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Das Schweigen der Männer...

 

Liest man in diesem und den anderen Foren ja immer wieder und welche Frau kennt das nicht:

Erst bemüht sich der Herr ohne Limits, ohne Hemmungen und mit der Kraft der zwei Herzen um die Herzdamen...
dann, nach erfolgreicher Eroberung, folgt häufig eine Phase des Rückzuges.
Dieser "Tanz" kann sich über einen längeren Zeitraum beliebig wiederholen und sich auch in einer vllt entstandenen Langzeitbeziehung wiederholen.

Habe in einem emanzipatorischen Buch (übrigens von einem Mann verfasst und kein Emanzen-Pamphlet ) was Interessantes gelesen und möchte es zur Diskussion stellen:

"Zum Zuhören (und Reden..) aufgeforderte Männer pflegen sich zurückzuziehen, bis sie vergessen haben, was die Frau wollte. Bis sie sich nur noch an ihre Schönheit und erotische Attraktivität erinnern. Dann kommen sie wieder. Plötzlich melden sie sich wieder, unerwartet, unvorbereitet, die besseren Verdränger schneller. Sie wollen an die durch ihre blühende Phantasie künstlich in Spannung gehaltene lustvolle Intimität, an die Verwöhnung anknüpfen. Statt diese herzustellen, werden die Illusionen zerstört, wenn man sich trifft."

(Zitat aus: "Männer lassen lieben", Wilfried Wieck)

Interessiert mich natürlich the most, was die Herren dazu sagen.

LG
LL


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Auch wenn...

ich jetzt ne 6 wegen zu spät kommen bekomme ist es sehr interessant was "ein buch" so für wellen schlagen kann.
Beim kennenlernen merkt man doch schon, ob mann und frau sich viel zu erzählen haben, ob der selbe humor vorhanden ist, ob die wellenlänge stimmt.
Eine beziehung kann meiner meinung nach nur funktionieren, wenn du mit deiner liebsten über alles reden kannst. Dann weißt du auch, wenn sie manchmal nur dinge sagen will um sie rauszulassen, die dann auch keinem statement von dir bedürfen . Bei männer ist das anders, die sagen was und wollen auch definitiv eine antwort.
Männer kannst du dir erziehen ohne dass du ihnen die persönlichkeit nimmst.

Klare worte in der kommunikation versteht mann und frau, denke ich, ebenso und da beide sich für diese gemeinsame beziehung entschlossen haben, will keiner von beiden dem anderen mit seinen worten verletzen.
Hier liegt jedoch auch genau der punkt, der das ganze kartenhaus zusammen brechen lässt.

Kommt es zu so einer unterhaltung und einer fühlt sich durch die worte des anderen verletzt, äußert sich das in einer entsprechenden antwort oder anderen reaktion, die den anderen entsprechend verletzt => evtl streit oder ignoranz des anderen weil er verletzt ist.

Manchmal macht ein streit ja auch spaß, weil man sich später wieder verträgt und überglücklich ist, aber dennoch führen diese situationen dazu, dass mache dinge nicht besprochen werden, weil ein streit verhindert werden soll.
Sowas sammelt sich dann an und nach 2 jahren bemerktst du dann, oops...liebe futsch, wir passen doch nicht zusammen usw. Hat jeder schon erlebt, oder?
Weil kleine macken am anfang nicht so ins gewicht fallen und gerne abgetan werden. Also warum nicht frühzeitig gegen diesen virus ankämpfen?

Eine antwort kann sein, wenns halt nicht passt, dann passt es halt nicht. Das kann es aber nicht sein, sonst würde eine trennung nicht solche narben hinterlassen.

Kannst du also mit deinem kerl vernünftig reden und er rafft auch was phase ist, kannst du ihn evtl gebrauchen.....
Versteht er auch wie er mit dir zu reden hat?.........da fällt mir nur dieser link ein....:

http://www.youtube.com/watch?v=oH2salaZfmk&feature=related

Es gibt doch nix schöneres als in ihren augen zu sehen, dass sie einfach nur glücklich mit dir ist und da feilen wir männer doch gerne an unseren macken.

