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Überforderung für Erstkläßler?

 

Was haltet ihr davon?
Der Sohn meiner Freundin ist nun eingeschult worden, und mußte am Tag der Einschulung schon mehrere Male seinen Namen schreiben.Was ja nicht schlimm ist, weil das die Kids ja schon fast alle können.Aber am zweiten Tag mußten sie die Namen der Mitschüler alle mehrmals aufschreiben, obwohl er (und die anderen Schüler ja wohl auch nicht) die Buchstaben noch gar nicht kannte.
Am dritten Tag mußten sie ein vierzeiliges Gedicht auswendig lernen.
Freitag haben sie nur ganz viel ausmalen aufbekommen.Wow!!!
Ist das nicht etwas übertrieben? Die Kinder kommen gerade aus dem KiGa, und müssen schon so heftig in der ersten Woche ran.
Die Schule hat eine Quote von 90 Prozent, die nach der Grundschule auf Realschule oder Gymnasium kommen, weil dort halt immer ganz viel Hausaufgaben aufgegeben werden.Aber was ist mit den restlichen 10 Prozent? Was ist, wenn diese Kinder nicht mitkommen? Wer kümmert sich dann drum?
Für die guten mag es eine Förderung sein.Aber die anderen haben doch nach vier Wochen schon kein Bock mehr auf Schule! Oder wie seht ihr das?
LG Anja


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Erst kam die Einschulung - jetzt kommt Mobbing...

Meine Tochter ist auch vor 4 Wochen eingeschult worden, die Unlust kam komischerweise sehr schnell, hätte ich nicht erwartet, denn sie ist eine sehr wißbegierige, ruhige und schüchterne Maus. Eher ein Mitläufer, nicht frech oder vorlaut.
In den ersten Tagen bekamen sie auch schon realtiv viele Hausaufgaben auf, locker eine halbe Stunde.
Nach 2 Wochen berichtete meine Tochter schon, dass ihre Lehrerin ihr Buchstaben wegradiert hätte, weil sie ihr nicht ordentlich genug waren- sehr motivierend...
Meine Tochter klagte immer mehr über Bauchweh und fragte auch, ob sie nicht besser zu Hause bleiben könne, ich hab sie trotzdem geschickt. Mehrfach kam sie traurig aus der Schule, weil sie nur Kontakt zu unseren Nachbarjungs hat, die halt in der Pause lieber mit Jungs spielen- kann ich ja auch verstehen.
Ich habe das Gespräch mit der Lehrerin gesucht, und ihr gesagt, dass es meiner Tochter an Kontakten fehlen würde, der Kommentar der Lehrerin war, sie hätte doch Telefonlisten verteilt, für die Kontakte wäre ich am Nachmittag zuständig...
Die Bauchweh könnte sie sich auch nicht erklären, meine Tochter wäre das ruhigste und liebste Kind in der Klasse, eher unauffällig, ich würde mir zu viele Gedanken machen, wäre ja uch mein erstes Kind in der Schule.
Die nächste Woche verlief unauffällig,außer dass sie am Freitag aus der Schule kam und meinte, sie hätten Hausaufgaben auf, aber sie hätte nicht mehr die Zeit gehabt, sie zu notieren. Ich habe durch eine Mutter die Aufgaben bekommen und sie hat diese auch erledigt.
Letzte Woche kamen dann die Bauchweh wieder. Sie erzählte nur leider nicht warum, ich dachte es wäre Magen-Darm, ging ja auch in der Nachbarschaft rum...
Am nächsten Morgen erfuhr ich von einer Mutter, die Lehrerin hätte im Unterricht Kekse verteilt und ihr Sohn, meine Tochter und ein weitere Junge hätten keinen bekommen und die anderen Kinder hätten sich dann über sie lustig gemacht.
Als meine Tochter aus der Schule kam bestätigte sie mir diese Geschichte, auf nachfragen, warum sie keinen bekommen hätte, meinte sie, sie hätte die Hausaufgaben am Freitag nicht notiert- wohlgemerkt aber gemacht!!! Auf einmal sprudelte es nur so aus ihr heraus, sie hätte an dem Tag keine Pause gehabt, weil ihre Lehrerin sie hätte nachsitzen lassen. Sie mussten eine Aufgabe machen, die sie nicht verstanden hätte, zur Strafe musster sie die ganze Pause vor diesen nicht verstandenen Aufgaben sitzen und versuchen sie zu lösen. Diese Pause war dann Regenpause und alle Kinder kamen rein, sie wurde wiedermal von der Lehrerin bloßgestellt. Mitlerweile hat sie eine unheimlich Angst vor der Lehrerin, verständlicherweise! Ich habe dann durch Zufall eine Seite in die HAnd bekommen, auf der sie das "e" üben sollten, unter diesen Aufgaben war ein weinendes Männchen gemalt, auf nachfragen, sagte meine Tochter, das würde heißen, sie hätte diese Aufgabe sehr schlecht gemacht. -Motivation pur!
Diese "e"s waren ordentlich und sauber, aber anscheinend nicht so, wie die Lehrerin sie wollte.
In Religion sollten sie ein Bild von ihrer Familie malen, beim abreißen vom Block, ist das Bild ab- bzw. durchgerissen, zur Strafe musste sie das Bild komplett neu Zuhause nacharbeiten. Die Hausaufgaben belaufen sich, nicht nur bei uns auf 1/2 bis 1 1/2 Stunden. Breche ich nach einer halben Stunde ab, wird sie es wohl kaum leichter bei ihrer Lehrerin haben...
Ich habe die Lehrerin um neues Gespräch gebeten, sie meinte es gäbe doch gar keinen Grund für ein Gespräch, es wäre doch gar nichts vorgefallen, außer dass meine Tochter zu langsam wäre (meine Tochter meinte nur, arbeite ich schnell ist es ihr zu unordentlich, arbeite ich langsam und ordentlich ist es ihr auch nicht recht), am kommenden Dienstag habe ich nun auf drängen einen Gesprächstermin bekommen...
Ist es nicht schlimm, wie Kindern so schon der Spaß an der Schule genommen wird?!
LG Kirsten


