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Langpullover für Männer : warum nicht existent? | ||||||||||||||
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Warum werden von den Kleidungsherstellern keine langen Pullover (sagenhafte 0,00 Prozentanteile!) für Männer angeboten?
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... ist dann bitte das hier?
http://tinyurl.com/79gtpt9
Schon mal bei http://www.yourdesignerz.de geschaut? die haben doch welche!
geschaut: der einzige lange Pullover heißt "Girlie....." und hat süße Blütenblätterchen an der Front.
Nun: Du willst du uns hier wohl ein bischen veräppeln????
Wenn Du noch was findest für Erwachsene und richtige Männer , freue ich mich über weitere Post,
.... aber eben habe ich gegoogelt, und da ist wirklich nichts zu finden!
... Dir den gewünschten Pullover in der Damenabteilung zu besorgen.
In der Herrenabteilung wirst Du ihn nicht finden, weil ganz einfach die Nachfrage dafür fehlt.
Modeindustrie und -handel wären ja schön bescheuert, wenn sie sich Klamotten in die Regale packen, die dann nicht gekauft werden.
Ich denke mal, Du liegst völlig falsch, wenn Du meinst, daß der besagte Pullover von Männern gekauft wird, wenn er denn nur angeboten würde.
Die Modeindustrie arbeitet heutzutage mit großen Stückzahlen und enormen Werbeaufwendungen Und das Geschäft läuft gut bei den Frauen und bei den modeinteressierten Männern. Warum also etwas ändern?
Die modebewußten Männer hat man im Griff und für die weniger interessierten reicht das Standardprogramm. Experimente, wie Du sie verlangst, wären mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit unwirtschaftlich.
nicht um MEIN Ego, wenn Du sorgfältig lesen würdest,
zweitens habe ich auch nicht umgehende die Bestückung der Regale mit längeren Pullovern verlangt oder für überhaupt möglich gehalten - nach dem Motto, die würden sofort bei Männern wie warme Semmeln weggehen: Natürlich wären die Ladenhüter!
So geht es natürlich nicht!
Drittens: Daß nichts im Regal liegt, ist ohnehin klar, wenn nicht mal auf dem Laufsteg das bislang angekommen ist.
Daß Männermodemarkt aber gut läuft, ist ja wohl ein Märchen! Mit pfiffigen Schuhen oder neu designten Jacken (immer doch dasselbe!) etwa könnte man durchaus das Doppelte absetzen!
Dennoch:
Niemand erwartet Produktion in den Abfalleimer hinein.
Im Übrigen: Die Pullover dürften auch nicht Longpullover heißen, weil dieser Begriff bereits besetzt ist - dehalb nannte ich es schon mal Langpullover (was aber zu wenig differenziert, gebe ich zu).
wenn, dann ginge das nur über Vorbilder wie Rockstars, Schauspieler, Künstler, etc., die Neues wagen.
Die sich heute gegenüber jeder Subkultur offen GEBENDE (aber sicher nicht offene) Gesellschaft braucht aber starke äußere Abgrenzungsmerkmale in der Männermode: das führt zur absoluten Ausnüchterung in Form, Farbe und Zeichen derselben auf den absoluten Kern dessen hin, was als mit SICHERHEIT als "männlich" gilt.
Männermode ist heute also SICHERHEITSARCHITEKTUR des Mannes!
"Bloß keine Experimente!", hieß die Devise der prüden 50er Jahre, das heißt es auch heute, wenn auch in anderer Konstellation.
Der Mann möchte und soll einwandfrei funktionieren als Schaffer, wie die Schwaben sagen und keine Verdächtigungen abbekommen, die den Job und den sozialen Umkreis gefährden könnten.
Jeder Mann, der sich heute "zu gut" (es reicht schon normale weiße 5-Pocket- Jeans und Oberhemd im Sommer) anzieht für sein Milieu, ist heute verdächtig: man und Frau zerreißen sich das Maul: was ist der, was ist jener.... es soll ja davon viele geben und davon durchaus auch... , das gibts auch noch die anderen..., von denen man nur hörte, und nie einen sah, es stand in der Zeitung, also müssen die ja irgendwo sein...
