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Meine Mutter schlägt meinen Brüder(Downsyndrom) | ||||||||||||||
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Mein Bruder ist mittlerweile über 20. Er ist geistig Behindert und in meinen Augen etwas ganz besonderes. Er bedeutet alles für mich und ich liebe ihn sehr. Leider bin ich und auch meine anderen zwei Geschwister, beruflich sehr viel unterwegs und deshalb kaum zuhause. Wir haben eine sehr Macht besessene Mutter, die gerne mal ausholt. Früher haben wir unter ihren Prügelattacken gelitten, mittlerweile sind wir aber alle groß und sie traut sich wohl nicht mehr... Dafür bekommt aber mein Bruder, so wie wir mitbekommen, gelegentlich ein, zwei Ohrfeigen. Wenn ich dies mitbekomme, gehe ich sofort dazwischen und würde ihr selbst gerne eine herunterhauen, was ich aber irgendwie nicht kann... Wir haben Angst, dass er diese Prügel von früher immer noch bekommt. Er ist den ganzen Vormittag immer allein mit unserer Mutter und wenn wir ihn fragen ob irgendetwas passiert ist, antwortet er immer mit nein, weil er richtig Angst vor meiner Mutter hat. Er zuckt schon bei kleinsten Bewegungen zusammen!!!!
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Hallo, ich bin ebenfalls Mutter einer Tochter mit DOWN-Syndrom.
Bei dem, was ich bisher gelesen habe, komme ich zum Schluß; das beide, nämlich ihre Mutter und ihr Bruder definitiv Hilfe benötigen.
Ihre Mutter, die anscheinend nie richtig verkraftet hat, ein behindertes Kind zu haben, bzw. überfordert ist und so ihre Agressionen rausläßt, sich wahrscheinlich selber dafür haßt, aber aus diesem Kreislauf nicht mehr herauskommt.
Ihr Bruder; der mit zwanzig auch jetzt noch die Chance hat, ein eigenständiges Leben außerhalb des Zuhauses jedoch intregriert in einer Wohngemeinschaft professionellen Betreuern.
Ich arbeite schon seit über zwölf Jahren im Elternbeirat/Lebenshilfe und könnte Ihnen da bestimmt behilflich sein, eine Lösung (die dringendst notwendig ist !) zu finden.
Wenn Sie möchten, können Sie mich gerne kontaktieren.
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by,....
Tina
Hallo,
also wenn man das so hört "er zuckt bei den kleinsten Bewegungen zusammen" naja muss man schon überlegen ob das mit dem Heim nicht die bessere alternative ist. Ich selbst arbeite in einem Wohnheim für behinderte Menschen. Viell. seh ich das ganze aus einem anderen Blickwinkel aber wenn man solche geschichten hört dann wird man einfach sauer. Oft geht er diesen Menschen in einem Heim einfach besser, sie haben die optimale Versorgung und Förderung die sie brauchen, oft fühlen sich behinderte Menschen auch unverstanden oder überfordert. Grad der umgang mit "gleichgesinnten" vollbringt manchmal wunder.
Der Bruder von meinem Freund hat Down- Syndrom, falls sein Vater stirbt, wird er auch bei uns leben sofern er das möchte, und wir das gewährleisten können. Es ist sehr viel arbeit, 24 std am tag für jmd. da zu sein, und ich kann die problematik gut verstehen, aber es wird nicht besser wenn er zuhause sitzt mit einer mutter die ihn schlägt.
Arbeitet er garnicht in einer behinderten Werkstätte?
versuch doch mal ihn direkt darauf anzusprechen, was er davon hält in ein Wohnheim zu ziehen viell. ist es ja sein eigener wunsch....
lg bagok
eine Freundin von mir hat ihren behinderten Bruder "geerbt".... beide Elternteile verstorben...
Es ist ganz schlimm, nervenaufreibend, 24 h am Tag nur kümmern.... Fast nichts anderes geht mehr... Sie hatte ihr Leben nicht mehr..
Dann hat sie ihn (bevor sie ihn noch irgendwann an die Wand klatsch) in ein Heim gegeben...
Plötzlich kann er allein auf die Toilette, plötzlich kann er ganz viele Sachen allein....
Jetzt "liebt" sie ihn wieder und kann ihn ganz unbeschwert ohne irgendein Hassgefühl ihn besuchen gehen.... weil sie weiss, dass sie endlich Ihr Leben wieder leben kann...
Ein Heim ist nicht unbedingt das Schlechteste.... vielleicht ist deine Mutter auch total überfordert... Immer nur den ganzen Tag mit jemanden zusammen sein, der einfach anders ist, kann sehr sehr anstrengend sein...
Es wird Zeit, dass deine Mutter auch mal an sich denkt und ihr Leben leben kann....
