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Rock für Männer warum nicht ?

 

Seit Jahrzehnten wird immer wieder propagiert, dass Männer auch Röcke tragen sollten, so wie Hosen als Frauenkleidung selbstverständlich geworden sind. Jeder Mann, der einmal festgestellt hast, wie bequem ein Rock besonders im Sommer ist, will nie mehr darauf verzichten. Seit gut 20 Jahren trage ich in meiner Freizeit am liebsten knielange Röcke, meisten Jeansröcke oder ähnliche aus leichter Baumwolle. Im Sommer würde ich gerne mal mit einem Rock zur Arbeit gehen, aber daran ist bisher nicht zu denken.


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Mit Rock zur Arbeit...

...warum nicht? Bei den meisten Bürojobs müsste das gehen, wenn die Kollegen/Kolleginnen ok sind. Mein Freund läuft grad im roten Mini-Jeansrock rum und bekommt erstaunlich viel positives feed-back. (Den Rock gibts bei skyrt.de - ein ausgefallener Laden für Männerröcke). Und auch die Leute, denen es nicht so gefällt, sagen meistens einfach gar nix. Höfliches Ignorieren ist bislang seine 'negativste' Erfahrung - also Mut zum Rock!


 

Kilts! und nur...

von:jamie234

Kilts...
Der Mann muss eben Mann sein um Kilt zu tragen.
Er muss sich bewusst sein, dass er mit seinem Äuserem den ersten Eindruck macht. Und das Ergebnis dieses Eindruckes ist: "Schwul, Tunte...... "
Doch der richtige Mann weiss das und ist selbstsicher genug!

Darum: der Kilt ist für Männer.... (vielleicht werden Jungs durch den Kilt zu Männern...)

Gruess
j-


 

Rock für Männer ????

welch eine Frage ? Kleider und Röcke sind Kleidung nicht nur für die Weiblichkeit. Es gibt überhaubt keinen Grund warum ein Junge ein Mann nicht auch Kleid oder Rock tragen kann darf sollte.
Röcke sind sehr komfortable Kleidung Kleider aber sind die absolute Komforkleidung. Warum und weshalb sollte dann diese Kleidungt für Jungs und Männer tabu sein ???
Kein Mädchen keine Frau läst sich verbieten Hosen zutragen sie alle kleiden sich nach eigener Lust und Laune. Doch wer will denn nur Einheitskleidung für IHN ? Anzug Hosen ?
Wenn Anzug warum dann nicht auch mal mit Rock ??
Kleider und Röcke können eine Bereicherung der männlichen Mode sein auch der Knabenmode, Das muß dann auch nicht immer gleich ein Weiberfummel sein.
Material Schnit und Gestalltung ist entscheiden.
Wer sich nicht vorstellen kann oder auch noch nie einen Jungen einen Mann im Rock gesehen hat der sollte bevor er sich über diese Zeilen aufregt mal in Ruhe Fotos oder auch Werbung von Kilt tragenden Jungs und Männern ansehen bei
Kilt Company Haritage of Scotland English Kilt
und andere und erst dann urteilen.


 

Wohl noch gar nicht bemerkt: Das bodenlangen

und Paar Hosen, wie sie erst zur Franz. Revolution in Mode kam, ist ja ganz klar ein Doppelrock.
Dieser Doppelrock verkleidet die Beine, deren Anblick plötzlich als würdelos galten, als das Bürgertum die politische und damit auch ästhetische Macht übernommen hat.
Die (Doppel-) ROCKTRÄGER (die Sanscoulotten) siegten also - und wir pflegen heute - über unsere langen Hosenkleider - deren gewagtes revolutionäres Erbe.
Warum also das ganze Gejammer über diesen und jenen Verlust?
Wir Männer tragen doch schon seit 1789 alle schöne lange Röcke, und sogar jeweils - wie gesagt - doppelte!
Damals -in 1789 - wurde die seidige Männerleggings als reaktionär und adlig abgeschafft. Frauen finden diese heute sehr progressiv. Nun ja.


