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Kind ohne Gymnasiumempfehlung auf das Gymnasium schicken?

 

Soll man dem Wunsch des Kindes nachgeben? Wenn das Kind z. B. nur eine Realschulempfehlung bekommt? Mein Kind ist im guten 2er Bereich. Wie sind eure Erfahrungen, ist das Gymnasium für so ein Kind zu schaffen?


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Tag der Wahrheit

bei uns war es heute soweit. Und der Zwerg hat bei einem Notendurchschnit von 2,3 eine Gesamtschulempfehlung (Realschule) bekommen.
Im großen und ganzen kein Problem, wenn es nur nicht so wäre, daß Schülerinnen mit dem selben Durchschnitt eine Gymnasialempfehlung bekamen.
Überhaupt bekamen nur die Mädchen Gymnasialempfehlungen - kein einziger Junge. Und das ärgert mich maßlos.
Mag die Lehrerin keine Jungs?


 

Hmmm

tendenziell sage ich: Wenn das Kind WILL, dann schafft es das auch. Frage ist nur: wie lange will es und ist es dann auch tatsächlich zäh genug?

Meine Nichte z.B. war so ein ultrazähes Kind. Die hat freiwillig gelernt bis zum Umfallen. Konnte Mathe nie und hat sich gnadenlos durchgebissen. Hat sogar ihrem Meerschwein Lateinvokabeln vorgebetet. Sie hat sich auch von schlechten Noten nie entmutigen lassen und weiter geackert.

Tja, nach dem Abi konnte sie endlich lernen, was SIE wollte und ihren Bachelor hat sie als Jahrgangsbeste bestanden Mal sehen, wie der Master so wird....aber ich denke, sie macht das super. Weil sie WILL!

Das eigentliche Problem für uns Eltern ist doch vielmehr Folgendes: Warum sind die Noten gut bzw. schlecht? Ist das Kind -mal plump gesagt "zu dumm"? Oder einfach nur zu faul? Ist der Lehrer "gut" (sympathisch, nett, freundlich, fachlich super.....motivierend)? Ist der Schulstoff einfach "zu langweilig"?

Daran sollten wir festmachen, welche Schule die richtige ist. Faulheit verliert sich manchmal von selbst. "Nicht Interesse" für ein Fach nur selten. Und wenn das Kind einfach Schwierigkeiten hat, die Dinge zu verstehen, dann ist das Gymnasium sicher nicht der richtige Ort.

LG Zimt


 

Danke zimtstange,

von:kindl12

du hast gute Ansichten. Mittlerweile ist es sogar so, dass die Lehrerin meinem Sohn sogar eine volle Gymnasiumempfehlung attestiert hat (hätte ich nicht gedacht, da ich den Notenstand von diesem Halbjahr nicht kenne, die meisten Fächer sind Mündlichfächer). Nun ja, er hat sich sehr darüber gefreut und freut sich auf das Gymi. Es ist in unserer Nähe und mit dem Rad als auch zu Fuß erreichbar. Insofern sollten wir es wagen... LG


 

@3malnein @moonlady

ich weiß nicht ob ich damit gemeint war.Mein Sohn hat eine 3 in Deutsch ( Gesamtnote). In Rechtschreibung stand er 3-4. Hat sich aber einiges getan..Die Nachhilfe bekommt er 1 mal wöchentlich und es macht ihn auch spaß. @moonlady: Ja oft kommt einen das so vor. Schade!!! Hab aber bei uns nicht das Gefühl das es darum geht.


 

Also ich muss ganz ehrlich sagen, in den meisten Fällen würde ich da auf den Lehrer hören, die haben damit Erfahrung und wissen in aller Regel was sie da tun und sorry, wenn ich dafür jetzt gleich gesteinigt werde, aber mit einer 4 in Deutsch von der Grundschule ist man nunmal nicht für das Gymnasium geeignet, man muss davon ausgehen, dass die Noten im Schnitt zwischen 1 und 2 Noten schlechter werden und wo ist man dann da, ganz schnell bei einer 5 oder 6, die im Hauptfach, die irgendwie ausgeglichen werden muss und das schon in der 5ten Klasse, das ist aus meiner Sicht keine gute Basis, genauso wie die Tatsache von vornerein zu wissen, dass es nur mit Nachhilfe gehen wird, ich weiß nicht woher du kommst, aber bei uns hier in Hessen ist es so, dass Kinder der 5ten Klasse teilweise bis um 17 Uhr Schule haben, wirklich viel lernen müssen und dann noch Nachhilfe ??? Ich glaube sowas ist sehr demotivierend, in einem solchen Zweifelsfall würde ich mein Kind lieber noch 1/2 Jahre auf einer Förderschule oder Gesamtschule stecken um zu sehen, wie es sich entwickelt, aber nicht aufs Gymnasium- Freunde hin Freunde her...


