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DER LESER: Wie definieren SIe MÄNNER- MODE? | ||||||||||||||
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Ist das schräge nächtliche Ausgehen in einen Subkultur- Club Mode?
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Wer kennt sich da aus?
Setzen sich nun die engen Hosen endgültig durch?
Ist der Militärstil schon wieder am Ende, bevor er überhaupt richtig anfing?
Wie sind heute Hemden geschnitten?
Welche Läden sind am frischesten?
(Ich sehe eher nur lahme Enten mit Kleidung für den erweiterten Kindergeburtstag und als Gegenpol reine graue Dienstkleidung.Das eigentliche Feld der Mode fehlt fast komplett)
Sind Lederjacken bei Männern völlig out, weil "als ZU männlich" und deshalb schon wieder klammheimlich als unmännlich (homo etc...) geltend ?
Ist nur noch absolute Neutralierung des eigenen Körpers per Kleidung angesagt, also im Kliedungsbild so unmodisch zu sein wie nur möglich? Nur noch Hände und Gesicht (cool und grimmig natürlich, maximal sachlich ) zählen?
Oder setzt sich ja endlich mal eine neue Generation junger Männer durch, die einiges durchbrechen? In den 60ern kam da vieles aus England, heute ist dieses Land mit seinem Zynismus am Ende.
Die Italiener und Spanier können England nicht ablösen, weil diese als Romanen immer nur für sich als eigene innere Kultur denken und handeln. Die Skandinavier und andere sind zu klein, der Osten paßt sich noch an, übrig bleiben nur wir Deutschen, um mal an der 60er Jahre Frische anzuknüpfen.
Können wir das leisten?
Wer mischt sich hier ein und hat Ideen dazu?
Wenn Frauen in Hosen gut aussehen sollen - ok. (Ich sehe Frauen allerdings lieber in Röcken, nur sieht man kaum noch welche). Aber es gibt auch Männer, die in Röcken gut aussehen. Der Rock muss halt zum Typ passen, dabei ist es unerheblich, ob es ein Männer-oder Damenrock ist.
Nungut, Damenröcke sind leichter und mit verspielten Mustern versehen, während Männerröcke eher unifarben und aus schwererem Stoff sind.
Es kommt nicht auf den Rock an, sonder auf den Typen, der darin steckt, und was zum Rock noch getragen wird. Es muss halt alles passen, von daher sehe ich Mode ausschliesslich als Typsache an. Was dem einen steht, steht längst nicht dem anderen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in einem Rock auch eine unvorteilhafte Figur abgebe, von daher bleibe ich besser bei Hosen.
So wie auch viele Frauen bei Röcken bleiben sollten, weil diese halt die "Problemzonen" besser kaschieren. Seltsam finde ich, dass vornehmlich die fülligeren Frauen sich in Hosen zwängen, welche ihnen optisch min. 3 Nummern zu klein sind. Aber das ist ja gesellschaftlich toleriert. Wenn ein Mann modisch abweicht, ist gleich Transen-Alarm.
Warum eigentlich?
....und zwar, dass ich erst mal einen Blick ins Profil werfen sollte, bevor ich mir die Mühe für Erklärungen machen.
Aber hey, Du bit 19, von daher sei Deine Ansicht angenommen. Aber 20 Jahre später wirst Du anders darüber denken.
(die aktuelle Situation beschreibend):
Männermode ist, das was ihn kleidet
und wofür ihn keine Frau beneidet.
Wir leben am Anfang des 21. Jahrhunderts, in einer liberalen Gesellschaft, die (per Gesetz) alle Bürger gleich stellt. Es gibt hier nicht mehr die Stände alter Denkart (wenn Du immer nur Adel und Bürgertum nennst - wo bleibt der Klerus, wo das einfache Volk?).
Und dennoch gilt - LEIDER! - der Anzug, mit dem kroatischen Strick, seit Ende der Französischen Revolution, bzw. spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts als das Nonplusultra der Herrenbekleidung. Da hat sich in gut 150 Jahren nicht wirklich viel verändert. Die Revers und Krawatten werden mal breiter, mal schmaler; die Krägen kürzer oder länger - aber unterm Strich die gleiche Soße.
Man braucht sich nur mal Fotos von Hochhzeitsfeiern (der Eltern und Großeltern; von Freunden, Bekannten, usw.) anschauen. Die Männer in ihrer Kluft ähneln sich auf den Bildern - sie sind zeitlos. Einzig an den Damen, mit ihren Kleidern und Frisuren, lassen erkennen, um welche Zeit es sich handeln muss.
