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Toten nicht wiedererkannt!

 

Kürzlich ist ein enger Verwandter von mir gestorben. Als wir zu mehreren Personen die an Demenz verstorbene Leiche aber dann sahen, erkannten wir ihn nicht wieder.
Am Auffallensten waren seine Augen. Er hatte immer dunkelbraune Augen. Jetzt hatte er aber auf einmal helle, himmelblaue Augen.
Wie ist das möglich??
Ich weiß nur daß der Mann, Mitte 70, immer eine starke Brille trug und im hohen Alter Krebs hatte. Welchen wissen wir nicht.

Das könnte eine Rolle gespielt haben, aber von braun auf klares himmelblau. Wo gibt's denn sowas?
Die werden blasser, die werden grau, die werden grün, die kriegen Ränder,..., aber himmelblau?

Die Leiche kam dann zur Obduktion, wurde aber eigenartiger Weise 7 Wochen lang 'vergessen', und dann vor zwei Monaten ohne uns zu informieren hinter unserm Rücken begraben..
Jetzt ermittelt der Anwalt und fordert Obduktionsbelege. Es scheint aber so als wären da nie welche gemacht worden..

Weiß jemand vielleicht etwas über solche Farbveränderungen?
Normaler Weise hat doch jeder Tote grün-braune Augen. Oder nicht?
Vielen Dank für eure Antworten.


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Wie lange hattest Du den Verwandten denn nicht gesehen ?

War es denn ein Todesermittlungsverfahren ? Also war die Polizei tätig ?
Die Identifizierung eines Toten ist sehr wichtig. Normalerweise muss man davon ausgehen, dass ein Toter eindeutig identifiziert worden ist. Manchmal muss auch jemand einen Toten anerkennen, z.B. ein Verwandter.
Wenn Ihr einen Anwalt eingeschaltet habt, kann er die Akte anfordern und hat Akteneinsicht und ihr darüber auch. Davon würde ich mir Aufschluss versprechen.


 

Also meine Tante ist

2009 gestorben und als ich sie auf dem Totenbett gesehen habe, habe ich in ihr auch nicht die lebhafte, warmherzige Frau erkannt, die meine Patentante war. Sie sah völlig verändert aus ! Wobei ihre Augen glaube ich schon geschlossen waren.

Was heißt, die Leiche wurde 7 Wochen vergessen
War denn kein enger Angehöriger da, der sich um die Beerdigung gekümmert hat ?


 