Der author sollte nochmal in medias res gehen.....und ein buch schreiben, warum "männer" lieber im stehen pinkeln
Könnte lustig werden.........weil auch dort sind männer lernfähig.....lach

Dies ist nur meine meinung und meinungen sind bekanntlich frei.......kann jeder anders sehen....

lg


 

von:lebenslaenglich

von mir kriegst du keine 6...
schließlich bin ich nicht Frau Oberlehrerin

nur so aus Interesse: hast du das Buch etwa gelesen ????


 

Wochenende...

Am Wochenende habe ich mit einer seitdem guten Freundin gequatscht und wir haben uns auch über Beziehungen im Allgemeinen und meine im Besonderen unterhalten. Es ist alles nicht einfach, aber ich versuche mal wiederzugeben, welche Ideen da im Halbrausch entstanden sind.

Die Erwartungen an solche Gespräche sind hoch unterschiedlich. Es gibt auf beiden Seiten (männlich vs. weiblich) unterschiedliche Charaktere und diese haben unterschiedliche Eigenschaften, ob nun introvertiert vs. extrovertiert, träumerisch vs. bodenständig, romantisch vs. abgeklärt... Wenn nun diese unterschiedlichen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Erwartungen aufeinander prallen, dann gibt es diese Missverständnisse, die gerade in Langzeitbeziehungen genau dieses Phänomen, das oben im Eingangsport zitiert ist, unterstützen. Wenn die Frau sofort eine Antwort haben will, dann wird Mann, der möglicherweise erstmal das Gesagt verarbeiten muss - rein mechanischer Vorgang - , nicht sofort antworten können. Wenn er dann eine Nacht darüber geschlafen hat und eine Antwort von sich geben möchte, will sie aber nichts mehr davon wissen. Das passiert zwei oder drei mal und dann stellt der Herr auf Durchzug, denn sie interessiert es ja ganz offensichtlich nicht, was sie selber schwafelt.

Das ist ein Problem und kann nur gelöst werden, wenn beide einen Schritt aufeinander zu machen. Frau fragt langsam und ohne Text zwischen den Zeilen, Mann gibt eine Stunde später schon etwas von sich, nicht erst 12 Stunden. Das ist meine Einschätzung zu dem, was ... rausgesucht hat. Es ist nicht generell so, die Rollen können sich auch genau vertauschen. Es sind eben unterschiedliche Charaktere, die da aufeinander stossen, die mit unterschiedlichen Situationen eben unterschiedlich umgehen wollen.

Dass ein Mann nicht gerne über Gefühle spricht, ist so. Er ist es schlicht nach seiner Sozialisation nicht gewohnt. Man muss ihm Zeit geben, die Situation zu überdenken. Dann kann er nach einem gewissen Abstand auch auf die ganz konkret gestellte Frage ganz konkret antworten. Und nein, wir reduzieren Frauen im Allgemeinen nicht auf ihre sexuellen Schlüsselreize. Zumindest nicht die, mit der wir eine lkangfristige Beziehung eingehen wollen. Da reicht es einfach nicht aus, phänomenalen Sex zu haben, da muss auch intellektuell und interessentschnisch sehr viel zusammenpassen. Wenn nur das Sexuelle passt, dann kommt es zu der oben beschriebenen Situation. Dann ist es nämlich wirklich egal, was die Frau für Wünsche oder Anmerkungen äussert. Sie ist dann nur das Lustobjekt und keinen weiteren Gedanken wert.

Aber das kann andersrum heute auch passieren, auch wenn es noch eher die Ausnahme ist, dass Frauen ihren Lover rein auf die paar cm in der Hose reduzieren, aber es soll schon vorgekommen sein...


 

Hola Diogi,

von:lebenslaenglich

hoffentlich war der Rausch kein voller

Hast schon recht, mit deiner Interpretation, jedoch war das statement nicht auf die rein physische Ebene ausgerichtet.
Leider ist das ja auch nur ein Textausschnitt und ich müsste vllt noch ein bisschen präzisieren, worum es dem Autor eigentlich ging.

