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Liebe oder Freundschaft ? | ||||||||||||||
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Ich bin ein Mann, Anfang 50, seit 29 Jahren mit der gleichen Fra liiert, davon 19 Jahre verheiratet. Wir haben 2 Kinder im Teenageralter, ein eigenes Haus, ich bin Abteilungsleiter in einer Firma. Insofern nach außen hin der glückliche Spießer.
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liebersvenalpenjodel,
ich kann dir nur raten dich nicht zu trennen.
ich finde es schlimm, dass ander leute dir empfehlen dich zu trennen etc.
das ist nur ein hormonrausch; der vorbeigeht.
versuche lieber, deine ehe wieder ein bisschen in schwung zu bringen.
ein so grosser altersunterschied geht NIEMALS gut auf dauer.
ich kann dir nur berichten, wie ich denke.
ich bin mitte 20, auch akademikerin und eine solche annäherung zu einem sehr viel älteren mann, der auch noch chef ist, ist vielleicht allerhöchstens schmeichelnd und angenehm, wird aber nie zu einer funktionierenden beziehung führen.
mit dreissig hat man träue, man will familie, kinder irgendwann. würdest du dir das nochmal vorstellen können? zudem garantiere ich dir, dass der alltag immer einkehren wird. es wird mit ihr genauso wie mit deiner frau irgendwann, vielleicht wird sie sogar seiten zeigen, die du noch weniger gut findest, als die seiten deiner frau.
schlag sie dir aus dem kopf, ich sag aus der sicht einer (zwar etwas jüngeren) ebenfalls akademikerin, die auch öfters mal annäherungen von ein bisschen älteren männern erfährt.
Ja, die Meinungen hier gehen ziemlich auseinander.
Das mit dem Hormonrausch ist so eine Sache. Da hast du irgendwie schon recht, Ganseblümchen. Aber der Hormonrausch geht jetzt bei mir schon über 3 Jahre so. Und Liebe ist ja im wesentlichen ein Hormonrausch, der sich verselbstständigt hat. Ich hoffe, du hast mit mitte 20 eine intakte Beziehung mit Zukunft, so wie ich sie damals hatte, sodass dir die Angebote älterer Herren schnuppe sein können.
Zur Frage ob ich nochmal neu eine Familie gründen würde: Wenn es beiderseits Liebe ist, würde ich mich auch darauf noch einlassen. Haben Kollegen von mir in meinem Alter durchaus noch gemacht in letzter Zeit und sind glücklich. Ok wenn das neue Kind aus der Schule kommt, wäre ich knapp über 70, falls ich dann noch existiere. Aber das ist doch heute auch kein Alter mehr.
Die andere Seite, die mir mehr Kopfzerbrechen macht ist, ob es das Wert ist, eine jahrzehntelange Beziehung komplett zu zerschlagen und fast zwangsläufig auch nochmal die Firma wechseln zu müssen. Die Alternative ist, sich in sein Schicksal zu ergeben und es einfach weiterlaufen zu lassen. Zwar besteht die Beziehung zur Zeit eher in einer Kindererziehungszweckgemeinsch aft (ich verdiene das Geld, meine Frau erzieht die Kinder, wenn sie sie nicht gerade anschreit) und ich weiss nur nicht, was davon bleibt, wenn die Kinder aus dem Hause sind.
Vielleicht wird dann plötzlich alles wieder ganz toll in trauter Zweisamkeit wie vor den Kindern. Glaubt ihr das?
Was mir wirklich Angst macht ist, dass so wie meine Frau in den letzten Jahren drauf ist, ich in einen Sog alt zu werden, gezogen werde. Es ist eine systematische Weigerung, orgend etwas im Leben noch zu tun, was nur des Spaßes wegen gemacht wird. Etwas Verrücktes schon gar nicht. Das ganze raubt mir zu viel Energie, die ich lieber dafür verwenden würde, Spaß am Leben neben dem harten Job zu haben. Im Moment glaubt meine Frau bei jedem kleinen Wehwehchen, sie hätte Krebs und die Ärzte, die sie aufsucht, seien zu blöd sie richtig zu untersuchen und würden ihre Beschwerden nicht ernst nehmen. 2 Stunden später ist sie wieder ganz normal.
Die Ärzte, mit denen ich gesprochen hatte, verdrehten nur die Augen, meinten aber,sie könnten nichts machen, wenn der Patient das Problem nicht erkennt.
So nutze ich fast jede Gelegenheit, allein auf Seminare oder Schulungen zu fahren um überhaupt mal rauszukommen.
Ich kenne ein Paar, die sind beide über 80, er Ingenieur im Ruhestand, die fahren jedes Jahr noch selbst mit dem Wohnmobil an die Cote Azur nur um sich dort mit Freunden zu treffen und turteln noch herum. Das imponiert mir total.
So etwas sehe ich im Moment noch nichtmal am Horizont erscheinen.
