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Fehlender Männerstolz führt zu fehlender Männermode

 

Mode war, so die These, ursprünglich ein für sich und sein Person und sein Können (äußerlich bzw. über einen gestalterischen Zusammenhang) beruflich- werbender Ausdruck junger Männer im öffentlich- festlichen Raum.
Los geht es vor gut 800 Jahren.
Der ausdruck des modischen Mannes war im Fest hochmütig oder stolz.
Dies war erträglich, weil sein Ausdruck mit Handlungen und Leistung im öffentlichen Raum verbunden war.
Dieser Männerstolz war dann die Grundlage der sich später (1400 ff) breiter entfaltenden Männermode.
Das Ganze hatte, rückblickend betrachtet, etwas jugendlich-gockelhaftes an sich.
Da eher die Ausnahme als die Regel - und sein Anblick vor 500 oder 200 Jahren Abwechslung vom Alltag bot, den medial eher tristen Alltag etwas erhob, wurde es zumeist wohl eher allgemein akzeptiert und eher weniger mißbilligt.
Nach 1789 konnte das natürlich in dieser Form nicht mehr so weitergehen: Nun sind alle gleich und alle Bürger!
Diese Gleichheit setzte sich aber nur bei den Männern durch, dagegen nicht bei den Frauen: Nur in Mao- China und im Stalinismus setzte man auch auf die Frauenuniformierung, d.h. die absolute Gleichschaltung.Zum Glück sind diese Kapitel der Geschichte wenigstens für die Frauen abgeschlossen.
Der Mann lebt weiterhin wie unter Mao, äh, Verzeihung, ich wollte sagen , unter dem englisch- amerikanischen Kleidungsdiktat: Wahl zwischen grauen engl. Anzug und grauer Jeans.
Die Bereicherung der sozialen Welt am Leib ist heute also den Frauen überlassen.
Warum wurde die Männermode so puritanisch?
Antwort: Um das nun allgemein pietistische Denken (Barock ist zu ende) auf die nunmehr heilige Arbeit zu zentrieren und sicherlich nicht auf gesellschaftliche Attitude.
Über die Eroberung der Arbeitswelt durch die Frau ist diese eherne Regel aber halb gebrochen:
Sie setzt dort nicht alle, aber viele Mittel des äußerlichen Ausdrucks ein, also wie einst der Patrizier gegenüber dem einfachen Bürger.
Sind wir also am Ende des englischen Modedikats für Männer angelangt- oder sind die Männer bald nur noch die Ausführenden der Anweisungen durchgestylter Ladies,
also dann graumäusige Arbeitende ohne eigenen speziellen Männerstolz?
Männerstolz ist entweder derjenige einer Gruppenleistung (hier wäre Mode als Form der Darstellung unsinnig) oder der Stolz einer Eigenwerbung.
Dann ist er bei einem Massenauftreten eher unerträgich. Er wäre nur als Besonderheit erträglich: Heute sehen wir das bei Rockstars, da war der Playboy- Höhepunkt in den 60/70/ 80ern.
Sehr modische stolze Karrieremänner sind nur als Ausnahme gesellschatlich oppoturn,
dagegen sind Frauen im Falle der sehr modisch- barocken Karrierefrau eher unerträglich, weil sie sich körperlich doppelt herausstellen:
Als erotisch anziehende Frau und dazu noch überladen angezogen, also überzeichnet!
Der Mann hat dagegen ja im angezogenem Zustand "von Natur aus" keine Magie, sondern nur weltliche Kraft in seinem Ausdruck: Er braucht den zusätzlichen Ausdruck über die gewagte Kleidung, um ggf. seinen besonderen Elan zu unterstreichen.
Fazit:
In der Moderne können die Masse der Frauen das Modische leben, weil diese da NICHT ERNST genommen wird, nicht eine ernste Leistung signalisiert, sonder reines Spiel ist.
Karrierefrauen zeigen sich dagegen nicht protzig und eher fas angezogen, da sie ansonsten fachlich nicht ernst genommen werden.
Männer sollten da auffallen, wo sie sich nicht über eine Gruppe und über eine Gruppenleistung definieren:Hier wäre ein Modeangebot sinnvoll einzusetzen.
Allerdings werden heute fast alle Leistungen als Gruppenleistungen definiert, weil dies auch eher der Realität entspricht.
Sich einzeln und gar zu deutlich äußerlich herauszustellen, gilt als geschmacklos: wir leben im Genossenschaftsgeist, obwohl wir ständig von der Individualität faseln.
Es gilt aber auch: Zu einem inneren Mut gehört auch der entsprechende äußerliche Ausdruck, um diesen zu stabilisieren.
Männer- Mut und Männer- Stolz kann man nämlich nicht einfach so - ohne Hilfsmittel - aufrecht erhalten, sondern man muß ihn auch über ein äußeres Selbstbild stabilisieren!
Dazu dient ein besonderer persönlicher Zusammenhang in der Bekleidung, also Mode!
Mode könnte Männer ent- stressen, ihnen eine innere Ruhe vermitteln, eine Sicherheit geben, sie als Person wachsen lassen.
Das kann aber nur geschehen, wenn es hier nicht
die perfekt sitzenden Anzugteile geht, nicht die " passende" Krawatte, also NICHT um ÄUßERLICH GESETZE THEORETISCHE ORDNUNGEN
der "richtigen" (britischen) Kleiderordnung, sondern eher der Mensch und Mann als interessantes Kleider- Gemälde angesagt wäre!!!
Statt einer streng absolutistischen britischen Kleider- Metaphysik sollten wir endlich im Zeitalter eines leidenschaftlich- malerischen männlichen Kleiderexperiments ankommen!



