Es ist nun 6 Jahre her ... und ich komm einfach nicht mit klar
Hallo, Also mein Opa ist vor 6 Jahren an Lungenkrebs gestorben Zuerst hieß es einfach nur er hat Krebs aber es ist ein gutartiger Tumor ... Irgendwann war es dann doch ein bösartiger Tumor Mein Opa musste immer wieder zur Chemo ... zeitweise ging es ihm richtig shlecht Aber zum Schluss hab ich gedacht es wird alles wieder gut ... Es ging ihm prima, er war wieder wie früher ... Er ist sogar alleine zur Chemo hingefahren (mein Opa war sehr gerne alleine mit dem Auto unterwegs, das hat er geliebt ) ... Er kam wieder zurück und alles war super ...
Eine Woche später dann der Schock, er ist zuhause zusammen gebrochen und liegt im Krankenhaus ... Er musste länger dableiben ... Er konnte nicht mehr alleine gehen und einfach gar nix mehr machen Er lag einfach nur da Das hat mich so schockiert weil ich ihn so gar nicht kannte ... Dann am 08. April 2005 hatte ich Geburtstag ... es war mein 13. Geburtstag ... Wir sind zu ihm ins Krankenhaus gefahren .... Und ihm ging es so schlecht ... er hat mich gar nicht mehr erkannt Mich ... seine Lieblingsenkelin ... ich war jedes Wochenende bei ihm Das hat mir das Herz zerrissen Am 12. April ist er dann für immer von uns gegangen
Ich habe das all die Jahre verdrängt ... in unserer Familie redet man auch nicht über Trauer oder so ... Nun habe ich im November letzten Jahres mein Sohn zur Welt gebracht ... und die Errinnerungen kamen wieder ... all das was ich fast 6 Jahre lang erfolgreich verdrängt hatte Ich habe mir vorgestellt wie sehr er sich gefreut hätte über seinen Urenkel ... Und wie schön es ist wenn er seinen Urenkel endlich sehen kann ... Aber dann fällt mir ein ... Er ist tot und wird seinen Urenkel nie nie sehen können Und dann kommt noch immer von jedem der Kommentar ... Dein Opa wäre soo stolz auf seinen Urenkel gewesen ... er hätte sich soo gefreut ... Ja und?? was bringt mir das jetzt? nix!!!
Naja seit der Geburt hat ich auch viel Stress und viel mit dem kleinen zu tun ... seinen diesjährigen Todestag hab ich wieder erfolgreich verdrängt ... Aber heute ist der Opa von einem Freund verstorben ... Und morgen wäre der Geburtstag von meinem Opa gewesen
Wieso komm ich damit einfach nicht klar?? Ich muss es verdrängen, anders geht es nicht .... Aber wie ??
lg steffi mi klein lennard .... die sich morgen ein Herz fassen wird und an dem Geburtstag von ihrem Opa eine blume am grab niederlegen wird
dass Dein Opa gestorben ist. Mein einer Opa starb, als ich 10 war. Hatte aber nicht so einen engen Bezug zu ihm. Er hatte Magenkrebs. Den anderen Opa habe ich nie kennengelernt, da er aus dem 2. Weltkrieg nicht wiedergekommen ist. Wir müssen leider irgendwie öfters mit Todesfällen fertig werden. Darüber reden finde ich schon wichtig. Ich finde, es geht einem manchmal etwas besser, wenn man sich die Seele erleichtern kann. Aber die anderen Familienmitglieder empfinden doch sicher auch Trauer. Ich würde das vielleicht doch mal ansprechen. Vielleicht täte es Deiner Mutter oder Vater gut, mal über den Opa zu sprechen. Wie er im Leben war und so.
Und von außerhalb: Vielleicht würde es Dir helfen, mit jemandem von der Kirche zu sprechen ? Weiß nicht, ob Du Bezug dahin hast. Oder Telefonseelsorge ? Psychologe ? Wenn es Dir guttut, besuche doch öfters das Grab. Ein Friedhof ist doch ein ruhiger, stiller Ort. Viele gehen doch dorthin, weil es ihnen guttut. Irgendwie.