabeln.
Gruß melike


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