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Meine geliebte Oma ist gestorben | ||||||||||||||
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Hallo an alle,
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Ich vergaß Dir zu schreiben,dass ich für meine Oma und auch für mein verstorbenes Baby im Internet ein virtuelle Kerze anzünde, wenn es mir danach ist. Und schreib Ihnen, was ich denke und fühle. Und das hilft mir.
Liebe Grüße
Gabi
erst einmal tut es mir auch sehr Leid, um deine geliebte Oma.
Ich verstehe Dich sehr gut. Uns ist am 18.11.2010, unsere geliebte Oma von uns gegangen. Mit 83Jahren hatte Sie einen Schlaganfall. Durch Ihren Zucker im Blut hatte Sie schon die Pflegestufe1 (da mußte immer die Schwester von der Diakonie zu spritzen kommen). Nach Ihrem Schlaganfall fing Sie sich wieder ins Leben zurück. Sie mußte wieder das Laufen lernen. Trotz vielen Bemühungen fiel Sie beim gehen mit festhalten ständig um. Bis eines Tages Sie so stürtzte, das Sie sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog und ins Krankenhaus gebracht werden mußte.
Am nächsten Tag sollte Sie operiert werden und eine neue Hüfte bekommen. Zuerst lag Sie auf der normalen Station.
Als Sie erfuhr, das Sie operiert werden sollte, fingen Ihre Werte schlechter an. Sie machte Früh mit der Schwester
noch Scherze und lachte und trank noch Tee.
Doch dann kam Sie auf die Intensivstation und Ihre Werte sanken.Sie lag an einer Herz-Lungen-Maschine die für die Atmung zuständig war.Nachmittags rief mich meine Mutter an und sagte mir die schlimme Nachricht. "Jetzt um dreiviertel 2, ist deine Oma im Krankenhaus
verstorben". Meine Eltern,Opa,Bruder und Tante waren in den
letzten Stunden bei Ihr.Als meine Mutter mit Opa mal auf die Toilette mußte und dann wieder raus kamen, machten Sie unsere Oma von der Maschine ab und fuhren mit Ihr davon. Sie wollten nochmal Ihr Gehirn testen, wie weit Ihr Gehirn noch funktioniert. Das sagte der eine Arzt zu meiner Mutter.
Dann kam plötzlich ein anderer Arzt angerannt und sagte,
"Soeben ist Ihre Mutter verstorben" meine Oma hat im Fahrstuhl Ihren letzten Atemzug gemacht. Sie hat nicht einmal gereuspelt nach Luft. Meine Mutter war echt sauer.
Da fahren meine Familie extra ins Krankenhaus, um bei unserer Oma zu sein in Ihrer letzten Stunde Ihres Lebens. Und dann schaffen Sie die Oma fort. Mein Onkel, Ihr Sohn kam extra von Kulmbach auf Adorf ins Waldkrankenhaus,
um bei seiner Mutter zu sein. Und da liesen Sie Ihm nicht hinein ins Zimmer. Er mußte draußen eine viertel Stunde warten. Große Sauerei an der Klinik!!!
Nach 8 Tagen konnten wir Sie erst beerdigen lassen, weil
die Staatsanwaltschaft und Polizei, Oma nicht freigaben.
Der eine Arzt sagte diese Todesursache, der andere was anderes. Auf dem Todenschein stand unter Todesursache
- nichts! Am 26.11.2010 konnten wir Sie auf dem Markneu-kirchener Friedhof beerdigen lassen. Das war für mich ein sehr schlechter Tag. Mir ging es garnicht gut dabei. Ich konnte auch keine letzten Bilder machen, so wie meine
große Schwester, Ex-Schwager und Tante. Obwohl unsere Oma aussah, wie ein Engel mit Flügeln. Sie fehlt mir so sehr.
2Monate später war ich schwanger geworden, weil ich mir einfach nochmal ein Baby gewünscht habe. Mein Mann und ich,wir haben schon 2Kinder von 8 und 6 Jahren.
In der 9.SSW stellte meine Gyn.bei meinem Baby keinen
Herzschlag mehr fest.Obwohl es sich schon soweit entwickelt hatte. Man sah den Kopf, Arme, Beine, Wirbelsäule. Da brach ein Welt für mich zusammen. Im Treppenhaus bei uns im Elternhaus, hatte ich erst mal einen Heulanfall. In meiner kurzen Schwangerschaft hatte ich viel Steß und Ärger mit meiner Schwiegermutter, deren Tochter und meinem Mann.Die Untersuchung ergab: Baby war in ordnung,Plazenta funktionierte nicht mehr richtig. Da brach wieder eine Welt zusammen für mich. Erst meine geliebte Oma, die sich über Kinder bzw.Babys riesig darüber freut.