Was ich im Moment auch mache, ganz aus dem Kopf bekomme ich die Ex-Kollegin nicht. Wir schreiben uns noch so alle 2 Wochen eher harmlose SMS. Meist schreibt sie zuerst. Habe ihr geschrieben, ob es ihr lieber wäre, wenn ich keine Vorschläge mehr machen würde für gemeinsame Unternehmungen. Sie möge es mir einfach sagen, dann würde ich das nicht mehr tun. Darauf habe ich von ihr keine Antwort erhalten. Sie neigt dazu, Angebote von mir, die über das normale hinausgehen, einfach gar nicht zu kommentieren, schweigt einfach dazu, als hätte sie die Mail gar nicht bekommen (ich meine damit keine zweideutigen Angebote, sondern Vorschläge mal zusammen wegzufahren oder ein Seminar zusammen zu besuchen) Ein einfaches Nein würde mir da gut tun. Aber das kommt auch nicht. Und ihr zu schreiben, sie möge mich einfach in Ruhe lassen, das tue ich natürlich auch nicht. So konsequent kann ich nicht sein, da ich ja insgeheim immer auf das nächste Lebenszeichen von ihr warte.
Leider kann ich meine Frau auch nicht "auf den Pott setzen" und ihr sachlich und rational erklären, was ich von ihrem Verhalten so halte um die Beziehung zu verbessern. Bei jeglicher Andeutung in dieser Richtung und Kritik an ihrem Weltbild wird sie sofort jähzornig und schreit rum oder kriegt einen depressiven Heulanfall wie schlecht ich doch zu ihr bin und sie nicht verstehe und bei ihrem Leiden unterstütze.
Aber ich bin ein ziemlich rationaler Mensch und ich kann keine Empathie heucheln für eine Krankheit, die es nicht gibt. Sehe es nicht ein, sie auch noch darin zu bestärken. So schweige ich dann halt.
Letzte Woche hat sie zu unserem 14 jährigen Sohn gesagt, er sei das hinterletzte ... was es auf Gottes Erdboden gibt, nur weil er sein Zimmer nicht aufgeräumt hat. (Sie ist eine strenggläubige Katholikin).
Hab schonmal überlegt, ob es was bringen würde, zusammen zu einer Eheberatung zu gehen. Stelle mir aber vor, dass da dann jemand sagt, man solle sich einfach vertragen und einen Schritt aufeinander zugehen. Bla bla bla. Aber dazu gehört wohl auch die beiderseitige Einsicht, dass was nicht stimmt. Ich habe keinerlei Erfahrung mit solchen Institutionen.
Das Leben macht Spaß!
In diesem Sinne.
Sven
zu lesen wie es sich weiterentwickelt hat.
es kam zu keiner affäre aber der kontakt ist nach wie vor erhalten geblieben. ob sie wirklich die so tolle frau oder deine traumfrau ist, kann keiner sagen, aber so wird sie immer eine bleiben. und sie wird ein leben lang in deinen gedanken herumschwirren. meiner meinung nach ist das masochistisch. warum tust du dir das an? ach ja wegen teenagerkinder und verantwortung. die kids sind spätestens nacj 3-4 jahren aus dem haus. deine frau könnte vielleicht jemanden kennenlernen, der sie mit ihrer sooo unmöglichen art toll findet. aber so vermasselst du dir dein leben und irgendwe auch das leben deiner frau. ach ja, vielleicht entdeckst du später, dass die exkollegin doch nicht so toll war, wie du geglaubt hast, aber ich würde sagen es ist ein versuch wert. wenn sie nicht mehr so toll ist, kann man das alltäglich vorhandene mehr ertragen, als immer mit dem hintergedanken bei einer anderen zu sein...
Bei einer Aussprache im Herbst sagte ich ihr das mit der Traumfrau. Sie meinte, sie sei keineswegs eine Traumfrau. Aber das ist immer subjektiv. Lässt sich nicht steuern.
@gofemfan: Hm. Eins hab ich nicht ganz verstanden. Was meist du mit "ein Versuch ist es wert" ?
dass du dich trennen sollst, von deiner frau, die du ja momentan auch nur aus gewohnheit gern hast.
Es gibt viele frauen, die einfach sicherheit brauchen in einer beziehung und ein verheirateter mann kann niemals sicherheit bieten.
So wie es aussieht (nach deinen erzählungen) hat die gute dame durchaus interesse an dir. Das beweisst sie mit ihrer haltung. schon allein, dass sie den kontakt mit dir auch geheim laufen liess, zeigt dies deutlich. Sie hätte keinen grund einen geheimen kontakt aufrechtzuhalten. Schon gar nicht für ne gute freundschaft. Ach ja da war nix - da war nix sexuelles, aber da war was durchaus emotionales - nämlich dass ihr alles teilt. Für frauen sind freundschaften in einer partnerschaft das a und o. Sie hat abgewartet, ob du doch vielleicht dich von deiner frau trennst. natürlich will sie auch nicht diejenige sein, die schuld an einer trennung hat. deswegen ging sie sicherlich auch kein schritt weiter. wenn du unter diesen umständen dich von deiner frau trennen würdest müsstest du noch ein bisschen auch ihr den hof machen (sag ich grob und brutal - ist aber so, wir frauen blicken da eher durch als männer), bis sie dann die schuldgefühle los wird.
