Hallo,
meine fast 18jährige Tochter macht mir das Leben zur Hölle. Ich verstehe ihr Verhalten nicht!
Ich war 19 Jahre verheiratet, meine Tochter war 14 Jahre als ich mich von ihrem Vater vor 4 Jahren trennte. Sie hat ein sehr inniges Verhältnis zum Vater, der in der Zwischenzeit nach Spanien gezogen ist. Ich war 3 Jahre in einer Beziehung (getrennte Wohnungen), meine Tochter zeigte da schon sehr auffällige Verhaltensweisen wie z.B., sie grenzt sich selbst aus, kommt nur zum Essen aus ihrem Zimmer. Hilft überhaupt nicht im Haushalt mit, wobei ich auch 8 Std täglich arbeiten gehe. Sobald sie was möchte, ist sie nett und freundlich. Sie ist sehr launisch und lässt ihre Launen an jedem der gerade daheim ist aus. Meine Beziehung ging in die Brüche, weil mein Freund mit ihrem "asozialen" Verhalten nicht klar gekommen ist. Ich habe oft mit ihr geredet, aber diese Gespräche verlaufen nie ruhig und einsichtig. Meine Tochter ist sehr egoistisch geworden. Schließ sich selbst aus der Gemeinschaft aus. Nun habe ich seit 2 Monaten einen sehr lieben einfühlsamen Freund (wollen so schnell wie möglich zusammenziehen), der selbst eine 5jährige Tochter hat. Meine Tochter war anfangs sehr begeistert und hat sich integriert, seit 2 Wochen hat sie Launen, die nicht mehr auszuhalten sind. Sie verdreht alle Tatsachen und bleibt stur auf ihrer Linie, dass sie Recht hat. Beispiel: Es war für samstags ein Schwimmbadbesuch geplant (zu viert), sie wollte aber nicht mit, ist ok. Dann kam von ihr der Vorschlag, dass wir sonntags, wenn das Wetter schön ist, zu viert Minigolfen gehen, was ich auch total schön fand, dass der Vorschlag von ihr kam. Am Samstag ging sie dann zu einer Freundin schlafen und meinte zu uns sehr bockig und launisch, da wir ja nicht minigolfen gehen wollten mit ihr, geht sie jetzt. Darauf hin haben ich und mein Freund es klar gestellt, dass der Sonntag für das Minigolfen vorgesehen war, sie stellte sich hin, dass sie nie beachtet wird, dass wir machen was wir wollen, ihre Wünsche nicht respektiert werden und sie sagt nichts mehr, und am besten wäre es ja wenn sie weg gehen würde für immer. Mir ist auch aufgefallen, dass wenn es mir gut geht, sie immer extrem diese Launen hat, kommt sie nicht damit klar, dass ich als ihre Mutter auch glücklich sein will und kann??? Meine Tochter bekommt so ziemlich alles und hat auch kaum Verbote, es gibt keine Freundin von ihr, der es so gut geht wie ihr bei mir zuhause. und trotzdem ist ihr verhalten oft so "asozial" in der familiären Gemeinschaft, launisch, agressiv, pampisch. Leider schaltet sie immer auf stur, wenn ich mit ihr reden will, komme nicht so recht an sie ran. Vielleicht wäre da auch anzumerken, dass sie stark übergewichtig ist, habe schon vieles versucht, aber nichts fruchtet, der Wille muss ja von ihr kommen. Nun habe ich den Spieß rumgedreht, ich mache nichts mehr für sie, weil von ihr auch nichts kommt. Dazu muss ich auch sagen, dass ich 40 GdB habe, leide unter Rückenbeschwerden (Bandscheibenvorfall) und leide auch seit Jahren an einem Tinnitus mit Gleichgewichtsstörungen. Selbst wenn sie sieht, an tagen, wenn es mir nicht gut geht, kommt von ihr kein Angebot zur Hilfe. Immer muss ich sie tausend mal um Hilfe bitten.
Kann mir jemand dieses Verhalten erklären? Wie verhalte ich mich richtig? Bin mit meinem Latein am Ende, habe es schon im Guten versucht und auch durch mehr Strenge, aber nicht fruchtet, es bessert sich immer nur 2 - 3 tage, dann verfällt sie wieder in ihr altes Raster.
Vielen Dank und Lieben Gruß
Mary