 

Aha.....

von:teerpirat

Ok, ja....und nun? Was möchtest Du uns damit mitteilen?


 

Zu "Was willst Du ... mitteilen?" Ich beackere als Bauer

von:blauberg

einen Acker und säe Getreide an, das Getreide dann zu betrachten, d.h. das Ganze zu lesen und interpretieren ist Dir dann überlassen.
Ich bin kein Prediger, kein Prophet, kein Ideologe, keiner, der sagt, wo und wie es (mit Gott oder anderem "Richtigem") langgehen soll.
Ich stecke KEIN ZIEL! Das Ziel bleibt offen. Das ideologische Herrschen über methodisch gebaute Zielvorgaben (in allen Ideologien) überlasse ich anderen.
Ich lege nur Felder an und bebaue diese mit Bildern, die ich aus historischen Zusammenhängen heraus entwickle.


 

Rock für einen Mann?? lieber nicht

Ich bin schon ein moderner und jünger Mensch.. bin auch sehr flexibel und offen, was die Mode angeht. Aber ein Rock für den Mann finde ich bisserl übertrieben. Na ja, vielleicht in 10-20 Jahren wird es vorstellbarer. Es ist eben ein Circle im Leben, was die Mode betrifft. Früher, im Mittelalter, haben Männer auch Kleider und Röcke getragen. Und es wird noch dazu kommen, bestimmt. Die Frage ist nur wann. Jetzt möchte ich sehr männliche, maskuline und starke Männer auf den Strassen sehen. Die sich wesentlich von einer Frau unterscheiden lassen. Durch das Aussehen, sowohl auch Kleidung, Manieren, Verhalten und Körperbau.

Petra


 

20 Jahre?

von:juergenb

Warum sollte ich so lange warten? Weil es Dir nicht gefällt? Fragst Du mich auch, was Du anziehen darfst?


 

Zu Pneuma: Wer gerne schauspielern will, der gehe zum

von:blauberg

Fasching verkleidet.
Sich ansonsten als man VER-kleiden, also sich anders darzustellen zu wollen als man seiner natürlichen Anlagen (bei entsprechenden Chromosomen) nach ist, sich also als vom anderen Ufern direkt darzustellen, gibt einem natürlicherweise der Lächerlichkeit und dem Spott preis.
Was ist daran "mutig"?
Nichts.
Es ist einfach nur Ausdruck seelischer Verworrenheit.
.
Nun aber weiter:
Sich - für sich allein - intim auszuprobieren, ist dagegen was anderes, weil eben nicht ein sozialer Akt(etwas zwischen mind. zwei Menschen).
Wer also, wie im Forum von Steffchen angekündigt, das zu Hause tut, macht da - das isoliert betrachtet - etwas ganz anderes, weil er ja nicht seine Identität zu wechseln
versucht.
Steffchen (was für ein merkwürdig niedlicher Name für einen Mann) bringt da zwei ganz verschiedene Sachen durcheinander:
Spiel UM die eigene Identität, die diese eher verstärkt und kultivieren kann, aber nicht muß, und anderseits der Identitätsbruch, sobald die Person wirklich PRIMÄR als ("nur" innerliche oder gar auch äußerliche ) Frau in der Strasse ANERKANNT (!!!) werden möchte, wie es sich über die Realisierung des eindeutigen Crossdressings im Alltag darstellen würde.
Ein Kleid im Fasching am Mann ist dagegen kein Crossdressing, sondern nur ein Spiel UM die eigene, weiterhin gepflegte männliche Identität, also UM den eigenen Leib und die eigene Seele - mehr aber auch nicht!


 

"Es ist einfach nur Ausdruck seelischer Verworrenheit."

von:transparency4u

Sorry, aber Deine Ausführungen sprechen vor allem von einer latenten Homophobie gegenüber allem was auch nur ansatzweise als "feminin" im Wahrnehmungsmuster des Mainstreams *gebranded* ist.