Sie hat wahrscheinlich aabgewartet, aber es kam nichts von dir was auf eine trennung hindeutete. und da sie den torschusspanik auch hat, musste sie weiterziehen. Ich wage sogar schon zu behaupten, dass sie dir von ihren privaten beziehungen oder beziehungsversuchen erzählt hat, mit der hoffnung, du würdest eifersüchtig werden und endlich klare lienen setzen.
aber wie gesagt, ich kann das ganze nur durch deine erzählungen so vermuten. das ganze würde ich dann nochmal von ihrer perspektive hören wollen. Es erinnert mich nämlich an eine freundin, die eigentlich ihren besten freund geliebt hat. da dieser aber vergeben war und später auch heiratete, hat sie immer auf best-friends gemacht. auch nach seiner trennung konnte sie ihren gefühlen nicht freien lauf lassen, hat es sogar vor uns immer strikt abgelehnt dass sie gefühle fürihn hat. der typ hat ihr auch damals ein antrag gemacht, woraufhin die freundin ihn richtig fertiggemacht hat. innerlich wusste ich aber, dass sie in dem moment sehr grlücklich war. der typ war dann sehr eingeschüchtert, hat erstmals kontakt mit ihr abgebrochen, worauf hin sie dann mit der masche "ich möchte unsere gute freundschaft nicht verlieren" den kontakt wieder aufnahm. Das ganze ging so lange weiter, zwischenzeitlich hatten beide weitere neue beziehungen (versuche) bis ich dann irgendwann zuviel bekam. habe dann dem typen einfach einige tipss gegeben, was er tun soll. er hat sich daran gehalten. SO nun sind sie verheiratet und ich darf von ihr hören, wie dumm sie doch sei, wie sie so lange ihre gefühle so unterdrücken könne, wie sehr sie ihn liebt und wie glücklich sie mit ihm ist...
Frauen schätzen es sehr wenn man "opfer" für sie einbringt. Einerseits können sie die schuldgefühle nicht einordnen, aber dieses "begehrtsein" und für sie "alles" machen, reizt sie sehr - sage ich pauschal. ich weiss alle frauen werden mich deshalb jetzt angreifen, aber ich bin auch eine, und genügend erfahrungen mit frauen und ihren beziehungsalltag, -sterss, -wunsch habe ich auch erlebt oder beobachtet...
das ganze kann aber in deinem fall auch dazu führen, dass sie vielleicht mit dem jetzigen doch glücklich ist und nicht mit dir was anfangen wird. aber als option wird sie dich sicherlich noch behalten wollen und deshalb eure freundschaft auch führen...
Ich eprsönlich denke, es ist immer ein versuch wert wenn man etwas sich wünscht, es auch zu leben. Denn die unerfüllten wünsche machen uns im leben nicht unbedingt glücklicher. dieses was wäre wenn... das muss nicht sein.
Das mit deiner Frau hört sich hoffnungslos an. An deiner Stelle wäre ich wütend, das permanent mitmachen zu müssen. Es muss doch unglaublich frustrierend sein, wenn man sich um seinen Partner bemüht, viele Vorschläge macht und derjenige lehnt nur ab. Man sollte sich doch immer ein bisschen um den Partner bemühen und ihm zeigen, wie wichtig er einem ist, egal wie lange man zusammen ist. Das Zusammensein sollte nie selbstverständlich sein. Gerade du klingst vom Schreiben her sehr vernünftig, gelassen und scheinst auch fleißig zu sein und einen guten Job zu haben. Ich bin echt sauer, wenn ich lese, was für Frauen solche sich bemühenden, intelligenten Männer haben, die eigentlich noch gut drauf sind, aktiv sein wollen, sexuell interessiert sind.
Ich kann auch gut verstehen, dass du dich für andere Frauen interessierst. Ich hoffe, du schaffst durch eine neue Liebe vielleicht den Absprung von deiner jähzornigen Frau. Sie soll mal sehen, was sie von ihrem Verhalten hat.
Hallo,
ich glaube im Bezug auf deine Kollegin hast du so einiges richtig erkannt. Sie brauchte einen verständnisvollen Zuhörer und den hat sie in dir gefunden. Zu mehr reicht es anscheinend nicht, denn sonst wäret ihr einen Schritt weiter.
Zu deinem Leben mit deiner Frau kann ich nur sagen das ich nicht so noch 30 Jahre oder länger leben wollte. Du hättest sie längst in ihre Schranken weisen müssen und ich glaube nicht, das sie jetzt noch versteht was sie dir damit antut.
Wenn normale Gespräche über eure Beziehung nicht fruchten, dann solltest du ihr eine Trennung vorschlagen. Ich denke das das die Menschen zum Nachdenken bringt und viele Sachen dann nicht mehr als selbstverständlich hingenommen werden.
Solange du vor ihr kriechst, solange wird sie dich weiter tyrannisieren. Alles hat seine Grenzen und ich denke das sollte auch deine Frau verstehen.
Viel Glück
Kleines 1968
Ende der letzten Phase der beruflichen Zusammenarbeit.
Im Rahmen einer Aussprache wegen beruflicher Probleme mit der Kollegin (sie hatte beschlossen, dass sie in den letzten Wochen ihren Kollegen alles zu sagen, was sie noch sagen wollte, was zu einem Waschen von viel schmutziger Wäsche führte und im Büro so einige Scherbenhaufen hinterlies, auf Details verzichte ich hier) hatte ich ihr einfach gesagt, dass ich mehr für sie empfunden hatte. Sie sagte mir, dass sie mich von Anfang an als Vorgesetzten und auch als Mensch sehr mochte, aber nie als Partner in Erwägung gezogen hatte. Sie hatte zwischendurch wohl so etwas geahnt, obwohl ich nie ganz eindeutige Annäherungsversuche gemacht hatte. Sie hatte aber bewusst auch Vorschläge von mir für einige Unternehmungen abgelehnt ohne mir einen konkreten Grund zu nennen. Sie meinte, in Zukunft wohl mehr darauf achten zu müssen, nicht zu offen zu sein um nicht falsche Erwartungen zu wecken.
Gut dass wir darüber gesprochen haben.
