ich bin Mutter von 2 Jungen einer ist 18 der mittlere 16 Jahre. Seit Tagen zoffen wir uns nur noch weil er machen will was er will. Schläft bei Freunden, kommt heim wann er will, isst wann er will usw. Auf mich hört er überhaupt nicht mehr. Vater ist keiner da, der ist im Urlaub noch 4 Wochen. Ich bin geschieden.
Gestern ist er heekommen hat mit seinem Freund hier geschlafen, mittags ist die Sache eskaliert. Es gab krach, ich wollte mit Ihm mal alleine sprechen und hab seinen Freund gebeten zu gehen. Der wollte auch sofort raus. Mein Sohn ist aufgespruchen wie von einer Nadel gestochen und schrie rum, dann geh ich auch ich wollte ihn festhalten doc h er hat mich weggeschupst und ist einfach gegangen.
Heute hat er mir gesagt er geht aufs Jugendamt er könnte mit mir hier nicht mehr leben und ich würde ihn wie Dreck behandeln. Ich glaub ich spinne, er hat alles was er wollte, Roller, sogar Handyvertrag hab ich unterschrieben ( habs ihm heute Abend weggeholt ) weil ich eh immer 40 draufzahlen musste und so viel verdiene ich auch wieder nicht. Habe 2 Arbeitsstellen. Ich bin fix und fertig, als er dann raus ging brüllte er noch rum : Die hattse doc h nicht mehr alle.
Meinen Eltern geht das auch alles an die Nieren, selbst auf meinen Vater hört er nicht mehr. Den Roller ( vom Opa finanziert ) muss er seinem Opa zurückgeben.
Er fühlt sich seiner Sache 100% sicher, ich bin bestimmt keine Wundermutter habe aber immer alles getan damit es uns gut geht.
Wie gesagt er ist im 1 Lehrjahr AZUBI kommt nun ins 2 Jahr. Ich habe auch Angst dass er die Lehrstelle verliert. Was kann ich noch tun. Soll ich morgen früh zu erst mal mit dem Jugendamt reden, mein Vater will auch mitkommen.
Oder was meint ihr zu dem ganzen???? Bin richtig verzweifelt.
glg tanja
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Lass den kopf nicht hängen
ich bin zwar auch erst 16, aber ich hoffe, ich kann dir ein paar tipps geben. =)
was mir persönlich an meinem vater nicht passt (er ist auch allein erziehend) ist, dass er manchmal einfach nur am rummeckern ist...das geh ins eine ohr rein, im anderen wieder raus. dh. versuche ihn nicht anzuschreien, sonder ruhig mit ihm zu reden und übertreib's nicht mit dem meckern, denn iwann schaltet er ab.
das mit den festen essenzeiten finde ich jetzt auch nicht so wichtig, dass man sich deswegen streiten müsste. ich würde ihn futtern lassen, wann er es will. (er ist ja kein baby mehr . und wenn er einen freund einfach mit nach hause bringt, warte bis der freund weg ist, bevor du ihm sagst, dass du das nicht gerne hast bzw. vorher gerne bescheid wüsstest.
euer hauptproblem ist aber, dass er nicht zu schätzen weiß, was du für ihn tust. versuche mal ein ernstes gespräch mit ihm zu führen und sage ihm, wie es dir geht und wie schwer es ist, das alles mitzumachen; zu arbeiten und noch den haushalt zu führen.
vll. kann ja auch sein großer bruder mal mit ihm reden...geschwister haben da manchmal nen größeren einfluss.
ich hoffe, ich konnte dir wenigstens etwas weiterhelfen. =) wenn du noch iwelche fragen hast, kannst du mich ruhig fragen.
Hilfe
Hi Tanja,
schwieriges Alter... und nur eine ganz impulsive, persönliche Meinung.... ich bin sicher, Du findest Deinen Weg. So wie es klingt, braucht Dein Sohn klare Grenzen und Regeln, die ihm einerseits vermitteln, nicht alles ist schlecht, was ich tue, aber auch nicht alles ist gut. Regelmäßige Essenszeiten und sich einpassen in die Familie ist wichtig und richtig, Freiheit auch, nach Regeln. Gerade, wenn er jetzt eine Ausbildung macht, fühlt er sich wahrscheinlich schon erwachsen. Eine Moralpredigt vor dem Freund kam wahrscheinlich auch nicht gerade so gut, stellt ihn bloß. Alleine hättest Du möglicherweise mehr erreicht, in einem ruhigen, nicht vorwurfsvollen, aber bestimmten Gespräch. Denn noch bist Du der Boss, aber auch die Mutter, die für ihn da ist. Offenbar vermisst er ja auch was... den Vater, der sich kümmert? Tut das Dein Ex? Und zwar nicht nur zurechtweisend, sondern auch unternehmend, KÜMMERND eben? Wenn nicht: Es geht auch ohne, wenn er weiß, dass er trotzdem Halt und Unterstützung hat. Das richtige Maß zu finden, ist manchmal allerdings sauschwer, das ist absolut nachvollziehbar und verständlich.
Und Du hast schließlich auch noch Bedürfnisse. Die einzufordern fällt uns Muttern manchmal schwer, vor allem, ohne Vorwürfe zu machen ("Du" machst ja nicht, "Du" bist doof weil...) sondern statt dessen zu sagen "ICH" wünsche mir und "ICH" hab auch ein Recht auf und "ICH" empfinde das so und so... um dem anderen auch den Platz zu lassen, zu sagen und "ICH" wünsche mir....Nur das wäre die Basis für einen Konsens.
Und du Arme... zwei Jobs, das heißt, Du bist manchmal wahrscheinlich auch einfach am Limit. Wie entlastet Dich denn Dein Ex? Tut er was dazu? Übernimmt er den Kandidaten mal? Wo findest Du Ausgleich? Haben Deine Söhne Verständnis dafür? Sehen sie, was Du auf Dich nimmst?
Jugendamt.... Ja, ein Ansatz. Im übrigen auch, wenn DU Hilfe brauchst, um mit Deinem Sohn klarzukommen. Aber auch Therapeuten, die Dir helfen, Ruhe zu finden. Einfach mal reden, einfach mal jemanden haben, der da ist.... tut gut. Einfach mal nur für Dich da sein... Such Dir in jedem Fall Leute, die Dir gut tun.
Warum sind Deine Eltern involviert? Anlaufstelle für Dich ... gut... aber die Erziehung ist Deine Sache und die Deines Exmannes. Rat geben ja, mitmischen, besser nicht.... Alle gegen einen macht Deinen Sohn nicht kooperativer.
Mal sagen: Sorry, wenn es manchmal heftig klingt, aber ich bin auch nur ne berufstätige und manchmal überforderte Mutter, die Unterstützung braucht. Ich schlag vor, wir gehen mal ein Eis essen und reden über die Situation, über Deine und meine Wünsche und ich wette wir finden einen Weg, wie es uns allen gut geht. Und erst im zweiten Schritt: Keine Kooperation ist auch eine Antwort. Dann Jugendamt, aber nicht nur für mich, sondern auch für Dich.
Ich drück Dir die Daumen und tu Dir gut, dann geht es auch Deiner Familie gut. Das muss im übrigen kein Geld kosten ) Und für Euch alle: Lacht mal öfter miteinander, sprecht viel.