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Stolz? Ist der Begriff veraltet? Alle Liberalisten, Linken,

Politisch Korrekten und sonstige Welt-Ignoranten wie Pfaffen können natürlich mit dem "Stolz" gar nichts anfangen...
So schrieb hier auch niemand - innerhalb von 3 Monaten - etwas Brauchbares dazu....
....OhneWürde und Stolz keine Männermode..
....Entehrte brauchen keine Mode..
....wozu auch....
Reicht nun die Provokation, um den einen oder anderen aus der Schmollecke mit Heizkissen hervorzuholen...?


 

Wir sollten tauschen!

von:granada751

Dein Freund kriegt meine Freundin und ich Dich ... Spaß beiseite, ich würde gerne viel öfter als bisher mein Interesse an stylischen Outfits ausleben, aber meine Freundin hat genau die gegenteilige Meinung. Ja nicht auffallen bitte!

LG
Rüdiger


 

Und

von:teerpirat

das nimmst Du einfach hin? Oder droht sie Dir etwa mit Trennung? Falls ja, hast Du die falsche Freundin.


 

Ina 2012, bist Du wirklich eine Frau oder schreibt Du hier ein Fake,

von:blauberg

eine erfundene Geschichte?
Der Sprung zwischen Bild des grau angezogenem Freundes und Deinen lüsternen Verkleidungsideen zu ihm liegen völlig unvermittelt zueinander - ganz gegenpolartig.
Glaubwürdig wäre:
Du würdest gerne mit Ihm -er in Anzug und feinem Hemd und Modefrisur - flott ausgehen, und er will nur ne Blue Jeans anziehen und in die Kneipe statt in die schnieke Bar...


 

Einheitsbrei

von:teerpirat

Dein Mann trägt zwar auch gemusterte Kleidung, verschiedene Farben, aber letztendlich ist das Ganze doch ein regelmässiger Abklatsch von den letzten 30 Jahren, was uns als "Mode" verkauft wird.
Wenn man mal genau hinsieht, merkt man doch, dass die Farben in der damenabteilung bei weitem vielfältiger und intensiver sind. Bei der Männerkleidung dominieren nach wie vor blasse und triste Farbtöne.
Wobei ich aber zugeben muss, dass Ketten wie Zara und H&M sich in eine Richtung bewegen, um auch buntere Kleidung an den Mann zu bringen. das sind aber leider nur kleine Auflagen, wo man schnell zuschlagen muss, denn nächste Woche wird es schon nicht mehr im Laden sein.