Vornehmlich gehts um die Kommunikation in Langzeitbeziehungen (ich habe das mal frei von der Leber weg auf die Besonderheiten der Beziehungsanbahnung übertragen ) zwischen Männer und Frauen und um das Defizit dabei, was (der Autor = Mann) den Männer bescheinigt.
Dieses entstehend aus ihrer Sozialisation (klar) als Jungs.
Das besagte Kapitel "Männliches Schweigen" gliedert der Autor in die Aspekte: Gefühlsverweigerung, Entwertung der Frau (als Partnerin), "Bloßes Reden" (sehr interessant: blabla verhindert echte Kommunikation), "Keine Fragen stellen" und eben "Nicht zuhören".
Klingst alles sehr provokativ und ist es auch .

Das mit der zeitlichen Verzögerung bei der Kommunikation ist auf jeden Fall ein interessanter Aspekt u definitiv wahr.
Wie lösen wir das?
Tempomat 70?!

LG
LL


 

Tja, da wäre natürlich die Frage zu klären, was "tut" sie in der Zeit auf ihrer Seite für die Beziehung? Natürlich kann man ganz leicht behaupten, dass Männer sich gern lieben lassen. Ich möchte nur die Frau sehen bzw. kennen lernen, der es nicht auch so geht.
Ich habe mit exakt einer solchen Langzeitbeziehung zu tun, in der es immer wieder große Pausen gibt. Das liegt aber nicht immer nur an einem.
Wenn einer (eine) sich ständig immer wieder bemüht, es am Laufen zu halten, während die Gegenseite nur abwartet und Tee trinkt, bzw. einfach nichts aus sich selbst heraus für die Beziehung tut, dann kann dem Erstgenannten schon mal berechtigt die Luft ausgehen. Oder?

Ich fand es gut, dass Du von einem emanzipatorischen Buch geschrieben hast. Und auch davon, dass dies von einem Mann kommt. Das bringt mich auf einen ziemlich "alten" Gedanken in mir. Ich bin nämlich schon seit frühester Jugend für die Emanzipation. Wenn Frauen dies wollen, müssen sie sich aber auch den weniger angenehmen Dingen stellen. Und dazu kann nun auch die Initiative bei der Partnerschaftsgestaltung gehören.
Jetzt bitte nicht alle emanzipierten Frauen gleich wieder protestieren. Viele von Euch tun es ja auch. Aber es gibt eben auch viele, die glauben, da sein, anwesend zu sein, das würde schon reichen. Manchmal tut es das eben nicht. Und dann zieht man sich zurück und fragt sich, will er (sie) mich denn wirklich? Oder ist er (sie) nur zu nett, um mir endlich die Wahrheit ins Gesicht zu sagen.
Wenn kein feedback kommt, beginnt immer der Zweifel.

Eine interessante Frage, lebenslaenglich. ich würde Dir wünschen, dass hier viele antworten werden. Wäre auch für mich interessant.
LG Wolmin


 

Danke

von:lebenslaenglich

Finde deinen Beitrag echt erhellend .

Diese Sicht (eines Mannes!) ist für uns, also auf der Frauenseite nämlich oft nicht nachvollziehbar und zwar weil ihr euch oft (nicht immer und nicht jeder!) deutlich weniger artikuliert als wir.
Wenig bis garnicht

Darum SCHEINT es ja auch häufig so, als ob nur die Frau die gesamte Beziehungsarbeit leistet.

Die Frau, die nur anwesend ist...
Das kann wirklich nicht reichen.
Und doch sind viele Frauen oft nur (noch) aus wirtschaftlichen Grüden mit einem Mann zusammen oder um die gesellschaftliche Normen zu erfüllen nach außen (Familie zusammenhalten etc.).
Frauen unterschätzen oft eure Emotionalität (ich übrigens auch), weil wir sehen ja so wenig davon!
Und dann glauben wir auch schon mal, wir hätten das Bleiberecht, eure Lebensgefährtin zu sein, oft nur durch bloßes Ausharren in der Beziehung erworben!!

Übrigens - zur Info und Vorbeugung von blöden Missverständnissen - emanzipatorisch meint ja nicht nur die sog. Emanzipation der Frau, sondern einfach nur die Diskussion der Geschlechterrollen in der Gesellschaft.
Der Mann durchlebt seine eigene Emanzipation (oder eben nicht) und das halte ich für echt wichtig!


