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Meine Tochter (3,5 Jahre) thyrannisiert die ganze Familie

 

Hallo Ihr Lieben,
vieleicht könnt ihr mir ja helfen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Meine Tochter ist 3,5 Jahre alt und geht vormittags in den KiGa. Am Nachmittag ist hier bei uns immer die reinst Hölle los. Die Erzieherin hat es sehr gut beschrieben. Man braucht für meine Tochter immer Boxhandschuhe, weil um Alles und Jedes gekämpft wird ( bis aufs Blut). Beispiel anziehen, nein, was ich rauslege zieht sie aus prinzip schon nicht an. Also darf sie selbst aussuchen. Das tut sie dann. Hilft man ihr beim Anziehen, so geht das geschreie los, nein, sie würde das nicht anziehen, DAS auf gar keinen Fall, etc. dabei hat sie es doch selbst ausgesucht ... Läßt man sie machen fängt sie auch nur das weinen an, als wenn wir schuld sind an allem ... das sind wir so wie soe immer, nur wir sind schuld, nie sie selbst. So geht es immer zu und bei allem was wir machen. Zwischen dem Boxen muß man ihr nämlich immer noch sagen, wie sehr man sie leib hat und sie umarmen. Ich kann einfach nicht mehr. 3,5 Jahre so ein Terror sind einfach genug.
Ich war mit ihr zur Homoöpatie, sie hat kein KISS und ich war bei einer Ostheopatin. Die sagt, sie hat keine Mitte und keine Erdung, kann so aber auch nicht helfen.
WER KANN UNS DENN NUR HELFEN????
Bitte, bitte antwortet schnell.
Danke und liebe Grüße Maike


Video: Kennt ihr das? Diese 6 nervigen Fragen hat JEDE Schwangere schon gehört!

  • Kennt ihr das? Diese 6 nervigen Fragen hat JEDE Schwangere schon gehört!
  • Das kennt garantiert jede Mama: So einfach können wir die Laune unseres Kindes ruinieren!
  • Für immer und ewig: Mama ist einfach die Beste!

 

Es gehören immer zwei dazu

kinder in dem alter bracuen klare grenzen, sonst zieht sich das immer weiter und die forderungen werden immer größer (auch das kind wird älter). DU bist der chef im ring und bestimmst die spielregeln. kinder brauchen das, um sich selber orientieren zu können und mit sich klar zu kommen, was darf ich was nicht. ein bisschen angst vor der erzieihungsinstanz hat noch keinem kind geschadet......wichtig ist der liebevolle mittelweg: klare grenzen aufzeigen und doch dem kind achtung vermitteln. nicht immer einfach (hab drei töchter und bin grundschullehrerin, die kids ohne klare grenzdefinierung in der schule ertragen und "hinbiegen" muss)......


 

Trotzphase?

Ich verstehe nicht, warum Dich alle nicht auf das Wesentliche hingewiesen haben - das Alter. 3,5 Jahre ist üblicherweise der Höhepunkt der Trotzphase. Die Trotzphase ist leicht zu erkennen: egal, was man tut - es ist für das Kind immer falsch. Und wenn man das tut, was das Kind will, ändert es sofort seine Meinung und will das andere (siehe oben mit der Kleidung).

Und bei Trotzphase - ich habe das bei unserer Tochter schon durch - gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Konsequenz. Bei der Trotzphase geht es ja nur darum, dass das Kind seine Grenzen ausprobiert. Je konsequenter man das Kind in seine Grenzen verweist, desto schneller ist die Phase durch.

Also, auch wenn es schwer fällt: hart bleiben, keine Kompromisse. Dann ist es in ein paar Wochen durch.

(Wenn Du weich wirst, hast Du vielleicht für den Moment Ruhe - klappt aber meistens auch nicht, denn wenn man eine Forderung erfüllt, dann kommt sofort die nächste - aber die Phase dauert nur länger.


 

von:elisabennet

also ich sehe das nicht so, dass härte und konsequenzen die einzige art und weise sind, um das kind in der trotzphase zu begleiten.
die trotzpase ist eine zeit der ICH findung für das kind. das kind entdeckt, dass es die welt durch sein verhalten beeinflussen/ verändern kann. was erreiche ich also mir strenge (also wenn der erwachsene immer recht behält und "gewinnt") ? das resultat ist eine art dressur- das kind wird gezwungen, alles zu machen, wie es die erwschsenen wünschen. kann so eine eigenständige, selbstbewußte, denkende persönlichkeit entstehen, die eigene entscheidungen trifft? ich denke nicht! möchtest du wirklich ein kind haben, das ganz brav und wohlerzogen ist , aber keine eigene kreativität besitzt und seine eigenen grenzen nicht kennt?
ich finde, dass man bei vielen situationen auch als erwachsener nachgeben kann/muss. kompromisse finden, das kind einbinden und selbst entscheidungen treffen lassen. das trifft natürlich nicht zu, wenn es um lebenswichtige bwz. gefährliche dinge geht! es muss ein paar wichtige, unumstößliche regeln geben. aber wegen jedem quatsch einen machtkampf zu führen halte ich für falsch.
wenn man von anfang an auf das kind eingeht, kann man trotz oft schon vorher verhindern. z.b. indem man esinders nachgiebig ist, wenn das kind krank ist oder übermüdet. dann ist härte und strenge oft erst der auslöser für einen anfall.
heutzutage sind doch eltern nicht mehr die unantastbaren autoritätspersonen, oder?
liebe grüße


 

Falsch

von:derpapa

Natürlich kann man in der Trotzphase manche bisherige Regel überprüfen und ggf. verwerfen.

Aber gerade in der Trotzphase geht es für die Kinder darum, an irgend einem Blödsinn den Konflikt zu suchen. Und wenn man nachgibt, dann ist das Kind eben nicht zufrieden, sondern stellt sofort neue Forderungen. Ich erinnere mich z.B. an ein Essen mit meiner 3,5-jährigen trotzenden Tochter, bei der sie zunächst Nudeln mit Soße forderte. Kein Problem. Sobald sie sie hatte, schrie sie sofort herum, dass sie Nudeln ohne Soße haben wollte. Als ich ihr diesen Wunsch erfüllte, sollten es wieder Nudeln mit Soße sein. Etc. etc.

Und die Kinder suchen sich eben den kleinsten Blödsinn zum Streiten. Wer zuerst die Schuhe anzieht, wer eine Tür öffnet, wer im Auto vorne sitzt etc. etc. Alles keine wesentlichen Sachen, die aber zum Drama hochstilisiert werden.


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