11.03.2010 starb mein Vati-Angst vor der Beerdigung
Mein Vati wurde am 11.03 um 8.20Uhr für tot erklärt. Am 27.020.10 verunglückte er so schwer das er ins Koma viel. Ich wohne nicht mehr zu Hause und bin nach dem Anruf meiner Mu gleich nach Hause gefahren. Habe ihn im Krankenhaus besucht und eigentlich nur an seinen Händen erkannt. Er hatte schwere Kopfverletzungen, viele Brüche und die Ärzte machten uns nicht viele Hoffnungen. Letzte Woche kam die ganze Familie um sich von ihm zu verabschieden, bis spät in die Nacht saß ich mit meiner Mu an seinem Bett. Den nächsten Tag saßen wir wie auf heißen Kohlen und haben auf den Anruf gewartet. 14Uhr kam dann der Anruf das er noch nicht für tot erklärt werden könne (es müssen wohl 3 unabhängige Ärzte den Gehirntot diagnostizieren, 2 haben ihn für tot erklärt 1 Arzt hat eine andere Methode angewandt und war sich nicht sicher). Also sind wir wieder ins Krankenhaus und nach 2 Stunden habe ich meine Mu und meine Schwester geschnappt und hab das Krankenhaus verlassen. Ich glaub das er das gar nicht mehr war, nur noch eine Hülle. Am nächsten Tag ist meine Mu früh gleich wieder hin und als sie gegen 18Uhr immer noch nicht da war bin ich wieder in dieses Krankenhaus. Mein Vati ist Organspender, er wurde früh für tot erklärt aber den ganzen Tag noch beatmet und versorgt um ihn am Abend zu operieren. Meine Mu saß den ganzen Tag noch an seinem Bett, ich konnte ihn nicht mal mehr anfassen. Wollte nur noch weg. Jetzt ist am Mo. die Beerdigung und ich habe schon dolle Angst davor. Meine Schwester ist total fertig (im 6 Monat schwanger mit Zwillingen) und ich will eigentlich nur noch weglaufen. Aber ich muss ja meiner Mu beistehen. Kanns nicht glauben das er nicht mehr da ist..alles ging so schnell. Es war so schlimm für ihn eine Urne aus suchen zu müssen, einen Trauerspruch...die Musik die gespielt werden soll... Wie habt ihr Beerdigungen erlebt? Das ist meine erste und ich hab Angst ,dass die Emotionen mich überrollen.
dass Dein Vater verstorben ist. Bei den schweren Verletzungen wäre er aber auch sicher nicht mehr der Mensch gewesen, der er war, hätte er es überlebt. Das tröstet natürlich nicht im Schmerz. Also die Bestattungsfirmen nehmen den Trauernden schon einiges ab, Behördengänge usw., können beraten usw. Die haben ja täglich damit zu tun. Eine Beerdigung ist immer ein schwerer Gang. Man versteht, es ist endgültig. Die letzte Ruhestätte. Dass da die Tränen rollen ist ganz normal. Das muss auch sein. Meine Patentante wurde im August beigesetzt. Sie ist wenige Wochen, nachdem Krebs bei ihr festgestellt wurde, auch schon gestorben. Bei ihrer Beerdigung waren sehr viele Leute da. Einige Leute haben eine Rede gehalten. Es fiel jedem schwer, das hat man gesehen. Da wurden ganz persönliche Dinge über sie gesagt. Man hat gemerkt, dass sie sehr beliebt gewesen war ( sie war Grundschullehrerin ). Das kann einem auch ein bisschen helfen, zu sehen, dass ein Mensch geliebt wurde und dass er betrauert wird. Ich wünsche euch viel Kraft für den Tag der Beerdigung.