Da ihr neuer Freund mich nicht mag (da er wohl auch was geahnt hatte) hat er ihr gesagt, dass er einen weiteren Kontakt von ihr zu mir nicht möchte. (Ob sie sich sowas vorschreiben lässt?) Bin mal gespannt ob der Kontakt ganz abbrechen wird. Im Moment jedenfalls schon.
Ist vielleicht auch besser für mich.
P.S. Ich habe vor einigen Tagen einen tollen Spruch gegoogelt im Sinne solcher merkwürdigen Beziehungskonstrukte:
===
Therapeut einer attraktiven Frau zu sein ist sexueller Selbstmord.Denn mit seinen Eltern und seinem Therapeuten geht man nicht ins Bett.
===
Ich glaube inzwischen, da ist was dran.
Also, wenn man in eine Beziehung kommt, in der man zunächst mit dem Gegenüber die Probleme der beiderseitigen (bestehenden oder vergangenen)Partnerschaften austauscht, was eine unglaubliche Nähe schafft, kann da weder eine Affäre noch eine neue Beziehung draus werden. Da fehlt wohl der Kick bei dem es klick macht.
Des weiteren hat mich die Geschichte in meiner Ansicht bestätigt, dass es eine innige Freundschaft ohne "Hintergedanken" zwischen Männlein und Weiblein nicht geben kann.
Würde mich mal interessieren, was die Damenschaft darüber denkt, insbesondere über die Sache mit dem Therapeuten. Ist das nur aus Frauensicht so?
Oder hat sich schonmal aus einer seelischen Mülleimerbeziehung eine Partnerschaft ergeben?
Ich werde wohl die nächste Zeit eher damit verbringen, meine Ehe zu analysieren und sehen ob da noch was zu machen ist.
Sven
Kollegin ist jetzt im Resturlaub. Hat sich seit unserer Aussprache nicht mehr bei mir oder im Büro gemeldet. Ich bin nicht so wirklich gut drauf, obwohl es ja eigentlich für mich besser ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Rückblickend betrachtet, habe ich mich so verhalten, als hätte ich eine Affäre mit ihr. Das ist jedenfalls das, was die Kollegen so sagen. Ich freue mich natürlich ohne Lügen sagen zu können, dass wir keine hatten.
Insgeheim warte ich aber jeden Tag auf ein Lebenszeichen. Hatte nach der Aussprache erstmal alle Bilder von ihr auf PC und Handy gelöscht, die ich hatte, damit ich nicht in Versuchung kam, sie dauernd anzusehen. (Ok. ich hab noch eine Kopie, aber die habe ich so platziert, dass ich nicht ohne weiteres drankomme). Jetzt versuche ich, sie zu hassen, da sie sich ja unschön aus dem Büro verabschiedet hat. Vielleicht hilft das, den Abstand zu gewinnen. Will ich ihr wirklich noch ein paar böse Worte hinterherwerfen, falls sie sich nochmal meldet? Oder ihr die noch ausstehenden Arbeitspapiere wie Zeugnis etc. einfach kommentarlos zuschicken? Eigentlich lächerlich, da wir ein paar Jahre wunderbar und harmonisch zusammengearbeitet haben und sie das nicht verdient hat, egal ob sie mich wollte oder nicht. Das hat mit der Arbeit ja wohl nichts zu tun.
. Ich denke auch immer wieder drüber nach, ob die ganzen "Signale" von ihr wirklich nur Einbildung waren, die ich aus Verliebtheit falsch interpretiert habe.
Mit seinem Chef trifft man sich eigentlich nicht für lange Spaziergänge und jedes Gespräch unter 4 Augen dauerte (nicht nur durch mich verursacht) mindestens eine Stunde. Irgend was muss sie doch auch daran gereizt haben. Entweder brauchte sie wirklich nur einen seelischen Mülleimer oder sie hat mit mir gespielt, was ja vielleicht auch reizvoll sein mag. Und ich hab mich zum Depp gemacht, indem ich ihr wie ein Hündchen hinterhergewedelt bin. Kein Wunder, dass da Gerede aufkam. Absicht möchte ich der Kollegin eigentlich nicht unterstellen.
Aber das passiert mir so schnell nicht wieder.
War halt das erste mal seit vielen Jahren, dass ich mich in eine Mitarbeiterin so richtig verknallt hatte. War aber auch ein schönes Gefühl irgendwie.Das Kribbeln im Bauch kannte ich gar nicht mehr. Vielleicht krieg ich das ja bei meiner Frau auch nochmal wieder hin. Im Moment ist da aber eher die ganz normale Routine des täglichen Lebens mit einem faden Gefühl in der Magengegend.. Zumindest zur Zeit kein Streit. (Frau ist im Moment krank, daher zu sehr mit sich selbst beschäftigt zum Streiten).
Ob ich meiner Frau von der ganzen Geschichte mal erzählen sollte? Fair wäre es eigentlich. Ich weiß aber nicht, ob ich das überleben würde...
Entschuldigt bitte mein Palaver hier. Aber irgendwo muss ich das ja loswerden.
Sven
Hatte mit Kollegin noch kurz E-Mailkontakt. Seitdem ich ihr gesagt hatte, dass ich mehr für sie empfand, ist sie total komisch. Schrieb, dass sie keine Treffen oder heimliche Telefonate mehr will, noch nicht mal eine offizielle Verabschiedung mehr. Es wäre nicht fair ihrem neuen Freund gegenüber. Möchte auch keinen Mailkontakt mehr.
