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Antidepressiva und Alkohol

 

Hallo,

Ich schreibe hier nicht meinetwegen, sondern es geht um meine Mutter (54).
Sie nimmt schon seit Jahren Antidepressiva, anstatt eine Therapie zu machen, denn meiner Meinung nach braucht sie diese und da helfen die Tabletten die sie schon so so lange nimmt auch nicht. Was sie genau hat weiß ich nicht. Ich weiß, dass sie Angstzustände hat, sie macht sich andauern über jeden kleinen Mist Gedanken also negative Gedanken, fragt sich immer dies und das und ohje wie soll es weiter gehen und ja ich denke auch, dass sie eine Depression hat, kann man sagen eine "leichte" Depression?
Auf jeden Fall trinkt sie jeden Tag alkohol, auch wenn sie unter der Woche arbeitet. Es wäre ja nichts schlimmes jeden Tag mal ein Gläschen Wein zu trinken aber 1) in Verbidnung mit den Medikamenten, kann das ja nicht gut gehen und 2) sie macht es heimlich und das ist das wa smir so Sorgen macht. Sie versteckt die Flaschen, trinkt immer ganz heimlich anscheinend (hab den Inhalt der Flasche angeguckt, der immer weniger wurde und ich sehe sie nie trinken) und ich riehce manchmal an den Gläsern in der Spülmaschine und da ist imme rnur ein leichter Alkoholgeruch drin, so das sman denken würde, dass sie versucht den Geruch auszuwaschen...
Ich bin 20 jahre alt und mir ist das zu viel. Ich wohne nicht mehr daheim und sehe meine Mutter nur ca. 1 Mal im Monat
Ich weiß einfach nicht weiter
Ich habe das Gefühl, dass nur eine kleine Sache reicht dass sie "völlig" abstürzt.
Wenn sie von der Arbeit heim kommt ist sie total normal. Dann nach dem Essen wenn sie vor dem Fernseher ist schläft sie eigentlich immer zwischen 8 und 9 davor ein, wenn ich spät abends nochmal mit ihr rede, ist soe so abweisend und lächelt nur so dumm rum (tut mir Leid wenn ich das so sage)
Mit mir redet sie ja nix weil ich ja "erst" 20 bin und ja nichts vom Leben verstehe -.- Ich sage seit 3 Jahren in nem netten Ton, sie soll mal mit jemandem über alles reden "jaja mach ich" ...Ich weiß gerade auch nicht was ich jetzt von euch verlange aber ich hab keine Ahnung was ich machen soll...als am Samstag Whitney Houston gestorben ist wegen Alkohol&Drogen hab ich zu meiner Mutter gesagt "Meine Güte die sollen sich alle mal zusammen reißen" und sie meinte nur so flach "aber wenn es denen geholfen hat" was soll ich denn bitte dazu sagen ???
Ich könnte hier jetzt echt einen Roman schreiben, wenn ihr noch was wissen wollt fragt mich aber ansonsten hör ich hier mal auf ^^
Ich weiß einfach nicht weiter =( es belastet mich zu sehr


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Antwort

Liebes Milchschnittchen,


Es tut mir sehr leid, dass du mit ansehen musst, dass deine Mutter derzeit keinen besseren Weg findet, sich zu helfen, und dass du darunter leidest. Ich kann mir vorstellen, wie schwer dir das auf der Brust liegt und bin sicher, dass du nur das Beste für sie willst.

Wahrscheinlich ist deine Mutter in einem alltäglichen Trott gefangen, und der Alkohol hilft ihr, sich zu entspannen und das Leben auszuhalten. Wirklich glücklich klingt sie nicht - die Beschreibung ihres Lebens, die du hier gibst.

Es wäre töricht zu glauben, dass du mit 20 Jahren nicht viel vom Leben verstehst. Ich denke, dass du genau den richtigen Riecher hast, doch oft muss viel passieren, damit Menschen ihr gewohntes Leben ändern.

Zuerst möchte ich dir sagen, dass es nicht dramatisch, sprich, lebensgefährlich ist, wenn sie lediglich abends einen Wein trinkt. Doch deiner Schilderung nach scheint es doch mehr zu sein. In dem Fall ist es tatsächlich nicht gesund - schließlich werden beide Stoffe, die Psychopharmaka und der Alkohol, über die Leber abgebaut und bei einem dauerhaft zu hohen Konsum ist das in der Tat schädlich. Ein regelmäßiger Bluttest kann Aufschluss über die Leberwerte geben.