 

Überfoiderung für Erstkläßler

Hallo Anja,
das ist ja noch gar nichts. Mein Sohn hat neben seinen Büchern und Arbeitsheften noch täglich viele viele kopierte Blätter zu erledigen. Desweiteren wurden noch ein Geschichtenheft, ein zusätzliches Heft zum leichteren Erlernen der Schreibschrift und ein Zahlenheft angeschafft. Wir sitzen an den Hausaufgaben zwischen 2 und 4 Stunden. Jede Woche wird ein Diktat geschrieben. Mittlerweile umfaßt das Diktat eine A4 Seite mit richtigen schwierigen Wörtern und Sätzen. Ab 5 Fehlern muß das komplette Diktat 2 x abgeschrieben werden. An Weihnachten haben die Kinder ein Gedicht mit 14 Strophen aufgesagt, dazu kamen noch 6 Weihnachtslieder die fast niemand kannte und es wurde ein kleines Theaterstück aufgeführt. Toll gell. Sind die Kinder nicht ein wenig überfordert. Wir das Pensum nicht geschafft, wird der Sportunterricht bzw. die Pausen gestrichen. Vergißt das Kind mal ein Datum hinzuschreiben 5 Zeilen Strafarbeit, bei Unterhalten im Unterricht 30 Zeilen Strafarbeit. Meinem Sohn ist alles zu viel. Laut unserer Lehrerin gehen fast alle später auf Gymnasium.Und was ist mit den Kindern, die jetzt schon keine Lust mehr haben und nicht mehr können. Ein Einsehen durch die Lehrerin kann man vergessen. Wenn die Eltern sich wehren, tut sie nichts mehr für unsere Kinder. Armes Deutschland!
Grüße Susanne


 