Versteh ich nicht ganz. Behandelt mich, als ob ich eine Affaire mit ihr gehabt hätte, die sie beendet hätte (was ja nicht der Fall war) oder sieht sie mich seitdem als jemand an, der nicht mehr der gute Freund ist (also harmlos) sondern als ernstzunehmender Konkurrent ihrem Freund gegenüber? Wenn sie nichts für mich empfindet, könnte sie es doch so lassen wie bisher, könnte ihr egal sein. Also ich würde denken, dass sie entweder vielleicht doch "etwas" mehr empfunden hat oder sie findet mich abstoßender, da sie unsere gemeinsamen Unternehmungen und meine Vorschläge mehr zu unternehmen doch jetzt in einem anderen Licht sieht, was ihr nicht behagt und es ist ihr nun peinlich, dass sie mir immer so offen ihr Herz ausgeschüttet hatte. Beim letzten Freund hat sie mir noch vieles über die Beziehung erzählt. Jetzt schreibt sie, dass sie Angst hat, dem neuen zu verlieren.
Schade eigentlich. Kontakt wird wohl ganz abbrechen.
Wahrscheinlich meldet sie sich dann wieder, falls es mit dem Neuen auch nicht klappt (was ich ihr eigentlich nicht wünsche, da sie eigentlich noch eine Familie gründen wollte) oder auch nicht.
Sven
merkt man doch, dass man diese Frau doch nicht richtig gekannt hat oder?
Und wenn sie sich melden sollte, dann würde ich ihr ganz klar schreiben, dass du für sie nicht mehr zu sprechen bist.
Ich meinte, sie zu kennen, aber sie scheint ganz anders zu sein. Die Kollegen meinten, sie hätte mich ausgenutzt (obwohl die Initiative von mir kam),
Trotzdem kann ich sie nicht in die Kategorie "Schlange" einordnen. Eher wie jemand der entweder nicht bindungsfähig oder dauernd auf der Suche nach Mr. Wonderful ist. Kann mir irgendwie auch Leid tun. Sie ist in den letzten 12 Monaten in mindestens 4 Beziehungen gestolpert. Aber das ist ihr Problem, nicht meines.
Einerseits bin ich auch froh, dass nichts draus geworden ist. Ich hätte ehrlich nicht gewusst, ob ich in der Lage gewesen wäre, für sie meine Familie komplett zu zerschlagen (mit der Option nach wenigen Monaten abserviert zu werden). Andererseits habe ich statt der in letzter Zeit von positiven Emotionen ziemlich freien Ehe jetzt permanent ein flaues Gefühl in der Magengegend, als ob jemand mit mir Schluss gemacht hätte. Mal sehen wie lange das anhält. Ich glaube, ich muss jetzt durchhalten.
Sven
So, nach einiger Zeit Ruhe, möchte ich dem Forum den aktuellen Stand nicht vorenthalten:
Im November hatte ich meine Arbeitskollegin einmal kurz besucht in ihrer neuen Arbeitsstelle weil ich noch Papiere für sie hatte (die ich natürlich auch hätte schicken können). Ihr aktueller Lebensabschnittsgefährte war zufällig auch da, weil er sie abholen wollte. Der hat mich angeguckt als wolle er mich fressen. Damit war für mich klar, dass einerseits er offenbar von meinen Ambitionen etwas wusste oder ahnte und ich andererseits wusste, dass auch mit der Kollegin keine normale Freundschaft (wenn es sowas zwischen Mann und Frau gibt) aufrechtzuerhalten ist ohne dass es Krieg gbt. Wir haben dann in Gegenwart des Freundes nur kurz über Belanglosigkeiten der alten und neuen Arbeitsstelle geplänkelt und uns höflich verabschiedet.Sie hat mich noch rausgebracht und nach 10 Millisekunden gegenseitiger Umarmungsandeutung bin ich dann gegangen.
Habe daraufhin beschlossen, den Kontakt weitestgehend abzubrechen.
Zu Weihnachten gabs dann eine kurze SMS von ihr mit Grüße an die Familie.
Nach weiterem SMS-Austausch haben wir dann beschlossen zu telefonieren. Es wurde ein 1 1/2 Stunden Telefonat unter strikter Vermeidung irgendwelcher Fragen oder Antworten zur derzeitigen Beziehungssituation des anderen. War schon irgendwie komisch solange um den Brei herumzureden.. Haben uns dann verabschiedet unter der Option irgendwann mal wieder zu telefonieren.
Leider kam auf meiner Arbeitsstelle im Gespräch mit einer anderen Kollegin, mit der wir beide "gut konnten" das Gespräch auf die damalige Nicht-Beziehung.
Die andere Kollegin deutete an, dass meine Ex-Kollegin sehrwohl etwas geahnt hätte aber eine Beziehung(nur) nicht zulassen wollte wegen des Altersunterschiedes und weil sie noch eine Familie gründen wollte.
Diese vage Aussage hat bei mir wieder alles aufgewühlt und lässt mich überlegen ob meine Menschenkenntnis doch nicht so schlecht war, die mir damals mehr Sympathie von der anderen Seite signalisiert hatte. Sie hat jetzt einen "Klammeraffen", der sie mit Blumen überschüttet. Ich hoffe nicht, dass sie sich in die Beziehung nur gestürzt hatte um mich aus dem Kopf zu bekommen. Ist zwar meinerseits eine Anmaßung sowas zu denken, aber wäre ja möglich. Hat natürlich zur Zeit keinerlei Konsequenz.