Deine Gedanken, Ina, sind eher anderer Richtung, und zwar dem Privatleben zugerichtet. Und ich befürworte Deine Neugier, ihn mal in so richtiger weiblicher Kleidung zu sehen. Du möchtest ein Ergebnis in Natura vor Dir haben, um zu sehen, wie es auf Dich wirkt.
Da kann ich nur sagen: Hut ab!
Denn die allermeisten Frauen begnügen sich mit der "geht gar nicht"Floskel, also urteilen vorschnell. Im Umkehrschluss bedeuted das aber die Botschaft "Weiblich ist schlecht". Eine Frau, welche weibliche Attribute am Mann ablehnt, signalisiert damit, dass sie sich damit als Frau selbst abwerted. Da ja Weiblichkeit in dem Falle als negativ konnotiert wird.

Offen für Modeexperimente beim Mann können also Frauen also nur sein, indem sie das "Weiblich-ist-negativ"-Schema am Mann ablegen, und ihn dazu ermunteren, auch seine weiblichen Eigenschaften auszuleben. Dann würden auch mehr Männer sich trauen, und es würde Bewegung in die Herrenmode kommen.
Aufgrund gesellschaftlicher betonierter Denkmuster von Frauen - UND Männer - wird das aber noch ein sehr weiter Weg sein.

Ich aber habe diese Denkmuster schon vor Jahren über Bord geworfen und kleide mich, wie es mir beliebt - aus beiden Abteilungen. Und ich lebe richtig auf, es ist eine enorme Bereicherung der Lebensqualität. Ich lebe meine weiblichen Eigenschaften aus und bin trotzdem immer noch ganz Mann.
Und ich liebe es zu shoppen und Schuhe zu kaufen.

Selbst wenn Deine Wüncshe an Deinem Mann eher intimer Natur sind - hier kommt es auf folgendes Prinzip an: Er soll Blut lecken


 

Deine"weibliche Eigenschaften", bist dann aber wieder

von:sichtfeld123

"ganz Mann", sagst Du.
Was nun?
Gefühle oder Lust am eigenen Körper oder auf dessen Schmückung sind doch nicht weiblich, sondern genauso auch männlich Eigenschaft, auch wenn sich das beim Mann anders organisiert und nicht ständig derart deutlich im Vordergrund steht wie gerade bei jungen Frauen.
Ich finde es befremdlich, sich als Mann beim Putzvorgang zum Gockel als seiner weiblichen Seite bedienend selbst zu bezeichnen.
Das ist doch grober Unsinn!
Wer das wirklich "weiblich" macht, wechselt nicht nur äußerlich die Identität, ist nicht eine Art Schauspieler auf Lust und Zeit, was okay ist, sondern kippt in seiner Identität steil ab. Schlimm.


 

"...negativ konniert." Maximal aufgeblasene Wortwahl,

von:blauberg

die dann doch schnell als Wortblase zusamenschrumpft:
Denn:
Wenn ich zum Beispiel was dagegen habe, daß meine Freundin mich als Robin Hood ausschmückt, dann habe ich dennoch noch lange nichts gegen das Mittelalter, sondern nur etwas gegen Mittelalter an meinem Leib!
Also, was soll diese Primitivlogik auf 1.- Grundschulklassen- Niveau?


 

Du

von:teerpirat

hast nicht verstanden, worauf ich hinauswollte. Es geht hier nicht um aufgeblasene Worte, sondern um Tatsachen!

Aber sei's drum.....


 

..dann nutze eine klare, logische Sprache,

von:blauberg

um verständlich zu werden.
Ohne Mühe kein Preis!
Wie wäre es mit einer Ergänzung, also eine inhaltliche Antwort?


