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Gleichgesinnte Patchwork-Geschädigte gesucht

 

Hallo Ihr Lieben,

ich suche Leute, mit den ich mich über ihre Patchwork-Probleme austauschen kann - Vorzugsweise Frauen, die einen Partner haben der Kinder mit ihn die Beziehung gebracht hat.
Ich habe die Hoffnung, dass es sehr gut tun kann, wenn man sich gegenseitig mit Gleichgesinnten austauscht, da kein anderer sich besser hineinversetzten kann als, die die es selber erleben. Oft traut man sich ja auch schon gar nicht bestimmte Gefühle Bekannten oder Freunden zu erzählen.
So wie ich sehe geht es vielen so wie mir es geht. Vielleicht kann man sich gegenseitig mut zusprechen, oder seine erfahrungen und rat weitergeben.

Ich freue mich über viele Mails!

Eine Patchwork-Geschädigte


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Und ich dachte schon, dass ich alleine mit diesen Problemen wäre...

Hallo ihr Lieben,
ich dachte wirklich, dass ich alleine mit meinen Problemen wäre.

Ich habe meinen Mann vor vier Jahren kennengelernt, als er gerade frisch von seiner Ex getrennt war. Zu diesem Zeitpunkt war sein Sohn gerade vier Jahre alt. Die beiden haben sich getrennt, weil sie wie Bruder und Schwester miteinander lebten.

Kurz nachdem wir zusammen waren begann seine Ex damit, ihre Giftpfeile zu verschießen. Sie berichtete den unwissenden Ex-Schwiegereltern von der "Neuen", sie sprach überall schlecht über mich und setzte fiese Gerüchte über den Vater ihres Kindes in die Welt.

Ich muss dazu sagen, dass mein Mann seinen Sohn über alles liebt, alles für ihn tut und seiner Ex damals gesagt hat, dass er trotz Scheidung immer für die beiden da ist. Das finde ich grundsätzlich klasse, solange das nicht ausgenutzt wird. Dann jedoch aus ihrem Bekanntenkreis zu hören, dass mein Mann sich nicht um den Sohnemann kümmere und keinen Unterhalt zahlen würde, finde ich eine unglaubliche Frechheit. Gut, mein Mann hat das mit verletztem Stolz entschuldigt und das Thema war durch.

Ich habe mich mit der Zeit immer besser mit dem Zwerg verstanden und wir waren schon bald ein Herz und eine Seele. Wenn so ein Knirps nach wenigen Monaten sagt, dass er einen liebt und man ein Küsschen nach dem anderen bekommt, kann es doch schöner nicht sein, oder?!

Das nahm die Ex als Anlass und machte mich bei jeder Gelegenheit bei ihrem Sohn schlecht. Ich kann es wirklich nicht verstehen, wie man ein so kleines Kind in solche Sachen reinziehen kann.

Weiter ging es damit, dass sie dem armen Kerl laufend zu große Sachen angezogen hat. Irgendwann war der Zeitpunkt, wo ich mir ein Herz gefasst und sie angerufen habe - meinem Mann hat sie schließlich immer gesagt, dass ich mich persönlich melden solle, wenn ich ein Problem habe. Gesagt - getan. Auf meine Anmerkung, dass ein Kind von knapp einem Meter Größe wohl keine Anziehsachen Größe 122 tragen müsse lachte sie und sagte, dass das ihre Sache sei.
Mir tat der Zwerg einfach nur leid. Dauernd hatte die Ärmel seiner Pullover im Weg, die Hosen rutschten direkt vom Hintern runter (trotz Gürtel, Gummizug etc.). So bin ich kurzerhand losgezogen und habe ihm ordentliche Klamotten gekauft. Dieses Thema zieht sich bis heute in allen Kategorien durch: Hosen, Jacken, Schuhe, Unterwäsche,...

Nachdem der Kleine dann seit Zimmer komplett eingerichtet hatte und wir ihm das ein oder andere Spielzeug geschenkt haben, kam natürlich direkt von der Ex, dass wir das Kind überschütten würden. Wir sollten dies sein lassen. Des lieben Friedens Willen haben wir ihm nichts mehr gekauft, sondern einfach jedes Wochenende Spielzeug hin- und hergefahren.
Heute ist es so, dass er ungelogen jede Woche mit neuen Nintendospielen, Playmobilsachen oder oder oder bei uns ankommt.

