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Familienaufstellung

 

Wer hat schon mal eine Aufstellung machen lassen,
wem hat es was gebracht und wer konnte damit irgendwelche Problematik bekämpfen bzw besser mit umgehen ??? Bitte um zahlreiche Antworten da ich das Thema sehr spannend finde und es mich auch wirklich interessiert


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Liebe justin,

ich habe eine familienaufstellung gemacht in einer damals sehr schwierigen situation.
ich war geschieden, hatte einen freund, und stand mit meinem ex in krieg um die kinder, und mit einem drogensüchtigen sohn, der mir entglietten schien.

die sitzungen haben mich innerlich sehr aufgewühlt, es sind reichlich tränen geflossen.
es wurde die problematik der vergangenheit und die besch. gegenwart berührt. aber auch sortiert, geordnet und nach wichtigkeit positioniert.
am wichtigsen aber war für mich, dass ich meiner position (innerhalb dieser gespann) einordnen konnte.
auch manche emotionen, die sich hoch gespielt haben, haben sich relativiert, es war mir leichter mit der situation umzugehen.

merkwürdigerweise, habe ich immer wieder meinen ex bei "mir gesetzt und meinen freund in der zweiten reihe.
was ist daraus geworden? vom dem freund habe ich mich getrennt, mit meinem ex habe ich noch heute ein gutes verhältnis.

viele grüße, anna


 

Familienaufstellung ist eine tolle Abkürzung

Familienaufstellung ist eine Möglichkeit den Bereich der mentalen- also gedanklichen Analyse- wie es in der Psychologie oft der Fall ist, zu verlassen und direkt tief in die Gefühlswelt einzutauchen. Es kann als eine Chance genutzt werden um eine tiefe und umfangreiche Heilung zu erfahren oder sie kann einfach nur Klarheit über die zwischenmenschliche Verhältnisse in der Familie bringen. Es sind einige Dinge zu beachten:

1. Man braucht ein Anliegen, also ein konkretes Ziel das angeschaut und gelöst werden will- sich viel zu viel vorzunehmen oder alles auf einmal lösen zu wollen kann Chaos verusachen...wir Menschen tendieren oft dazu sich viel zu viel vorzunehmen

2. Man sollte einen Aufsteller wählen, den man vertraut

3. Man sollte offen sein und auch bereit jede Konsequenz anzunehmen, die diese Aufstellung mit sich bringt. Damit ist nicht gemeint alles zu glauben, was andere sagen, aber eine innere Bereitschaft das eigene Anliegen so offen wie nur möglich zu begegnen. Es können alte Schmerzen oder Emotionen aus dem Unterbewusstsein auf die Oberfläche kommen, die sich nicht besonders angenehm anfühlen. Der erste Impuls ist oft diese so schnell wie möglich wieder zu verdrängen, damit es nicht weh tut. Es ist wie mit einer Wunde am Körper zu vergleichen. Wenn eine Wunde anfängt zu ziehen und zu schucken, bedeutet das, das diese Wunde heilt.

Mein Vater war ein Alkoholiker und unser Verhältnis war gerade nicht das Beste. Mein Anliegen war das Verhältnis zwischen uns wieder zu verbessern und auch Verständnis für ihn zu entwickeln. Ich habe bei der Aufstellung geweint, meine Kontaktlinsen sind mir fast aus den Augen geschwommen. Ich fühlte wie ein Ball voller Wut und Trauer in mir aufsteigt. Ich habe mir erlaubt wütend und traurig zu sein. Ich wurde mir seiner Stellung in der Familie bewusst, seiner Verzweiflung und auch seiner Hilflosigkeit. Ich empfand dann ein tiefes Mitgefühl für seine Situation und das hat mir geholfen ihm zu vergeben. Unser Verhältnis ist jetzt wie es sein sollte. Ich habe zwar erst jetzt einen liebevollen Papa, aber besser später als nie, oder?