Auch im Büro das gleiche Einerlei. Wenn nicht gerade Callcenter und unterste Hierarchieebene, so gilt auch da der Anzug als Maß aller Dinge. Schwarz oder dunkelblau. Ein mittelgrau ist schon gewagt; ein beige oder braun beinahe revolutionär und fast schon Freizeitlook.
Da darf sich sogar der Arbeiter eines moderneren Looks bedienen. Heutige Arbeitskleidung ist modern und ansprechend gestaltet. Es ist nicht einfach mehr nur der hydronblaue Arbeitsanzug/ Overall. Oftmals setzen die Firmen selbst auch optisch ansprechende und identitätsstiftende (CI) Bekleidung.
Wo gerade vom BOSS-Anzug die Rede war: in den 80ern waren auch Hugos Anzüge mutiger und farbenfroher. Man entsinne sich nur an Miami Vice und die adrett-leger gekleideten Protagonisten. Davon ist leider nichts geblieben, bzw. konnte sich nicht durchsetzen. Oder hat jemand mal einen Anlageberater mit offenem Hemd und hochgeschobenen Jacketärmeln gesehen? Wohl kaum. Der "Business Dress" ist nach wie vor klassisch-steif.
Soweit die Welt der Arbeit und der offiziellen Feiern und Anlässe. Und sonst? Wenn schon Arbeit und große Festivitäten keine wirkliche Mode erlauben - wie steht es dann um den Freizeitbereich? Kaum besser, wie ich finde.
In der Fitness- und Spaßgesellschaft dürfen wir uns entsprechend kleiden. Da sind Turnschuhe und Leggins zum Joggen; luftige Hemden und 3/4 Hosen zum Wandern und Walken gerade recht. Aber so körperbetont und freizügig darf ManN nicht - so zumindest das Gros der Gesellschaft/ die Vorstellung à la Knigge - zum Grillabend bei den Bekannten (oder gar beim Chef) auftreten. Auch nicht zum shoppen in die Stadt gehen.
Die hier dem Mann zugestandene "Mode" bedeutet lange Hosen und geschlossene Schuhe. Hemden mit höchstens 1/2 Arm (besser aber 1/1) und auch nur den 1. Knopf geöffnet - ganz egal ob Bärenfell oder glatt rasiert. Selbst wenn es brütende 40C sind.
Im Sommer sind vielleicht noch frisches blau oder auch mal - ganz "verrückt" ein knalliges Rot (z.B. als Polohemd) erlaubt, aber ansonsten hat der Mann bitte zurückhaltenen Farben zu wählen.
Man braucht sich nur mal die Pärchen ü40 in der Stadt anschauen. ER ist meist unauffällig und gekleidet, während sie daneben strahlt - an Farben, Schmuck und Makeup.
Dass ManN sich im Beruf nicht unbedingt gegen gesellschaftliche Rollenmuster und Erwartungshaltungen durchsetzen kann und mag, erscheint mir verständlich. Warum jedoch diese Zurückhaltung im Privaten?
Warum sieht man meist eher die dunkelbraune Hose, mit dem khakifarbenen Hemd?
Was spricht dagegen, dass auch er eine knallig rote Hose trägt? Dazu vielleicht noch ein kiwigrünes Shirt?
Wo ist da noch Mode? Wie gesagt: in der 80ern gab es durchaus noch Ansätze, das angestaubte Erscheinungsbild des Mannes zu lockern - und sei es nur durch einen weinroten Anzug oder ein royalblaues Jacket. Heutzutage (in vieler Leut Augen) unvorstellbar!
Ich habe so manches Mal den Eindruck, die letzte Neuerung waren noch die Ballonhosen à la MC HAMMER (Cant touch this), was auch kurze Zeit später verlacht wurde und aus den Regalen verschwand. Es kam die Zeit der Golfkriege und mit ihr die ebenso wüstenfarbene Unfröhlichkeit der Herrenmode.
Mal abgesehen von (in meinen Augen) geschmacklichen Entgleisungen wie dem Ghetto-Style (schief sitzende Mützen, Hosen in 8XL, die in den Kniekehlen hängen wie reingeschissen - kein Vergleich zu den kindlichen "da wächst Du schon noch rein"-Modellen - und Turnschuhe), hat sich die letzten zwei Jahrzehnte nicht wirklich was getan, was Herrenmode angeht.