Ihr Verhalten zeigt mir aber, dass wir so ganz ohneeinander doch nicht können. Das Verhalten des Freundes zeigte mir, dass er mich doch schon als Konkurrenten sieht und nicht als Ex-Kollegen seiner Freundin. Bin gespannt wie der Kontakt weitergeht.
In meiner Ehe hat sich nichts wesentliches geändert. Bis auf einen Streit in dem ich wegen eines Minimalproblems mit der Computerbedienung gekratzt und angebrüllt wurde haben wir die Feiertage heil überstanden. Klingt zwar im Moment alles nicht so spannend, aber das musste ich jetzt mal loswerden. Frohes und hoffentlich irgendwie glückliches neues Jahr an alle hier!
Sven
hältst Du so eine zänkische Frau eigentlich aus, ohne ein Magengeschwür zu kriegen? Ich wäre lieber allein, als mit so einem Menschen zusammen
Ich bin ein eher friedlicher Mensch, der sich bei anderen eher fragt warum sie so sind und versucht, sie zu verstehen als zu versuchen, sie zu ändern. Außerdem hängt man mit 2 Teenager-Kindern schon recht tief in einer Familienbeziehung drin und man überlegt es sich gut, um welchen Preis man alles zerschlägt. Die Alternative, einfach so auszuziehen und die Kinder ihrem Schicksal zu überlassen, ist auch nicht besser, zumal das Haus in dem wir wohnen, mir gehört.
Ich muss aber zugeben, dass ich im letzten Jahr zu Gunsten meiner Ex-Kollegin ziemlich stark versucht war, alles hinzuschmeißen um einmal richtig Liebe zu erfahren und zu geben. Ist mir wirklich in der Form seit Beginn meiner Partnerschaft und anschließend Ehe noch nie passiert, dass ich so hin und weg war. Das Herzklopfen hatte ich zuletzt als Teenager. Aber es sollt wohl nicht sein. Frage mich nur, was ich tue, wenn die Kinder aus dem Hause sind. Ein anderer Kollege mit erwachsenen Kindern und einer ebenfalls zänkischen Frau ist zu ihrem 60. Geburtstag ausgezogen.
Sven
Nach Weihnachten haben Ex-Kollegin und ich mal wieder kurz telefoniert nach SMS-Austausch. Beide haben jegliche Thematisierung unseres jeweiligen Privatlebens strikt vermieden. War schon ein komisches Telefonat. Immerhin haben wir es geschafft uns 1 1/2 Stunden über berufliches und Belangloses zu unterhalten. Krampfhaft immer wieder ein neues Thema begonnen nur um das Telefonat nicht beenden zu müssen.
Am letzten Wochenende haben wir nach von ihr angefangenem SMS-Austausch auch nochmal fast ne Stunde telefoniert. Auch wieder nur über Berufliches. Hatte iwie den Eindruck, sie wollte mal wieder meine Stimme hören. Ich freute mich jedenfalls über das Gespräch. Aber irgendwie platzt man fast, wenn man das Private bewusst umgeht. Sehne mich irgendwie nach den langen tiefgründigen Gesprächen im letzten Jahr. Ich bin mir sicher, sie auch. Unsere gegenseitige Zusicherung keine heimlichen Telefonate zu führen scheint jedenfalls nicht zu klappen. Offenbar kommen wir von unserer "Nichtaffäre" nicht los. Auch wenn nix weiteres draus wird.
Sorry, dass ich euch hier als Ventil missbrauche.
Aber immer wenn ich die Beiträge hier im Forum lese, habe ich den Eindruck, ich bin irgendwie ein Schwein, dass ich emotional meine Frau betrüge.
Letzte Woche mal wieder ein paar harmlose belanglose SMS mit der Ex-Kollegin ausgetauscht. Ich nehme mir immer vor, sie einfach zu vergessen. Hatte extra ihre Fotos von meinem Handy gelöscht. Dann aber irgendwo in einer Mail doch wieder eins gefunden. Hab ich natürlich runtergeladen und wieder gespeichert. Es ist irgendwie so, dass ich einerseits froh bin, dass (bisher) nichts aus der Affäre geworden ist, da ich gar nicht wüsste, ob ich dann so konsequent sein würde, meine Familie auch zu verlassen. Schließlich hat man ja auch Verpflichtungen. Andererseits sagt mir das Gefühl, dass die Kollegin meine Traumfrau ist, die ich immer gesucht hatte und die ich nicht einfach gehen lassen sollte. Natürlich ist man irgendwie nach 20 Jahren Ehe emotional an seine Frau gebunden, mag sie sich noch so unmöglich benehmen. An die Kinder sowieso.
Insofern kann ich die Fremdgeher irgendwie nachvollziehen. Man kann auch in einer festen Beziehung Gefühle für eine andere Frau entwickeln. Die sind nicht gespielt oder nur Verarsche um sie ins Bett zu kriegen. (Obwohl das natürlich billigend in Kauf genommen wird). Ich halte mich auch nicht für einen Fremdgeher, der auf Sexabenteuer aus ist, eine Kerbe am Bett ritzt und weiter auf die Jagd geht.
