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Lebenserwartung! ganz ehrlich, wie lange???????

 

hallo,

ich habe vor ein paar tagen schon einen bericht geschrieben. mein vater bekam die diagnose krebs. vorgeschichte: mai 2008 nierenkrebs (tumor 13 cm) niere entfernt und ohne chemo usw. als geheilt entlassen. er ging dann alle 3 monate zur nachsorge.. alles ok... keine metastasen! ständig tat im hüfte, knie und kreuz weh. er ist 66 aber geht noch ab und zu körperlich arbeiten und dachte, es kommt daher. nun rief der hausarzt an und sagte er solle mal hinkommen... schlechte blutwerte. 2 x durch die röhre und nun wissen wir. 1. knochenkrebs (metastasen in fast allen knochen), 2. prostatakrebs (stadium noch nicht bekannt), 3. kam nun raus das wohl alles an der zweiten niere begann und er weiterhin auch noch nierenkrebs hat. die ärzte haben eingestanden, das sie bei den nachuntersuchungen nur im bereich des ersten nierenkrebses geschaut haben. das merkwürdige ist, ausser kreuzschmerzen und im becken sowie knie, sieht mein vater rund und munter aus und kern gesund. nun habe ich viel im inet gelesen und alleine bei knochenkrebs steht meistens, das es keine heilung gibt. nun hat er ja mind.3 krebsarten zur selben zeit und die ärzte untersuchen, ob es noch mehr sind. er sollte schon vor 2 tagen mit der chemo beginnen aber sie untersuchen erst noch weiter. nun meine frage! die ärzte haben ihm nichts zur lebenserwartung gesagt. ich als tochter möchte es gerne wissen, weil ich mich frage ob eine chemo da angebracht ist. hat jemand erfahrung oder eine ahnung ob das noch heilbar ist? ich möchte nicht, das er sich mit der chemo quält, wenn es sein leben nur um einige wochen verlängert ohne lebensqualität. ich möchte einfach nicht, das mein vater unnötig leidet...für nichts!
gibt es vielleicht auch unterstützende alternativen zur schulmedizin? kann mir jemand sagen ob es heilbar sein könnte und falls nicht, wie lange er evt.noch zu leben hat (wochen oder jahre)?
versteht bitte nichts falsch..ich liebe meinen vater, will nur nicht, das er unnötig leidet.

bin für jede antwort dankbar.

lg


 

Zu Nierenkrebs

Ich hatte im Januar 2006 Nierenkrebs halt die Niere raus ich stehe auch unter Kontrolle ich bin zwar im Moment Krebs frei aber ich bin Körperlich am Ende - ich fühle mich wie wenn man eine Krippe hat bloß das es keine ist anders kann ich es nicht erklären - Krebs merkt man leider nicht immer ich bin zwar dankbar das man mir helfen konnte - aber man hat auch Zukunftsängste wenn es mal nicht mehr geht - halt Pflegefall - ehrlich gesagt ich wüsste nicht ob ich mich noch einmal Operieren lassen würde zu groß ist die Angst vom Staat im Stich gelassen zu werden - da sterbe ich lieber


 

Nierenkrebs

Hallo Chantal, Was ist aus Ihren Vater geworden?
Hat er den Nierenkrebs überlebt?
lg
Annemarije


 

Krebs

Hallo Chantal, erstmal möchte ich Dir sagen, dass mir das mit deinem Papa sehr leid tut. Ist wirklich schwer Dir auf Deine Frage eine Antwort zu geben. Normalerweise denkt man ja, dass die Ärzte Dir das besser beantworten können aber wenn ich das alles so lese bin ich echt geschockt. Ich bin gerade mal 28 Jahre und stellte vor ca. einem halben Jahr ein großes rundes Ding in meinem Bauch fest. Die Untersuchungen ergaben Krebs. Tja und letztendlich wurde mir mit der zweiten OP die komplette Niere entfernt. Da der Krebs nicht gestreut hat bekam ich keine Chemo. Ich muss auch alle viertel Jahr zum Urologe zur Untersuchung. Wenn ich das jetzt alles von Dir lese bekomm ich richtig Angst. Ich hab ehrlich geagt niemanden mit dem ich darüber so richtig reden kann.Alle sind der Meinung alles ist überstanden. Ich hoffe sehr für Dich, dass ihr die richtige Entscheidung trefft ob Chemo oder nicht. Vor allem ganz ganz viel Kraft! Ganz liebe Grüße Michèle


 

Man sagt das so einfach...