von:keks139

In diesem Fall wurde sozusagen alles vergessen, was man nur vergessen konnte.
Sogar das Schließen der Augen...
Eine Obduktion dauert normaler 2-4 Tage. Spätestens nach 1 Woche muß die Leiche begraben sein. Das wussten wir aber nicht, und warteten erst mal ab. Am Telefon machten die uns dann an, was wir uns denken würden. Die würden schon ihre Arbeit machen. Wir sollen gefälligst abwarten.
Nach zwei, drei Wochen probierten wir es immer wieder dort anzurufen, aber es ging nie einer ran. Als er dann schon begraben war, wars wieder das Gleiche am Telefon. Daß er längst begraben war, wurde uns nicht mitgeteilt, nur das die schon wissen würden was die tun.. Wir dachten die hätten was gefunden und würden nun irgendwelche Ermittlungen machen, weil einfach alles an diesem Fall eingenartig war/ist.
Aber nee, weit gefehlt. Die Frau am Telefon hat noch nicht mal einen einzigen Blick in ihren PC geworfen. Scheiß Bürokratie.
Begraben wurde er dadurch, weil der Bestattungsdienst dort anrief und mit Veröffentlichung im Fernsehen drohte, wenn die nicht sofort diese Leiche rausrücken würden. Schließlich muß er den Gestank ertragen wenn er den Toten in den Sarg legt. Der Tote wurde dann auch am gleichen Tag ausgeliefert. Die hatten den vergessen! Ob eine Obduktion gemacht wurde, wissen wir bis heute nicht. Warten aber auf den schriftlichen Beleg..vielleicht kriegen wir ja irgendwann eine Antwort auf unsern Brief..
Erst als beim Notar eine Rechnung von einem Kranz von 300 E abgeliefert wurde um es von dem Konto des Toten bezahlt zu bekommen, wurden die direkten Erben vom Notar informiert.
Weder Putzfrau, noch Vermieter, noch die Gemeinde die das Grab bereitgestellt haben, noch die Nachbarn, noch sämtliche Ärzte und Krankenschwestern, noch seine Sozialhelferin, noch die Bank, noch der Bestattungsdienst, noch das Laboratorium, noch der Staatsanwalt hat die direkten Erben informiert...
Die einzigen die es wußten war sein Vermieter. Der hat sich rührend um alles gekümmert und allen verklickert der letzte Wunsch des Mannes wäre gewesen, daß keiner seiner Familie an seinem Grab dabei wäre.. Aber sogar wenn das stimmen würde, hätten die Erben informiert werden müssen, denn die müssen sich ja um den Papierkram und seine Wohnung kümmern. Aber die einzigen die immer nur bei dieser Geschichte wie es scheint informiert wurden, war diese Familie..
Er hatte denen sein Haus verkauft, mit der Abmachung daß sie monatlich Miete zahlen müssten, er dafür aber bis an sein Lebensende ein Wohnrecht dort hätte. Wenn er dann eines Tages tot sei, würde das Haus ihnen gehören...
Ein gutes Jahr später war er tot..
Wir erfuhren es tags vor dem 1.Begräbnis per Zufall in der Zeitung, und sahen uns die Leiche an, erkannten ihn aber nicht wieder..(??) und stoppten das Ganze. Wir gingen zur Polizei, und der Staatsanwalt forderte ohne daß wir eine Anzeige machten mussten, eine Obduktion und eine DNA-Probe.
Was dabei herauskam weiß nur der Wind..
Jetzt liegt er in einem Grab und hat nicht mal einen Rand rundherum, geschweige denn einen Deckel oder eine Blume drauf.
Die haben nachdem der Boden im Grab abgesackt ist, noch nicht einmal mit einem Rechen den Boden gerade gezogen..
Also nichts was nicht vergessen worden wäre..
Den schlechten Ruf hat jetzt die böse Familie.
Der Anwalt fordert deshalb jetzt erst mal einen wissenschaftlich fundierten Beleg dafür, warum die Augen der Leiche auf einmal hellblau waren. Das können immerhin 6 Leute bezeugen. Wurde er verwechselt, wurde er ermordert, starb er an falschen Medikamenten, keine Ahnung.
Jetzt bin ich mal gespannt wies weitergeht. Ob man einen Haufen Brei wohl nochmal ausgraben kann??



 

Also...

von:daphne0105

Wenn ein polizeiliches Ermittlungsverfahren gelaufen ist, weil auf der Todesbescheinigung von dem den Toten untersuchenden Arzt angekreuzt wurde " Todesart ungeklärt ", dann macht die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob eine Obduktion gemacht wird.
Wenn jedoch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorliegen, gibt i.d.R. die StA auch die Leiche umgehend zur Bestattung frei...
Wer hatte denn jetzt Kontakt zu dem Bestatter und den Behörden ( Standesamt ...) - Du schreibst immer " Wir ", was heißt das ?
Wer ist der nächste Angehörige ?

Gab es denn Zweifel an der Identität ? Denn die Polizei stellt auch die Identität fest. Dazu kann eine Obduktion auch dienen. War die Polizei denn überhaupt involviert ?


 

Das

ist wirklich eigenartig!

Ich bin mal vorsichtig und gehe mal davon aus,das dem Bestattungsunternehmen ein Fehler unterlaufen ist,den sie mit dem "schnellen Bestatten"einfach mal aus dem Weg räumen wollten!

Die Sache mit der Veränderung der Augenfarbe kann ich Dir leider nicht beantworten,dafür fehlen mir die medizinischen Kenntnisse!

Es ist gut,das Ihr einen Anwalt damit beauftragt habt,das zumindest etwas Klarheit in die Sache kommt!

