Hallo,
als wir unsere Katze bekamen ( Findelkatze, ca. 1 Monat alt, noch klein und tapsig)
hatte ich keinen Bock auf zerkratzte Hände.
Ich habe sie also erzogen, mich weder zu beißen, noch jemals die Pfote gegen mich zu erheben.
Gemacht habe ich das via 'Katzensprache', d.h. bei Ausfahren der Krallen gleich mal gefaucht. Das verstehen die tausend mal besser als dieses dämliche 'Neeeinnn neeeinn...du sollsta das nicht tun-gebrabbel'.
Sogar wenn man ihr ein Leckerchen hinhält, zu dem sie sich hochstrecken muss, sie versucht, nicht in die Hand zu krallen.
Freunde sind recht verblüfft darüber.
Jetzt haben auch andere Menschen in der näheren Umgebung Gefallen an Katzen gefunden, nach HÖrensagen, soll eine Frau sogar 10 !!! Katzen beherbergen.
Es wird also immer enger, die Territorien kleiner, die nächtlichen Kampfgeschreie immer lauter.
Und ich habe das GEfühl: meine eh schlanke, grazile Katze zieht dort draußen den Kürzeren, weil ich sie so 'lieb' erzogen habe.
Täglich haben wir andere, richtige 'Brummer' an unserer Türe sitzen.
Teilweise kommt sie mit Waschbärenartigem, aufgeblähtem Schwanz nach hause; geht kaum noch raus, was sehr untypisch ist, oder geht bis zu dreißig Mal am Tag kurz raus und rein - was für uns sehr nervig ist.
Bevor sie auch nur die Pfote raussetzt, schnuppert sie und dann gehts in Duckhaltung raus.
Meint ihr, dass sie sich durch das liebe Verhalten uns gegenüber nicht gegen andere Katzen durchsetzen kann???
Oder geht beides: starkes Auftreten draußen und drinnen ganz die Liebe?
Oder wird sie auch draußen immer die Untergeordnete sein?