 

Ich , und ich muss sagen nie wieder!!

Das ist so ein Mist muss ich dir ehrlich sagen , da gehn sie was weiss ich wie lange in der Zeit zurück , zB macht man es zu dritt oder zu viert diese Menschen übernehmen jeweils ein Part und je nach dem was derjenige fühlt oder als Eingebung hat wird dann auf den Tisch gebracht. Also zB Oma wurde vergewaltigt aber Ur Ur Oma dann hast du die lasten noch usw.also ich für mein habe es einmal gemacht udn nie nie nie wieder. Aber jedem das seine.


 

...wenn es professionell gemacht wird

von:silverrain77

sind solche Stellungen sogar sehr gut. Traumatische Erlebnisse aus der Ahnenwelt können Gründe für eigenes Leiden sein. Das ist so, klingt ungewöhnlich, aber eine Tatsache. Man sollte sich aber gut informieren bei wem man das macht


 

Nee, nicht immer!

von:lissiletta

Es gibt genug Leute, die bei absoluten "Profis" aufgestellt haben, zig Mal aufgestellt haben und dennoch feststellen mussten, dass sie kein Stück vorangekommen sind, weil sich trotz angeblich professioneller Aufstellung, entweder nichts veränderte, oder sich herausstellte, dass das, was angeblich gefühlt und herausgefunden wurde, gar nicht stimmte.


 

Ich persönlich bin der meinung

von:silverrain77

...dass ein guter Coach bei einer Familienstellung nicht reicht. Es braucht ein tiefes Wissen über diese Thematik, psychologisches (Fach)-wissen aber auch ein gewisses Mass Verbindung zum höheren Ich. Zudem sollte es Nachstellungen geben und Betreuungen. Die Person wekche die Aufstellung anbietet ist extrem wichtig und leider gibt es eben solche die einen Kurs gemacht haben und dann das Gefühl haben sie könne Familienstellen machen und vergessen dabei, welche Verantwortung sie dabei auf sich nehmen. Ich persönlich durfte sehr positive Erfahrungen machen und es veränderte innert weniger Monaten das Familienbild zum Positiven. Es ist wirklich eine gute Sache aber wie bei allem gilt auch hier die Qualität.


 

Bitte verstehe mich nicht falsch,

von:lissiletta

aber ich habe Profis, die über Fachwissen verfügen,die jahrelang aufstellen, die eine hervorragende Reputation haben, die Vorbild für andere Aufsteller sind, gemeint.

Leider sind mir mehrere Leute bekannt, die bei solchen Fachleuten jahrelang (!) aufgestellt haben und letztendlich nur investiert,aber keinen Erfolg erzielt oder gar Sinn in der ganzen Arbeit gesehen haben.


 

Auch die besten Fachleute können nichts ausmachen

von:lilieth11

, wenn der Mensch nicht offen genug ist. Man geht ja nicht zur Aufstellung, wenn alles glatt läuft, man geht dort nur dann hin, wenn es Probleme gibt. Seelische Probleme zu beheben ist selten angenehm, es ist oft mit Schmerzen und Ängsten verbunden. Vielleicht waren deine Bekannten einfach noch nicht so weit, oder ist eine Familienaufstellung nicht das Richtige für sie gewesen. Das muss man auch bedenken. Es gibt viele verschiedene Methoden sich Hilfe zu holen- wir sind alle unterschiedlich. Eine Familienaufstellung allgemein ist aber eine tolle Sache, sonst gäbe es halt nicht Leute wie mich, den es wirklich geholfen hat.


 

Aaaahhh, jetzt ist man wieder nicht offen!

von:lissiletta

Ich dachte, dass diese immer sehr beliebte Ausrede nur bei Wahrsagern benutzt wird, aber scheinbar auch bei Aufstellern!

