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Nano Meerwasseraquarien

 

Hey zusammne,

habe mir gedacht, da das Meerwasser langsam normalität in der Nanoaquaristik findet... zu fragen was ihr davon haltet?
Einfach mal schreiben


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Tierquälerei

Erstens, sind alle nano-Aquarien Tierquälerei. Eigentlich gehören sie verboten.
In solchen kleinen Dimensionen ein Salzwasser-biotop aufrecht zu erhalten, ist total Panne. Will gar nicht wisse, wie viel Zeugs man da reinkippen muss, und wie oft die Wasserwerte kontrollieren...
Tierquälerei und ein haufen Arbeit.

Ich denke, ein Süßwasserbecken sollte minimum 80 Liter haben. Und auch nur Fische beinhelten, die damit klarkommen.
Salzwasser, sehe ich ab 400 Liter, aufwärts als sinnvoll.


 

Wenn man keine Ahnung hat,

von:zanclus85

sollte man nicht reden.
Nano heißt erst mal nix anderes als klein. Klein ist aber immer relativ, so daß auch ein 100.000 Liter-Becken im Vergleich zum natürlichen Biotop eine Pfütze ist. Trotzdem funktionierts. Warum? Wenn die Relation Wasservolumen/Tierbesatz eingehalten wird, lässt sich auch ein 30 Liter Nanobecken auf einfachste Weise betreiben.
Bei uns im Shop stehen seit drei Jahren vier Meerwasser-Nanos von 30-60 Litern, lediglich mit einem Innenfilter betrieben, bestückt mit etwas Zeolith und Aktivkohle. Alle Becken sind besetzt u.a. mit empfindlichen Steinkorallen, im 60 Liter Nano leben zwei Clownfische und ein kleiner Riffbarsch. Die Wasserwerte sind top, reingeschüttet wird da gar nix, und außer einem wöchentlichen Teilwasserwechsel von 10%, dem monatlichen Austausch des Filtermaterials, dem regelmäßigen Nachfüllen des verdunsteten Wassers mit Süsswasser und natürlich dem täglichen Füttern der Fische fallen keine weiteren Arbeiten an. Einfacher geht's nicht.


 

Auch Fische sind empfindsame LEBEWESEN!

von:donquijote79

Also okay. Du hast mein Pflege-Argument vielleicht entkräften können. Ich gebe zu, ein Nano-Becken kommt für einen echten Aquaristikfreund nicht in Frage - ich hatte also noch keines. Sowas nutzt ein vernünftiger Aquarianer nur zur Isoation der Nachzucht. Also nur im Notfall.
Und, danke ich hätte jetzt echt nicht gewusst, dass "nano" 10 hoch (-9) bedeutet. Also "ziemlich klein"...

Aber genau das "nano", ist DAS Problem! Auch Fische sind LEBEWESEN!
Man muss alles Leben respektieren!

Einen Anemonenfisch (Clownfisch) in einem 60l Gefäß zu halten, ist Tierquälerei.
Auch wenn diese Art relativ "stationär" an ihrer Anemone lebt, braucht sie trotzdem ein Revier!
Um keine Verhaltensstörungen zu entwickeln und eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, wird daher der Einsatz erst ab Becken AB ca. 200l empfohlen. Besser sind 400l.
Ja, auch Fische haben Verhaltensstörungen. Fische können Leid empfinden. Sie haben ein Sozialverhalten.
Sie Leben!

Zu ihrem Leidwesen, können Fische nicht Schreien oder weinen. Leider haben sie auch keine Mimik, um uns ihre Gefühle mitzuteilen. Echtes Pech für diese Tiere. Das macht es Menschen viel leichter, sie auf grausame Weise zu quälen...
Und trotzdem leben und empfinden sie, wie alle anderen Tiere auch!

Es sind keine Spielzeuge, die man sich zu Deko-zwecken irgendwo hinstellen sollte. Und bei Nicht-gefallen dann das Klo runter spült.
Mir ist vollkommen klar, dass die "Nano-Becken" seit einigen Jahren ziemlich in Mode gekommen sind.
Ein grausamer Trend!
Kurz nach dem Film "Findet Nemo", kam auch die Mode mit den "Clownfischen", begünstigt durch die Tatsache, dass sich diese Fische auch in Aquarien nachzüchten lassen. Im Ggs. zu vielen anderen Arten, die sich nur in der Natur vermehren, und deren Bestände durch das Hobby der Menschen bedroht sind.

Warum müssen so viele Tiere leiden, nur weil der Mensch seine tertiären Bedürfnisse zu befriedigen versucht? Für ein bisschen Deko im Kinderzimmer?
Das ist schlicht grausam. Ein Verbrechen. Leider fehlt den Tieren die Möglichkeit sich lauthals zu beschweren.

Leute, kauft Euch lieber eine Lava-Lampe.

Gruß, DonQuijote


 

Sich

von:zanclus85

ein Nano-Becken anzuschaffen heißt ja nicht zwangsweise, darin auch Fische halten zu wollen und müssen. Dennoch gibt es ab 60 Liter eine kleine begrenzte Auswahl, die dafür in Frage kommen könnte. Mit dem natürlichen Revierverhalten ist das ja so eine Sache. Demnach dürften wir streng genommen gar keine Fische mehr halten, egal ob jetzt 60, 200, 400 Liter oder größer. Tatsache ist aber auch, dass Tiere in der Natur schlicht auf grosse Reviere angewiesen sind, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Auch ein Tiger im Zoo hat nicht mehr das Bedürfnis, zig Kilometer am Tag durch die Gegend zu streifen, da ihn kein Hunger mehr treibt. Aber zurück zu den Fischen. Klar hast Du Recht, dass man einem Fisch seinen Kummer nur sehr schwer ansehen kann. Darum weiss ich nicht, wie man für ein Pärchen Clownfische ausgerechnet auf 200 Liter Beckenmindestgrösse kommt. Ich mach das ganze mittlerweile auch schon paar Jährchen, aber einen Unterschied im Verhalten, ob nun in 60 oder 500 Litern untergebracht, habe ich nie feststellen können. Unsere Clowns laichen im 60 Liter sogar regelmäßig ab, was ja nicht unbedingt das schlechteste Zeichen ist. Aber natürlich kann man hier unterschiedlicher Meinung sein und bleiben, nur Deine Aussage, unser Hobby würde Fischbestände in der Natur gefährden, ist schlicht und einfach falsch. Wenn Du mal die Zahlen hättest, wieviele Fische der Biotopzerstörung u.a. durch Umweltverschmutzung, Tourismus, Erderwärmung und Nahrungsmittelzwecken zum Opfer fallen, würdest Du sicher eingestehen müssen, dass Aquarianer nicht wirklich das Problem sind.


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