Normalerweise würde das auf einen Ersatz für Euch hin deuten,da Ihr keinen Abschied nehmen konntet und auch die Verhaltensweise nach der Obduktion!

Ich wünsche Euch viel Erfolg und noch alles Gute!


 

von:keks139

Eher dem Krankenhaus. Oder dem Laboratorium.
Ich möchte einfach nur wissen, wer da in dem Grab liegt! Aber da ja jetzt nur noch Brei übrig ist, wird der doch bestimmt nicht wieder ausgebuddelt.
Deshalb ist die Frage nach der Augenfarbe auch so wichtig.
Denn wenn Augen nach dem Tod nicht von dunkelbraun auf hellbleu wechseln können, dann war's nicht mein Verwandter. Und das ist gut möglich, denn die ganze Geschichte ist eh sehr merkwürdig, auch in anderer Hinsicht.
Ich hab das Gefühl daß da jemand verwechselt oder vertauscht wurde, und daß die jetzt versuchen das zu vertuschen. Aber das sind alles nur sehr gewagte Vermutungen.
Mir geht's vor allem um die Augenfarbe und wo mein Verwandter ist, falls nicht er der Tote ist. Denn der hatte dunkelbraune Augen.


 

Habt

von:kleenehexe81

Ihr denn mal Leute vom Bestatter gefragt.ob es nachweislich der Verstorbene sei?

Hatte er denn äusserlich Ähnlichkeit mit dem Verwandten?

Passt die ganze Geschichte,wie es zum Tode gekommen ist dazu?

Überhaupt,es muss ja nachgewiesen der Tote also der Verwandte sein!

Deswegen hab ich mich ja auch gefragt weshalb die Begrabung ohne Euer Wissen??

Kann ja nur was faul sein,denn es würde ja grossen Tumult geben,wenn es der Falsche wäre!


 

Hi kleene Hexe!

von:keks139

Also wir haben ihn alle nicht erkannt.
Nur die weiße Haarfarbe war gleich.
Und wenn der Arzt im Nachhinein sagt das er's war, dann war er's! Dann muß man oder der Bestatter das wohl oder übel glauben.Eine banale Blutanalyse behauptet er dürfe er nicht machen. Aber er habe ja die Blutanalysen aus den Dossiers. Und das wären die von diesem Herrn.
(fragt sich nur noch wer dieser demente Herr wirklich war..).

Danach hat der Staatsanwalt eine DNA-Analyse und eine Obduktuion beantragt, die Familie mußte auch Spucke abliefern dafür, aber ein Resultat haben wir nicht bekommen. Wir haben gerade mal vor ein paar Tagen durch Zufall herausgefunden daß er längstens begraben wurde. Von irgendeiner Familie die behauptet da wäre seit Jahrzehnten keine Familie mehr die sich um den alten, total dementen Mann kümmern würde. Und alle haben denen geglaubt. Ich wette die haben sogar denen die Resultate geschickt.

Irgendwas stinkt hier jedenfalls gewaltig, und es gibt viele Vermutungen. Aber das muß jetzt der Anwalt klären.

Mir geht es hier eigentlich nur um die Frage ob sich nach dem Tod die Augenfarbe von dunkelbraun auf klares helles blau verändern kann oder nicht. Denn wenn nicht, dann brauch ich keine Brei-Analyse mehr. Dann weiß ich auch ohne die daß er's nicht war und kann beginnen nach ihm zu suchen.
Vertrauen tu ich mittlerweile keinem mehr.
I
Ich sag Dir CSI-Miami ist nichts gegen die gesamte Geschichte. Es ist ein Skandal!
Wochenlang im Laboratorium vergessen...wo gibt's denn sowas??



 

Stimmt!

von:kleenehexe81

Aber ist schon ein starkes Stück,echt.

Ich hab mal gegoogelt,aber so finde ich zu dem Thema auch nichts.leider!

Frag doch mal einen unabhängigen Bestatter,ruf da an und frag mal nach.

Erklärst ganz unverbindlich die Angelegenheit und das Du diese Frage hast!