...die Leute suchen akribisch nach (auch noch so harmlosen) Abweichlertum unter den Männern, gerade nicht mehr ganz junge kleinbürgerliche Frauen (Physiotherapeutinnen etc) lieben das ...
Von daher kann man es vergessen, daß innerhalb des normalen braven bürgerlichen Milieus, in dem wir Schreiber hier ja wohl alle (zu 95%) leben, sich da irgendetwas tut oder möglich wäre: Da tat sich noch NIE etwas auf, auch nicht vor 500 Jahren oder in 100 Jahren!
Das Neue kam immer von AUßEN, d.h. von Leuten, die noch nicht (oder nicht mehr) sozial voll eingebunden waren, etwa von den gebildeten "Landstreichern", verwegenen Studenten, Landsknechten, wilden Wandergesellen, jungen frechen Rittern...
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Nebenbei gesagt: Mode ging seinerzeit von den Männern aus, nicht von den Frauen, Frauen ahmten die Männermodedetails nach und schnallten sich etwa Rüstungselemente (Brustpanzer...) um, selbst die Königinnen, wie Gemälde des 15. Jh. zeigen.
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Was ich von der Industrie erwarte, ist, daß sie etwas abseitige Lage der Modedesigner (wie überhaupt der Designer in der Summe) als eigenes Submilieu richtig RESPEKTIERT, wirklich mal ernst nimmt, entsprechend auch honoriert, und, das ist hier entscheidend, auch mal richtig Geld (!!!) für neue tragbare Männerkollektionen springen läßt.
Da wird der Langpulover sicherlich schon zu gewagt sein für die normale Produktion, aber für kleine Auflagen (für die Rocker der Metropolen) müßte es möglich sein.
Welcher Mann soll sich das denn antun und modische Experimente wagen?
Wenn Du als Mann heute eine Skinny Jeans anziehst und damit durch die City schlenderst, dann pöbeln Dir 16jährige Gören "schwule Sau" hinterher.
New Yorker hat Skinny Jeans auch in der Männerabteilung angeboten - gekauft hat sie aber nahezu niemand. Ich habe eine erworben, als sie von EUR 49,95 auf EUR 4,95 reduziert war.
Und jetzt kommt das wesentliche: Es hat sie keiner gekauft, obwohl Skinny Jeans für Männer in den Modestrecken von Spex und Intro wie auch in GQ zu sehen waren.
Gleiches gilt für den Versuch, Cardigans an den Mann zu bringen - ich glaube, WE war es, die letztes Jahr wochenlang ihre gesamten Schaufenster mit entsprechender Werbung gefüllt hatten. Aber verkauft haben sie nichts - und auch Männer mit Cardigans waren zuvor auf den o.g. Modeseiten zu sehen.
Es sind nicht die Anbieter, bei denen Du Dich beschweren solltest, sondern die Nachfrager. Weit über 90% der Männer sind für Mode unzugänglich und überhaupt nicht zu erreichen.
Und wenn ich mir die Frauen anschaue, dann stelle ich fest, daß es mit der modischen Freiheit auch nicht so weit her ist. Da sind es auch 70-80%, die bekleidungstechnisch irgendwie gleich aussehen - vor allem hier in Hannover, wo jetzt alle bei Primark einkaufen.
und deren Folgen müssen eben ALLE VOLL TRAGEN!
Was ich damit meine?
Nachdem das Schwulsein offiziell voll anerkannt wurde,
99,9 Prozent (inkl. 90 der Schwulen) aber nicht als solche offiziell in Erscheinung treten wollen,
haben wir natürlich eine EXPLOSION des Schwulenverdachtes (schon seit ca 1990):
Jeder Mann, der von der heutigen Sicherheitsarchitektur der offiziellen Männlichkeit (grauen Kleidung, bloß nicht auffallen)
auch nur geringfügig abweicht (blauviolettes T- Shirt in der Großstadt- FGZ erregt aufsehen, wie ich zu meiner Verwunderung feststellen mußte), ist SOFORT dem absoluten Schwulenverdacht ausgesetzt.
Natürlich ist das Ganze lächerlich, insbesondere deshalb, weil diese Gruppe sich zumeist markant maskulin kleidet.
Aber die Leute suchen nach Hinweisen des Verdachts!