Den Gipfel der modischen Abscheulichkeiten für den Mann präsentieren die Schuhgeschäfte in den hintersten Ecken. Fürs Büro und gemäß Etikette finden sich da noch ein paar Modelle - der Rest stammt - wie Teerpirat das so schön sagt - offenbar einem Endzeitfilm oder aus dem geplatzten Deal mit dem Seniorenheim. Mit Stil und Eleganz oder dem Wunsch nach ein wenig Ästhetik hat das jedenfalls nichts zu tun.
Was ist also Männermode?
Das, was lustlos für Millionen Männer entworfen, produziert und hingehängt wird und was das offenbar tumbe und modisch betäubte Mannvolk zu kaufen bereit ist.
Dabei gibt es sie, die Ideen und Moden für den Mann. Zahlreiche Designer versuchen sich jedes Jahr aufs Neue, mit frischen Farben, mit alternativen Schnitten, ... ja auch mit Crossover, wie zum Beispiel dem Rock am Mann, hohen Schuhen, Schmuck, Makeup,... ja bishin zu androgynen Models wie Andrej Pejic, der dank seiner vermeintlichen Weiblichkeit auch im Hochzeitskleid eine gute Figur abgibt und zum Anbeißen aussieht. JA! auch das wird heutzutage als MÄNNER-Mode vorgestellt.
Doch was kommt in den Läden und zu bezahlbaren Preisen an? Nichts! Oder fast gar nichts. Bei Läden wie C&A braucht man gar nicht erst nach Neuheiten suchen. Die sehen so aus wie in der Saison davor auch. H&M probiert es ab und zu, doch scheitert es am Mut und der Vorstellungskraft vieler Männer (und der manipulierenden Frauen!), es zu probieren, zu kaufen, zu tragen.
Der letzte Männerrock bei H&M wurde deutschlandweit nur in einer handvoll Filialen angeboten; die Modelle zuvor wurden meist nur von Frauen gekauft.
Die heutige Mode scheint festgefahren und es fehlt an Mut auf beiden Seiten (Hersteller wie Kunde), diese eingefahrenen Wege zu verlassen und Neues zu probieren.
Selbst alte Revoluzzer der 68er und Steinewerfer-Garde (z.B. Ex-Außenminister J. Fischer) tragen heutzutage Armani-Anzüge. Biederer als ihre "Feinde" in den stürmischen Tagen!
Einstweilen sehe ich Herrenmode eher Zweckbekleidumg, um nicht nackt herumzulaufen. Aber mehr nicht.
Hersteller entwickeln keine Männermode, sondern Rockstars einer Rockmusikszene tun das , also deren Szene- Kultur- Feld.
Deren Feld ist soziologisch gesehen nicht auf die Politik bezogen, sondern auf die Kultur bezogen, den fast besitzlosen jungen Reitern, da sie - obwohl ja zumeist nicht adlig - ihre Lust leben können.
In ihrem Beruf geht es primär erstmal um die Lust an der Sache, um das Vergnügen, um Sport, dann erst um den Nutzen, um das Geld/ das Lehen.
Beim Bürger ist das in der Regel umgekehrt.
Kunden entwickeln erst Recht nicht Mode.
Wer über ungewöhnliche Kombination das ereichen sollte, macht das nicht als Konsument, sondern als "Schneider" oder Designer.
Fazit:
Mode (als ein Durchbruch zum Neuen) entsteht nicht in unserer Konsum- Öffentlichkeit, nicht beim Einkaufen, sondern nur über extra Gruppen und Szenen wie Rockstars, Schauspierl, Künstlern, die jeweils in einer Stadt (einem realen Feld des Verkehrs miteinander) recht enge sehr sehr selbstbewußte Szenen bilden und sich gegenseitig zu "rotzfrecher", als neuer Bekleidung anregen.
Dies geschah wohl in den letzten 50 Jahren primär in London/ Liverpool (60er bis heute ?) , Kalifornien (60er), evt. Berlin (frühe 80er).
Wie schon früher in einem Forum angemerkt wurde:
Die Zerstörung der zuvor herrlichen ökon. Grundlage der engl. (und später auch deutschen) Musiker durch das Internet hat einem real aufgebautem Feld alternativer stolzer Kultur und damit auch der Grundlage für eine europäische Mode des Garaus gemacht.
Denn Mode in der rechtsegalitären Gesellschaft kann sich nur Szenen aus dem Milieu der Künstler, der "Kultur", zum Vorbild nehmen.
Das war von dem Autoren in 2010 eine gute Analyse!
Das Internet änderte da viel !