Hallo Anja,

Hmmm, das mit dem Namen der Mitschüler schreiben finde ich auch recht heftig. Bei meinem Sohn in der Klasse wurde immer bei jedem neu gelernten Buchstaben "nachgelauscht", bei welchen Mitschülern er im Namen vorkommt. Und am Anfang gabs oft Hausaufgaben mit einem Bildchen, wo die Kinder ankreuzen mussten, ob der neu gelernte Buchstabe, am Anfang, in der Mitte oder am Ende des abgebildeten Gegenstandes zu hören ist. Mein Sohn hat letztes Jahr auch direkt nach der Einschulung gleich Hausaufgaben bekommen, und zwar bis auf den allerersten Tag immer Lesen, Schreiben und Rechnen. Und der Zeitaufwand dafür war bei zügigem Arbeiten maximal 20 Minuten. Länger sollte kein Erstklässler an seinen Hausaufgaben sitzen.
Ich glaube nicht, dass die Kinder damit überfordert sind. Die kommen aus dem Kindergarten und sind im Bezug auf Lernen richtig größenwahnsinnig, zumindest die meisten. Wenn sie dann in der ersten Zeit nichts Ordentliches zu tun haben, schalten manche sogar ganz ab und entwickeln sich zu Störenfrieden oder Schulversagern.
Meiner Meinung nach ist wichtig, dass das Kind die Hausaufgaben ohne die Mutter erledigen kann, d.h. alles für die Hausaufgabe Wichtige wurde in der Schule besprochen und die Zeitdauer sollte auf max. 20 Minuten bis eine halbe Stunde begrenzt sein. Wenn das Kind sich natürlich leicht ablenken lässt oder zum Träumen neigt, kanns auch mal länger dauern, aber dann ist ja nicht die Menge der Hausaufgabe schuld.
Die Methoden sind aber bei allen Lehrern unterschiedlich, das hat meistens auch einen Sinn, was die machen. Wenns Deiner Freundin seltsam zumute ist, soll sie nicht zögern, mal mit der Lehrerin über die Befürchtungen zu sprechen.
Wenn aber 90% auf eine höhere Schule wechseln, spricht das aber eher für die Grundschule. Und die 10%, die übrig bleiben, haben vermutlich auch relativ gute Noten für die Hauptschule. Bei den meisten Schulen geht gerade mal ein Drittel der Kinder auf eine höhere Schule, und da sind dann sicherlich bei den Übriggebliebenen auch Kinder dabei, die sich sogar auf der Hauptschule schwertun.
Und Kinder sind im Bezug auf Lernen belastbarer als die meisten Erwachsenen denken. Solange der Kleine nicht dauernd krank wird oder sonstige Auffälligkeiten jetzt erst nach der Einschulung zeigt, würde ich mir über die Methoden in der Schule Infos von der Lehrerin holen, die freuen sich meistens, wenn man daran Interesse zeigt. Und Kinder, die unterfordert sind, verlieren viel schneller die Lust an der Schule, vor allem, weil man da die Probleme oft erst zu spät erkennt. Und es spricht in meinen Augen eher für die Schule, dass sie von 10 Schülern 8 aufs Gymnasium oder die Realschule bringt.
Mach Dir da nicht zu viele Sorgen, das geht sicher gut .

LG

Igelbaby


 

Danke für Eure Antworten!

von:happyanja

Also, mein Mann sieht es auch so, daß es doch nur gut sein kann, wenn sie soviel lernen.Sofern die Eltern mitziehen.
Aber ich find es teilweise schon zuviel, weil nun mal nicht jedes Kind so gut lernen kann.
Als mein Sohn letztes Jahr eingeschult wurde, hatte er auch oft auch, anzukreuzen welche Buchstaben am Anfang, Mitte oder am Ende vorkommen.Und ein Gedicht mußte er nach ca einem halben Jahr lernen.Unsere Lehrerin hat auch im ersten Jahr schon teilweise Stoff aus dem zweiten gemacht, um die Kinder die besser lernen, mehr zu fördern.
Muß man halt abwarten, was sich tut.Auf jeden Fall bin ich schon immer gespannt, was das Kind meiner Freundin als Hausaufgabe bekommen hat.
Liebe Grüße
Anja


 

Überforderung der Grundschüler

von:ted381

Hallo,
ich habe einen Sohn in der 2. Klasse. Schon heute muss er von einem Tag zum anderen 15 Seiten in der Lektüre lesen und Fragen dazu schriftlich beantworten. Wenn das dann nur die einzige Hausaufgabe am Tag wäre. Leider gibt es dann noch ein Arbeitsblatt in Mathe und in HSU was auswändig zu lernen und auszumalen. Summa sumarum macht das dann 2-3 Stunden. Die Lehrerin sagt, dann die Kinder wären sehr zappelig und sollen doch möglichst viel ins Freie. Ich finde das ist ein Hohn.


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