 

Weißt du was ich auf die Lehrer-Empfehlungen gebe?

von:moonlady90

Einen Pfifferling.
Die schauen, hmm, Kind hat Akademiker als Eltern. Es wird wahrscheinlich das Gymnasium schaffen.
Kind hat Handwerker als Eltern --> Hauptschule.
Ist wirklich so.

Und du verwechselst das Kind der TE von einer anderen Userin. Ob Nachhilfe das richtige ist? Lieber von Anfang an, alle Defizite ausgleichen.

Und noch etwas. Einstein hatte sogar eine fünf in Mathe. Der war grundsätzlich ein schlechter Schüler. Was lernen wir daraus? Noten haben nichts mit Intelligenz zu tun.


 

von:3malnein

DAS habe ich auch nicht gesagt, aber Gymnasium hat eben auch nicht nur was mit Intelligenz zu tun...


 

von:3malnein

und noch weiter glaube ich, dass man das so pauschal nicht sagen kann.. nicht alle Lehrer sind so und ich finde es wahnsinnig unreflektiert und sehr voreingenommen zu sagen, dass ALLE Lehrer erstmal darauf achten, was die Eltern machen und dann entscheiden welche Schule..klar mag es auch Fälle geben, wo Lehrer unrecht haben, deswegen sage ich ja auch in den meisten Fällen würde ich darauf hören und im Zweifelsfall eben nochmal 1/2 Jahre warten, indem ich es eben auf eine Gesamt oder Förderschule stecke um mich zu entscheiden, denn gerade wenn die Noten nicht die Besten sind, dann ist es so, wie es hier einige auch schon gesagt haben, dann kommt es auf den Willen an und ich finde, ob der eben vorhanden ist, das kann man nicht nach einem schulhalbjahr in der Grundschule feststellen. Gymnasium ist eine andere Hausnummer und bei mir ist das ja selbst noch nicht so arg lange her, aber ich kann mich noch genau dran erinnern, wieviele in der 5ten Klasse angefangen haben, und wieviele nach der 6ten noch da waren ...


 

Hallo zusammen

Hallo zusammen, bin neu hier. Also wir stecken da auch gerade drin. Welche Schule für mein Kind? Von der Lehrerin hat er eine reine Realschulempfehlung bekommen. Grund : mein Sohn hat Probleme im Bereich Deutsch (gesamtnote 3 Rechtschreibung 3-4 ) ansonsten ist er ein echt super Schüler. Er ist engagiert, selbstbewusst, hat eine hohe Auffassungsgabe und mit seinen Hausaufgaben hat er so gut wie nie Probleme. Er bekommt jetzt seit 3 monaten Nachhilfe im Fach Deutsch. Es sind auch sichtbare Erfolge zu sehen. Bei ihn selber hat es aber auch klick gemacht. Ich muss sagen das Fach Deutsch mochte er nie. Er war auch lange bei der Logopädie. Er ist erst sehr spät angefangen zu sprechen.Jetzt legt er sich aber mächtig ins Zeug. Jetzt mal zu den anderen Noten Mathe 1, Sachunterricht 1, Englisch 1-2 ( wird noch eine Arbeit geschrieben) Sport-1, Kunst 3, Musik 2 Lesen 2, . Für uns gehört unser Kind aufs Gymnasium und er möchte unbedingt dahin. Nicht weil seine Freunde dorthin gehen, (dass steht auch noch garnicht fest). Ich finde das die Noten natürlich eine große Rolle spielen aber es ist auch sehr! wichtig sich das Kind anzuschauen. Ist mein Kind selbstständig? Selbstbewusst und und und...... Sprecht mit euren kids. Beobachtet es bei den Hausaufgaben usw. Wenn mir jemand einen anderen Rat oder Erfahrungen geben möchte dann Gerne


 

Moin!

Ich hatte das Glück 13 Schuljahre zu haben. Ich war nie besonders gut, bin aber nie sitzen geblieben. Im Studium war ich deutlich besser und habe es bis zum Diplom durchgezogen. Ich war sozusagen ein Spätzünder ...
Bin froh, das meine Mutter mich damals angetrieben hat!
Also: Just try it!


 

Warum

Auf jeden Fall, ist doch ein guter Durchschnitt. Wieso will Dein Kind auf's Gymnasium?