Ich finde, dass deine Mutter auch in schlechter ärztlicher Behandlung zu sein scheint - denn jeder vernünftige Arzt würde neben der Behandlung mit Antidepressiva auch eine Gesprächstherapie vorschlagen. In der Kombination sind schon allerhand seelischer Leiden gelindert worden.

In erster Linie will ich dir persönlich einen Rat geben: Kümmere dich um dich und achte darauf, dass dich diese Situation nicht auffrisst. Sprich mit Freunden darüber - echte Freunde können dir Halt geben und es erleichtert ungemein Unterstützung zu bekommen und sich den Kummer von der Seele zu reden. Sonst kommst du selbst womöglich noch an den Punkt, dass dich die Situation seelisch bricht - und das, wo du im Grunde nur Zuschauer bist. Bitte sorge gut für dich.

Gibt es jemanden, der deine Mutter ebenfalls kennt und ihr nahe steht und dem du dich anvertrauen kannst? Jemand, der ihr gemeinsam mit dir ins Gewissen reden kann, doch eine Therapie zu beginnen? Die ist ja letztlich ein großer Gewinn und halb so schlimm, wie sich die Vorstellung davon anhört. Im Gegenteil: Dabei könnte deine Mutter ihr Leben mit der Unterstützung des Therapeuten beleuchten und überlegen, was sie glücklich machen würde. Dabei käme sie sicher auf andere Einfälle, als sich abends mit Alkohol zu benebeln. Vielleicht ist die unglücklich mit ihrem Job, im Beziehungsleben, mit sich selbst - eine Therapie bietet die Möglichkeit sich neu zu entdecken und zu erfinden. Es wäre schön, wenn du sie dazu ermutigen könntest, bestenfalls mit weiteren Unterstützern.

Solltest du niemanden haben, könntest du bei einer Frauen- oder Familienberatungsstelle um Hilfe bitten.


Es geht bei einem unglücklichen Menschen nicht darum, dass er sich nicht "genug zusammen reißt", sondern darum, dass er sich selbst nicht zu helfen weiß und Unterstützung von außen braucht. Versuch deiner Mutter diese zu geben und versuche auch die nötige Distanz zu wahren - damit du nicht daran zerbrichst!

Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Liebe!

 

Vielen Dank <3

von:milchschnittchen3

Deine Antowort hat mir so sehr geholfen, vielen Dank.
Ich werde meinen Bruder nochmal drauf ansprechen, wie es unserer Mutter geht., Er wohnt auch nicht mehr zu Hause und bekommt es daher eigentlich gar nicht mit oder will es nicht sehen, ich weiß es nicht. Aber ich habe vor es ihm nochmal zu sagen. Wir haben unserer Mutter schon oft gesagt, ob es ihr nicht gut tun würde, mit einer neutralen Person über alles zu sprechen, daraufhin sagt sie nur "jaja, das mach ich mal". Mein Vater und ich waren sogar mal bei ihrem Arzt und haben gesagt, dass es sehr verantwortungslos ist was er macht, aber es hat sich nichts geändert, vielleicht gehe ich nochmal zu ihm. Außerdem rufe ich vielleich mal noch meine Tante an, also die Schwester von meiner Mutter. Sie is auch eine tolle Frau und würde mir und meiner Mutter vor allem bestimmt gerne helfen.
Du hast gesgat, das sich auf mich aufpassen soll und an mich denken soll und das mache ich auch. Ich bin schonmal seelisch daran zerbrochen, da das ja nun schon einige Jahre so geht und daher hatte ich auch 1 1/2 Jahre lang Magersucht. Aber ich bin so viel stärker geworden und habe es auch überwunden. Klingt es egoistisch wenn ich sage, dass ich mich auch um mich kümmern muss ?
Ich habe einfach so ein schlechtes Gewissen, da ich nunmal nicht mehr daheim wohne und ich nicht bei ihr sein kann, aber sie öffnet sich mir ja auch gar nicht. Und mir ist das auch alles zu viel, ich habe selber so viel um die Ohren und es reicht mir gerade einfach alles, ich bin gerade auch wieder auf der Suche nach einer Therapeutin, damit ich nicht wieder in irgendeiner Art und Weise daran zerbreche.
Vielen lieben Dank für deine Worte, sie haben mir sehr geholfen.

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