Kein Mann begibt sich auf die Schiene der Homosexualität oder gar "der Lächerlichkeit" preis, wenn er dazu unverkrampft steht, einen Rock tragen zu wollen. So wie keine Frau sich der Lächerlchkeit preisgibt, eine Hose zu tragen oder dadurch zur gefühlten Lesbe im Anzug mit Krawatte degeneriert.

Das ist alles verinnerlichter normierender Wahrnehmungs-Quatsch der Massen und der vorgebenen dogmatischen Sehgewohnheiten, die wir als angeblich "normal" bezeichnen. Sie sind so willkürlich wie alle anderen Dogemen in dieser Hinsicht. Sie teilen Menschen in ZWEI starre Geschlechter ein, obwohl die Grenzen de facto längst als fließend erkannt sind.

Es gibt genügend Kulturen rund um den Globus, in denen Männer Röcke und Kleider tragen, ohne diese typisch westlichen Schubladen-Etiketten. Was allein schon beweist, dass Klamotten schlicht GESCHLECHTSNEUTRAL sind.

Unsere ach-so-aufgeklärten Gesellschaften üben sich nur in einer Schein-Offenheit, in einer scheinbaren Freiheit von Dogmen, von normativen Kräften, die schon bei den kleinsten Kleinigkeiten der äußeren Erscheinung beginnen. Es passiert alles KOPF, das hat nichts mit Phänomen wie Crossdressing, Transgender oder gar Homsexualität zu tun. Das ist ein ganz anderes Kapitel, eine ganz andere Thematik.

Mann bleibt so männlich im Rock oder in sonst einer Bekleidung wie er es vorher schon war, wenn er es denn einfach ist und eine individuelle Persönlichkeit besitzt. Frau bleibt Frau, auch wenn sie mit Holzfällerhemden, grobstolligen Schuhen und derber Lederjacke durch die Landschaft zieht. Aus. Amen.

Der Rest sind Projektion ihres Umfeldes!

t4u


 

Transparency, dann geh doch mal nach Saudi- Arabien oder

von:blauberg

zu den Islamkämphern nach Pakistan und ziehe Dein schickes rosa -transparentes kurzes Coctailkleid an,
um die dortige AUCH SOOO viel größere Liberalität als im bösen D. zu erfahren, weil dort die Männer ja in langen weißen Kleidern herumlaufen, also DAS KLEID AM MANNE aus Deiner Sicht dort als immer prima am Mann gilt.
Was werden sie mit Dir machen?
Das Mindeste wäre Dich einen Kopf kürzer machen, alternativ bis uzum Kopf eingraben und dann mit Steinen bewerfen,
sie werden Dir -ganz liberal- Dir die Wahlfreiheit überlassen, sodaß Du auch GANZ LIFE noch spüren kannst, wieviel liberaler als hier es dort zugeht.


 

Ach werter blauberg, nichts als platte, dümmliche Polemik ...

von:transparency4u

... die nur abermals beweist, dass Du nicht in der Lage bist ausßerhalb Deiner kruden Denkschemen und limitierten Wahrnehmungsmuster, DEINES begrenzten Denkmusters Dich zu bewegen. Die Bretter vor dem Kopf sind meterdick.

Typisch die reflexartige Reaktion: Was man nicht erträgt, was die eigenen Horizonte sprengt, wird diffamiert, abgewertet, verspottet und am besten ganz aus dem Sichtfeld gejagt.

Das konnten alle Demagogen auch schon immer. Offenbar haben manche nichts gelernt daraus.

Goodnight & good luck.
t4u


 

