Hallo Erstmal erzähl ich euch ein bisschen über mich selbst... Ich bin 18 Jahre alt, gehe ins Gymnasium und habe einen festen Freund. Ich habe immer wieder Phasen wo es mir nicht so gut geht und ich mich bulimieisch und magersücchtig verhalte. In diesen Phasen nehme ich jedesaml bis zu 10 kg ab. Am Anfang hab ich nicht viel darüber nachgedacht da ich nichts über diese Krankheiten wusste, ich bin davon ausgegangen, dass ich in einer Art Krise stecke, aus der ich nach einer gewissen Zeit woeder rauskomme. Irgendwann haben wir dann in der Schule das Thema "Esstörung" durchgenommen und ich war total faziniert davon! Ziemlich krank ich weiss... Ich lese alles darüber, was ich in die Finger bekommen kann. Dann kam eine Zeit, als etwas sehr schreckliches passiert ist, wo ich dann wirklich über ein halbes jahr wirklich in dieser Esstörung hatte (bulimie). Meine Mutter bekam nichts mit, aus gründen die ich hier nicht nennen möchte, aber eine Freundin sprach mich an und half mir da wieder rauszukommen.. Der Punkt ist aber, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als wieder in dieser Sucht zu stecken, sie gibt mir den halt den ich brauche.
Alles ziemlich merkwürdig, ich weiss. Ich möchte keine blöden Annmachen von irgendwelchen leuten, sondern klar Meinungen und Ratschläge von denen, die genau wissen worüber sie reden und die es Ehrlich und Ernst meinen..
Als ich deine Geschichte gelesen hab war ich echt überrascht wie viel Parallelen es bei uns Beiden gibt. Ich bin 16, gehe auch aufs Gymnasium und leide unter Bulimie (und Phasen in denen ich hungere).Insgesamt hat es bei mir genauso angefangen wie bei dir. Ich versuche seit einiger Zeit davon loszukommen aber schaffe es nicht so recht.
Bitte sei stolz auf dich ! Du hast es geschafft wieder halbwegs gesund zu werden dank deiner Freunde. Ich kenne das gut, dass man die ES nicht hinter sich lassen will, weil man denkt dass man sonst keinen Halt mehr hat und "nichts mehr zu tun hat" in seinem Leben. Aber das stimmt nicht Irgendwann hast du einen Haufen Probleme und bist unglücklich. Vielleicht solltest du nochmal mit deinen Freunden reden und denen auch erzählen, dass du dir deine ES sozusagen zurückwünschst. Über eine Therapie solltest du vielleicht auch nachdenken. Ich war auch eher skeptisch vor ein paar Monaten, aber es hilft mir wirklich einmal in der Woche mit einer Person über die ES zu reden.
Hoffentlich konnte dir mein Beitrag weiterhelfen.
Hallo Wolkenkranich,
eine Essstörung ist eine psychische Krankheit und hat auch bei dir mit Sicherheit psychische Gründe. Mit der Unterstützung einer Freundin ist es dir gelungen, dein Essverhalten zu normalisieren. Aber die der Krankheit zugrundliegenden ungelösten Konflikte, Verletzungen und Traumata sind nach wie vor unbewältigt. Sie haben einmal die ES ausgelöst und verursachen nun die Vorstellung, wieder krank werden zu wollen. Damit besteht für dich natürlich eine hohe Rückfallgefahr und ich würde dir schon empfehlen, mal über eine Psychotherapie nachzudenken, die dir dann grundlegend helfen kann.