 

Danke Miriam

von:kindl12

Mein Kind will auf das Gymnasium, weil es eine gute Schule ist (so sprechen die Kinder auf dem Schulhof) und weil sie nah ist, sie ist mit dem Fahrrad ruckzuck erreichbar, während er bei der anderen Schule mit dem Bus fahren müsste. Außerdem sind einige seiner Freunde auf dem Gymnasium. Okay auf der Gesamtschule wären auch Freunde von ihm.


 

Versuche es!

Auch ich hatte keine Empfehlung fürs Gymnasium. (Im Gegenteil). Meine Mutter hat mich aber trotzdem hingeschickt. Habe mein Abi gemacht und studiert!


 

Danke, bionte

von:kindl12

Danke für deine offenen Worte. Mir hilft es immer sehr, so etwas zu hören. Hattest du G9, also Abi nach dem 13. Schuljahr? Bist du durchgekommen, ohne sitzen zu bleiben? Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Herzlichen Glückwunsch zum Studium.


 

Hallo

Aus eigener Erfahrung finde ich, dass zuerst auf die Realschule und danach auf die Fos zu gehen der bessere bzw. leichtere Weg zum Abitur ist. Aber wenn das Kind ehrgeizig ist und den Willen hat, warum es nicht versuchen?


 

Naja

von:vinorosso87

aber die Fachoberschule ist kein Abitur. Die Fachoberschule bescheinigt Dir lediglich die Fachhochschulreife. Es entspricht der elften Klasse mit praktischem Ausbildungsabschnitt und ist in den allgemeinbildenden Fächern arg abgespeckt. Ich habe es selbst (FOS Technik) und kann es eigentlich nicht für Schüler empfehlen. Für Menschen mit einer Berufsausbildung und Berufserfahrung ok.

Aber an der Realschule kann ich nichts verkehrtes sehen. Und zumindest in Nds war es zu meiner Schulzeit möglich, wenn man eine zweite Fremdsprache belegt hat nach der zehnten Klasse Realschule mit einem erweiterten Sek. I auf das Gymnasium zu wechseln.


 

Allo somethingsstupid,

von:comedyfan

die Frage kann man nicht so einfach mit ja oder nein beantworten, weil ja jedes Kind anders ist.
Die einen entwickeln sich erst im Laufe der Zeit auf dem Gymnasium, auch ohne Empfehlung,andere sind mit der Schulform einfach überfordert.
Wenn das Kind einen eisernen Willen hat und unbedingt aufs Gymnasium will und auch sonst eher eine schnelle Auffassungsgabe hat, sollte man dem Kind schon die Möglichkeit geben, es probieren zu lassen.
Auch ich rede aus eigener Erfahrung mit einem meiner Kinder, dass es die richtige Entscheidung war, das Kind auf eigenen Wunsch, aufs Gymnasium zu lassen. Er ist heute ein guter Schüler in der 11. Kl.
Weniger Nerven und Zeit kostet dagegen vielleicht die Realschule, also es kommt halt auch auf den Ehrgeiz eines Kindes an. Es gibt ja die Infoveranstaltungen, also einen Tag der offenen Tür, andem man sich umschauen- und hören kann.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt recht weiterhelfen konnte, aber mehr möchte ich lieber über PN schreiben.
Viel Glück, bei der richtigen Entscheidung.
LG.Comedyfan.


 

Mich würde interessieren, in welchen Bundesland du lebst!

Aber da du schon geschrieben hast, dass er sehr ehrgeizig ist, denke ich schon, dass er das schaffen könnte.
Hat dein Sohn in der Grundschule viel lernen müssen?
Oder viel ihm das Ganze eher in den Schoß?

Meine Meinung ist, dass Kinder die in der Grundschule schon viel lernen mussten, sich eher auf der Realschule wohlfühlen.
Nur mein subjektiver Eindruck.
Und noch etwas. Nach der Realschule kann es immer noch auf die FOS/BOS.

Letztlich muss es du entscheiden. Wenn du es ihm aber zutraust, würde ich ihn schon auf das Gymnasium stecken.

(Bei den Empfehlungen wird auch das familiäre Umfeld miteinbezogen. Das heißt Akademikerkinder bekommen eher eine Empfehlung, als Handwerkskinder!)


 

Nochwas moonlady

von:kindl12

Auf der Grundschule hat er nie übermäßig viel gelernt. Die Lehrer haben allen Kindern empfohlen, 1 Std. Hausarbeiten zu erledigen, daran haben wir uns gehalten - das war es.


 

Dann schick ihn doch

von:moonlady90

auf das Gym!

Traue ihn das einfach zu!


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