Das Internet stoppte den Behagichen Überfluss eiern Szene, dann sit diese als energiequelle der Mode nicht mehr möglich.
Es gibt keine Mode ohne (unbürgerlichen) Verschnitt aus avantgardistischer Leistung mit verschwenderischen Überfluss einer Szene.
( P.S. Unter Mode ist hier nur Männermode zu verstehen, also echter Mode!)
Diese Szene in London bildete sich so etwas wie ein Eigenrecht, das aus dem Können, dessen Anerkenntnis im Volk und dem daraus folgenden Überfluss Reichum der Rockmusiker gespeist war.
Man hielt sich NICHT an die gesellschaftlichen Regeln und Normen, übertrat gerne Gsetze
war also am Basteln eines Eigenrechts aus (anegbkich) hoher Lesitung! Dieses Verhalten entspicht derjenigen Figuren des frühen Mittelalters, die seinerzeit ebenfalls Sonderrechte -als einer besonderen Leistung für die Allgemeinheit heraus beanspruchten,dem späteren Adel.
Aus dem Privaten heraus entstand noch nie eine Mode,
weil dies dem Wesen der Mode nicht entspräche.
Eine Mode entsteht immer im Verkehr miteinander, also im Öffentlichen.
Und diese Öffentlichkeit muß es erstmal geben, diese ist keine uns angeborene Eigenschaft.
Erst gab es kleine "Öffentlichkeiten", wie die Zünfte, die Schützengesellschaft der Stadt etc., dann die allgemeine: aber erst um ca 1770, denn erst da ist der Begriff Öffentlichkeit nachgewiesen.
(eigenständige) Mode, sondern nur so was wie eine Tracht, weil sie keine Gesellschaft bildeten.
Denn der Klerus ist gemeinschafts- bezogen!
Der Bauer ist auch primär Teil einer Gemeinschaft, der Pfarrgemeinde, im Mittelalter, sein Dorfthing unter der Gerichtslinde (als Rest der germanischen Rechtsgesellschaft des heidnischen Dorfes) bildet keine explizite Mode aus.
Mode ist immer gesellschaftlicher, nicht gemeinschaftlicher Ausdruck und setzt Warenverkehr an "exotischen" Stoffen, also das andere, fremde, und die Stadtkultur voraus.
Die Leute eine Stadt bilden im Gegensatz zu den Dorfleuten Zunftgesellschaften und eine Stadtverteidigungsgesellschaft (Schildbürger) aus.
Der Adel einer Gegend bildete eine extra Gesellschaft, die Fürsten waren die Gesellschafter des Königs.
Die Grundlage für Mode - die Gesellschaft als Rechtsform - hatte also nur der Adel und der Bürger.
Dort, wo Verkehr herrschte, nahmen alle anderen an der Mode natürlich auch teil!
Also alle jüngeren Stadtbewohner gaben sich modisch oder eiferten dieser nach und veränderten mit Ideen sicher auch mal die Mode von unten, so wie das auch heute bekanntlich geschieht.
Weil es ja keine Kleidung von der Stange zu kaufen gab, war die Mode variantenreich.
daran, daß Männer die Zwänge des sozial gebundenen Lebens ohnehin schlechter ertragen als Frauen und dann in der Freizeit nur noch davon entspannen wollen.
Frauen passen sich schon über die Mode in Gruppen gerne ein, für Männer wird das bestenfalls neutral erlebt. Man ist heute so stark eingebunden wie noch nie zuvor, und das war der " Freie" unter freien Gesellen vor 1000 Jahren eben nicht.
Männer akzeptieren ihr puritanische Rolle heute zumeist, weil es keine Alternative für sie gibt .
Nur in wenigen Berufen gäbe es Spielrraum. Die ist den Männern aber durch die Öffnung der Öffentlichkeit für "Schwulen Ausdruck" genommen worden,da nun jeder nach diesen ja unsichtbaren, aber doch irgendwie wohl vorhandenen Männern neugierig verklemmt forscht.
Das vergiftet die Sphäre.
Selbst der homophile Modedesigner läuft ja in einer Einfachst-Kluft herum und will nicht als Exzentriker wahrgenommen werden, obwohl er seine Männer in karierten Hosen und Seidenhemden auf den Laufsteg schickt. ER zieht das nicht an, was er entwirft !
Wer soll das DANN anziehen?
In der Folge:
Ziehe ich ein eigentlich belanglosen blauviolettes T- Shirt an, werde ich in FGZ schon ihrendwelchen desorientierten, armen Typen wie ein schräger Showmen angestiert.