Ich glaube sie schlägt ihn nur, weil sie nicht mehr weiter weiss...Gefühle stumpfen oft mit der zeit ab... Was hat sie denn von ihrem Leben?? Immer der gleiche Trott?? Wo sind ihre Träume??
Es ist toll von dir, dass du dich so kümmerst, aber es ist wirklich etwas anderes wie wenn man quasi den ganzen Tag mit ihm "eingesperrt" ist.... und für sich selbst keine Zeit bleibt...
Das ganze mal ganz nüchtern und emotionslos betrachtet....
Nicht böse gemeint..... nur mal zum nachdenken...
Wenn es so wäre, würde ich es auch verstehen können!
Mein Bruder ist sehr selbstständig, er kann alles alleine, waschen, Zähne putzen, duschen, anziehen, auf Toilette gehen, Frühstück machen. Mir fällt momentan nichts ein, was er nicht kann! Er ist quasi auf dem Stand eines 7,8 Jährigen, der sich auch selbst beschäftigen kann und auch alles versteht was man ihm sagt. Er kann auch alles alleine umsetzen. Ich weiß, dass es nicht überall so ist. Aber wir haben mit ihm einen echten Glücksfall!
Meine Mutter kümmert sich fast nur am Vormittag um ihn, danach ist er bei meiner Oma, bei einer Tagesgruppe oder bei einem von uns, wo sie sich nicht einmal um die Fahrerei kümmern muss. Zudem haben wir ein großes Haus und er verbringt viel Zeit im Garten, worauf sie auch nicht wirklich achtet, weil er, wie schon gesagt, sehr selbstständig ist!
Ich kenne auch viele andere Familien denen es genauso geht. Bei ihnen verstehe ich auch wie stressig es sein kann. aber mein Bruder hingegen ist ganz und gar nicht nervig oder Nervenaufreibend. Ich habe schon drei Wochen am Stück mit ihm alleine verbracht und kann dies sehr gut beurteilen!
Nehme den Beitrag von dir saraa33 nicht böse auf!
Ich kann deine Wut auf deine Mutter sehr gut verstehen, ebenso, wie deine Hilflosigkeit!
Mir stellt sich allerdings die Frage, weshalb dein Bruder den Vormittag über zu Hause ist? Ich bin Lehrerin an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und an meiner Schule ist es üblich, dass die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in der Regel bis zum 20. oder 21. Lebensjahr die Schule besuchen. Wenn die Schule abgeschlossen ist, wechseln die schüler in der Regel in das Berufsleben, was in den meisten Fällen bedeutet, dass sie Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung finden und dort ihr eigenes Geld verdienen (Gut, das ist meist mehr ein Taschengeld, aber immerhin). Rechtlich gesehen hat dein Bruder einen Anspruch auf einen Arbeitsplatz in einer solchen Werkstatt! Dann wäre zumindest das Problem gelöst, dass deine Mutter den Vormittag über alleine mit deinem Bruder ist!
Aufgefallen ist mir in deinem Post aber noch etwas anderes. Wieso empfindest du den Gedanken, deinen Bruder "abzugeben" (das ist zugegebenermaßen ein fürchterliches Wort!) als so schlimm? Dein Bruder ist 20 jahre alt. Das ist ein Alter, in dem nichtbehinderte junge Erwachsene so langsam aber sicher beginnen, ein eigenes, selbständiges Leben zu führen, sich von den Eltern loslösen und sich eigene Wohnungen suchen. Dein Bruder ist kein kleines Kind mehr, auch wenn er vielleicht intellektuell auf dem Stand eines 7/8jährigen Kindes ist. Er ist ein junger Mann, der über eine Lebenserfahrung und sicherlich auch teilweise über Wünsche und Bedürfnisse eines 20jährigen verfügt und auch so behandelt werden sollte, zumal du auch schreibst, dass er verhältnismäßig fit ist und über viele Fähigkeiten verfügt! Das gilt natürlich auch für deine Mutter! Kein Kind sollte jemals geschlagen werden, aber das gilt erst Recht für einen jungen Mann, der sich in dieser Hinsicht kaum wehren kann!
Was ist so furchtbar an der Vorstellung, dass dein Bruder bei euch auszieht? Die Zeiten, in denen Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung eher an Krankenhäuser mit Massenzimmern und null Privatsphäre erinnern sind glücklicherweise vorbei! Es gibt so tolle Einrichtungen für diese Menschen, die über die verschiedensten Konzepte und Vorstellungen laufen, vom betreuten Wohnheim über betreute WGs bishin zu WGs oder auch kleine Wohnungen, in denen die Bewohner weitestgehend alleine leben und nur gelegentlich und bei Bedarf Unterstützung bekommen. Erkundigt euch doch einfach mal über die verschiedenen Möglichkeiten, die es bei euch gibt und schaut euch das eine oder andere an! Das bedeutet nicht, dass ihr euren Bruder abschiebt! Es ist nur eine völlig normale Entwicklung, die jeder Mensch früher oder später durchlebt oder durchleben sollte! ich drück euch die Daumen, dass ihr für dieses problem eine Lösung findet!
