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Baby gestorben

 

Ich (30 Jahre) bin Mutter von mehreren kleinen Kindern und habe mein Baby im Juni nach einer Frühgeburt verloren.
Mein Mann meint, ich muss dass einfach so sehen, dass mich unsere anderen Kinder brauchen und ich stark sein muss. Das habe ich in den letzten 3 Monaten auch versucht. Aber jetzt bin ich am Ende. Ich bräuchte mal Zeit für mich, doch wenn ich mir die nehmen würde, würde mir jeder vorwerfen ich sei ein Egoist (ich müsse mich doch um die anderen Kinder kümmern). Ich habe nicht sehr viele Menschen, denen ich den Tod meines Babys anvertraut habe. In einer Großstadt wie München, wo ich mich nach über 10 Jahren immer noch fremd fühle, ist das auch fast nicht möglich. Aber nicht einmal meine Mutter weiß es (mit der habe ich mich kurz vor dem Ereignis zerstritten, sie meinte, dass ich nicht sooo viele Kinder hätte haben sollen, geholfen hat sie mir eh nie).
Mein Lebensweg ist nicht gescheitert, ich habe eine ordentliche Schulausbildung (Abitur) unddanach gleich eine abgeschlossene Bürokauffrau-Lehr vorzuweisen. Nebenbei helfe ich meinem Mann ab und zu im Geschäft aus, wenn es Not am Mann ist.
Doch jetzt geht es mir an die Substanz. Ich bin ständig krank, habe aktuell eine Schleimbeutelentzündung im Knie und kann kaum laufen. Aber ich habe das Gefühl, dass mich keiner Ernst nimmt. Wenn ich zum Arzt gehe, dichtet man mir eine Psychose an.
Wer kann mir helfen, die Dinge wieder etwas positiver zu sehen.


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Unglaublich...

...das Dir nicht zugestanden wird, dass Du einen nahen Angehörigen verloren hast! Auch wenn es sich um eine Frühgeburt gehandelt hat: es war Dein Kind! Trauer braucht seine Zeit, und da sind 3 Monate wahrlich nicht lange.
Niemand hätte das Recht, Dir Egoismus vorzuwerfen, wenn Du Dir dafür die nötige Zeit und den nötigen Raum nehmen würdest.
Klar brauchen Dich Deine Kinder, aber was haben die davon, wenn Du zusammenbrichst!
Die Idee mit der Selbsthilfegruppe ist gut (http://www.verwaiste-eltern-muenchen. de); egal welche, aber suche Dir Hilfe und mache den ersten Schritt.

Ich wünsche Dir die nötige Kraft dazu.


 

Das klingt sehr traurig, was

Du schreibst. Ich an Deiner Stelle würde mir professionelle Hilfe holen. Wieso sollte man Dir eine Psychose andichten ? Ich denke, dass Du eine Depression hast wegen dem Verlust Deines Kindes und dass Du im Moment einfach ein wenig überfordert bist mit den vielen Pflichten durch die anderen Kinder. Geh' doch erst mal zu Deinem Hausarzt und sprich mit ihm ! Er kann Dich ja dann überweisen oder Dir jemanden empfehlen, der Dich psychisch wieder aufbauen kann. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit einer Haushaltshilfe über die Krankenkasse ( falls Du gesetzlich versichert bist ), wenn Du auch noch schlimme Knieprobleme hast. Dann kannst Du ja nicht so wie es sein müsste. Vielleicht ist ja auch eine Mutter-Kind-Kur möglich, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Was auch helfen könnte ist der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe. Gerade in einer Großstadt wie München müsste es doch so eine Initiative geben. Ich habe mal von einer gelesen, die sich " verwaiste Eltern " nannte.

LG,
Sabine


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