Denn sie lasen in der Zeitung und sahen am Christopher Day, " daß es ja soooooo viiiiiel davon gibt!
Wo sind sie also?
Es muß sie doch zu sehen geben! "
In der Folge wird ALLES verdächtig, was nur ein bischen abweicht von der Norm der grauen Jeans und der Dienstkleidung des Geschäftsmannes:
- rotes Hemd oder Schal
- enge Hose
- blaue Handschuhe
- gelbe Schuhe
- Stiefel
- Nietengürtel usw...
Wir sehen: Die Freiheit des einen (Schwule) ist eben die Einengung des anderen , hier der Heteros.
Fazit:
So einfach funktioniert das mit der Freiheit für alle und jedermann eben nicht, wie so mancher Revolutionär glaubt!
ganz anders als bei Frauen, und das ist ja auch okay, wie sin ja zum Glück Männer:
Wir tragen nicht das, was gerade "angesagt" ist, angesagt bei den Hübschesten, weil wir uns ja nicht nach dem gutaussehenden schönen Mann orientieren (wie Frauen nach der Schönsten unter ihresgleichen), sondern für uns die Kleidung eines männlichen Gegenüber vielmehr Ausdruck seines hintergründigen, metaphysischen Potentials ist.
Schön sehen wir das am jungen Ritter: Er hat bunte, "selbst"-genähte Kleidung mit Wappen, Verzierungen, ebenso sein Pferd. Das Ganze funktioniert als Mode aber nur, weil er gleichzeitig ein Turnier reitet und sich dem Kampf stellt, also einer öffentlichen Situation, einer Veranstaltung, wo ihn die Mädels bewundern.
Sein Eros kommt für die Mädels aus seiner Handlung, nicht aus der Kleidung selbst oder der darüber entstehenden Schönheit. Ein schöner Mann ist er für die Mädels nur, wenn er Haltung zeigt, Mut, sich stellt.
Die Mode ist hier also nur ein unterstützendes Mittel der männlichen Haltung und Einstellung, die darüber gezeigt wird.
Frauen wollen dagegen ihr natürliche Schönheit über Mode herausstellen, also nicht primär ihre selbst erworbene Kultur, sondern erstmal ihre gottgegebene Natur!
Mit der engen skinny- Hose haben die Mädels SUBJEKTIV (!) eben den Eindruck, daß du hier deine gottgegeben schöne Natur, Deine (evt.) "schmalen geraden langen Beine" auf dem Präsentierteller gerne zeigen willst, und damit das , was gerade bei Mädels ganz in ist.
Würden die Mädels gerade alle lange Röcke tragen, würde Deine Skinny sicherlich nicht so gedeutet werden !!!
Du siehst, hier ist eben ein uraltes männliches Feld, die enge Hose, zur Zeit voll weiblich besetzt. Meine empirischen Feldtheorien funktionieren auch hier.
bin ich, auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen haben, in diesem Punkt zu 100% Deiner Meinung.
Es gibt keine Longpullis für Männer. Jedenfalls habe ich noch nie welche gesehen.
Aber: Was hindert uns daran, das Pendant aus der Damenabteilung zu tragen?
Ich kenne Männer, die Longpullis tragen. Und ich kenn sogar jemanden, der ne ausgeprägte Taille hat und daher erst recht Oberteile aus der Damenabteilung tragen kann.
Und mit einem breiten Gürtel kann man die Taille noch zusätzlich betonen.
Nunja, Longpullis trage ich (noch) nicht, aber ich trage grundsätzlich Gürtel aus Damenabteilung. Sind halt schöner und breiter, und daher für mich ein schickes Accessoire, und nicht nur ein praktisches Teil, um die Hose zu halten.
Aber jetzt, wo du mich auf die Idee gebracht hast, werde ich mich mal nach nem Longpulli umschauen....
Mal abgesehen von Longpullis, sollte es auch Tuniken für Männer geben. Für die Damen gibt es die ganze Palette - und für uns Männer mal wieder nichts.
Wobei die gegürteten Tuniken doch früher mehrheitlich von Männern getragen worden sind.
im besten Herrenfachgeschäft der Großstadt, wenn es etwa um Nietengürtel geht, wie ich selbst erlebte.Weil diese Gürtel oftmals sehr männlich aussehen und dann ggf. das biedere Image des Geschäfts aufpeppen (!!!) können, werden sie still und heimlich ins Programm aufgenommen.
