Design- Merkmale !?!
Warum ist das so ?
Frauen waren in früheren Jahrhunderten dort eher verkleidet, als bekleidet, wo Mode stattfand:
an den Höfen und besseren Häusern.
Mode ergänzte den Körper im Sinne eines statischen Körpers:
Drahtgestelle begründeten nicht nur zusätzliche statische Konstruktionen, sondern auch den Status der Frauenperson.
Das Bild der Dame war schon vorab gezimmert: Sie ist etwa "von Stande..", also ist sie ohnehin "etwas" - und nun wird sie noch dazu ausgestattet mit dem letzten Schrei aus Paris, den die regelmäßig mit der Postkutsche von Paris in die Welt verschickten Miniatur - Design- Puppen im 17. Jh. vermittelten.
Die sich steif am Hofe bewegende Dame wird zum Kleiderständer für den neuesten Mode- Überwurf und Frisur.
Die Eigendynamik eines subjektiv und dynamisch - sportiv ausgerichteten Frauenleibs ist kein Thema, sie ist dem offiziellen Bild der (hohen) Frau am Hofe oder im Bürgerhaus nicht zugehörig.
Dann geht noch eine ganze weile so weiter: auch die Frau des 19. Jahrhunderts sieht ihren Körper als steifen Kleiderständer für die neueste Mode.
Ganz anders dagegen die Männerkleidung - zumindest, bevor der Mann am Hofe unter Louix XIV - wie die Dame - auch zur (im deutschen Simplicissimus) verspotteten Kleiderpuppe mutierte:
Die Dynamik des (jüngeren) Körpers wird in 1200 bis 1400 freigelegt, der Männerrock wird nach 1400 kurz, darunter bestrumpfte Beine in bunten Farben und schmale Schnabelschuhe oder leichte Stiefel.
Die Dynamik des Reiters oder Ritters überträgt sich auf ale jungen Männer, auf den Handwerksgesellen oder Studenten und später auch auf deren Lehrer oder Meister.
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Das ist der Beginn der eigentlichen Dynamik der Mode, bzw. dem neuartigen Phänom der Mode, d.h. der Gestaltung des Körpers als dynamischen, ausdruckstarken und individuell geschmückten Körper!
Es ist der Start von dem, was die Antike und das Frühmittelalter noch nicht kannte, die ichbezogene Gestaltung am ganzen, auch leiblichen Ich für dessen metaphysische Gegenüber, die "Gesellschaft" (des Turniers, Hofes, des Marktes der Stadt...)
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Von dieser Dynamik sind die Frauen aber nur indirekt betroffen: im Sinne der Nachahmung des Ritterlichen beim Burgfräulein, weniger durch die die vornehme Dame.
Das bleibt so bis 1914!!!!!
Frauen sollen bis dahin nicht die Merkmale männlicher Kleidung allzu offenkundig übernehmen.
Frauenmode bleibt männerfern und undynamisch , weil die steife Hofkultur noch den Maßstab des Seriösen setzt.
Erst ab 1918 ändert sih das Blatt: Vornehm, besser gesagt Vorbild ist nun der Stil die Filmdarstellerin, die DIVA, die Marlene..., nicht mehr der Hof bzw. der Stil der Residenzstadt.
Jetzt trägt Frau Schwimmanzüge wie der Mann, Bubikopf wie der Mann, zeigt die Beine wie (früher nur) der Mann
und noch immer der Schuljunge im Sommer sie zeigt.
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Heute hat sich alles umgedreht:
Selbst der sechsjährige Pennäler zeigt nicht mehr die Beine, er ist langbehost, dafür trägt das Mädel Leggings statt langem Rock.
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Ausgang des Ganzen war:
- Männer erfanden sich das paar dehnbare Strümpfe, als ein Paar Hosen eingetzt, um 1350, ab 1918 bei Frauen, Männer in Strumpfhosen gelten nun plötzlich als Transvestiten.
- Bereits die heidnischen Germanen kannten die enge, anliegende Hose, heute nur noch Merkmal der Frauenhose: Treggings, Leggings ..., Männer in Leggings weren zum Gespött.
- Stiefel gab es schon Jahrtausende,
der Absatzstiefel fand aber erst ab 1600 in größerer Verbreitung. Er war zuallerst Reitstiefel der Krieger. Dann wanderte er in den 1960ern ab: Heute tragen nur noch Frauen hohe Stiefel, nachdem der Soldat im Stiefel als positives Männerbild endgültig zerstört war. Männer in Stiefeln gelten nun als desorientiert.
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Warum gelten nun Frauen in ursprünglichen Männerkleidungsstücken als besondern attraktiv ?
Meine These dazu:
Die DYNAMIK DES WEIBLICHEN KÖRPERS (und damit des weiblich mentalen - ebenfalls) wurde in den letzten 100 Jahren AUCH entdeckt über die Utensilien, die an dem männlichen Körper als Mittel der Steigerung der Dynmaik und der Kampfpotentials seiner Person entwickelt wurden:
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- Die Hose ist ein Dynamik- Produkt bei kaltem Klima.
- Der Absatz gibt dem Reiter Halt im Steigbügel, aber ihm auch einen festen, stolzen Gang zu Fuß, steigert also die Dynamik zunächst mur den männlichen Körpers.
- Mit Stiefeln ohne hohe Absätze habe ich einen starken Bezug zum Boden, stehe fest auf ihm, ich wirke darüber männlich- realistisch.
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Antwort:
Frauen entwickelten nicht ihre eigene Methoden und Mittel der Dynamiserung des weiblichen Körpers im kulturellen Raum, sondern sie übernahmen große Teile des Spektrums der Entwicklungen der Männer, oft eingeführt über männliche, teils weiblicher Modedsigner, weils auf der "Strasse" einfach frech übernommen von wagemutigen Frauen oder Filmstars.
An Frauen erhalten dan diese Dinge oftmals eine andere oder eine zusätzliche Bedeutung.
Frauen lieben aber diese Artikel, weil diese ihnen die Möglichkeit geben, über sich hinaus zu wachsen, die weiche, oft unbestimmte Weiblichkeit etwas hinter sich zu lassen.
Die Elemente funktionieren auch an der Frau als Werkzeuge der Dynamisierung der Bewegung des Körpers und damit des Lebens:
Mit kurzer Armeejacke, Stiefeln und engen Stretchhosen kann sich frau in den Tummel der Großstadt stürzen. Sie lebt nun das schnelle Großstadt- und Berufsleben in Kleidern, deren grundsätzliche Prinzipien der Ritter des 13. Jahrhunderts erfunden hat!
Fazit:
Maskulin sind also nicht die einzelnen ursprünglich männlichen Kleidungsstücke, die nun die Frauen tragen, sondern primär die Art, der geistige und mentale Prozess, der dazu führte, daßdiese Stücke seinerzeit entwickelt wurden.
Dinge erhalten eben Bedeutungen und verlieren sie wieder.
Die Bedeutungen sind den Dingen nicht (als deren natürliche Natur) eingeschrieben.
Und wer nicht auf den Bedeutungserhalt eines Dinges achtet, so wie die Männer nicht auf den Erhalt des Stiefels für sich als Geschlecht achteten, verliert ihn eben.
So holen wir uns Männer heute kalte Beine.Heut nacht war es -14 Grad und schöne Lammfellstiefel wären sicherlich klasse gewesen.