Die Hysterie mit dem M- Rock bei einigen Leuten ist nichts

von:blauberg

als peinlich und auch unmännlich, da gebe ich Dir recht, Petra.
Über dieses Gejammer, das nicht geht, was mal gegangen ist, wird nichts besser. Geschichte eignet sich nicht als ein Instrument und Grundlage der eigenen Wünsche, Geschichte läßt sich nicht kopieren.
Bloß:
Wo die Frauenwelt (inkl. der homosexullen Männer und Designer) IHREN Modedrang ins Unendliche ausdehnen und fast die ganze kulturellen Raum mit Ihren Kleider- Symbolen besetzen, wird der Marktplatz für den Mann extrem klein:
seine Freiheit ist weg, weil Frauen ihre Freiheit ganz naiv und unreflektiert - mit Hilfe der Modeindustrie immerfort - ins Ex- Männliche hin ausdehnen.
Ein Beispiel dafür:
Jetzt gelten etwas enge Hosen schon als extrem unmännlich, obwohl das immer ein Zeichen gerade des Männlichen war, also als ein Zeichen sichtbarer Bewegung des lebendigen Körpers.
Was ist heute:
Der alles puritanisch abdeckende Doppelrock bis zum Boden (also ein weites Paar Hosenbeine) am Mann ist üblich - selbst bei jungen Kerls, die sich doch auch selbst- bildnerisch erstmal ausprobieren müssen, um erwachsen zu werden.
Trotzdem:
Aber was fordert das Weib:
"Manieren" und "reine Männlichkeit"!
Was soll das sein? Auch ein Mann hat einen Leib.
Und dieser ist nicht nur für die Frauendienst da, sondern erstmal für die Selbstliebe, dann erst auch für die Frau und damit auch für die Selbstvergessenheitsentfaltung .

AUCH ein junger Mann will schön sein. In Italien ist das selbstverständlich.
In D. gilt das seit den 90ern bereits noch stärker als zuvor als schwer schwulen- verdächtig.
Was für eine neue Bigotterie!
Alles wird in diesem Land immer mehr dem Euro- Schein untergeordnet, der Mann soll der perfekte Dienstmann- Kavalier unter den Leitlinien (Manieren..) der Frau sein.
Wollt Ihr Frauen das wirklich?
Es klingt manchmal so.
Auf diese Art sterben aber männliche Männer eher aus... mit Sicherheit.
Denn männliche Männer müssen am Anfang zunächst IHREN LEIB als Teil ihrer Person nach und nach entfalten!
Dazu gehört auch die Mode als Teil der Selbstgestaltung, und nicht als eine Nachahmung einer offizielen Mode.
Große Teile der weiblichen Modeindustrie mit ihrem absoluten Griff ins fremde (männl.)Gefilde zerstören aber das Selbstgestaltungs- Freiheitsfeld des jungen Mannes.


 

Männliche maskuline Männer

von:teerpirat

Muss man Männlichkeit an der Kleidung festmachen? Ganz sicher nicht! Ein Mann, der sich stilsicher kleidet, ist als Mann definitiv erkennbar, sofern es nicht eine Verkleidung sein soll.
Und wenn ein Mann aufgrund angestrebter modischer Flexibilität sich mit Elementen aus der Damenabteilung bereichert, hat das nicht im Geringsten damit zu tun, sich als Frau verkleiden zu wollen.
Denn im Umkehrschluss müsste man das dann auch den Frauen ankreiden, wenn sie Boyfriend-Look, Holzfälleroutfit oder Büroanzug mit Schlips tragen, also sich als Mann verkleiden wollen.
Ein Mann, der sich ebenso selbstverständlich der Damengarderobe bedient, wie Frauen der Herrengarderobe, ist emanzipiert und hat modisches Bewusstsein.
Vor 60 Jahren war die Zeit reif, dass die Frauen Hosen tragen konnten.
Heute ist die Zeit reif dafür, dass Männer wieder das einröhrige Beinkleid für sich wiederentdecken.
Ein Blick bei rockmode.de spricht eine endeutige Sprache.

Das klischeehafte Bild vom "männlichen" und "starken" Mann ist längst überholt, jetzt ist es an der Zeit, dass modern denkende Männer die Runde machen. Auch in der Mode.

Ich höre immer wieder, Frauen wollen authentische Männer - hier sind wir doch
Wenn sie das dann doch nicht wollen, sollen sie dann aber auch nicht jammern, wenn ihr Partner jeden Tag das gleiche gähnend langweilige Outfit anzieht und wie ein Heckenpenner neben ihr läuft, und sich keine Gedanken darum macht, dass er schon seit x Jahren die gleichen abgetragenen Jeans und ausgeleierten Shirt rumläuft. So laufen 1000 andere rum, also kann das wohl keinesfalls authentisch und individuell sein, geschweige die Persönlichkeit des Trägers darstellen.

