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Angebot für Halb-/Vollwaisen

 

Hallo ihr lieben hier aus dem Forum!

Ich möchte mich kurz Vorstellen. Ich bin 24Jahre jung und gründe im Moment eine Gruppe für Halb-/Vollwaisen. Speziell wende ich mich an junge Erwachsene (18-40) wer jünger ist oder älter ist auch herzlich Willkommen. Ich wohne genau zwischen Köln und Bonn und dort wird die Gruppe auch endstehen.

Ich habe mit 6 Jahren meinen Vater an Krebs verloren. Leider kannte ich ihn nicht genau, da sich meine Eltern nach meiner Geburt getrennt haben,

Meine Mutter starb im Nov 03 einen Tag nach meinem 22 Geburtstag, auch an Krebs. Sie gab mir das wundervollste Geschenk sie war an diesem Tag noch da und sie war relativ fit und voll bei Verstand. Sie tat es für mich.

Seit dem habe ich hart zu kämpfen. Ich bin aus meiner Heimat weg und suche nun neue Menschen mit denen man auch mal ernst reden kann. Die einen verstehen. Viele angeblich Freunde haben sich abgewendet, weil es Situationen gibt wo man einfach mal nicht weiter weiß oder dass man einfach da sitzt und es läuft einfach mal eine Träne.

Vielleicht kennt das jemand hier ???

Ich bin nun dabei seit 3 Monaten eine Gruppe zu gründen für genau solche Themen. Jeden 1.Freitag im Monat soll das Treffen statt finden und im Moment biete ich mein zu Hause an. Ich wohne in einem Haus und wir haben viel Platz und ruhe nur für uns.

Der 1.Freitag steht wieder an und ich würde mich freuen neue liebe Menschen kennen zu lernen. Im Moment sind wir erst 3 Leute 1Mann (32) und zwei Mädels (22 und mich 24)

für Getränke ist gesorgt und Essen machen wir uns selber oder lassen uns was kommen

Was haltet ihr davon???

Lasst mal was von euch hören.
Das Treffen am Freitag 3.3.06 findet in der nähe von Bonn statt. Beginn ca. 19Uhr.

Liebe Grüße

Soraja


 

Hallo Soraja

Ich bin seit dem ich 14. bin Vollwaise - meine Mutter starb an Krebs mit 35J und mein Vater hat sich danach das Leben genommen - ich hatte auch so wegen ihm eine schlimme Kindheit und ich glaube er hat meine Mutter krank gemacht.

Schade das Bonn schon ein Stück von meiner "Heimat" Berlin weg ist. Ich finde es toll hier doch zu sehen, dass ich damit nicht alleine bin. Denn ich habe heute noch oft meine Probleme damit, denn ich stehe ganz alleine da.

Wäre schön was von Dir zu lesen per email - nur wenn du möchtest - gonzoeins@yahoo.de

Liebe Grüße Marion aus Berlin



 

Hallo

Ich stell mich mal kurz vor. Ich bin 27 und komme knapp aus dem Ruhrgebiet.
Hab meinen Vater vor 4 Jahren verloren und meine Mama ist dieses Jahr an Krebs gestorben.
es ist echt schwer mit jemanden darüber zu reden und deshalb würde ich mich gerne dieser Gruppe anschließen.
Lg


 

Oh je

von:daphne0105

das wirft aber auch einen Schatten auf die Schwangerschaft
Aber manchmal ist der Tod wirklich nur Erlösung


 

Vollwaise

hallo ich stelle mich kurz vor ich bin 30 Jahre alt verheiratet und habe zwei wundervolle Kinder . Leider verlief mein Leben nicht immer so schönals ich zwölf war verstarb mein Papa an Krebs das war 1991 zwei Jahre später 1993 meine Mama an einem Blutgerinsel in der Lunge . da war ich 14 auch nach so langer Zeit ist es schwer zubegreifen das sie nicht mehr da sind grade jetzt wenn man selber Kinder kann . . ich denke jeden Tag an sie besonders schlimm ist es an geburtstagen oder an Feiertagen .ich schaue mir immer wieder Ihre Blider an und muss dann weinen auch das schreiben fällt mir jetzt sehr schwer ohne Tränen zu vergießen . leider gibt es bei uns keine Gruppe wir sind hier bloss ein e kleine Stadt aber ich denke mal es tut bestimmt gut wenn man drüber redte. Liebe grüße Roni