 

Um nochmal etwas

von:wolmin

ernsthafter auf den Fred hier einzugehen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Damen dieser Welt derart viel an Anregungen zum Diskutieren und Reden aus was weiß ich für Zeitschriften und Fernsehshows bekommen, dass es häufig auch zu den erschwerenden Bedingungen für Männer in Partnerschaften gehört, auf den ganzen "Sülz" einzugehen. Da muss ausdiskutiert werden, welcher Stoff zu welchem Nagellack und welche Gewürze zu welcher Party passen, und all son Zeuch. Das ist jetzt nicht immer gar so prickelnd für einen Mann. Leider muss man sich das häufig beim Abendbrot oder mitten in der besten Sportreportage anhören, welche Freundin welche Meinung dazu oder auch nicht hat.
Sonderbarer weise wollen Frauen auch gerade mitten im besten Klitschko- Kampf hören, warum man gerade mit ihnen zusammen lebt und ob man sie liebt. Man ist gerade voll mit Testosteron, stellt sich im Kopf vor, wie der eigene Chef als Gegner von Klitschko endlich seine Grenzen aufgezeigt bekommt, da wollen Frauen östrogene Themen ansprechen.
In der Lehrausbildung, beim Bund und in der Autowerkstatt lernt man wirklich nicht, zu erklären, warum man jemanden liebt!
"Dat Auto willet nich. Mach ma wieder." Und da weiß ein Mann, was er zu tun hat.
Was auch immer mal vorkommen soll... Wenn man einer Frau zeigen will, dass man sie gern hat, hängt das auch häufig mit materiellen Zeugnissen der Liebe zusammen. Nicht jeder Frau reicht der verbale Ausdruck von Liebe und Zuneigung. Hab ich mir mal erzählen lassen...
Und ein letztes dazu:
Sagt ihr Frauen eigentlich oft und häufig genug zu Eurem Mann, dass ihr ihn gern habt??? Bekommt Euer Mann auch mal außer der Reihe einen Gutschein vom nächsten Baumarkt???
In den Gesprächen, die ich hin und wieder mit meinen Astrokunden habe, berichtet mir selten ein Mann davon, wie sehr er von seiner Frau geliebt wird. Das Thema hinkt auch, wenn man es einmal andersherum dreht.

Solange wir das Ganze nicht zuu ernst nehmen, ist es ein gutes Thema, sich mal wieder an den Partner zu erinnern. An die ersten Zeiten, mit all den Butterfliegen im Bauch. Und an all die verliebten Worte, die man da mal ausgetauscht hat. Aber wenn man ständig und jeden Tag gesagt bekommt, Herzilein, du bist mein ein und alles.. Menke, Menke... bla, bla bla, dann geht doch das Besondere, das Schöne und Faszinierende daran verloren. Oder nicht.
(Zum Thema Missverstehen in der Kommunikation habe ich bei den WMs in dem thread "Im Zoo" eine zweite Geschichte eingestellt. Das geht schon zwischen Vater und Tochter los. Warum sollte es da später besser werden? )
LG Wolmin


 

nochmal andersherum

von:lebenslaenglich

abgesehen von einer gewissen "Sprachlosigkeit" in der Beziehung, die die Zeit so mit sich bringt ....

was ist denn mit diesem Phänomen, wie ich es eingangs beschrieben habe:
Der Mann war nun erfolgreich bei der Eroberung u das hat eine gewisse Zeit in Anspruch genommen (beim einem mehr, beim anderen weniger).
Nun kommt im allgemeinen die Zeit, wo die Frau, die denkt, jetzt habe sie eine Beziehung, diese vertiefen möchte.
Ich denke die Frauen hier können mir hier zustimmen: das versuchen wir meist durch intensivere Gespräche, Fragen etc., denn wir möchten unseren zukünftigen Partner möglichst gut kennenlernen. Wir möchten ihm möglichst nah sein!
Aber just in dem Moment tritt der Mann den verbalen Rückzug an und öffnet sich eben nicht weiter. Im unangenehmsten Fall kommts halt zum Komplettrückzug...
Als Frau verwirrt mich das sehr, denn es wurde ja gerade vorher durch den Mann selbst eine große Nähe hergestellt.
Fast hat man den Eindruck, je größer die Nähe wurde, um so intensiver danach der Rückzug und die Sprachlosigkeit.