Fazit:
Männer- Mode kann sich nicht in der Musestunde des , in der Freizeit entwickeln, sondern nur über das HANDELN entwickeln, das Handeln des Mannes in der Sphäre des (eher unbürgerlichen, künstlerischen oder verwegenen ) Berufes, zu dem -und in dem- er sich ernsthaft berufen fühlt!
Deshalb entwickelt sie sich heute bei Künstlern, Musikern, Schauspielern, und diese Leute sind sich oft auch bewusst, daß sie da eine gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen haben!
Bloß tauchen diese Leute nicht in der Hauptstrasse unserer Stadt auf, wir erleben sie nicht REAL, nicht als Teil unseres lebens, unserer REALITÄT VOR ORT (wie den alten exzentrisch- verrückten Adel in der Residenzstadt), sondern in 2D nur in TV oder Kino. Sie sind NICHT BEI UNS. Der adel hat uns also doppelt verlassen. Wir sind kulturell im hintersten Dorf gelandet, weil uns das ANDERE Leben nicht mehr REAL erreicht und EINNIMMT, uns nicht mehr innerlich ganz und gar erobert und fesselt!
DESHALB hat das Auftreten der GLITZERWELT kaum noch Auswirkung auf die TIEFE ERFAHRUNG (nicht nur TV- Schirm) brauchende Männerkultur. Diese Leute stoßen uns nicht wirklich an, fordern uns nicht wirklich heraus!
Unsere Gefährtin sagt nicht: Junge, Du brauchst auch solche tollen Stiefel wie Tom Cruise hier auf unserem Marktplatz ! Du sollst auch so klasse aussehen! Dessen rote Hemd ist auch adrett!
Unsere Kultur ist schwindsüchtig.
Das Bürgertum lehnt seit 1850 ff nicht nur die Mode des alten Adels, sondern auch des Künstleradels (wie auch die Arbeiter- Goldkette) rigoros als unbürgerlich ab.
Ihn kam es auch sehr zu pass, daß man nun seit 20 jahren jedes abweichung sogleich als schwul ÖFFENTLICH brandmarken darf, was zuvor nicht möglich war. Niemand hätte das zuvor offen gewagt - und von daher wurden auch nicht diese Assoziationen zuvor so häufig hergestellt. In den 70ern war das - in kleineren Städten jedenfalls- kein Thema.
auch männergeprägten Glitzerwelt aus der Fläche des Landes in die Metropolen der Welt (in Hollywood sitzen über
100 000 Schauspieler, die zumeist dann in anderen Berufen arbeiten, sich aber alle als was Besonderes fühlen und zumeist ein Drehbuch in petto haben...) nimmt der Provinz (also 99 Prozent des Landes) ihren Reichtum:
Das wirklich interessante Mondäne zeigt sich deshalb REAL VOR ORT nur noch an wenigen Orten.
Das Mondäne zerstört sich in den "Kultur"- Metropolen aber gegenseitig - denn der Schauspieler wird dort Klempner oder Kellner des anderen trickreicheren, aber nicht unbedingt besseren Schauspielers.
Verursacht ist das durch die Medien, die reale Erfahrung durch "Glotzen" ersetzen. Reales wird durch Schein ersetzt.
Wenn der besondere Mensch - als solcher - in der Provinz nicht mehr akzeptiert wird ("glaubt der, daß er was Besseres ist, sagt der Dorf- Sozialist ?" , versammelt er sich an wenigen Punkten des Lande oder der Welt und betreibt dort asoziale Inzucht. Asozial wirkt sich das insbesondere für den Rest des Landes aus, weil diesen das Freche- Spielerische, der Klamauk genommen wird.
So wird der Looser unter den Künstlern - als auch der normale Bürger - morbilde: Er verwandelt sich äußerlich und innerlich zum Puritaner, zum stumpfsinnigen Immer- Uniformträger.
Die Welt wird zur modelosen Provinz.
Denn Mode ist MEHR als Schmicke, also mehr als Frauenmode.
Mode im eigentlichen (männlichen) Sinne ist immer Ausdruck einer tiefgehenden Haltung, die den Alltag, dessen Normen und die Welt des reinen Nutzens zu überwinden trachtet, uns eine zweite Welt (eine der Vorstellungen für ein leuchtendes Morgen) eröffnen kann.
Das trifft ja offensichtlich schon seit dem BUBI- Kopf in den 20ern nicht mehr zu, da Frauen seitdem verstärkt räubern.