Meine Mutter weigert sich meinen Bruder in einer dieser Werkstätte arbeiten zu lassen, weil er dort mal ein Praktikum gemacht hat und sie der Meinung ist, dass dort nicht richtig aufgepasst wird und er da von den anderen ausgenutzt und fertig gemacht wird. Ich selbst bin auch der Meinung, dass er eine Arbeit haben sollte. Alleine schon, damit er einen geregelten Tagesablauf hat. Ich habe mich auch schon in anderen Unternehmen informiert, die ihn auch nehmen würden. Meiner Mutter passte dies aber auch nicht, obwohl er dort wirklich gut aufgehoben wäre. Er hätte auch nur 4 Stunden gearbeitet, was aber auch reichen würde, da er ja noch in diese Tagesgruppen geht.
Ich habe Angst meinen Bruder abzugeben, weil er ja zur Familie gehört und sich ja eigentlih sehr wohl hier fühlt und auch sein eigenes Reich hat in dem er ungestört ist. Ich weiß auch, dass er uns sehr braucht. Er hängt sehr stark an uns, weil wir uns ja auch sehr viel um ihn kümmern. Ich denke, dass er sich vielleicht dann abgeschoben fühlt....
Was meint deine Mutter denn damit, dass in einer Werkstatt nicht richtig auf ihn aufgepasst wird?
Ich persönlich bin der Meinung, dass Arbeit und Beruf für jeden Menschen wichtig ist! Das gilt eben auch für Menschen mit Behinderungen! Beruf und Arbeit hat sehr viel mit Identifikation, Persönlichkeit zu tun. Menschen, die einen Beruf ausüben neigen viel weniger dazu, am Sinn des Lebens zu zweifeln, als Menschen ohne Arbeit und es gibt so viele Menschen, die in einer Werkstatt arbeiten, die sehr stolz darauf sind, was sie da tun! ich finde es sehr schade, dass deinem Bruder dieses Erfolgserlebnis vorenthalten bleibt (das soll jetzt kein Angriff sein, aber vielleicht solltet ihr das Ganze mal versuchen, ein bißchen aus seiner Perspektive zu betrachten...). Dazu kommt auch noch, dass in einer Werkstatt sehr viele soziale Kontakte geknüpft werden können. Dein Bruder hätte die Gelegenheit Menschen kennen zu lernen, die auf seiner Wellenlänge sind, mit denen man Hobbies und Wünsche teilen kann, mit denen man die Freizeit verbringen möchte. (Ist jetzt nur als kleiner Denkanstoß gemeint, bitte nicht böse auffassen!)
Natürlich gehört dein Bruder zur Familie! Das ist keine Frage, auch, wenn er vielleicht irgendwann einmal nicht mehr bei euch wohnen sollte. Ich meine, Vielleicht wohnst du ja auch nicht mehr zu hause und trotzdem bist du Teil der Familie, oder? In einem Wohnheim zu wohnen bedeutet ja nicht, dass er dann keinen Kontakt mehr zu euch hat! Ihr könnt ihn dort jederzeit besuchen, er euch auch! In vielen Wohnheimen gibt es sogar auch sowas wie Gästezimmer, in denen Angehörige und Freunde der Bewohner übernachten können, wenn sie wollen.
Und natürlich braucht dein Bruder euch, er gehört schließlich zur Familie! Aber, und das hab ich ja in meiner ersten Nachricht auch schon geschrieben, er ist eben kein kleines Kind mehr, sondern ein junger Mann. Und natürlich hängt er an euch, ihr seid seine Familie! Ich meine ja auch nicht, dass er von heut auf morgen in irgendein Heim zieht. Ihr könntet euch z.B. mit ihm zusammen verschiedene Wohnheime anschauen. Vielleicht kennt er ja irgendwo auch den einen oder anderen Klassenkameraden dort? Vielleicht besteht die Möglichkeit, dann mal bei diesem mal zu übernachten, sich das Ganze einfach mal anzuschauen? Was ich damit sagen will ist, dass man ihn natürlich nicht damit überrumpeln soll, ihm aber auch möglichst die Gelegenheit bieten sollte, dort mal reinzuschnuppern. Vielleicht äußert er ja dann auch mal selber den Wunsch, eine eigene Wohnung haben zu wollen?
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