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Allein erziehend & ohne Ausbildung, wie geht es weiter?

 

Hallo an alle,

es geht um meine Nichte! Die ist 26, hat einen Sohn der 5 Jahre alt ist und lebt grade in Scheidung. Sie hat sich von Ihrem Ex getrennt da er Sie betrogen hat.
Ihr Ex brachte damals das Geld nach hause, sie war "nur" fürs Kind und den Haushalt zuständig.

Jetzt, wo Sie in Scheidung lebt, hat sie totale Zukunfstängst. Sie hatte damals Ihre Ausbildung abgebrochen wo sie wusste das sie ein Kind bekommt & jetzt steht Sie ohne alles da.
Natürlich kann man auch mit Kind eine Lehre machen, jedoch ist das bei uns schwierig. Wir wohnen eher ländlich und haben hier kaum betreuungsmöglichkeiten. Erschwerend hinzu kommt noch, das ihr Sohn zurück geblieben ist und verhaltensauffällig.

Daher würde mich interessieren, wie IHR euch euer Leben vorstellt wenn Ihr allein erziehend und ohne Ausbildung seit?


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Sie sollte auf jeden fall eine ausbildung machen ...

Ich bin 19, alleinerziehend und der Erzeuger kümmert sich auch nicht. Ich mache ab nächstes Jahr mein Abi nach, da ich bis jetzt keine Ausbildung gefunden habe. Wir leben auch eher ländlich aber fürs Abi ziehe ich eh in die nächste Stadt und dort gibt es auch Kinderbetreuung (leider immer noch viel zu wenig aber mit Hilfe des Ja findet man da was )

Habe mir jetzt hier keine Antworten durchgelesen wollte nur mal meinen Senf dazu geben

Also wenn es irgendwie möglich ist sollte sie schon noch eine Ausbildung machen

LG Steffi


 

............

Sie meinte mal zu mir das sie gerne was im Einzelhandel lernen möchte. Sie hat auch "nur" einen Realabschluss, also super hochbezahlte Jobs werden damit eher schwierig.
Und wie gesagt, die Kinderbetreuung ist bei uns nicht gut. Wir leben eher ländlich und die nächst größeren Städte sind ca. 40km weg.
Wir haben hier eine Grundschule und aufgrund der Entwicklungsrückstände muss ihr Sohn auf eine Förderschule. Das Jugendamt würde die Nachmittagsbetreuung zwar größtenteils finanzieren, aber das Problem ist, wir haben hier keine möglichkeit ein auffälliges Kind unterzubringen. Ist nunmal leider so! Der Vater von dem kleinen kümmert sich nicht, er fragt nie nach ihm, einfach gar nichts. Auch seine Eltern interessiert ihr Enkel kein Stück.

Und wie schon geschrieben wurde: Wie soll man bei einer Schulbetreuungszeit bis maximal 11-12 Uhr eine Lehre machen?


 

Trotzdem...

von:behindblueeyes86

nicht den Kopf in den Sand stecken...
Auf dem Arbeitsamt mal nachfragen, was die einem an Umschulungen, Fortbildungen und Co. bieten können. Das sind dann zwar keine TOP Ausbildungen aber es bringt einen auch nicht weiter zu Hause zu sitzen.

Es gibt wie geschrieben auch die Möglichkeit eine Teilzeitausbildung zu machen. Da dauert die Ausbildung zwar länger , aber die bisher geleistete Azubi zeit wird sicher angerechnet.

Gibt es bei euch in der Nähe keinen Tagesmütterverein? Die vermitteln einem passende Tagesmütter.

Und das wichtigeste Hilfe holen von allen Seiten (Jugendamt, Familienhilfe, Caritas usw.) und wenn man sich da quer stellt, immer und immer wieder anfragen, nachfragen udn nicht locker lassen.

Zu mir hieß es damals auch lange dass ich keinen Ganztageskindergartenplatz bekomme, weil mein Platz öffentlich gezahlt werden würde. Ein paar Anrufe vom Jugendamt und auf einmal durfte mein Sohn eine Woche später in dem neuen KiGa.