Nach ca. einem halben Jahr hatte die Ex einen epileptischen Anfall. Sie lag zwei Wochen im Krankenhaus. Für uns war die Sache klar, dass der Kurze für diese Zeit auf jeden Fall bei uns ist und wir ihn jeden Morgen zum KiGa bringen und ihn mittags wieder abholen (pro Strecke jeweils 60km; die Ex wollte bei der Trennung diese Entfernung haben!). Die Eltern von ihr haben darauf bestanden, dass der Zwerg seine Mutter im Krankenhaus besucht - wir waren nicht begeistert, weil sie auf der Intensivstation lag und nicht wirklich fit war. Das Resultat: wochenlange Alpträume...

Nach dieser Zeit war sie einigermaßen freundlich zu uns - der nächste Schlag ließ jedoch nicht lange auf sich warten...

Während ich das hier schreibe, kommen mir wieder alle Geschichten hoch und ich könnte mich stundenlang darüber auslassen.

Neben den bereits geschrieben Sachen kommen hinzu:
...Lügen gegenüber dem Vater bei Verletzungen des Kindes, die die Mutter verschuldet hat...
...Lügen, dass Papa keine Zeit hat und uns zu sagen, dass der Zwerg keine Lust auf uns hat...
...Unfähigkeit, das Kind in der Schule zu unterstützen...
...Lügen über uns...
...völlige Überforderung, weswegen der Kurze jedes Wochenende und eine Nacht unter der Woche bei uns ist...

Das schlimme für mich ist einfach, dass ich nichts tun kann. Ich kann immer nur auf meinen Mann einreden, was alles schief läuft. Im ersten Momente streiten wir uns, weil er die Dinge anders sieht als ich - später merkt er dann aber, dass ich Recht hatte.

Selbst meine Schwiegereltern halten nicht viel von ihr, obwohl sie sich dauernd treffen und den Kontakt in jedem Fall aufrecht erhalten wollen. Eine Psychologin hat ihr jegliche Kompetenz in der Kindererziehung abgesprochen.

Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll bzw. wie ich mit der Situation umgehen soll. Einerseits ist sie die Ex (und das hat seinen Grund) auf der anderen Seite werde ich mit dieser Frau immer wieder konfrontiert. Da ist es nicht wirklich einfach, sich rauszuhalten und ruhig zu bleiben.

Wie geht ihr mit eurer Situation um? Wie schafft ihr es, innerlich nicht daran kaputt zu gehen?

Liebe Grüße


 

Hey knitzi - herzlich willkommen

von:fanny4554

in unserem zweitmama-club. glaub mir, so wie dir geht es uns allen. der einen mehr, der anderen weniger, aber probleme gibts in unserer situation offenbar immer.

zunächst erstmal der größte respekt für dich und wie du das alles meisterst - gerade wir wissen, was das alles an kraft, zeit, geld und allen voran nerven kostet! und wie wunderbar zu dem kind bist. dein schatz (und auch die mutter) können wirklich dankbar sein, dass er jemanden wie dich gefunden hat, die es deinem kleinen so unproblematisch macht.

die gefühle, die du hast, sind normal und haben wir alle. im grunde möchte man die frau am allerliebsten völlig aus dem leben heraus haben, weil es immer neue probleme und neuen ärger gibt, aber gleichzeitig muss man akzeptieren, dass sie ein leben lang da sein wird.

wie man damit klar kommt? indem man kraft aus der liebe zu seinem partner und auch des kindes schöpft.

bei mir ist es ähnlich. nach 2 jahren habe auch ich eine sehr innige beziehung zur tochter meines mannes - sie hat mich sehr lieb und ich sie - und ausgerechnet dieses tolle verhältnis scheint die km in ihrem blinden hass für die "neue" noch zu verstärken. sie denken, ohnehin schon alles verloren zu haben und dass wir zu unrecht all das haben, was ihr gehören müsste. das glück - und dann auch noch die familiäre harmonie. der gedanke, dass wir eine familie sind, wenn die kinder bei uns sind (2 kids, auch jedes we und einen tag pro woche bei uns, weil sie völlig überfordert ist, genau wie bei dir) macht sie regelrecht krank. sie betont immer wieder, dass ich nicht zur familie gehöre.

habe auch schon versucht, mit ihr zu reden - genau wie du. es hat auch null gebracht. so kann ich dir also leider auch nicht sagen, wie man da weiter kommt, um irgendwann endlich frieden zu haben. ich kann es auch immer nur meinem männl sagen, damit er es ihr sagt, denn sie verweigert den kontakt mit mir (nach 2 jahren....)

kann ehrlich sagen, es frustriert einen wirklich - und ich schätze, genau das wollen sie damit auch erreichen. aber es ist eben nciht leicht, immer die vernünftige zu sein. glaub mir, manchmal träume ich davon, sie mit dem traktor zu überfahren...