UND: was mich kleidet, ist noch lange keine Mode.
Eine Tracht kleidet den Bayern auch gut!
Dagegen wäre grundsätzlich nichts zu sagen - selbst ohne das gleiche Recht einzufordern. Nur werden ehemals männliche Kleidungsstücke kurze Zeit später als "rein weiblich" betrachtet werden.
KURZE HOSEN -> Hot Pants
SCHAFTSTIEFEL -> Damenschuhe (erst recht über der Hose getragen)
oder (ehemals) unisex:
CLOGS -> Pantoletten
SANDALEN* -> Sandaletten
*: nicht das Modell "Yeti" (Autoreifen mit Spanngurt), auch nicht das Modell "Rüstiger Rentner" (schlammgrau, mit Luftpolstersohle und eingebautem Blutdruckmesser)
Nicht zu vergessen, andere Kleidungsstücke und Accessoires, die nach einer Blütezeit kurzerhand als unmodern und "nogo" verschrien sind:
- Cowboystiefel ("Mantaletten")
- Herrenhandtaschen ("isch hab Rücken")
- Badehosen/ Slips (-> stattdessen Capri-Hosen XXXL)
Im Gegensatz dazu wird Mode für die Frau jedes Jahr neu erfunden, bzw. wiederholt. Ehemalige "No gos" zu "must haves" deklariert.
Mode lebt von Veränderung.
Da sich die Herrenmode in den letzten 20/30 Jahren kaum sichtbar verändert hatte, kann man von einer Herrenmode gar nicht mehr sprechen. Sie existiert also schlichtweg nicht.
Fazit: Mode gibt es nur für Frauen, während es für Männer nur Uniformierung gibt, die zudem noch körperfeindlich ist. Und diese Uniform beschränkt sich auf zwei Bereiche:
a) Man kann es im Büro tragen
b) Man kann es nicht im Büro tragen
Noch Fragen?
eigentliche Mode im Sinne gesellschaftlicher Wirkung ist:
Männermode lebt nicht von Veränderung, da der Männerkörper nicht magisch ist, sondern von personalen Vorbildern und Szenen, die uns ein anderes Bild der Selbstdarstellung des Mannes liefern.
Männer brauchen nun wirklich nicht alle 8 Wochen was Neues, wie Frauen!
Denn Frauen sind hier individulistisch, wollen als einzelne wirken, Männer wollen erstmal eine neue sinnvolle gesellschaftlich wirkende Haltung über Mode vermitteln.
Hoer ist die Selbstliebe nicht ständig derart im Vordergrund - wie bei modischen Frauen.
... kein Blog, sondern ein Forum. Das unterscheidet sich ein bisschen von einem Blog, wenn nicht gar ziemlich stark.
Zweitens ist Mode im Wortsinne das, was derzeit getragen wird, nicht das, was angeboten wird. Mode impliziert durch ihrer Gegenwärtigkeit einen Wandel, das Herrenangebot jedoch ist einem solchen Wandel nur in Nuancen ausgesetzt, dass man diesen Wandel auch problemlos leugnen kann. Mann kann tatsächlich die Sachen der letzten 20, 30 Jahre tragen, ohne dass es weiter auffällt. Die dominierende Kleidung sind sicherlich Anzüge, Jackets und Jeans sowie Freizeitkleidung in Form von Pullovern, Sweat-, Polo- und T-Shirts.
Lassen wir diese semantische Spitze beiseite, ist bezeichnend für Männermode, dass sie grundsätzlich körperfeindlich ist. Männermode verhüllt den Körper weitesgehend und zeigt nur da Haut, wo es unumgänglich ist oder wo Frauen schon halbnackt rumlaufen. Vgl. dazu auch Funktionskleidung beim Sport (100m-Läufer vs. 100m-Läuferinnnen) oder Freizeitkleidung am Strand (knapper Bikini vs. Bermudashorts) und in der Stadt (Trägertop und Mini/Hotpants vs. Schlabber-Shirt und Bermuda). Dies lässt mir nur den Schluss, dass Männer zu einer 'Unkörperlichkeit' erzogen werden und sich ihres Körpers nicht erfreuen bzw. ihnen diese Freude vermiest wird.
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, Du hast in einigen Punkten sicher recht. Unter anderem sind Männer auch heute noch auf Funktionen (Ehemann, Beschützer, Beruf, Ausübung von Freizeitaktivität) beschränkt und werden nicht als Menschen wahrgenommen. So ist es zwar vollkommen in Ordnung, wenn ein Mann auf dem Rad eine Tights trägt, aber nur solange sie ihre Funktion erfüllt.