 

Danke für die Erklärung, Ina. Also sind es rein intime

von:blauberg

Wünsche zwischen Euch. Das mußt Du aber dazu schreiben, so wie du es jetzt nachträglich getan hast, um es zu verstehen.
Männliche Identität ist aber etwas, was nicht einfach so da ist am Mann (sie ist viel mehr als seine Potenz), sondern sich langwierig aufbaut und AUCH gegenüber der Partnerin verteidigt werden muß.
Beim geschlechtlichen Gegeneinander geht es auch um (nötige) Macht, mit der die eigene Identität erhalten wird.
Ob da Deine Ideen da so gut sind?
Bekanntlich gehen gerade Männer, die solch einen Rollenwechsel mal erleben wollen, dann zu einer ... Sie gefährden darüber nicht ihre soziale Macht-und Identitätsbelance.Deshalb der Feldwechsel! Was die Medien im übrigen nie kapieren.
Die Männer tun es also meiner Theorie (erzählt hat es mir so keiner, ist normal auch nicht mein Thema) nach, um sich selbst zu schützen. Denn Ehefrauen und Freundinnen können einem Mann sehr gefährlich werden.Frauen sind bekanntlich oft maßlos im hintergründigen Machtsteben.
Ich rate Dir also ab, ihn hierbei herauszufordern. Das kann kräftig schief gehen.


 

Dies Frage des Stolzes ist wohl ein Volltreffer: Die Männer

in diesem Forum laufen wohl lieber im Selbstbild des schmächtig gebückten primär Dienenden herum, könnte man glauben, denn sie ignorieren diese Frage komplett.
An die Kernfragen unserer Modekultur trauen sie sich allzu viele nicht heran.
Ganz verstohlen Weibliches als Weibliches (also die Siegerinnen der Kultur der letzten 40 Jahre) nachzumachen, ist nicht mehr als eine regressive wie clowneske Provokation und Lachnummer.
Die bessere Antwort auf weibliche Dominanz
in der Kultur:
Männer verlassen mal das reine Nützlichkeitsdenken (als das ihnen im Moment Primäre) und schieben dieses (wenigstens am Feierabend) in eine zweitrangige Position - das ginge eigentlich sehr leicht gerade bei kulturbezogenen Studenten, bildenden Künstlern, Popmusikern, reichen Erben, die sich geistig unabhängig machen KÖNNTEN.
Wenn die Augen immer nur die nächsten Geldscheine zu sehen erhoffen, kann man es vergessen.
Wer Mode nicht machen kann:
Selbst erziehende (also 99%) der Väter und Mütter, weil sozial voll gebunden.
Der Adel jenseits der Jugendlichkeit konnten vor 300 Jahren auch nur modisch sein, weil deren Kinder von anderen erzogen wurden, die also nur ein gesellschaftliches und nicht ein soziales Verhätnis zu ihren Kindern pflegten.
Gerade in F. und GB wurden die Kinder zur Amme gegeben, um selbst sozial ungebunden im Alltag sein zu können. Dort wurde dann auch die höchste Mode entwickelt.
Für uns Heutige dürfte daher gelten: Mode könnte entwickelt und durchgesetzt werden von einem Teil der jungen Männern unter 30 Jahren und bei den Älteren nur von den ewigen Freaks und Künstlern.Sie hat aber nur dann dauerhaft Erfolg, wenn diese Kulturmenschen dauerhaft Respekt für ihr Tun einfahren können und eine Art Leitfigur einer anderen, d.h. unbürgerlichen Kultur- Welt sind.
Freizeit-subkulturelle Kreise dürften nicht allzu viel modisch in die Gesellschaft einbringen, was letztere wirklich tiefgreifend anstößt und in ihrem Bild verändert.
Von daher werden diese vielen Freizeitkilt- Träger des Go- Feminin- Forums nichts bewirken, was über ihre eigene Suppe und ihre eigene Forenwelt hinausrecht.


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