Es ist ziemlich bescheuert sich darauf einzulassen. Ich kann diese Gefühle aber nicht einfach abstellen. Irgendwas in mir sagt mir immer wieder, dass ich die Kollegin nicht aufgeben soll. Und das Gefühl geht einfach nicht weg. Hab schon immer im Kreise meiner Kolleginnen und Mitarbeiterinnen geschaut, wer potentiell als Partnerin in Frage käme (ok, das machen Männer automatisch nach 2 Sekunden, wenn sie eine Frau sehen). Ist aber keine einzige dabei, wo ich sagen würde, für die würde ich alles stehen und liegen lassen und mit ihr was anfangen ohne frei zu sein.
Insofern warte ich eigentlich darauf, bis der Anfall vorüber ist und ich mehr oder weniger glücklich bis ans Ende meiner Tage weiterleben kann in der Beziehung, die ich habe, so wie ich es mal versprochen habe. Ich frage mich andererseits, ob es eine Lebenslüge war, als ich damals ja gesagt habe. Ich war schon davon überzeugt, dass es die Richtige war und bin auch nie fremd gegangen. Nur dieses Herzklopfen, das ich jetzt immer habe, wenn ich eine SMS von der Kollegin bekomme, hatte ich zuletzt mit 15 Jahren. Die damals Angebetete wollte allerdings auch nicht von mir wissen.
Zu meiner langjährigen Beziehung war es gekommen, da meine Frau mich damals angebaggert hatte, ich überrascht war, mich aber, da ich zu der Zeit solo war, erstmal einfach darauf eingelassen hatte, so nach dem Motto, schaun wir mal, was daraus wird. Und wir hatten eine tolle Partnerschaft und schweißten uns immer weiter zusammen. Es wurde Liebe, war aber keine Liebe auf den ersten Blick. Anders war es, als meine Ex-Kollegin zu mir zum Vorstellungsgespräch in die Firma kam. Da war ich hin und weg. Ich dachte aber nie an eine Beziehung, war eher eine Schwärmerei. Erst nach 2 1/2 Jahren kamen wir uns plötzlich auf einer Fahrt emotional näher, als sie merkte, dass man mir auch private Dinge erzählen konnte, die man seinem Chef eigentlich nicht erzählt. Das hat bei mir irgendetwas ausgelöst, das mir suggerierte, dass was draus werden könnte. Ich meine auch eine gewisse Menschenkenntnis zu haben. Es war auf jeden Fall mehr als gar nichts. Dass es nur Freundschaft von ihr gewesen sein soll, oder ich lediglich als seelischer Mülleimer dienen sollte, kann ich immer noch nicht glauben.
Ihr werdet jetzt sagen, der alte Bock spinnt, da ist auf einmal das Testosteron eingeschossen. Gebt ihm ne kalte Dusche und alles wird gut.
Warum meldet sie sich immer noch regelmäßig, obwohl ich ihr vor ein paar Monaten meine Gefühle gestanden hatte und sie "mehr" dementiert hat. Wir beide versuchen nach wie vor jegliche Fragen nach dem Privatleben zu vermeiden, quasi um den heißen Brei herumzureden. Weiß nur nicht, wie lange das so funktioniert. Wenn sie sich von mir gestalkt fühlen würde, hätte sie mir doch bestimmt gesagt oder geschrieben, dass ich sie einfach in Ruhe lassen soll damit sie glücklich werden kann mit ihrem Freund, den sie sich in einem Flirtportal ausgesucht hat, wie ich inzwischen erfahren habe. Schluss aus Peng. Hätte ich dann wohl auch zu den Akten gelegt. Hat sie aber nicht. Statt dessen warten wir offenbar beide, wer die nächste SMS schreibt.
Vielleicht sagt ihr mir auch, deine Sekretärin hat Recht, wenn sie behauptet, das Mädel war eine Schlange, die hat die gute Beziehung zu mir nur ausgenutzt und ich bin ihr wie ein Hahn ohne Kopf hinterhergerannt.
(Das zweitere tue ich in der Tat uimmer noch irgendwie, einen beruflichen Vorteil hat sie daraus nicht gezogen. Hab ihr zwar eine der Karriere dienliche Stelle besorgt ohne dass sie es verlangt hatte,aber das eher, weil sie gut im Beruf war und es verdient hatte).
Leute, ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Es bringt mich konstant durcheinander. Ich kann doch nicht den ganzen Tag unter der kalten Dusche stehen oder Valium nehmen.
So jetzt musstet ihr euch mal anhören, wie kompliziert ein Mann so ticken kann, der gefestigt mitten im Berufsleben steht, Frau, Kinder Haus, Auto und ein gutes Einkommen hat. Der sollte doch eigentlich zufrieden sein.
Aber statt dessen hofft er, dass seine Frau schon eingeschlafen ist, damit er hier im Forum in Ruhe den Sinn des Lebens suchen kann. Hat wer nen Tipp?