Mit dem Beginn der Frauenbewegung wurde ein Fehler gemacht, die Mängel der Rolle der Frau beseitigen zu wollen und diese Rolle um die Möglichkeiten der Männer zu erweitern. Es wurde vergessen, dass die Rolle der Männer ebensolche Anpassungen nötig hätte. Mit dem Vordringen der Frauen in immer weitere Domänen vormaliger männlicher Dominanz setzte bei vielen Männern eine Rückbesinnung auf das 'Männliche' ein, um die eigene Identität zu schützen. All diese Männer haben nie gelernt, ihre Identität über etwas anderes als ihre Position in der Gesellschaft zu definieren, wo Frauen längst Identität aus sich oder aus ihrem näheren Umfeld schöpfen. Oder einfach Spaß am Leben haben, denn die heutige Zeit ist für Frauen die wohl beste Zeit, die wir jemals hatten.
LG
Madinside
bei Männern, ein Fehler, wie hier behauptet?
Ja, das ist uralte Thing- Kultur , sich als Rechtsgeselle zu sehen, und typisch nordisch oder deutsch, und viel besser als als alles andere:
das würde nämlich bedeuten, sich primär als Clanchef (oder an einem Chef angedockten) zu definieren, also über den magischen Körper (wie eine Frau!).
Im Orient, Schottland, Sizilien haben wie dieses Clandenken.
Sekundär zum Genossen war der Mann bei den Germanen und im MA aber auch Hausherr, also verkörperte er das Haus. Er hatte also doch noch eine feste Körperidentität.
Die Emanzen legten hier das Fallbeil an:
Zerstörung der sinnlichen Identität des Mannes über die Verächtlivhmachung des Haushern, sicherlich eine veraltete Einrichtung in den 60ern, aber ein wichtiger Teil der Identität des Mannes im sinn des Erhaltes einer Sinnlichkeit!
Dem asketischen Liberalismus stört auch das sinnliche Vergnügliche an dem Eigenen.
So konnten linke Frauen u. rechte Liberale Hand in Hand dem Mittelstands- Mann als umfassende Persönlichkeit und sich "liebevoll" selbst darstellendes Wesen den Garaus machen.
Nach wie vor wirkt der Angestelten- Mittelstandsmann (weniger der Facharbeiter) heute ausgetrocknet.. Er wirkt nicht mehr so stark gehemmt wie in meiner Kindheit, aber dafür umso asketischer und trockener.
nützt uns aber nicht viel, denn immer noch müssen PRIMÄR die Männer diesen Kahn Deutschland erhalten!
Sie haben die meisten harten Jobs!
Sie haben keine Alternative!
Sie wisssen,
Will ich einigermaßen erfolgreich sein, muß ich tatkräftig sein, und das kann auch eine graue Maus.
Wir haben eben keine Sklavenkultur, wo der Sklave dann möglichst der andere ist, sondern eine Arbeitskultur.
Träger dieser Kultur ist zu 100% die Manneskultur und deren Rechtsidee. Die Frauen schmiegen sich dem an und ein. Sie integrieren immer stärker in diese erstmal männliche Gesellschaft, wollen da nun auch die Rosinen zu 50% haben, wollen und können dort aber nie in der Breite gesellschaftlich übernehmen oder führen.
Männer wissen das. Denn Frauen sind Modewesen: morgen
haben sie evt. keine Lust mehr auf Politik, Beamtin oder Management, dann sagen sie. Männer ran! Macht mal, Jungs! Oder seid ihr gar keine Männer?
Wir können also nicht so extrem mit unserer Männlichkeit spielen, wie Frauen mit ihrer Weiblichkeit.
Jedenfalls nicht in der Haupsache.
Es gibt aber noch das Leben außerhalb des Berufs. Das ist aber nun als Freizeit- Kindergarten abgespalten, das eine also bierernst, im anderen knallfroschartig auf dem Fahrrad.
Also wieder extrem bipolar.
Der Mann ist zerrissen.
Der Zwang, im Beruf was zustande zu bekommen und den ernster nehemn zu müssen als die Frauen, macht ihn nicht gerade lebenslustig und witzig oder gar modisch.
DEFINITION: Modisch kann ich dann leicht sein, wenn ich einen festen, anerkannten Status schon in Teenagerzeiten erwerbe und dieser Status die Mode regelrecht VERLANGT, wie es beim jungen Ritter der Fall war.