Hallo Chantal,

Krebs ist eine Scheiß-Krankheit. Ich weiß selbst wovon ich spreche. Ich weiß nur nicht, warum die Ärzte da auch so lange brauchen, um mit der Wahrheit herauszurücken. Ich frage mich manchmal selbst, ob sie denken, sie könnten alles heilen.

Mein Vater ist 2005 an Lungenkrebs gestorben. Nein, eigentlich ist er nicht an Lungenkrebs gestorben, sondern an körperlicher Entkräftung, weil er durch die ganzen Therapien im Prinzip nichts mehr essen konnte. Er hatte noch eine dreiviertel Lunge, leider auch schon Metastasen in anderen Organen. Die Chemotherapie hat nicht geholfen, er hatte die 3. gerade angefangen. Das Problem dabei ist, die Ärzte stochern da mit ihren Therapien auch herum, und wissen gar nicht wirklich, ob die Therapie greifen kann.

Deine Frage ist sicherlich berechtig, aber noch viel wichtiger sollte sein: Will es denn Dein Vater überhaupt wissen. Wenn ich es so im nachhinen beurteile, hat es meinem Vater den letzten Lebensmute geraubt, das ein Arzt im gesagt hat, sein Krebs sei nicht heilbar. Er hat danach totale Depressionen gehabt und auch keine Kraft mehr. Jede Therapie wäre sowieso zum Scheitern verurteilt gewesen, denn das sind grundlegen Dinge, die man im Kampf gegen die Krankheit braucht.

Das es aber auch möglich ist, durch eine Chemotherapie die Krankheit zum wenigstens "Stillstand" zu bringen, konnte man ihm gar nicht mehr vermitteln. Allerdings war der Lungenkrebs ein Rückfall. Mein Vater hatte ja schon einmal eine Behandlung mitgemacht.

Würdest Du Deinem Vater die Behandlung per Chemo ausreden, wenn sie angeblich nichts mehr bringen würde? Man muß auch den Gesundheitszustand zur Zeit mit einbeziehen. Mit schon schlechten Blutwerten gibt es allerdings auch Möglichkeiten, die Behandlung gut durchzustehen. Und vielleicht gibt es den Glücksfall, dass eine Chemo gefunden wird, die verträglich ist und den Krebs wenigstens so weit in Schach hält, dass Dein Vater noch einige Jahre hat.

Ich weiß ein bißchen wovon ich rede. Denn ich habe im November erfahren, dass ich Brustkrebs habe. Mit 40. Noch sagen mir die Ärzte, er sei heilbar. Aber seit dem Tod meines Vaters glaube ich auch nicht mehr alles, was die Götter in Weiß so erzählen. Die Ängste, die man hat, werden einen immer Begleiten. Ich muß nun die Chemotherapie durchstehen, die bis jetzt ganz gut zu verkraften ist. Aber ich war vorher immer gesund und hatte noch nie etwas schlimmes. Meine Blutwerte bisher excellent, ich hoffe es bleibt so. Wie ich einen Rückfall (Rezidiv verhindern kann) werde ich noch versuchen, herauszufinden. Wie gesagt, ich glaube nicht alles, was mir die Ärzte so einreden wollen. Und ob nur alleine die Chemo hilft....

Ich wünsche alles Gute, viel Kraft und bei dem Nachgehen bei dieser Frage: Vergiss bitte nicht, was für Deinen Vater das beste sein könnte. Was verkraftet er am besten? Spricht er selbst davon, dass er nicht mehr lange hat? Glaubt er, es wird wieder?? Ich weiß nicht, manchmal hat es vielleicht einen Grund, warum die Ärzte mit der Wahrheit nicht herausrücken...Bei meinem Vater ging der Schuß auch nach hinten los.