Hier sehen wir, wie die Hersteller komplett am Markt vorbeiproduzieren, warum, weiß (nur) der Geier.
Denn: Oft sind sogenannte Damenartikel wesentlich männlicher (kantig, markant, klar, dunkle Farbe) gestaltet als Männerartikel.
Von daher sind nun seriöse Herrengeschäfte gezwungen, Artikel des anderen Hauses angeeigneter Stelle einzumischen.
Zum offiziellen Modebild der Designer:
Männer sollen ja heute aus politisch- theologisch- ethischen Gründen nicht "agressiv" auftreten, so glauben wohl unsere (schwulen oder Designtechniker- ?) Modefritzen, und so sind heute viele Männerschuhe - gerade die der Freizeit - in der Form derart weichgewachen und rundgeformt wie Kieselsteine: z. b. die Sneaker- Schuhe. Frauenschuhe sind dagegen extrem dynamisch geschliffen, so als ob es sich um einen Diament handelt, sie sind mondän, kraftvoll, lebendig, erhaben oder schön, weich und hart zugleich (beiges Cremeleder bei zackig- bewegender Form).
Männer- Sneakers sind dagegen Ausdruck einer neuen Bigotterie der (US-) bürgerlichen political correctness:
" Das wahre Leben existiert nur innerlich, provoziere nicht äußerlich!"
"Trage undynamische Mönchskittel und Mönchslatschen!"
"Führe ein innerliches mönchisches Leben der knechtischen Arbeit und der ketzerfreien richtigen politischen Theologie!"
"Tue Buße für 10 000 Jahre Patriarchat!"
Unsere Designer sind also psychisch völlig blockiert und neurotisch, wenn es um die Männer geht.
Ich habe das festgestellt auch über Korrespondenz mit einigen Modefirmen: völliges Unverständnis beim seinerzeit noch recht harmlos Angesprochenen. Sie blockieren komplett und geben sich maximal, wenn überhaupt eine Reaktiom kommt, sogleich beleidigt und eingeschnappt.
... die Modeindustrie würde am Markt vorbei produzieren, ist doch absoluter Bockmist.Die Branche bewegt sich vielmehr im Bereich des überhaupt möglichen Gewinnmaximums unter den gegebenen Wettbewerbsbedingungen.
Kapitalismus, dessen Grundlage angeblich von vornherein das Gewinnziel selbst ist:
Erst muß ich eine Idee für die Produktion haben und dei evt. Marktnische auskundschaften, dann und erst deshalb erhalte ich Kredit von der Bank und dann kann ich produzieren.
Der Grund ist also nicht der Geldschein, wie Du in harschen Worten behauptest, sondern die Idee (!!!!) ist die Grundlage.
Da, bei den Ideen, mangelt es aber, weil fast alle Modedesigner auch den Männerklammotten schwul oder Frauen sind dann deshalb (aus purer Unfähigkeit heraus) nur Untragbares (oder das Übliche nochmals neu) entwerfen.
Das Ganze würde aber dann auch nur klappen, wenn eine männlich - selbstbewusste Avantgarde an Herausragenden (Musiker...) das dann auch tragen würde, es also eine kulturell revolutionäre Stimmung (wie in den 1960er Jahren: Beatles-Klamotten und Frisuren) entstehen würde. Die gibt es aber nicht ständig.
Das Revolutionäre in der Kultur wird heute sehr schnell von der Industrie aufgesogen und in Produkte und einen STIL für jeder- Mann umgesetzt: Damit geht aber das Besondere im Ausdruck männlicher Vorbilder (wie Musiker..) verloren, deren edles EXTRA Kulturfeld geht darüber allzu schnell im Sinne eines PRÄGNATEN VORBILDES verloren: Man bestaunt den Musiker - Modeträger nur sehr kurze Zeit - seine Art kann darüber nicht auf die Menge stärker wirken. Aber Männermode kann eben nicht wie bei Faruen funktionieren.
Mode bei Männern ist tiefsinniger als bei Frauen und daher schwieriger zu initiieren.