 

Hallo marlies531


Deine Nichte wird es sicherlich als alleinerziehende Mutter ohne Ausbildung es nicht einfach haben. Aber man muß nicht unbedingt den Kopf in den Sand stecken. Hier einige Infos für Dich:

Viele wissen nicht, dass der Europäische Sozialfond gerade Frauen mit kleinen Kindern und Hartz IV hilft, wieder in die Berufstätigkeit einzusteigen. Dort gibt es Gelder und Kinderbetreuungskosten.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Ausbildung in Teilzeit zu machen. Neben der Ausbildungsvergütung könnte sie auch weitere Gelder beantragen. Infos im Netz, bei der Arbeitsagentur oder hier: http://www.dgb-jugend.de/ausbildung.

Die Ausbildung wird ja mindestens 3 Jahre dauern, da wird das Kind schulpflichtig sein. Ich würde mich beizeiten um eine Grundschule kümmern, wo es eine Nachmittagsbetreuung gibt.


 

Danke...

für deine Antwort.
Wie stellst du dir denn jetzt dein Leben vor? Willst du nochmal eine Ausbildung machen oder so Jobben gehen?


 

Planen kann man viel...

von:behindblueeyes86

..nur (leider?) kam es anders.
Ich wollte jetzt endlich mit einem Studium anfangen. Habe aber vor ein paar Wochen erfahren, dass ich schwanger bin.

Aber um so mehr ist es wichtig eine Grundlage zu schaffen. Bin zwar grad (glaube Gefühls und Hormonbedingt) dabei darüber zu grübeln ob ich das Kind auch bekomme.

Mein erster Gedanke war aber JETZT erst recht. Eine Ausbildung kam für mich persönlich aber nicht mehr in Frage.
Habe damit keine guten Erfahrungen gemacht. Musste damals Überstunden nach der anderen machen, wusste nicht wie ich mein Sohn betreuen soll nach KiGa Schluss (17 Uhr), und als mein Sohn dann mal krank war (kein schnupfen sondern er war im Krankenhaus) wurde ich in der Probezeit entlassen. Beide Arbeitgeber wussten von meinem Sohn aber keiner hat darauf Rücksicht genommen.


In welcher Branche hat sie denn eine Ausbildung gemacht?bzw. möchte sie tätig sein.


Wenn sie "nur" jobben möchte kann ich ihr Firmen wie Ikea nur an`s Herz legen. Habe da jetzt ein Jahr gearbeitet, leider wurde mein Vertrag wegen einer langer Krankheit meinerseits nicht verlängert. Aber eine Firma die eigene Kindergärten hat, die einen in der Persönlichkeit nicht einschränkt (Kopftuch, Piercing und Tattoos im Verkauf) und einen auch unterstützen wenn man sich weiterbilden möchte kann nicht so falsch sein.
Klar bilden die auch aus, aber ich kenne mich nur in den Ausbildungen dort die ein Abi vorraussetzen aus und da ist es zb. Pflicht 3 verschiedene Standorte zu besuchen, was mit Kind schwer ist.

Da ihr Kind 5 ist, sollte sie auch ein gutes Netz in der Betreuung haben... denke nächstes Jahr Schule und bei mir im Ort ist 1.Klasse von 8-11 ca. Unterricht, wie soll da jemand noch arbeiten können?


 

Hallo

Ich war in der zwölften Klasse, als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Ich habe zwar die Klasse unterbrochen und 2 Monate nach der Geburt wieder angefangen und mein Abi bestanden.

Danach habe ich 2 Ausbildungen angefangen, die beide daran gescheitert sind, dass ich alleinerziehende Mutter bin. Aber das kommt TOTAL auf den Arbeitgeber an. Seit dem jobbe ich.

Habe sowohl als ich in der Schule, in der Ausbildung oder jobben war, Unterstützung bei der Kinderbetreuung bekommen. Sprich das Jugendamt hilft mir bei der Kostenübernahme von KiGa und Tagesmutter.

Wenn die Familie einem hilft ist es zu schaffen. Evtl. kann sie auch ihre bisherige Ausbildung abschließen. Wird bestimmt angerechnet.

Eine Bekannte von mir macht gerade mit 2 Kindern (alleinerziehend) eine schulische Ausbildung zur Erzieherin. Ich denke wenn sie den Willen hat und auf die Zähne beisst kann sie alles schaffen, noch stehen ihr da alle Wege offen.


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