Modisch aufgeschlossene und mutige Männer können die Welt verändern - also habe ich schon vor Jahren bei mir selbst angefangen Kein Rock, aber dafür genügend anders aus dem "feindlichen" Sortiment Und ich bin eindeutig als Mann erkennbar.
Und selbst wenn man mich ganz auszieht, bin ich immer noch als Mann erkennbar.

Ich spreche hier nicht explizit davon, dass Männer wieder Röcke tragen sollen, sondern eher, dass nach 30 Jahren Langweile in der Herrenmode der Zeitpunkt gekommen ist, dass die Mode neue Wege geht.
Sowie die Kosmetikindustrie inzw. die Männer als Zielgruppe erschlossen hat, so wird das auch in absehbarer Zeit mit der Herrenmode geschehen. Geschlechtergrenzen werden immer weiter aufgeweicht.
Paradebeispiel: Andrej Pejic.
Die Schlüsselfigur zu neuem Aufbruch in der Gender-Definition.


 

Das war ja mal wieder zu zwei Drittel ein sozialistisch-

von:blauberg

esoterisches Manifest.
Wenn Frauen Männersachen anziehen, ist das grundsätzlich was anderes, denn Mädchen haben eine von vornherein stabilere Identität als die Jungs - und diejenige von Jungs ist nach einem völlig anderen Prinzip aufgebaut.
Von daher ist Deine These von der Gleichartigkeit der Wirkung im Kleiderwechsel von Mann und Frau reichlich kopflastig und unsinnig. Die These ist reine Wunschkonstruktion.
Denn:
Jungs wechseln als Kleinkind die Identifizierung von derjenigen MIT der Mutter zum Vater hin,
dagegen bleiben Mädchen bei der Identität der Mutter,also der weiblichen, Sie vollziehen also KEINEN WECHSEL.
.
Deshalb ist die Identität der Frau primär (selbstverständlich nicht ganz!!!) naturbegründet und erst sekundär kulturell, bei Männern primär kulturell (nicht ganz!!!) und erst sekundär natürlich !
.
Der Junge und der Jugendliche haben also viel mehr Mühe und Verletzlichkeit darin, eine Identität auszubilden. Sie sind dabei stärker gefährdet als Mädchen.
Von daher ist, wie jedermann weiß, der Kleiderwechsel in beide Richtungen nicht miteinander vergleichbar.
Damit wird aber keine moralische und psychologische Aussage über die jeweilige individuelle Praxis und damit auch die bei Deiner Person getätigt.
"Jeder werde nach seiner Facon seelig", sagte schon der alte Fritz!!


 

"Jetzt möchte ich sehr männliche, maskuline und starke Männer auf den Strassen sehen."

von:transparency4u

Schön, dass Du an sich sehr weltoffene Ansichten hast, aber dann verstehe ich nicht ganz, warum Du ausgerechnet in diesen Zeiten, da Männer immer uniformer und stilistische immer eingeschränkter von der "Modeindustrie" wie verhasste Aschenputtel behandelt werden, nicht für mehr Vielfalt auf den Straßen eintrittst?

Ein Mann ist doch nicht weniger Mann, nicht weniger maskulin, nicht weniger männlich, egal WAS er trägt, er bleibt doch noch immer ein ganzer Kerl. Sind doch alles nur KONVENTIONEN.

Oder würdest Du etwas sagen wollen, dass Männer in den schon von Dir erwähnten Zeitaltern von Röcken, wallenden Gewändern, hohen Stiefeln oder sogar Overknees, weiten Blusenhemden mit Rüschen gar, "Leggings" (damals waren es halt Strumpfhosen), etwa WENIGER männlich wirkten? Ich denke nicht.