Jetzt, wo Du es sagst - erschliesst sich mir die Sache erst richtg. War mir vorher nie so bewusst, oder ist mir nicht aufgefallen.
Aber stimmt, viele Damenartikel beinhalten entsprechend schon die Dynamik, was Aufmerksamkeit betrifft.
Um ein interessantes Herrenkleidungsstück zu finden, fällt mir nicht immer beim ersten Blick ins Auge.
Da fehlt immer eine bestimmte Komponente, was dem Betrachter ins Auge sticht.
Woraus sich mir wiedrum ein Widerspruch auftut: Frauen lieben angeblich das "markant Männliche". Aber gemäss Deinen Ausführungen, ist aber in Wirklichkeit eigentlich nichts an Herrenkleidung wirklich betont markant, dynamisch, lebendig....
Von daher soll man also eher von "markant weiblich" reden. Ich meine....wenn ich schon von weitem ein Kleidungsstück in der Damenabteilung erkenne, ich zielstrebig darauf zugehe...nach dem Prinzip gefällt mir/Anprobe/passt/gekauft handle.
Aber mich würden mal wirklich einige Erlebnisse interessieren, was Deine Anschreiben an Modefirmen betrifft. Ich habe da jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass es so abläuft: "Wir geben das an die dafür zuständige Abteilung weiter".
Damit ist die Abteilung "P" gemeint. (Abteilung Papierkorb
)
durch die Bank auf komplettes Unverständnis gestoßen, obwohl meine Hinweise ganz und gar nicht schräg oder subkulturell waren und relativ seriös (aber nur per Mail) und zugleich pfiffig formuliert waren.
Des waren aber nur ein halbes Dutzend Schreiben.Die entsprechenden Sachbearbeuter scheinen sich noch nie einen Gedanken über die Situation gemacht zu haben. Nur so viel zum geistigen Niveau deutscher Modefirmen und ihrer inneren Organisation.
Das Markante ist natürlich was Menschliches, geschaffen(!) wird es aber zuallerst von Männern, weil die nunmal geistig nach außen dringen, per Natur selbstvergessen handeln können, und Frauen dies nicht aus ihrer Natur, sondern nur aus ihrer Kultur (über Einübung des Männlichen in das weibliche Ego hinein ) heraus können.
Von daher gilt das Markante nunmal als männlich und nicht als weiblich, auch wenn eine Damenhandtasche was Markantes an sich besitzt und diese Schärfe aus weiblicher Designerhand stammt.
Wenn Dir sowas an einem Produkt für Frauen gefällt und es gerne für Dich erwirbst, ist es evt. Ausdruck deiner Liebe zur Dynamik des eigenen Körpers als Körper, also einer männlichen wie sehr dynanmischen Haltung zum Selbst. Leib und Seele gehören zusammen und nicht zerschnitten.
Allerdings läßt sich das nur gesellschaftlich tragen, wenn damit das Männliche betont wird und Du darüber in deiner Männlichkeit gestärkt wirst. Ob das so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Wenn Du es eher an Dir für Dich intim ausprobierst, ist das wieder was ganz anderes, weil vorsozial und nicht identitätsstiftend. Identität bildet sich nämlich über den Blick, den andere (Deiner Person in männl. bzw. weibl. Liebe Zugewandete) auf Dich werfen, bei Dir aus, ist also nicht primär selbstkonstruiert.
P.S.
Der bürgerliche GB- Puritanismus lehnt eine Selbstentfaltung des Männerleibs als Selbstausdruck VOR aller sozialen Nützlichkeit ab: Von daher das Aneinanderknallen des Körperfeindlichen und der Körperlust in den zwei Polen der englischen Kultur.
Dieser Kulturkrieg in GB (und USA als Ableger von GB) äußert sich in deren Popkultur. Der Situation wird primär in Musik und schrägen Outfit zum Ausdruck gebracht, anders lassen sich Figuren wie David Bowie nicht verstehen. Solche Leute gibt es nicht in D., weil unsere Konfliktlinien ganz anders liegen. Also ist Bowie ein typisches englisches Gewächs.
Ich habe mir einfach einen Longpullover gekauft,Ob er für eine Dame oder einen Mann gedacht war.ist mir wurst!
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