Nun, rein emotional gesehen lässt sich schnell sagen, dass Besserverdiener kein Kindergeld bekommen sollten, weil sie es nicht brauchen. Aber verfassungsrechtlich ist das nicht möglich, man muss sich mal angucken, was das sog. Kindergeld eigentlich ist: Kindergeld ist das steuerfreie Existenzminimum eines Kindes, das heißt, die Eltern würden diese Summe im Prinzip mit der Steuerrückzahlung zurück bekommen, denn JEDES Kind (von Steuerzahlern) hat ein Recht auf diesen Freibetrag. Der Staat "wartet" aber nicht auf die Rückzahlung, sondern schießt den Betrag Monat für Monat vor. Selbst wenn der Betrag nun höher ist als die eigentliche Steuerrückzahlung, darf man ihn behalten (sonst hätten Geringverdiener keinen Anspruch auf Kindergeld). Das ist ja auch der Grund, warum Hartz 4-Empfänger kein gesondertes Kindergeld bekommen. Kindergeld = Steuerfreibetrag aber Hartz 4-Empfänger zahlen keine Steuern.
Ich persönlich finde es ok, dass auch "Reiche" Kindergeld bekommen. Kindergeld ist kein Staatsgeschenk sondern ein Steuerausgleich und vor allem "Reiche" zahlen viele Steuern.
Grenze
von:prometheus1986
Was ist ein Besserverdienender? In der Regel ist das ein sehr breiter bereich der da gemeint wird (Scharping 1994: 50.000 Mark pro jahr (25.000 Euro)) Auch für diese Leute ist das Kindergeld nicht gerade wenig. Ausserdem sollte man anerkennen das solche Haushalte eine hohe Steuerlast tragen.