Weißt Du, es ist doch ein echtes Trauerspiel, wenn man(n) / frau sich mal bewusst kritisch die öde Einfalt, die Einfallslosigkeit und Tristesse anschaut, mit der heute wir Dreibeiner "modisch" abgespeist werden sollen. Eigentlich könnten alle Männer auch gleich im Mao--Gewand rumlaufen, so wenig Varianz und Wahlmöglichkeiten uns die sog. "Mode" heute noch lässt.

LG t4u




 

Du möchtest lauter maskulin gepeppte Männer sehen? !?

von:blauberg

Ich möchte lieber hübsche Mädels in schwingenden Röcken sehen.
Diese "maskulinen Männer", die Du sehen möchtest, sind ja (mit anderem Inhalt besetzt) auch heute schon der Form nach zu sehen:
als getarnte Schwule, schwarzes Leder von oben bis unten, Glatze, kalter obsessiver Blick.
Im Sommer besetzen diese "Maskus" aus Frankreich etc. ganze Urlaubsdörfer im Süden.
Männer mit modischem Erfindergeist gaben sich DAGEGEN NIE EXTREM MÄNNLICH, sondern sie gaben sich eben ganz ihrer inneren Idee von sich selbst - als Mann wie als Teil einer Männer- wie Frauengesellschaft (und ihrer gewählten AUFGABE) - entsprechend.
Da muß man nicht ständig Mann spielen. Man ist ja schon ein richtiger Mann.
Machos, d.h. getarnte Muttersöhnchen (typisch für die mutterbezogene Kultur des Südens) und Schwule tragen oftmals mangels fehlender männlicher Einübung und Haltung eine maskuline Verkleidung äußerlich ganz fett - wie eine Männerschminke - auf ihren Körper auf!
Kleidung dient hier dann der egozentrisch- narzistischen Selbstdarstellung und nicht der kreativen Entfaltung des Selbst über den Verkehr in der jeweiligen Gesellschaftsgruppe.


 

Was diesen Ansatz angeht

von:teerpirat

muss ich Dir mal Recht geben:

Frauen wollen masculine Männer. Was definiiert den maskulinen Mann? Etwa die Kleidung? Sicherlich nicht.
Im Umkehrschluss müssten wir dann fordern, wieder mehr feminine Frauen sehen zu wollen.
Nur sehen wir solche kaum noch. Rockträgerinnen kann man an einer Hand abzählen. Turnschuhträgerinnen gibt es ebenso viele wie Turnschuhträger. Das Gleiche mit den Jeans. Statt Röcken und Kleidern tragen fast alle "Arbeiterhosen".
Und meine Frage bleibt nach wie vor unbeantwortet: Was finden Frauen an Hosen, wenn Röcke in Sachen Tragekomfort und Chic doch so viel mehr bieten?
Warum also fordern Frauen maskuline Männer ein, wenn wir umgekehrt nicht von Frauen erwarten dürfen, dass sie zu ihrer Weiblichkeit stehen?

Gleichberechtigung in der Kleidung - ich bin durchaus dafür. Aber dann bitte gerecht Es gibt aber zum Glück immer mehr Frauen, welche sagen, Männer sollten sich mehr trauen.
Wenn Frauen die Traute hatten, Hosen anzuziehen, ist es jetzt wirklich an der Zeit, dass - in diesem Ausgangsbeispiel der Rock - als universelles Kleidungsstück angesehen wird, und nicht als Verkleidung.
Lediglich die Modeindustrie muss mal auf den Trichter kommen, dass Änderungsbedarf besteht.

Lustig immer wieder die Behauptung, feminines am Mann sähe schwul aus. Ich habe noch nie einen Schwulen mit femininen Ansätzen gesehen, diese geben sich nämlich sowas von betont männlich, und kleiden sich daher eher in Anzug oder Holzfälleroutfit als in einem rosa Hemd.

wenn ich also als Frau einen Mann haben wolle, welcher Maskulinität betont äusserlich wiedergibt, dann wirds in der Auswahl von männlichen Kandidaten schon ziemlich eng.
Und ich falle daher mal also gleich aus diesem Raster raus: Ich bin ein induvidueller Mann mit eigener Persönlichkeit - wozu muss ich das "Mann-sein" noch betont nach aussen zeigen?
Ich bin in jedem Outfit eindeutig als Mann erkennbar.
Und selbst wenn ich gar nichts anhabe, bin ich immer noch als Mann erkennbar.