Liebe Grüße,
Kylie


 

Liebe kylie

von:chantal19811

vielen dank für deine lieben worte. wir sind bis zum heutigen tage nicht wirklich weiter gekommen. die ärzte haben doch noch nicht mit der chemo begonnen. sie untersuchen und untersuchen. fest steht nun, das es wohl doch von der prostata ausgeht und da ein großer tumor sitzt. nicht operabel. am montag wird auch noch eine probe von der blase genommen. die metastasen sind überall in den knochen (hauptsächlich wirbelsäule und rippen aber auch in den beinen?). er hat ja nur noch eine niere und die ist auch stark betroffen. deshalb wollen sie wohl die chemo machen,weil sie befürchten das sonst die niere versagt. wir wissen nicht, was wir machen sollen denn heilen können sie ihn nicht mehr. das wurde uns auch gesagt.

liebe kylie, ich wünsche dir auch alles gute und hoffe, das du deine krankheit besiegst! aber du bist stark und du schaffst es!!!!!!!!!!!! du musst aber auch immer daran glauben!

ich würde mich trotzdem freuen, wenn mir hier noch mehr leute schreiben denn es hilft auch irgendwie.

lg chantal


 

Liebe Chantal,

von:kylie292

es macht mich sehr betroffen das zu lesen.

Bei der Erkrankung meines Vaters haben wir uns alle hinterher ein bißchen Vorwürfe gemacht, dass wir nicht mehr helfen konnten. Seit der Gesundheitsreform, die doch auch tatsächlich nicht nur Streichungen beinhaltete, sondern auch Vorteile, ist gesetzlich verankert, dass seit 1.1.2007 die Palliativmedizin von den Krankenkassen bezahlt wird. Da mein Vater 2005 gestorben ist, war das bei ihm also so noch nicht der Fall...Ich will Dir aber nicht mit Erfahrungsberichten Angst machen, die heute so nicht mehr sein müssen.

Wendet Euch ggf. an die Klinik, in der dein Vater behandelt wird, dort an die Sozialstationen. Die können Euch mit Adressen von Beratungsstellen weiterhelfen. Eventuell gibt es einen Hospizverein in der Nähe der Klinik oder in der Nähe des Wohnorts deines Vaters. Und damit meine ich nicht nur, Beratung für deinen Vater, sondern auch für euch als Angehörige. Damit alleine als Familie klarkommen zu wollen, ist kaum möglich, man kennt sich einfach nicht damit aus.

Was soll es bringen? Magst Du dich fragen. Die Stellen helfen, das bürokratische ein bißchen besser auf die Reihe zu bekommen, was man eventuell da noch beachten kann. Ansonsten können die Stellen ggf. auch darauf hinwirken, eine lückenlose und medizinische Betreuung deines Vaters sicherzustellen (Hilfsmittel beantragen z.b., da kennt man sich als Laie ja nicht aus). Denn auch wenn man den Krebs nicht heilen kann, muss kein Mensch heute schlimmere Schmerzen erleiden. Ggf. würde ich den Kontakt schon mal herstellen, dann fühlt man sich auch nicht so hilflos den Ärzten gegenüber ausgeliefert. Aber wenn sie schon sagen, dass ihre Arbeit im Prinzip nicht mehr hilft, werden sie vermutlich keine Therapie mehr beginnen.

Ich weiß sehr genau, wie schlimm das alles für Dich sein muß. Du kannst mir glauben, dass wir damals bei meinem Vater genauso hilflos daneben standen. Allerdings war es in der Hinsicht auch sehr schlimm, denn wir kannten die ganzen Möglichkeiten nicht. Wenn Du die Kontakte wenigstens herstellst, fühlt ihr euch dem unvermeidlichen nicht ganz hilflos ausgeliefert. Und dein Vater hat immer die Gewissheit, dass man sich um ihn kümmert und das ihr ihm helft.

Ich selbst werde auf jeden Fall die Krankheit besiegen, davon bin ich überzeugt. Und ich weiß, wenn ich das schreibe, wieviel Glück ich dabei schon hatte...

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und alles Liebe

Gruß, Kylie









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