 

Nicht allein mit diesen Problemen

von:zwilling561

Hallo knitzi238,
es gibt glaube ich keine Patchworkfamilie, die nicht solche Probleme hat. In ganz "normalen" Familien gibt es ja auch verschiedene Differenzen. Und in den Patchworkfamilien ist das aber noch viel verschärfter. Und aus allem raushalten funktioniert nicht immer. Man schlittert manchmal ganz automatisch in einzelne Situationen, obwohl man das nicht will. Und ich habe, glaube ich, das "Glück", dass ich ohne eigenes Kind in der Familie lebe (meine Tochter ist erwachsen, 28 Jahre, hat selbst ihre Familie, wohnt aber 400 km entfernt). Mein jetziger Mann hat seinen Sohn, damals 8 Jahre, nun 17 Jahre, mit in die Beziehung gebracht, weil die Mutter mit dem Jungen nichts anfangen konnte und auch jetzt nichts für ihn übrig hat.
Sobald Probleme, ob das schulische oder andere sind, auftreten, ist bei uns zu Hause dicke Luft und mein Mann läßt seinen Ärger bei mir raushängen über seinen Sohn, obwohl ich am wenigsten dafür kann. Ratschläge über die Erziehung darf ich nicht geben, das ist alles falsch, aber zur Versorgung seines Sohnes, ob finanziell oder auch hauswirtschaftlich bin ich gut genug. "Ich habe gut reden bei meiner Vorzeigetochter." Er darf die ganze Nacht außer Haus sein, und das schon seit bestimmt 2 Jahren. Und dann ist das Geschrei groß, wenn in der Schule die Leistungen zum Nullpunkt fallen. In solchen eskalierenden Situationen versuche ich mich meistens aus dem Staub zu machen, treffe mich mit meiner Freundin, besuche meine Mutter, oder gehe einfach spazieren. Und den anderen Angehörigen, wie Mutter meines Mannes, Schwester usw. kann man es sowieso nie recht machen. Als 2. Partnerin wird man immer abwertend behandelt. Aber wie gesagt, schlimmer ist es bestimmt, wenn beide Partner noch Kinder mit in die Beziehung bringen. Dann ist der Streit vorprogrammiert.
Mich hält die Hoffnung in meiner Beziehung, dass es nicht mehr so lange dauert, bis mein Stiefsohn nicht mehr bei uns lebt. Dann wird es auch in unserer Partnerschaft ruhiger werden.
Aber bei dir knitz238 scheint das noch etwas zu dauern.
Vielleicht versuchst du auch, dich mit Freunden oder Bekannten zu treffen. Mach doch was für dich, nimm dir die Zeit. Du hast auch noch ein Leben.
Liebe Grüße


 

Hallo rebsel

Also ich würde nicht das Risiko eingehen dort noch einmal einzuziehen. Das schreit ja geradezu nach neuen/alten Problemen. Dein Freund hat ein Abgenzungproblem zu seiner Mutter (klar er braucht ja ihre Unterstützung) zu seiner Ex (die könnte die Kinder beinflussen) und gegen seine Kinder für Euch. Er sitzt wie du zwischen vielen Stühlen und " Eine Kunst die keiner kann, ist es Allen recht zu tun. Also wenn ihr ein Paar bleiben wollt würde ich die Wohnung entweder kündigen und in die unmittelbare Nähe ziehen oder aber bleiben wo ich bin. Den sonst geht ihr als Paar den Bach runter. Die Oma gibt dir keine Chance mehr da du in ihren Augen versagt hast, dein Freund hat das adaptiert indem er den Heiratsantrag zurück genommen hat. Da frage ich mich doch warum hat er Dir einen gemacht???? Um seine Kinder zu versorgen oder weil er dich als Mensch liebt. So aber wirst du in Zukunft allen anderen Themen weiter hinten angestellt werden. Laß dich nicht in die Rolle der Familienmanegerin bringen. Weil du bist nicht die Mutter und kannst maximal begleiten aber nicht ersetzen. Also warum dort einziehen??? Denn was würde passieren wenn du nicht da wärst? Es müßte und würde auch so funktionieren. Also tue dir den Gefallen und nimm dich zurück. Begleite und laßt die Oma, Mutter und Vater machen. Wenn die Kinder zu Dir Vertrauen haben super. Lass sie zu Dir/Euch kommen. Nuzt die Zeit als "neue Familie", aber laß dich nicht von anderen Menschen instrumentatisieren. Den läuft dann was schief, wirst du letztendlich die sein die am Ende der Kette steht! Ich würde mir das an Hand deines Kommentares sehr gut überlegen. Der Kompromiß wäre wie gesagt in die Nähe zu ziehen. Wenn er dich liebt und die Probleme sieht die da sind müßte er das verstehenh und es sogar beführworten. Den keiner hält permanenten Streß aus. Ihr oder Du müß Euch von der alten Familie aus meiner Sicht abnabeln im positiven Sinne!!
VG