LG Sven
So, jetzt geht es in die letzte Phase der beruflichen Zusammenarbeit. Die Kollegin hat einen neuen festen Freund seit ein paar Wochen. Ende des Monats wird sie das Büro verlassen und zu einem anderen Arbeitgeber wechseln. Von dem Freund hat sie mir in all den Gesprächen vorsichtshalber nichts erzählt sondern nur von Problemen mit dem Exfreund.Ich bin irgendwie eifersüchtig und habe es abgelehnt, ihn kennenzulernen obwohl sie mir sagte, dass ihr meine Einschätzung viel bedeuten würde. Aber so masochistisch bin ich nun auch nicht veranlagt. Seitdem ist unser Verhältnis ziemlich unterkühlt. Meine Sekretärin sagte schon, dass die halbe Firma darüber reden würde, ich hätte eine Affäre gehabt.Im Kopf ist das sicher richtig. Habe immer zu den Treffen zu Hause was anderes gesagt. Ich bin also im Prinzip fremdgegangen, zumindest mental. Irgendwie habe ich mich wohl zum Affen gemacht, ihr kopflos hinterherzurennen. Und die halbe Firma dachte, da wäre was. Aber seine Gefühle kann man nicht steuern. Ich bin immer noch am überlegen, ob ich ihr überhaupt mal sagen soll was ich für sie empfunden habe oder noch empfinde. Aber wie ihr schon sagt, sie müsste schon ziemlich bescheuert sein es nicht zu merken. Wahrscheinlich hat sie es genossen, mich warmzuhalten, da es gut für das eigene Ego ist und ganz praktisch um den emotionalen Müll abzuladen. Sie hat, glaube ich noch 2 "Kumpel", denen es ähnlich geht, die aber bei ihr auch nicht landen können.
Zu Hause hat mir meine Frau gesagt, dass sie weiterhin keine Lust habe, abends wegzugehen, irgendwo schön hin in Urlaub zu fahren oder sonst was mit mir zu machen, bevor ich nicht das Haus zu Ende renoviert habe, damit die Familie ein schönes Heim hat. Insofern bin ich wieder an allem Schuld und ihr Verhalten hat die Rechtfertigung erhalten.
Wetten, dass sie dann einen neuen Grund findet, nichts zu unternehmen, alles Dinge, die ich eigentlich brauche und bei der Kollegin suche? Will sie mich quälen oder merkt sie nicht, wie sehr ich mich nach gemeinsamen Unternehmungen sehne?
Ach was beneide ich einen guten Freund, ebenfalls Anfang 50, der nach kaputter Ehe eine neue Frau gefunden hat, die ebenfalls nach kaputter Ehe mit ihm fröhlich und beschwingt das Leben genießt. Beide haben Kinder, die aber inzwischen aus dem Hause sind. Daher haben beide keine Verpflichtungen mehr. Inzwischen haben sie die halbe Welt bereist und unternehmen fast jedes freie Wochenende gemeinsam etwas. Mein Freund sagte mir letztens, dass er sich mit seiner jetztigen Frau, sie sind 10 Jahre zusammen, noch nie ernsthaft gestritten habe. Dass es sowas gibt, faszinierend!
Irgendwie ist meine Ehe ein Kompromiss, wo Stück für Stück Träume abgehakt werden um den anderen zufriedenzustellen oder ruhig zu halten. Natürlich hänge ich an meiner Familie. Aber der Preis ist ganz schön hoch.
Bin mal gespannt, ob ich den Kontakt zu meiner Kollegin aufrecht erhalten werde (bzw. ob sie es tun wird).
So ganz drüber hinweg bin ich immer noch nicht.
To be continued.
Sven Alpenjodel
Ergänzung: Heute abend war Feuerwerk in der Stadt als Ende eines Stadtfestes. Ich fragte meine Frau ob wir vielleicht zusammen hingehen sollen. (Das Stadtfest hatte sie geflissentlich ignoriert)
Sie: Nee keine Lust, Feuerwerke hab ich schonmal gesehen. Das muss ich nicht haben.
Ich: Außer dass wir mal mit Freunden zusammen essen gehen, machst du gar nichts mehr mit mir.
Sie: Was soll man denn mit dir sonst machen?
Dann bin ich allein zum Feuerwerk gegangen, habe Bekannte getroffen die natürlich fragten, und musste denen erzählen, dass meine Frau zu viel zu tun hat.
Was soll ich da bloß machen?
Inzwischen frage ich mich nicht mehr, warum ich noch mit meiner Frau zusammen bin, sondern warum sie mit mir zusammen ist.
Sven
Erstmal vielen Dank, dass ihr mir die Augen geöffnet habt.
Hatte mich mit der Kollegin vor 3 Tagen nochmal lose verabredet. Sie schrieb mir dann am nächsten Tag, dass es erst einen Tag später ginge, da sie Besuch hätte. An dem Tag wurde ihr ein Strauß Rosen an den Arbeitsplatz geliefert. Gestern wo wir uns lose nach Büroschluss verabredet hatten, haben wir zusammen noch was gegessen und dann sagte sie mir, dass gleich noch jemand vorbeikäme zum Treffen. Die um einen Tag verschobene Verabredung hatte sie offenbar durch den Rosenkavalier vergessen. Es kam dann der Rosenkavalier im Büro vorbei. Ich habe mich, um den schönen Abend mit ihr betrogen, ganz schnell aus dem Staube gemacht.
Es ist offenbar wirklich so, dass die Kollegin nur jemanden zur Unterhaltung und als sellischer Mülleimer braucht, wenn sie grad mal wieder keine Beziehung hat und sucht krampfhaft in Chatportalen einen neuen Partner. Offenbar auch nicht so richtig beziehungsfähig.
Heute habe ich dann meine Frau mit der entprechenden Grundspannug auf ihre Jähzornigkeit angesprochen. Das hat dann den üblichen Familienkrach heraufbschworen. Ich habe die entsprechenden Schuldzuweisungen bekommen. Meine Frau hat mal wieder angedroht, auszuziehen oder sich alternativ umzubringen und den Familiengeburtstag am nächsten tag bei ihrem Bruder abgesagt.
Na toll. Ich bin mal wieder an allem Schuld,
Ich melde mich wieder.
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