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Meine Mama ist tot und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll! | ||||||||||||||
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Meine Mama ist am 08.12.2011 im Krankenhaus verstorben. Dem vorausgegangen war ein fast 3monatiger Krankenhausaufenthalt, zunächst vom 09.09. - 21.09.2011 und dann noch einmal vom 26.09. - 08.12.2011.
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ich bin grade beim herum suchen auf Deinen Beitrag gestoßen - und hatte dass Gefühl ich lese genau das, was ich grade jetzt auch erlebe.
Meine Mama war etwas älter als Deine, schon 96, aber auch genauso fit und hat alles alleine gemacht.
Wir hatte uns zusammen eine schöne größe Wohnung eingerichtet wo auch jeder sich mal zurück ziehen konnte.
Ausser uns Beiden gibts niemand mehr aus der Familie.
Nur noch zwei Hunde - Mamas Lieblinge.
Sicher gab es auch mal situationen in denen ich mal gestreßt war und hab mal mit ihr geschimpft weil sie auch so bockig sein konnte. Grade was Gesundheitsvorsorge betraf.
Alles war sonst gut, sie war mit den Hundis mittag glücklich beim Kaffee und ich dachte sie wird mindesten 100.
Der Hausarzt bestäitigte ihr immer wieder wie gut sie dabei ist.
Und dann kam dieser verdammte Tag, der 25.2.2012.
Ich hatte ihr - weil sie etwas schlecht gehen konnte, ein paar neue Pantoffel gekauft, solche hohen, mit Klette.
Ich weiss nicht obs daran lag - doch es geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Genau an dem Tag( Nacht) als sie mit diesen dingern zur toilette ging stürzte sie so unglücklich dass sie nicht mehr aufstehen konnte.
Dann das gleiche wie bei Dir ....KH - Hüfte gebrochen - OP - natürlich beste und teueste Prothes weil sie doch so fit ist - und dann kam es: Herzinfarekt- Lungenentzündung, bei der OP abgeknickte Vene so dass das Bein abstarb und nekrotisch war. Sie schrie vor Schmerzen.
Bekam dann Opiate und wurde nochmals in einem anderen KH operiert - ein Stent wurde einsetzt.
Und dazwischen immer und immer wieder durchfälle - Keime-
Übelkeit---nach 4 Wochen hatte sie noch nicht ein Gymnastik gemacht - das Bein tot. Der Fuß schwarz.
Und sie von den Wahnsinnsmedikamenten und Antibiotika
manchmal völlig verwirrt.
Dann wieder Tage wos besser war - Hoffnung - ja Mama- noch ein bißchen durchhalten - dann schaffts dus.
Doch dann vermuteten **sie eine Herzklappenentzündung, wieder zweimal Nakrose - zwei Wochen Antibiose ergebnis: war doch nichts---und weil sie nun sooo schlöecht dran war ging von da in die Geriatrie. Da war ihr Lebensmut den sie die ganze Zeit hatte schon weit unten.
Dort sollte sie nun endlich mobilisiert werden --doch nichts geschah. Wenn man nicht selbst die 80 km täglich fuhr und bei ihr war kümmerte sich keiner mehr um sie. Blasenkatheter und Windel erleichterten alles. Und das Stöhnen hören schwestern scheinbar irgendwann nicht mehr. Ich habe am 25.2. eine mobile geitig völlig intakte alte Dame wegen eines Hüftbruchs ins KH begracht und 8 Wochen später win erbärmliches Würmchen vor liegen sehen. Jede Würde war ihr genommen - nicht mal die Zähne zogfen sie mehr an oder putzten sie.
Nun kam nur noch das Argument ...na was denn sie ist doch 96 --das reicht doch .
Am letzten Tag habe ich sie den ganzen Tag in den Arm genommen, ihr unserer Leben erzählt, unsere alten Kinderlieder vorgesungen - und dann war sie auf der anderen Seite. Ich kann es nicht fassen bin benommen und total leer. Alles wird anders - nie mehr Mama, nicht mehr unsere wohnung alleine nicht zu halten, unser schöner Garten für die Hunde - und die sind voller Trauer gehen nicht mehr in das Zimmer wo sie immer schlief.
Wie es weiter geht ...ich weiss es nicht.
Ich weiss nicht mal ob ich im Moment noch lebe -
und denke immer nur : Hättest Du doch die idiotischen Pantoffel nicht gekauft wäre sie vielleicht noch da..
Das ist grausam - und noch grausamer ist, was ich auf diesem 8 Wochen Weg, der mir vorkommt wie eine 8 jährige Reise an Unmenschlichkleit, Kälte und Etwürdigung erlebt habe.