 

Interesse

Hallo Soraja,

die Idee mit der Gruppe finde ich sehr gut. Ist das Thema noch aktuell? Ich wäre interessiert daran...
Ich bin 26 Jahre alt und Halbwaise. Mein Vater starb nach langer, schwerer Krankheit vor 4 Jahren. Mit kommt es immer noch so vor, als wenn er nur auf Kur wäre und bald wieder kommt.
Ich lebe mein Leben zwar "ganz normal" weiter, kämpfe aber in bestimmten Situationen immer noch mit den Tränen. Manchmal weine ich mich auch ohne aktuellen Grund einfach in den Schlaf.
Es fehlen einfach Leute, mit denen man mal darüber reden kann. Ich würde mich freuen, wenn du dich bei mir melden würdest.

Gruß
Sweatheart0382


 

Hallo Soraja!

Ich kann zwar nicht bei dir Mitglied werden aber ich wollte dir sagen, das das eine super tolle Idee von dir ist solch eine Gruppe zu eröffnen. Ich selber bin Vollwaise aber schon sehr lange. Meine Mutter starb als ich im 10 Lebensjahr war und im 14. Lj. verstarb mein Vater. Ich bin in Heimen und verschiedenen Pflegeeltern aufgewachsen. Bis zu meinem 29. Geburtstag habe ich sehr mit mir und meiner Umwelt zu kämpfen gehabt, daher kann ich dich gut verstehen. Nun bin ich 38 Jahre und habe eine eigene Familie. Nun kann ich mehr oder weniger mit der Vergangenheit leben.
ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück mit der Gruppe und natürlich mit der Zukunft. Wenn du mal Fragen oder Anliegen hast, kannst du mir gern eine Mail schicken. Vielleicht kann ich dir und der Gruppe auf diese Weise helfen. (michaela.morgenroth@freenet.d e)
Viele Grüße
Michaela


 

LeidensgenossInnen

von:missmaxim

Hallo an euch alle,
gibt es diese Gruppe jetzt?`Was für eine gute Idee, Soraya! Ich kann zwar nicht beitreten, aber kann mich sehr gut in die Lage hineinversetzen. Meine Eltern leben, aber ich fühle mich trotzdem als Vollwaise. Sie haben mich meine ganze Kindheit und Jugend hindurch gequält, erniedrigt und nun habe ich mich nach jahrelangem inneren Kampf von dieser schlimmen Zeit verabschiedet und es gibt gar keinen Kontakt mehr. Emotional ist das so viel besser als tagtäglich so furchtbar malträtiert zu werden. Mein Problem ist, dass mein Freund in einer ganz ähnlichen Lage ist. Somit haben wir es derzeit extrem schwer, im Leben Fuß zu fassen und von unseren Anfangsgehältern irgendwie vernünftig leben zu können. Ich denke, ihr könnt nachvollziehen, wie schwer es für uns ist, verglichen mit all denen, denen die Eltern finanziell und emotional unter die Arme greifen (können). Manchmal denke ich, wir schaffen das alles nicht. Wir könenn uns kaum ernähren und ein Kind werden wir wohl niemals haben, da wir nicht wissen, wie wir das im Ansatz durchfüttern sollen. Ich komme mir manchmal arg verloren vor. Mein Freund kämpft so sehr dafür, für uns beide sorgen zu können, aber das ist utopisch und ich möchte ihm diese Bürde auf gar nicht aufdrängen. Trotzdem eine besch... Situation...


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