Der 17 j. Bürgersohn ist heute aber - selbst als Kind eines Unternehmers - unauffällig und nicht verwegen unterwegs, sondern eher eine grauen Maus. Anders seine Schwester.Sie IST schon was als Tochter von...!
Wie soll der junge Mann was lernen, wenn es in D. KEIN FELD des LERNENS gibt?
Alle sollen in D. ja grauen Gesellen unter grauen Gesellen sein, die ihr Leben lang als grauen Mäuse für ihre Familien und den Staat sorgen sollen.
(in D. kein Feld..., außer zum Studium nach England, wo noch noblesse gelehrt wird ?! )
Wir denken in D. IDEOLOGISCH eben extrem EGALITÄR (obwohl dies rein materiell NICHT so ist !!! ) und so wird jede Art der Extravaganz bei jungen Männern schon im Keim erstickt.
Mich erinnert das an das 3. Reich, wo genau dies ins Extrem getrieben wurde. Es ist die Zeit, wo die grauen Maus als die NORM durchgesetzt wurde. Nur 1967 - 1977 wurde das etwas durchbrochen.
Jetzt ist wieder alles ziemlich grau - nicht nur in der Mode, sondern auch im geistigen Zustand des Landes. Moderne Technik wie Facebook täuscht darüber hinweg. Man glaubt cool zu sein und ist nur blind.
aber klingen mir doch recht übertrieben.
Ausserdem lese ich auch hier wieder nichts Neues, das ist doch schon längst alles bekannt.
Bestechend finde ich allerdings, warum Du immer wieder mit den modischen Anfängen aus den Rittertagen kommst. Streng genommen hatten schon bereits die Menschen in der Steinzeit modischen Bewusstsein.
Die Ötzimumie z.B. hatte Oberbekleidung aus braun/weiss längsgestreiftem Ziegenfell getragen, soweit ich mich anhand eines Artikels in der PM erinnern kann.
Und Körperschmuck ist noch um einiges älter.
Daraus kann man schliessen, dass es Mode schon immer gegeben hatte, auf verschiedenste Weisen eben.
Zum Thema Zwang, im Beruf was zustande zu bringen:
Ich brauche mich nicht zu zwingen, was zustande zu bringen - das kann ich nämlich auch so, also brauche ich weder mir noch anderen was zu beweisen.
Wenn andere glauben, auf Biegen und Brechen malochen zu müssen und nach Karrierre zu streben, im Glauben, dafür Anerkennung zu bekommen, ihre Sache.
Ich bin das, was ich bin, und leiste das, was ich für angemessen halte, aber nicht um Anerkennung zu bekommen. Aus dem Alter bin ich nämlich raus. Meine Frau liebt mich auch ohne Akademikergehalt.
Ich bin ein Mann, keine Frage, aber in erster Linie bin ich ein Individuum. Und als solcher habe ich es nicht nötig, mich mit anderen Leuten oder gar gesellschaftlichen Erwartungen zu messen.
Kein Feld des Lernens? Ist Lebenserfahrung nicht auch was Erlerntes?Ich kann für mich selbst sagen, dass ich sehr viel gelernt habe. Und es immer noch tue. Allerdings lerne ich das, was für mich persönlich wichtig erscheint, und nicht das, was die Gesellschaft von mir erwartet.
Und ehrlich gesagt sind mir die ganzen fragwürdigen gesellschaftlichen Zwänge herzlich egal, weil ich einfach das mache, was ich will. Leben und Leben lassen.
Wenn die Mode grau in grau ist - mir egal. Ich mache meine Mode für mich selbst, in der ich mich wohlfühle und mit der ich mich identifizieren kann. Im Klartext: Ich möchte einfach nur Mensch sein.
Denn jeder Mensch hat das Recht auf freie persönliche Entfaltung (2. Art. GG)
dasselbe.
Mode kannte nicht die Steinzeit, nicht die Bronzezeit, die Griechen oder Römer kannten sie nicht.
Mode entstand erst um 1100.
Deshalb komme ich auch immer wieder auf diese Genossen auf den Pferden zurück, auf diese Hofgesellschaften, die Turniere usw.
Denn alle Mode heute beruht auf dieser Kultur.
Auch die Schneiderei des Stoffes zum komplexen Kleid wurde erst im Hochmittelalter erfunden.
In der Antike trug man Gewänder aus Rechteckstoffen....
Vielleicht da mal ein paar Bücher lesen... das wäre angebracht.
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