In einer Zeit wo die Politk sich palavernd hinstellt und tönt: Wir müssen unsere Alten mehr pflegen und ihnen die Möglichkeit geben so lange als möglich selbstständig zu sein.
Wie es in der Realtität aussieht wurde mir vor Augen geführt -
elch erbämliche Schwätzer.
Ich drücke Dich ganz fest und wünsche Dir und auch mir dass wir unsere Mütter voller Liebe im Herzen haben.
Rosalie4810
Hallo Rosalie4810!
Zunächst einmal mein herzliches Beileid für Dich, es ist so schwer, die Mutter zu verlieren.
Bei mir geht es auch immer nur auf und ab, an manchen Tagen muss ich richtig kämpfen, um nicht unterzugehen.
Jetzt kommt auch noch hinzu, dass mir vor ein paar Wochen nach über 16 Jahren einfach der Job gekündigt worden ist und ich wieder ganz neu anfangen muss! Vielleicht soll alles so sein, ich weiß es nicht.
Viele Grüße
Heralein
Eigentlich ist jeder Tag ohne meine Mama schllimm, jeden Tag bzw. jeden Abend muss ist bitterlich weinen und frage mich immer wieder, warum musste alles so enden? Aber an einigen Tagen bzw. wenn ich arbeite, dann geht es so einigermaßen, aber die Wochenenden oder so wie jetzt - wo ich Urlaub habe - ist es schlimm. Ich komme nicht aus dem Grübeln heraus, immer muss ich wieder an die Zeit im Krankenhaus denken, wo es ihr zunächst wieder besser ging und dann an ihr schlimmes Ende. Da kann ich mir auch noch so viel einreden, dass sie es nun besser hat, nur meine Mama wollte leben, sie hatte noch so viel vor und geplant und dann wurde ihr und mir alles genommen!
Ich habe Deinen Schrei vom 25.12.11 gelesen, es tut mir unendlich leid für Dich, schrecklich vor allem die Erlebnisse mit den Leistungen oder eben Nichtleistungen des Krankenhauses, das wird Dir sicher noch lange wie ein Mühlstein auf den Schultern liegen, dass Du sie da nicht rausgeholt hast.
Auch ich habe meine Mama verloren. Sie wohnte ca. 450 km entfernt und war seit dem Tode meines Vaters vor zwei Jahren sehr einsam. Ich hatte sie Mitte Dezember geholt und wir hatten mit ihr, der Familie meiner Tochter und den Urenkeln ein wunderschönes Weihnachtfest, sie war sehr gut drauf für ihre 80 Jahre und ich war felsenfest davon überzeugt, sie noch ein paar Jahre zu haben. Am 1. Feiertag haben wir alle gemeinsam Ente und Knödel gegessen, danach erzählt gelacht, alte Erinnerungen ausgetauscht und dann kam der 2. Feiertag, meine in der Nähe wohnende Schwester hatte meine Mama für ein paar Tage zu sich geholt. Ich habe sie noch zum Auto gebracht, sie umarmt, gewunken und gesagt bis bald, dass es der Abschied für immer war, mit keiner Silbe daran gedacht. Und dann war sie zwei Tage später tot, ich habe sie nicht mehr lebend gesehen, kein Wort mehr mit ihr gewechselt.
Auch ich bin am Boden zerstört, wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zu einander und ich habe sie sehr geliebt. Beim Verlust des Vaters ging es mir schon dreckig, aber die Mutter ist der absolute Supergau, da bricht ein Stück des eigenen Herzen heraus und man altert in Tagen. Die Mutter hat dich geboren, die ersten Monate an ihre Brust ernährt, hatte man Bauchweh, wer war da, die Mutter, ist man als Kind gefallen, wer hat getröstet, die Mutter und so kann man da weiter fortsetzten.
Nun sitze ich seit einer Woche Nacht für Nacht und kann nicht schlafen, die Gedanken drehen sich im Kreis und man kann diese Endgültigkeit nicht verstehen
Zuerst einmal mein aufrichtiges Beileid an Dich und ich wünsche Dir viel Kraft für alles, was da noch kommt.
Ich kann nachts auch kaum schlafen bzw. nehme seit Wochen schon Schlafmittel und bleibe extra lange auf, aber wenn ich aufwache, dann denke ich sofort an die schlimme Zeit auf in der Intensivstation im Krankenhaus. Das will mir einfach nicht aus dem Kopf.