Meine Schwiegermutter freute sich nicht. Es tut Ihr auch nicht Leid, das ich mein Baby wegen Ihr verlor. Sie tat mir
Leid, das Ihre Tochter Sie nicht pflegen wollte. Und so kam Sie zu uns. Mittlerweile möchte ich mit Ihr nichts mehr zutun haben.Sie lebt jetzt seit ein dreiviertel Jahr in Ihrer eigenen kleinen Wohung, was Ich Ihr versorgt habe. 6Wochen war Sie bei uns, Ich gab Ihr meine Ehebetthälfte und ich schlief bei unseren Kindern auf meiner Sonneliege. Und war noch glücklich schwanger. Bis der eine Samstag mir hier alles zuviel wurde und die beiden(Mann+Schwiegermutter)mi ch zum heulen gebracht haben. Weil ich einfach diese Situation nicht mehr mit Ihr aushielt. Es kam kein Dankeschön von Ihr und auch kein Mitgefühl wg.unseren Babys.
geh mit diesem Tod und dieser Trauer um. Du kannst der Oma noch Briefe schreiben (die du nicht abschickst) kannst ihr noch alles sagen, ihr danken. Es gibt im Internet sehr gute Trauerforen. z.B. www.verwitwet.de , was verwirrend klingt, aber alle Trauernden betrifft..Also ich wünsche dir , dass du für dich einen Weg findest. Und Trauer braucht auf jeden Fall Zeit und lass dir von niemand sagen und einreden in welcher Zeit das geschehen kann und soll. Die Tränen werden weniger und sollten von der Dankbarkeit, dass du sie hattest abgelöst werden.
Gruß Melike
Hallo Susi,
zu allererst möchte ich dir meine herzlichstzes Beileid zu deinem Verlust ausdrücken! Ich kann deine Trauer wirklich nachvollziehen, denn auch ich habe früher mit meinen Großeltern in einem Haus gewohnt. Dadurch hat man nochmal eine ganz andere Beziehung zu seinen Großeltern, als wenn sie hunderte von Kilometern weit weg wohnen und man sie nur ein mal im Jahr zu Weihnachten sieht. Dadurch, dass ich sehr viel Zeit mit meinen Großeltern verbracht habe, haben sie mich auch sehr geprägt und ich habe viel von ihnen gelernt.
Am 16.10. 2010 ist mein Opa gestorben und es war ähnlich wie bei dir und deiner Oma. Zu dieser Zeit lebten meine Großeltern in einer Wohnung eines großen Sozialunternehmens, wo sie auch pflegerisch betreut wurden. Mein Opa kam 6 Wochen bevor er starb ins Krankenhaus wegen hohem Fieber. Es stellte sich heraus, dass er Leberkrebs im Endstadium hatte. Er war zu dem Zeitpunkt 85. Er wollte nicht im Krankenhaus bleiben und so holten wir ihn nach Haus. Meine Oma ging in dieser Zeit in die Kurzzeitpflege, da sie an Demenz erkrankt war und sie Betreuung rund um die Uhr brauchte, was bisher mein Opa machte.
Er bekam ebenfalls eine spezielle Matraze und das Pflegepersonal kamm öfter am Tag als sonst. Außerdem versorgten ihn meine Mutter und ich wenn wir nicht arbeiten mussten. Wir konnten täglich mit ansehen, wie er immer weiter abbaute. Er konnte auch irgendwann auch keine Nahrung mehr zu sich nehmen, alles kam umgehend oben und unten wieder raus. Er war sehr wütend darüber. Ein Tag bevor er starb tobte er vor Wut, so dass er mit Morphium ruhig gestellt wurde. Von da an ging es stündlich bergab: Seine Wangen fielen total ein, die Körpertemperatur sank, er hatte dieses sogenannte Todesrasseln und war nicht mehr bei Bewusstsein. Wir wussten am Freotag den 16.10. dass er nur noch ein paar Stunden hat und meine Tante aus Bayern kam geflogen. Die Atmung wurde immer flacher. Als ich ihm sagte, dass ich ihn lieb habe und ein Küsschen gab, atmete er nocheinmal tief ein und dann starb er.
Für mich brach in diesem Moment eine Welt zusammen und ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten.
Dieen Schmerz zu überstehen, zu verarbeiten und damit zu leben ist nicht einfach und braucht Zeit. Es gibt kein Patentrezept, wie man damit umgehen soll, da jeder auf eine andere Weise trauert, aber ich sage dir, wie ich damit umgegangen bin. Ich habe ganz viel mit meinen Freunden und meiner Familie darüber geredet. Es raus zu lassen tut gut. Ich habe meine Tränen nicht unterdrückt, weil es wirklich der Seele hilft. Auch jetzt kommen immer noch Momente, in denen mir die Tränen kommen. Auslöser sind Musik oder Filme, aber ich akzeptiere es. Außerdem tabuisiere ich das Thema Tod nicht, sondern setze mich lieber damit auseinander. Ich habe mir beim Bestatter Särge und Urnen angeschaut und ganz viele Fragen dazu gestellt. Bei TV- Reportagen schalte ich nicht um, sondern schaue mir das an um den Tod einfach besser zu begreifen und meine Trauer damit zu mindern.
Gerade jetzt ist dieses Thema wieder ganz aktuell bei mir, da ich letzten Mittwoch (11.1.) meine Oma verloren habe. Sie lebte seit dem Tod meines Opas im Pflegeheim und war nun so Demenskrank, dass sie niemanden mehr erkannt hat. In ihren letzten Tagen hat sie im Bett nur noch dahin vegetiert und konnte nichts mehr außer atmen. Ich weiß, dass der Tod eine Erlösung für sie war, aber es fällt mir sehr schwer zu akzeptieren, dass ich sie nun nicht mehr in den Arm nehmen kann, sie küssen kann oder ihr etwas erzählen kann, auch wenn keine Reaktion von ihr kommt. Mir hilft es momentan am meisten, wenn mich Leute in den Arm nehmen und mir einfach zuhören, wenn ich von Oma erzähle.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen und wünsche dir, dass du einen Weg findest den Tod deiner Oma in dein Leben zu integrieren und die schönen Erinnerungen an sie dich bald wieder lächeln lassen!
Liebe Grüße
Sina
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