Wenn jemand jahrelang für teueres Geld aufstellen lässt, zusammen mit dem Aufsteller nach Lösungen sucht, fest an die Sache glaubt (bis man irgendwann merkt, dass das alles Quark ist und das Konto um einiges leerer), glaubt er bis zur Ernüchterung... ganz fest an die Sache und ist aber sowas von offen.


 

Da muss wohl die Familienaufstellung oder der Aufsteller falsch sein, wenn etwas nicht klappt

von:lilieth11

Die Überwindung emotionaler Krisen kann für uns niemand übernehmen. Die Aufsteller bieten kein Produkt oder Dienstleistung an wie ein Bankberater oder Autohändler, weil der Erfolg oder Misserfolg nicht eindeutig gemessen werden kann. Wenn du ein kaputtes Auto kaufst, weisst du, wer dafür verantwortlich ist und wer die Reparatur zu übernehmen hat. Familienaufstellungen, Hypnosen, Psychoterapien usw. sind nur Hilfestellungen, die Verantwortung für den Erfolg trägt aber nur der jenige, der sich helfen lässt. Ich weiß nicht, warum deinen Bekannten die Aufstellung nicht geholfen hat, trotzdem finde ich es nicht sinnvoll die Methode dafür verantwortlich zu machen. Es ist so einfach einer Methode oder einem anderen die Verantwortung zu zuschieben statt sich selbst anzuschauen...aber so sind wir nun mal Da muss wohl die Familienaufstellung oder der Aufsteller falsch sein, wenn etwas nicht klappt


 

Da muss wohl der Kunde falsch denken, seine Einstellung nicht offen sein, wenn es nicht klappt

von:lissiletta

Die Hilfe zur Überwindung emotionler Krisen wird u.a. von Familienaufstellern angeboten. Dies ist selbstverständlich eine Dienstleistung, die angeboten und bezahlt wird. Gehe ich z.B. zum Psychologen, setze ich voraus, dass er auf seinem Gebiet ein Profi ist, der zumindest die simpelsten Ansätze und die Problematik erkennt und weiß, wie er zu behandeln hat. Wenn nach Jahren kein Behandlungserfolg erzielt wird, wenn der Psychologe den KuPatienten, der vielleicht an einer Zwangsstörung leidet, die ununterbrochenes Lichtschalterknipsen zur Folge hat, auf Phobien gegen Tomaten hin behandelt, ist das schlichtweg die falsche Behandlung und hat nichts mit dem Patienten, wohl aber mit dem Nichtkönnen des Psychologen zu tun.

Dass es bei einer Aufstellung in dem einen oder anderen Fall etwas dauert, bis sich Erfolge einstellen, bestreitet keiner. Dass nach JAHREN keinerlei Erfolg zu verbuchen ist, dass ein Profi aufstellt, der Kunden mit angeblichen Fortschritten pampert und sich im Nachhinein herausstellt, dass die Angehörigen, die angeblich zum ERfolg beigetragen haben, nie exsistiert haben...ist nicht hinnehmbar und hat nichts mit dem Kunden, sondern mit dem Aufsteller zu tun.

Um es mit Deinen Worten zu sagen...es ist so einfach dem Kunden die Verantwortung zu zuschieben statt sich selbst anzuschauen...aber so sind Leute wie Du nun mal,da muss wohl die Einstellung des Kunden falsch sein, wenn etwas nicht klappt .


 

Ich bestreite nicht, dass es unbegabte Aufsteller und Heiler gibt.

