ich bin neu hier und bitte gleich mal um einen Rat!
Mein 14-jähriger Sohn hat ADS und ist somit ein bißchen anstrengend, redet ziemlich viel und gern, ist aber lieb! Er hatte immer Freunde, tut sich aber schwer mit neuen Leuten, vor allem seit alle in der Pubertät sind! Seine alten Freunde haben sich distanziert, neue Kontakte sind spärlich, d.h. die meiste Zeit sitzt er zu Hause rum und klebt an mir. Natürlich beschäftige ich mich gerne mit ihm, wir reden viel und unternehmen auch mal was.
Ich möchte aber auch ein wenig Freiraum, auch mal mit meinen Freundinnen was unternehmen, ohne dass ich meinen Sohn dauernd mitschleppen muss. Er hockt dann nur vorm Fernseher, meine Vorschläge, mal einem Verein u.ä. beizutreten verlaufen im Sande. Ich finde, er müßte da selbst mal aktiv werden. Vorschläge und Adressen mit Vereinen bekommt er ja schon von mir. Er langweilt sich und sehnt sich nach neuen Freunden und ich fühle mich eingeengt, weil ich mich wie sein Pausenclown fühle!
Nun meine Frage: soll ich so weitermachen und warten bis er selbst mal aktiv wird? Ich möchte so gerne auch mal mein eigenes Ding machen! Oder verlange ich zuviel Distanz von einem 14-jährigen? Hat jemand Erfahrung damit? Ich freue mich über Ratschläge!
lass deinem Sohn Zeit, dränge ihn nicht, akzeptiere deinen Sohn so wie er gerade ist. Man sagt immer, Kinder und Jugendliche holen sich das was sie gerade brauchen. Dein Sohn ist gerade selbst in der Pupertät und merkt, dass es ihm daheim grad am besten geht. Du kannst aber ruhig zu ihm sagen, ich habe heute Mädelsabend- /tag und du kannst ja auch gerne was mit deinem Freund ausmachen oder es dir daheim gmütlich machen. Das ist eine klare Aussage und so wirds gemacht ohne Diskussion. Es ist nicht wichtig viele Freunde zu haben, es sollen gute Freunde sein. Vielleicht hat sich dein Sohn auch etwas zurückgezogen von einigen Freunden, weil er gemerkt hat, dass sie ihm nicht guttun. Ich habe drei Kinder, die Große ist 18 und hat sich mit 14 von ihrer alten Clique gelöst, weil die soviel Dummheiten gemacht hatten und zuviel gesoffen und geschnüffelt.Als ich das erfuhr war ich sehr stolz auf meine Tochter, die sich davon distanziert hat. Mein Sohn ist heute 16Jahre, ist eher ein ruhiger Typ und sucht sich seine Freunde sehr genau aus, auch er hatte lange nur ein paar Freunde, aber durch seinen neuen Verein sinds dann jetzt doch ein paar mehr geworden. Mein Jüngster sucht auch sehr gezielt Freunde aus, auch er hat nur wenige, ist aber deshalb nicht gerade unbeliebt. Die Kids machen es schon so, dass es passt.Signalisiere ruhig, dass er jederzeit zu dir kommen kann, aber lass ihn laufen, wie er will. Hab ein bisschen mehr Vertrauen in deinen Sohn, diese Zeit geht ganz schnell vorbei und dann ist er aus dem Haus und geht seiner eigenen Wege. Genießt die Zeit zusammen, aber nimm dir auch deine Freiheit heraus, was nur für dich zu tun. Ich wünsche euch alles Gute, Comedyfan.