Tagsüber geht es mal besser und mal habe ich wieder so schlimme Zeiten, wo ich nur heulen kann. Auch habe ich schon mehrere Kilos abgenommen und fühle mich körperlich einfach schlecht und mag noch nicht einmal in den Supermarkt zum Einkaufen gehen, weil einem bald bei jedem Gegenstand irgendwelche Gedanken über meine Mama im Kopf kreisen. Den Haushalt kriege ich auch kaum hin, alles fällt so schwer.
Seit ein paar Tagen bin ich nun auch wieder zur Arbeit, aber meine Chefs haben für meine Trauer natürlich kein Verständnis ("die Mutter war ja alt und die Tochter ist ebenfalls alt, also was stellt die sich so an"), aber was meine Mutter, mein Vater und ich da durchgemacht haben, kann keiner nachvollziehen bzw. weiß auch eigentlich keiner, da alles zu komplex ist.. Dann kommt auch noch im Büro hinzu, dass wir völlig unterbesetzt sind und meine Arbeit kein anderer machen kann und halt ziemlich viel liegen geblieben ist und da zählt nur die Arbeit und nicht, wie es einem geht.
Meinem Vater geht es auch schlecht, er ist jetzt alleine Zuhause, versucht sich zwar irgendwie abzulenken, aber ihm geht das auch alles nicht aus dem Kopf und ist immer am Weinen, wenn er von jemanden angesprochen wird, dass "man seine Frau schon so lange nicht gesehen hätte". Außer von den Nachbarn natürlich, die machen nach wie vor einen Bogen um uns, um ja nichts sagen zu müssen.
Wir werden ja auch gegen das Krankenhaus vorgehen und haben schon ein erstes Gespräch mit dem Klinikdirektor, dem die ganze Sache auch ziemlich nahe gegangen ist, geführt . Das alles reißt natürlich die Wunden immer wieder auf.
Du befindest Dich noch in der 1. Trauerphase "das Nicht-Wahrhaben-Wollen".
Ich befinde mich schon der 2. Trauerphase "Sehnsucht, Einsamkeit, Nicht-Vergessen-können und Vorwürfe", wohl die schwierigste Trauerphase und ich weiß nicht, wie lange diese noch andauern wird ...
Woran ist denn Deine Mutter gestorben? War es ein Sekundentod oder hatte sie eine altersbedingte Krankheit? Aber dann kann man doch bald sagen, dass sie wenigstens nicht leiden musste, aber trotzdem ist das einfach nur schrecklich ...
Wie Du schon geschrieben hast, die Mutter zu verlieren, egal wie alt man ist, ist das Schlimmste. Mein Vater meinte auch schon, es wäre wohl besser gewesen, wenn er zuerst verstorben wäre, dann würde ich jetzt wohl nicht so leiden.
Schlimm ist natürlich dann auch der Zeitpunkt zu Weihnachten. Ich habe vom ganzen Dezember, Weihnachten und Silvester eigentich nichts mitbekommen, das ging alles an mir vorrüber. Der Dezember ist nun für mich der schlimmste Monat im Jahr.
dir Hilfe in einer Trauergruppe zu suchen. Evtl auch bei einem Hospiz, die bieten auch Trauergespräche an. Da ist ganz vieles völlig unverständlich gelaufen und das macht alles noch schwerer. Und ihr braucht auch Hilfe, wie ihr gegen diese Ärzte und Pflegepersonal vorgehen könnt. Das würde ich in eurem Fall auch anstreben, weil es ist schlimm, wie das ablief. Besonders schlimm finde ich, dass ihr nicht Abschied nehmen konntet, sowas habe ich noch nie gehört. Normal bieten es Krankenhäuser oder Bestatter an. Es gibt Abschiedshäuser. Oder die Leute werden auf dem Friedhof aufgebart. Also in eurem Fall ist wirklich alles schief gelaufen, was überhaupt schief laufen kann. Das tut mir sehr leid für dich, denn das macht alles noch viel schwerer. wobei ein endgültiger Abschied eh schon ganz , ganz schlimm ist.
Gruß Melike
Schlimm sind auch unsere Nachbarn. Ich weiß wirklich nicht, was man den Leuten getan hat. Wir wohnen hier in einer Eigentumswohnanlage mit 39 Eigentumswohnungen, erbaut 1974. Ca. 1/3 der Bewohner wohnen hier seit Anbeginn und sind alle so an/über 80, ca. weitere 1/3 wohnen hier auch schon an die 20 Jahre und sind auch schon ungefähr im Rentenalter und der Rest sind jüngere Leute bzw. erst vor Kurzem hier eingezogen.