Gibts denn dazu ein paar erhellende Erkenntnisse von euch?

LG
LL


 

Während der Jahre,

von:wolmin

in denen ich mich intensiv mit Psychologie befasst habe, hatte ich einen Professor am Wickel, der sehr volksnah geredet hat. Bei genau diesem Thema, dass wir hier besprechen, hat er uns immer wieder die Tierwelt vor Augen geführt. Das Balzgehabe bei Vögeln, bei Paarhufern, bei Gorillas etc.
Es gibt dort exakt gleiche Verhaltensweisen. So unromantisch das jetzt daher kommt, aber es gibt da doch Parallelen.
Dieser immens große Kommunikationsbedarf ist übrigens noch gar nicht so alt. Auch unter den Frauen nicht. Sie haben zwar schon immer mehr geredet, mit den anderen Frauen in der Gruppe, im Weiler oder Dorf, während die Männer auf der Jagd, bei der Eroberung neuer Gebiete oder im Krieg waren, aber der Gesprächsbedarf zwischen den Geschlechtern ist erst mit dem 19 Jahrhundert so groß geworden. Als bezahlbare Bücher aufkamen, sich die Damen von Welt mehr mit diesen beschäftigen konnten, als mit Gesprächen in der Schlossküche oder mit dem Gesindel, da fing das "Problem" erst an.
Heute Abend kommt auf dem WDR eine Sendung zu genau diesem Thema hier: Männer schweigen, Frauen reden. Schauen wir uns das doch einfach mal an.
LG Wolmin


 

Kurze Ergänzung

von:wolmin

Wir vergessen heutzutage auch gern, dass die Arbeitsbereiche der Männer und Frauen erst seit zweihundert Jahren zusammen gerückt sind. Über Jahrtausende!!! waren wir in unterschiedlichen Bereichen unterwegs.
Die Männer auf der Jagd bzw. der Eroberung. Dazu brauchte man die Fähigkeit, sich auf den Punkt genau zu konzentrieren, im Moment des Zupackens sicher und versiert zu sein, um danach, wenn die Beute erlegt war, der Feind besiegt, sofort wieder entspannen zu können. Ein dauerhafter Zustand der Anspannung, physisch wie psychisch, geht nicht. Daher spielt das Hormon Testosteron bei Männern eine größere Rolle als bei Frauen.
Frauen hatten ihre Aufgaben am Standort der Sippe. Sammeln von Früchten, Kinder bekommen und aufziehen, kochen und handwerkliche Arbeiten rund um die Hütte, das Heim. Dazu braucht man andere, komplett entgegengesetzte Eigenschaften. Geduld, Langmut, Verständnis für andere. Daher spielt da ein anderes Hormon eine größere Rolle.

Das war über Jahrtausende so. Erst in unheimlich kurzer Zeit sind wir zu den Menschen geworden, die wir heute in der zivilisierten Welt sind. Jetzt ändern sich die Anforderungen an beide. Und das braucht Zeit. Mit Vernunft und Einsicht lässt sich kein Kleinhirn beeinflussen. Sondern nur das tagesaktuelle Denken. Das Kleinhirn, in dem alle unsere Instinkte verankert sind, brauchte aber Tausende von Jahren, um sich so zu konfessionieren, wie es heute ist. Es wird auch genau so lange brauchen, sich umzustellen.


 

Mann oder Frau ?

von:lebenslaenglich

Sorry für meine dreiste, private Frage...
Kanns nicht aus deinem Profil ersehen, bist du Mann oder Frau?


 

von:wolmin

Spielt das bei der Frage so eine große Rolle???
Mann


 

Finde ich schon,

von:lebenslaenglich

denn Emanzipation soll ja nicht Gleichmacherei sein (so wie es vielfach früher missverstanden wurde), sondern Ziel ist ja wohl, die Eigenheiten der Geschlechter als solche und gleichzeitig als Gleichwertig gegenüber zustellen.
Unterschiedlich sind wir doch nun mal definitiv.
Das sollte aber nicht als gut-schlecht bewerted werden.