von:lilieth11

Oft sind es sogar Leute, die selbst Probleme haben und sie mit ihrem Beruf kompensieren versuchen. Wo es Menschen gibt, dort gibt es Fehler, Irrtümer aber auch Betrug...die Thematik der Heilung ist davon nicht ausgeschlossen. Sollte ich Jahre lang zu einer Sitzung gehen, die nichts bringt, würde ich schon überlegen, ob es Sinn macht weiter zu machen statt zu sagen, dass eine Familienaufstellung nichts bringt. Das Thema der Selbstverantwortung ist nirgends so wichtig wie bei der Heilung. Nur der Pantient selbst kann beurteilen, ob er weiter kommt oder nicht und nur er kann es entscheiden. Wir sind einfach nur nicht daran gewöhnt uns selbst zu vertrauen, statt dessen hören wir darauf was die Ärzte, Aufsteller oder wer auch immer uns erzählen. Wir vertrauen oft ihrer Meinung mehr als unsere eigenen, nur so kann erklärt werden, warum jemand Jahre lang etwas macht was nichts bringt. Ich habe eine Depression hinter mir, habe also manches erlebt und mitgemacht...

...übrigens danke für deine Diskussionbereitschaft- es macht Spaß mit dir


 

Dabei übersieht man oft eine Sache....

von:lissiletta

.... der Kunde vertraut sich einem "Profi" an und begibt sich in seine Hände. Wie soll der Laie wissen, ob der Profi in seinem Fall der absolute Flopp ist, dass die Grenze des Nichterfolgs bereits seit zwei Wochen überschritten ist, dass die ganze Sitzung in eine Sackgasse läuft, etc? Der Kunde kann das nicht wissen, sofern er nicht bereits ungut "vorbelastet" ist und mit geschultem Auge sieht..."die Chemie stimmt nicht, hier bin ich nicht gut aufgehoben". Im Nachhinein sagt man sich natürlich..."hätte ich, wie doof konnte ich nur sein".

Sagen wir mal so - Du bist von Familienaufstellungen überzeugt, ich nicht. Ich respektiere Deine Meinung, ich denke, Du meine auch.

.... übrigens - freut mich, dass Du gerne mit mir plauderst. Viele hätte schon gemurrt und moniert, wie unhöflich die Debatte verläuft.

Hab noch ein schönes Wochenende (trotz der Kälte).


 

Was

von:silverrain77

lief denn falsch? Nein keine Sorge, ich verstehe dich nicht falsch . Ich finds gut auch andere Erfahrungen und Meinungen zu hören. Ich kenne eine Frau (leider in der Schweiz) bei der ist der Erfolg sehr hoch - sie macht das aber auch seit 20 oder mehr Jahren. Ich habe schon selber auch als Akteurin gestanden. Ihre Seminare gehen auch 2 Tage und sind sehr intensiv. Dann habe ich mal für meinen kleinen Sohn gestellt bei einer Ärztin und die Ängste (va vorm Einschlafen die er Jahre mit sich trug waren innert Monaten weg. Aber ich kenne auch einen anderen Fall wo eine Freundin war und mich mitnahm als Akteurin... und das was schrecklich. Und deshalb sage ich, dass es gute Leute sein müssen und eine gute Betreuung. Bist du sicher, dass dies absolute Profis waren?


 

Ja, absolut!

von:lissiletta

Ich nenne hier keine Namen, aber zwei Aufsteller sind sehr bekannt und in Fachkreisen hoch angesehen!

Falsch lief, dass sich entweder nichts bewegt hat und dass über Monate hinweg, immer wieder vertröstet wurde und letztendlich der Kunde im Regen stehengelassen wurde, falsch lief in einem anderen Fall, dass durch einen Irrtum mit angeblichen Angehörigen aufgestellt wurde, die es gar nicht gegeben hat, aber eben diese Angehörigen ewig lange Gegenstand sämtlicher Reaktionen und "Fortschritte" waren, bis Familienmitglieder des Beteiligten sich mal nach der Aufstellung erkundigten und ernüchternd feststellten, was Sache ist.

Sorry, Du magst von der Sache an sich überzeugt sein und ich will Dir Deine Überzeugung nicht absprechen, ich für meinen Teil finde, es gibt seriösere Weg, in Krisen zu helfen.


 

Keine Frage

von:silverrain77

Solche Erlebnisse nicht nicht gut .
Ich kann daher verstehen, dass Familienstellungen für dich ein rotes Tuch sind .


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