Meine Eltern wohnen hier seit 30 Jahren und man kennt sich von früheren Hausfesten, vom Klönen im Treppenhaus usw. Meine Mutter hat bis vor vier Jahren eine ältere Nachbarin etwas betreut bzw. für sie eingekauft, war jeden Tag bei ihr, weil sie auch niemanden hatte und diese Nachbarin hat schon immer gesagt, dass sich sonst niemand aus dem Haus um sie kümmern würde. Auch bei anderen kranken Mitbewohnern hat sich meine Mutter immer erkundigt und war immer hilfsbereit, jeden Tag draußen und unterwegs.
Aber nun, da guckt uns niemand mehr an. Wir haben aus dem Haus lediglich vier Beileidskarten bekommen, und das nicht in etwa von den ganz alten Bewohnern. Drei Mietparteien haben sich auch schon vorher immer, als meine Mutter noch im Krankenhaus lag, erkundigt, der Rest ist aber "blind und taub". Einige der "Alten" wechseln sogar die Straßenseite bzw. verstrecken sich oder nehmen den Seiteneingang, um ja nicht auf uns zu treffen oder gar ihr Beileid bekunden zu müssen, wahrscheinlich wollen sie warten, bis "Gras über die Sache gewachsen ist". Selbst unsere direkten Nachbarn haben wohl noch nichts bemerkt.
So etwas ist einfach nur unhöflich. Wir gehen ja schließlich nicht mit dem Tod meiner Mutter hausieren und wenn man nicht persönlich sein Beileid bekunden kann, so kann man doch wohl zumindest eine Karte in den Briefkasten werfen!
Gerade die meisten von den "Alten" haben ebenfalls schon einen Ehepartner verloren und dürften wissen, wie man sich dann fühlt. Einfach nur schäbig!
niemals in andere Menschen hinein schauen und nicht wissen warum sie sich so verhalten wie sie sich verhalten.
Tod und Trauer sind leider ein Tabu Thema!
Ob es wirklich sinnig ist dem Krankenhaus einen Prozess zu machen? Das kostet Energie und Kraft, ich persönlich würde diese für andere Dinge hernehmen.
Für deinen Vater wäre es sicher hilfreich, wenn er eine Helferin hätte, die ihn täglich besucht. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland sowas gibt, ich selber bin Fachheimhelferin auf selbstständikger Basis und betreue alte Menschen oder welche die alleine sind - nicht zur Pflege, sondern im Alltag sich wieder zurecht zu finden, gerade Männer brauchen solchen Beistand - den du natürlich gibst, aber als Tochter und berufstätig bist du damit auch überlastet..
Alles Gute euch
ansonsten ja Hospiz und Trauerbegleitung auch für deinen Vater
Ich wohne ja im gleichen Haus, wie meine Eltern bzw. nun leider nur noch wie mein Vater und schaue morgens nach ihm, mache ihm das Mittagessen (sofern es meine Mittagspause zulässt) und sehe abends auch nach ihm. Wir verbringen im Moment sehr viel Zeit miteinander. Mein Vater ist um einiges jünger als meine Mama und er denkt ja auch schon selber drüber nach, ob er sich so einem Senioren-Spielekreis o. ä. (wir haben da auch nicht so die Ahnung, was es hier gibt) anschließen soll. Aber es ist alles noch zu frisch, um irgendwas zu planen.
Gegen das Krankenhaus gehen wir über die Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen vor, das kann zwar auch lange dauern. Aber ich will es mal so sagen, der dort unsachgemäß herbeigeführte Tod meiner Mama es ist nicht nur der größte Verlust meines Lebens und ich möchte mit meinem Vorgehen auch anderen Menschen helfen, denn es wurde uns bereits von dem Klinikdirektor eingeräumt, dass dort Fehler begangen worden sind (u. a. wegen Personalmangels, Unachtsamkeit etc.) und zum anderen sind Kosten angefallen, die zwar irgendwann sowieso angefallen wären, aber auch noch nicht hätten sein müssen.
dass du so für ihn da bist.
Ich erlebe es einfach oft, dass die Angehörigen sich so verausgaben und Hilfe von außen,wenn die Zwischenmenschliche Basis passt, für alle Beteiligten gut tut. Es gibt einem einfach einen Input von außen.
Und so wie di deine Mutter beschreibst war sie ja selber so ein Typ, der anderen Menschen gern geholfen hat - sie würde es sich evtl so wünschen.
Es ist ja kein Thema, dass ihr das macht mit dem KH war ja auch nur mein momentaner Eindruck, weiß ja auch nicht wie ich in konkretem Fall handeln würde ----
Alles Liebe
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