Die Bezeichnung "masculine Männer" kann man also ebenso wie "feminine Frauen" ad absurdum führen.
Ob Mann oder Frau, ist lediglich durch die äusseren primären und sekundären Geschlechtsmerkmale zu definiern. Alles andere ist nur die Hülle drumrum und daher geschlechtslos. Also auch die Kleidung.
Denn der Kleidung ist es egal, ob eine Frau oder ein Mann drinsteckt.


 

"Für mehr Vielfalt des Mannes eintreten..."????

von:blauberg

Männer sind doch keine Mädchen, die auf ETWAS (wie Vielfalt) HOFFEN, also wie das nette Mädchen, das sich das Geliebtwerden durch einen Liebhaber erhofft...
Männermode entstand immer dadurch, daß in einem Milieu, das sich Respekt und Anerkennung in größeren Kreisen verschaffte und eine gewisse Sonderrolle dadurch erlangte,
diese SELBST entwickelt, entfaltet und erst in kleineren Kreisen, dann in größeren Kreisen mit Stolz präsentiert wurde.
Bewerkstelligt wurde das NICHT von Einzelnen, also dem vollen Individualisten (wie etwa dem Gaukler, Marktschauspieler oder Dandy), sondern von Leuten aus genossenschaftlich - ständischen Gruppenverhältnissen heraus, wie jungen Rittern, Schülern, Handwerksburschen, Studenten, Gildenjünglingen, Landsknechten, Patriziersöhnen usw. heraus, also in der Vorstellung der Einzelseele aus der jeweilgen Gruppe und deren kulturellen Grundkonsens HERAUSTRETEND (!!!), den Konsens dabei immer provozierend.
Das war möglich, weil diese in Treue (Vertrauen) gegründete Gruppe diesen jeweiligen WEG DES MUTES des einzeln Heraustretenden HIER immer erstmal -per se- HONORIERTE und nicht hinterhältig (wie im Bürgertum immer schon üblich) heimtückisch verbal zerriß: Es wurde der Mut des Einzelnen eben erstmal gemeinsam gefeiert (positiv gewertet) und nicht belächelt(auch wenn es etwas lächerlich aussah).
Denn man war nicht bürgerlich- hinterhältig- neidisch, dem anderen nichts gönnend, selbst ggf. diesem nicht seinen Mut gönnend.
Daran können wir sehen:
Mode ist nicht direkt, durch den Einzelnen, in der Sphäre der bürgerlichen Gesellschaft (wie in der FGZ) zu verwirklichen, weil der Einzelne da absaufen wird, also sicherlich von vielen -oder gar der Mehrheit- keinen Applaus erhält.
Applaus kann es hier logischerweise nur in kleineren Gruppen Gleichgestellter geben, die sich gegenseitig anfeuern, wie heute Musikerkulturen, die aber, um richtig Mode zu schaffen, oft zu wenig gesellschaftlich erhaben auftreten: Sie werden zu selten zu Personen, die man als Person sehr respektiert, und die dann zugleich sich KLEIDET und nicht nur angezogen ist.
Deutsche Rocker mögen oft nur Jeans und Lederjacke (BAB...) und primär das WIR- Gefühl mit dem Publikum ("wir und ihr sind gut" oder "wollen gut sein", was mehr dannKirchen- oder Gemeinschaftskult ist und nicht weltlichen Pfiff produziert) - so entsteht keine Mode.
Mode kann in D. erst wieder entstehen, wenn primär NICHT merkantile Gruppen entstehen, die darüber eine erhabene Kultur ausbilden können - anstatt eine bürgerlich-servile!
Dabei ist es unwichtig, ob diese Gruppen im bildenden Kunstbereich oder anderen Bereichen enstehen, sie dürfen nur nicht aus einem gewerblichen Motiv heraus betrieben werden.
Ihr Motiv muß ein höherstehendes sein - wie die Freude am Leben, an einer Kunst, aber zugleich muß die Gruppe von dem Wunsch beseelt sein, ETWAS der Gesamtgesellschaft GEBEN zu wollen!
Das kann nur gelingen, wenn die Gesellschaft solche Gruppierungen als etwas Sinnvolles, aber ihr doch Gegenüberliegendes und fremd Bleibendes akzeptiert und dessen Mitglieder nicht auf die Guillotine führen möchte, weil diese Leute ggf. nicht die bürgerliche Handlungsethik einhielten.
Mode entsteht also unbürgerlich (wenn man Bürgerlichkeit als primär nutzenorientiert definiert) , nicht im bürgerlichen Kreis, nicht in dessen Sphäre des Gewerbeprimats.
Ob da die Mode- Kunstakademie schon unbürgerlich genug ist, um diese nötige Gegenwelt zu etablieren, ist doch sehr fraglich, weil sich hier oft esoterische Spinnerei (für die Imagebildung) und ein verstecktes Nutzenprimat auf der anderen Seite miteinander abwechseln.


