Ich bin am Verzweifeln und bräuchte dringend Rat.
Mein Freund und ich sind seit 1 1/2 Jahren zusammen und erwarten unser erstes Kind im August. So weit ist auch alles in unserer Beziehung gut. Es gibt aber eine Sache die mich immer mehr stört und ich nicht weiß ob unsere Beziehung dies noch lange überstehen wird.
Mein Freund liebt Tiere er hat einen Hund und 6 Papageien. Er arbeitet von zu Hause und sein ganzer Tagesablauf besteht darin zu Arbeiten und sich um seine Tiere zu kümmern. Er ist 5 Stunden am Tag damit beschäftigt mit dem Hund spazieren zu gehen und sich mit den Vögeln zu kümmern. Und dazwischen arbeitet er eben. Wir verbringen relativ wenig Zeit miteinander. Freunde kommen uns nicht besuchen und wenn wir mal eingeladen werden, dann geh ich eben alleine hin oder mein Freund kommt mit gemaule, weil er so viel zu tun hat, mit.
Von Anfang an habe ich seine Tierliebe akzeptiert, schließlich macht dies auch seinen Charakter den ich ja liebe aus, aber ich habe ihm auch gesagt das es gewisse Grenzen bei mir gibt. Ich konnte nicht akzeptieren das der Hund die gesamte Couch einnimmt, darauf essen darf und den Dreck den er hinterlässt ich dann weg machen darf. Mein Freund sieht sowas nicht oder empfindet es nicht als schlimm. Ich empfand es super eckelig, das der Hund auf der Couch, wo wir uns auch entspannten und ausruhen sollen, essen durfte. Dies hat mein Freund dem Hund auch gleich nach meinem Einzug abgewöhnt, aber auch nur auf meinem Verlangen hin, da er diese für ganz normal hält. Ebenfalls haben wir dem Hund abgewöhnt im Bett zu schlafen. Er hat sein Körbchen im Schlafzimmer, darf aber nicht mehr ins Bett. Soweit so gut. Ich habe mich an alles gewöhnt, selbst an den Lärm der 6 Papageien und akzeptiere auch dass ich nur mit Oropax nachts schlafe, da ich sonst nachts von Hund und spätestens bei Morgengrauen von den Vögeln geweckt werden.
Mich nervt aber das er den Hund total verhätschelt wird. Er kann nicht 5 Minuten alleine sein, schon fängt er an zu bellen und dies hört erst auf wenn mein Freund wieder da ist. Das ist total nervig wenn ich alleine mit dem Hund bin. Mein Freund nimmt ihn soweit es geht überall hin, er tappert ihm auch ständig hinterher und fixiert ihn regelrecht. Selbst aufs Klo darf der Hund mit. Wenn wir am Tisch essen, steht mein Freund permanent auf um ihm leckerlies zu geben oder macht ihm die Terrassentür auf, nur weil der Hund ständig Aufmerksamkeit will.
Ich weiß das das Verhalten vom Hund aus der Erziehung herrührt und er eben alles erlaubt bekommt. Mein Freund kann nicht streng sein und für mich möchte er an der Erziehung nichts ändern. Ich bekomme nun immer mehr Zweifel ob ich dies mit einem Baby vereinbaren kann. Ich als Einzelperson finde das Verhalten nicht ok, kann es aber soweit akzeptieren und im Endeffekt ist mir meine Beziehung wichtiger als die Problematik mit den Tieren.Wie ich aber Reagiere wenn unsere Kleiner da ist weiß ich nicht und dieser Gedanke brodelt immer mehr in mir. Ich habe bereits mehrfach mit meinem Freund darüber gesprochen, wir hatten schon etliche Streits deswegen (was auch unsere einziges Streithema ist) Er sieht es aber nicht ein seinen Hund zu erziehen. Selbst der Verbot mit der Couch war ein Kampf durchzusetzen. Ich kann langsam nicht mehr und ich befürchte das es im Endeffekt zu einer Trennung kommen wird, da ich zum einen den Lärm und zum anderen das alles machen dürfen der Tiere nicht meinem Baby anmuten möchte.
Ich würde mich freuen wenn ihr mich Ratschläge geben könnten. Sehe ich die Sache vielleicht zu schräg? Bin ich auf dem Holzweg was die Erziehung der Tiere an geht? Würde mich um jeden Ratschlag freuen auch um jeden Tipp was ich noch tun kann.
Danke Clara