Sehr wahrscheinlich kommen Männer und Frauen auf ganz unterschiedliche Ideen und Bewertungen über das Statement.
Ist doch spannend, WIE unterschiedlich das sein wird, oder?

Ganz ohne Wertung, natürlich


 

Frauen brauchen keine Emanzipation

von:biene7772

Sie sind Eigen für sich, schön, einzigartig
Wir brauchen keinen Wettkampf.
Wenn Männer ihre Welt erschaffen haben in Politik und Religion, wozu da durchsetzen und ebenso hart und männlich werden? Indem ich meine eigene Kreativität finde, löst sich das Problem der Gesellschaft. Es ist eine Frage der Individualität, und in der Emanzipation kann man auch verhärten, denn sie ist ein Kampf- den wir Frauen in Wahrheit gar nicht nötig haben!!!


 

?

von:lebenslaenglich

Thema verfehlt, würds in der Schule heißen


 

Es geht doch hier um

von:catfire1

das Schweigen der Männer....?
Ob Biene jetzt nun ne 6 bekäme für ihren Beitrag in der Schule oder nicht, das ist doch völlig wurscht. Es sind halt ihre Gedanken dazu.
WIe oft schweifen wir hier vom Thema ab....????

Frauen reden nunmal mehr wie Männer. Daran kann man wohl nichts ändern. Grundsätzlich. Ob es angeboren ist oder nicht, das mag man mal unkommentiert lassen.
In einer Langzeitbeziehung, wo die Schmetterling schon länger träge in ihrer Behausung hocken, wo das Feuer der Leidenschaft schon etwas niedergebrannt ist, da schleichen sich halt so Dinge wie Nichtreden oder Nichtzuhören ein. Es hat aber jeder die Möglichkeit, ob Mann oder Frau, dagegen etwas zu tun. Wenn man es hinnimmt, nie anspricht, wird es so bleiben und noch schlimmer werden. Bis zu dem Punkt, an dem man sich morgens gegenübersitzt und jeder die Zeitung liest, ohne Worte.

Eine Beziehung zu haben heißt doch auch, daran zu arbeiten, das es für beide eine Bereicherung ist, eine Erfüllung. Und Nichtreden hat schon was mit Ignoranz zu tun. Wenn die Partner sich durch Schweigen bestrafen bzw. dann kein Interesse mehr zeigen, was in dem jeweils anderen vorgeht, dann ist wohl besser, man geht getrennte Wege.

Ich bin aber der Überzeugung, das es dieses Schweigen nicht nur in Langzeitbeziehungen gibt. Reden schafft Verständnis, bringt auch Hilfe und ist das wichtigste Mittel überhaupt, sich mitzuteilen. Wer nicht redet, dem kann auch nicht geholfen werden.

Habe dennoch Männer kennengelernt, die ohne Punkt und Komma redeten. Sei es am Telefon oder persönlich. Das gibt es auch. Und wenn man dann als Frau Stopp sagen muss, jetzt bin ich dran, da wird es dann schon langsam anstrengend.

Sicherlich messen Frauen und Männer manchen Dingen unterschiedliche Bedeutung bei. Müssen wir jetzt darüber reden?... ist doch ein Satz, den Männer erfunden haben .

Manche Frauen mögen sich dem beugen, auch wie hier schon angesprochen in einer Ehe etc,. Aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Gründen der Sicherheit. Dann darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn Mann dann eben plötzlich diese Attraktivität wiederentdeckt. Dies ist ja meist nur eine Frage von Tagen.....

Cat


 

Unterschiedliche Kommunikation

von:diogi

Zum einen sind Frauen häufig geübter in der Kommunikation - was meine Frau stundenlang für unnützen Kram mit ihrer Freundin telefoniert, kann ich nicht im Ansantz nachvollziehen - was dann zum anderen zu dem Schluss führt, dass Männer zum einen üben müssen, zum anderen das gesagte Wort aber eine ganz andere Bedeutung bzw. ein völlig anderes Gewicht bekommt. Das Sprichwort "Ein Mann ein Wort - Eine Frau ein Wörterbuch" sagt über diesen Sachverhalt sehr viel aus. Das ist nicht böse gemeint, sondern eine Feststellung aus eigener Erfahrung.