 

von:keks139

Ja mach ich. Danke für den Tipp. Ich hab auch schon mehrere Ärzte gefragt. Die meinen alle sie hätten noch nie was davon gehört. Nur der Arzt des Toten hat uns geantwortet, sowas käme schonmal vor..
Außerdem wenn ein Arzt sagt das ist so, dann ist das so. Der brauch keine Erklärung abzugeben. Mal kucken ob der Anwalt was erreicht.


 

Hm

von:feldfrucht

Spannende Geschichte. Wie gings denn weiter?


 

Ja wie gings weiter.

von:keks139

Ganz einfach: Gar nicht!
Wir haben zu sechst einen Brief an den Staatsanwalt geschrieben. Und nie eine Antwort bekommen. Dann hat ein Anwalt den wir kennen nochmal einen Brief geschrieben. Seit Wochen keine Antwort.
Da so eine Gerichtsaffaire mega langwierig und sehr teuer werden würde, können wir uns das nicht leisten. Deshalb bleibt uns jetzt nur noch uns jetzt an ein Institut, das glaube ich Ombudsman oder so heißt, zu wenden. Die versuchen es in solchen Fällen dann nochmal schriftlich.
Wir kriegen ja auch telefonisch nirgends eine Antwort. Werden immer nur von den Sekretärinnen abgewimmelt.
Vielleicht unterstützen die uns ja dabei in letzter Instanz halt die Presse einzuschalten. Vielleicht kann auch der Notar noch Druck machen, weil solange wir nicht wissen wer der Tote war, solange werden wir auch keine Erbschaft annehmen. Das steht schonmal fest. Und der Notar will die Sache schließlich auch irgendwann mal abschließen.
Ich glaube hier schützt einfach der eine den andern. Staatsanwälte, Ärzte, Polizei, Labore, ich glaub da kommt man einfach nicht gegen an. Wir müssen ja auch vorsichtig sein, wem wir was in die Schuhe schieben wollen. Am Ende haben wir noch ne Verleumdnungsklage am Hals. Das fehlt echt noch.
Die können froh sein daß es sich hier um eine Person handelte die wir alle nicht besonders mochten. Wenn das mein Sohn wäre, dann würde ich jeden Tag ne Demo organisieren und die Weltpresse einschalten. Ich würde die alle in den Knast bringen. Und wenn ich sie persönlich am Hals packen müsste damit die endlich den Mund auftun.


 

Keks

von:daphne0105

War es denn ein Todesermittlungsverfahren ? Also war die Polizei tätig ?
Die Identifizierung eines Toten ist sehr wichtig. Normalerweise muss man davon ausgehen, dass ein Toter eindeutig identifiziert worden ist. Manchmal muss auch jemand einen Toten anerkennen, z.B. ein Verwandter.
Wenn Ihr einen Anwalt eingeschaltet habt, kann er die Akte anfordern und hat Akteneinsicht und ihr darüber auch. Davon würde ich mir Aufschluss versprechen.


 

Ungereimt

von:feldfrucht

Hast du mal darüber nachgedacht, die ganze Sache sehr sachlich und vorsichtig zu formulieren und sie an SternTV oder wie diese Sendungen alle heißen, zu senden? Die haken sicher nach, wenn sie es für sinn- und wertvoll ansehen. Wie du schon sagst, dir lag wenig an dem Verstorbenen, aber seltsam ist die Angelegenheit allemal.


 

Danke für die Teilnahme.

von:keks139

Wenn ich in Deutschland wohnen würde, würd ich's machen. Aber das Land aus dem ich komme ist so miniklein, daß es wohl keine zwei Richter oder Staatsanwälte hier gibt. Und ich glaub wenn man es sich da mal verschissen hat, dann wandert man besser aus. Das ist auch ein bißchen der Haken an der Geschichte.


 

Haken

von:feldfrucht

Aber gerade dann sollte es den Herrschaften doch am Herzen liegen, daß ihr kleines Land sauber bleibt und derartige "Kuriositäten" aufgeklärt werden.


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