 

Gegen die Ödnis der 'Männermode' -- für die Vielfalt am Mann

Ich kann Dir nur zustimmen: Ein Rock ist nichts weiter als ein Kleidungsstück, das weder NUR weiblich oder ganz und gar "unmännlich" ist, es ist eigentlich -- wie der Kollege *teerpirat* unten schon schreibt -- ein uraltes UNISEX-Kleidungsstück, das nur in unsere westlichen Welt zum ausschließlich "femininen Teil" deklariert wurde. Rund um den Globus gibt es noch viele Kulturen, wo das ganz und gar nicht so ist, wo Röcke oder rockähnliche Gewänder natürlich von beiden Geschlechtern getragen werden. Das als Vorbemerkung.

Wenn also die wenigen Avantgardisten und modemutigen Männer auch in unseren Breiten sich "zum Rock bekennen", dann finde ich das nicht nur gerechtfertigt, sondern auch ausgesprochen wünschenswert. Es gibt schon genug Einfallslosigkeit und Ödnis in der für Männer vorgesehenen dezenten Mininische des vorhandenen Angebots, vieles, was schon unsere Urgroßväter so getragen haben. Ich kann es manchmal nicht mehr sehen!

Natürlich gilt für den Mann die gleiche Spielregel wie für die Frau:
Der Rock muss zum TYP passen, sowohl im Schnitt, als auch der Länge, zum gesamten LOOK und STYLE. So wie nicht jede Frau einen ultrakurzen Mini tragen kann, sollte auch ein Kerl sich genau anschauen, WAS zu ihm passt, was ihn als Typ Mann nicht verunstaltet. Aber das geht genauso, wie bei den Mädels eben auch -- wenn die Mannsbilder sich endlich mal für Ästhetik und Mode mehr interessieren würden!

Klar sind weite, luftige, leichte Röcke gerade im Sommer eine herr-liche Erfahrung! Nicht ist angenehmer zu tragen, da kann keine Jeans, keine Shorts mithalten. Fragt Eure Frauen, die wissen schon warum sie Kleider und Röcke in der Hitze lieben! Es gibt viel gute Gründe, dass Männer nicht in den schweißtreibenden, uniformen Klamotten der üblichen Dresscodes leiden sollten, während die Damen sich mit viel Haut das Leben leichter machen dürfen. Das ist doch alles so etwas von absurd und schlicht kleinkariert -- so wie die "Fashion" für die Männer generell.

Also Jungs, emanzipiert Euch endlich! Macht den Frauen das nach, was diese seit Jahrhunderten tun: Sie haben sich JEDES Stück Kleidung erobert, das sie haben wollten. Aus. Fertig. Basta. Gut so. -- Warum sollten das Männer nicht auch können / dürfen / machen?

"Wear what YOU dare!"

t4u


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