Da das männliche Wort mitunter - also nicht immer - mehr Gewicht hat, muss Mann natürlich genauer überlegen, was er macht. Auf der anderen Seite reden Frauen manchmal nur, um zu reden. Mir fehlt der Sinn, der da hinter steckt. Das ist einfach so. Diese Worte sind dann redundant und mir fällt es dann schwer die wirklich wichtigen Dinge aus den unwichttigen herauszufiltern, auch wenn das in letzter Zeit deutlich besser geworden ist.

Liebe Damen: Wie bei der Kleidung ist beim Reden weniger manchmal mehr Oder legt ihr es darauf an, den Liebsten einfach totzulabern? Das kann doch nicht Ziel einer Beziehung sein, oder? Sicherlich müssen beide Seiten an der Kommunikation arbeiten, wenn es um für die Beziehung wichtige Elemente geht. Da schliesse ich mich alsMann auf keinen Fall aus. Aber es liegt an zwei Personen, wenn es hakt.


 

von:stierchen63

Ein Mann ein Wort - Eine Frau ein Wörterbuch

Wo hast Du den denn her? Mein Lacher des Tages. dank,dank


 

von:catfire1

Ob es nun unnützer Kram... wer weiß. Für die beiden ist es eventuell wichtig, sich auszutauschen. Auch wenn es dir unwichtig erscheint. Dies liegt wohl an der Gewichtung und Betrachtung der Sache.

Ich würde nicht generell sagen, dass Männer unkommuniktiv sind. Nein. Also wenn sie was wollen, das werden sie doch auch zum Wörterbuch....
Und da kommen auch manchmal Vokabeln vor, von der Frau gar nicht ahnte, das es sie gibt....!

Fakt ist doch, wenn man aufhört mit einander zu reden, in Schweigen, Ignoaranz verfällt, hat man verloren. Auf jeder Ebene. Physisch wie auch psychisch. Da kann man in der Tat von Totschweigen reden.

Generell schaffen es Männer wohl immer besser, auf den Punkt zu kommen.
Wenn ich da meinen Sohn betrachte, ich schreibe ihm was ich will, wird ne SMS oder auch ne zweite dran, er kriegt es in drei Worte hin....!
Wobei es mich aufregt, das hat so nen Touch von "Ja ja, ist schon gut und interessiert mich nicht".
Aber sicher nicht bös gemeint, männlich eben.

Schönen Tag euch allen.


 

von:schokolade333

Das stimmt allerdings schon Gute Bekannte sagen dann auch schon mal "Komm auf den Punkt" Obwohl ich wohl eher nicht sehr frauentypisch bin...ich habe z.B. noch nie einen Mann in bestimmten Situationen gefragt "was denkst Du gerade?" Wenn er was zu sagen hat, wird er es tun, sonst genieße ich gerne mal das gemeinsame Schweigen.

Ich denke, für Frauen ist Reden eine Art der Beziehungspflege...es soll die Beziehung intensivieren...Aufmerksamkeit erzeugen. Den anderen am Leben und den Gedanken teilhaben lassen...bis hin zur Verschmelzung.

Ich habe gerade das Bild aus "Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus" vor Augen: sie redet und möchte etwas klären, er nimmt das die Fragestellung und verzieht sich in seine Höhle...sie versteht das nicht, will sofort eine Antwort und dackelt hinterher...in seine Höhle...sein Allerheiligstes, seinen Rückzugspunkt...und redet dort weiter...er sitzt da und hat nun keinen Fluchtort mehr...sieht sich zum Reden gezwungen und holt dann erst mal die Keule raus, weil er ja eigentlich nur seine Ruhe zum Nachdenken haben wollte...

Nicht nur die Männer müssen das Reden lernen - Frauen sollten sich auch im Ruhelassen üben.


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