 

Juchuuu- ein forum für patchworkgeschädigte

hallo, ich bin seit inzwischen 4,5 jahren -immer mal mehr oder weniger- patchworkgeschädigt (unfassbar, dass ich jetzt erst auf dieses forum stosse )). mein freund hat zwei jungs (8 und 10 jahre alt) mit denen ich mich super verstehe.ich selber bin 37 und habe keine kids (hatte anfang des jahres ne gebärmutterentfernung und kann jetzt auch leider keine mehr bekommen ...).
die ersten 1,5 jahre unseres zusammenseins lief alles traumhaft. die kinder waren jedes zweite we bei uns,wir sind zu allen aktivitäten die 2 std. zu ihnen gefahren, haben dann auch oft dort im hotel übernachtet ich hab mich ziemlich gut mit der ex verstanden-im gegensatz zu meinem freund, die beiden streiten ständig und oft genug musste ich "schlichten".. . "nur" mein freund litt sehr, da er seine kinder unter der woche (ex ist mit ihrem neuen in eine andere stadt gezogen) sehr vermisste.
als diese beziehung in die brüche ging zog die ex wieder zurück- in unsere strasse- und die probleme begannen.sie wollte wieder ganztags arbeiten gehen und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, die kinder "mit zu betreuen". ich bin stewardess und somit die hälfte des monats zuhause. die eltern meines freundes wohnen auch auf unserem grundstück (familienbetrieb) und somit wollte dann die oma für die kids da sein, wenn ich fliegen bin.
wir waren uns einig, es mal auszuprobieren, mein freund war super happy, die beiden jetzt tagtäglich auf dem grundstück zu haben und machte mir auch gleich einen heiratsantrag.
naja, kurzum sei gesagt: die ex hat sich um gar nix mehr gekümmert, ist mit ihrem neuen freund nur noch feiern gegangen. hausaufgaben etc. blieben alles bei mir und oma hängen und auf den elternabenden war ich alleine. bis heute weiss ich nicht, wie lange sie tatsächlich arbeitet, da die kinder manchmal unter der woche um acht noch bei uns sassen und auf mamas anruf gewartet haben, um rübergehen zu können. an anderen tagen stand ihr auto schon um 14 uhr vor der tür, sie meldet sich aber erst um halb sieben (gerne auch mal angetrunken)...absprachen wurden nicht eingehalten und ich kann die abende nicht zählen, an denen sie nach gesprächen über ihr verhalten bei uns sass und bitterlich weinend besserung gelobte.meine partnerschaft litt dadurch enorm, ich war nur noch genervt und hab letztendlich den entschluss gefasst, mein angebot, die jungs jeden tag zu betreuen, zurückzuziehen. das hat mein freund dann auch mit seinem heiratsantrag gemacht- nett, gell?daraufhin habe ich mir eine kleine wohnung gesucht und seine mutter-ist so ein "ichrettedieweltnursollesauchj ederwissen-typ" hat sich für die nun tägliche betreuung der beiden angeboten und mich zum teufel gewünscht. das ist jetzt ein jahr her, wir sind nach wie vor ein paar und mein freund möchte nun, dass ich wieder einziehe- gerade versuchen wir es "auf probe". ich liebe ihn sehr, seine kinder haben mich in meiner wohnung sehr oft besucht und der kontakt ist nach wie vor sehr gut. ich habe aber schlichtweg keine lust mehr auf diese "ersatzmama"- ding. die jungs sind jeden tag auf dem grundstück, ihr kinderzimmer in "unserem" haus, womit sie eh bei mir, nicht bei oma, sind, wenn ich zuhause bin. das heisst, ich müsste den beiden "die eigene" haustür zuschliessen...die ex hat von den plänen wieder zusammen zu ziehen erfahren und läuft amok deswegen (ich solle mich bloss raushalten aus allem was die kinder betrifft, wäre eh zu streng- jahaaa, ballerspiele ab 16 sind nicht für 10jährige oder nicht???!!!zumindest nicht in meinem beisein, das hat doch was mit aufsichtspflicht zu tun....... und dürfe auf keinen fall ihre kinder erziehen.) mir ja eigentlich nur recht- nur wie soll das alles gehen????mein freund sagt auch, "halt dich einfach raus" aber lässt mich dann trotzdem mit den beiden alleine. da erzieht man doch automatisch, wenn ich auch nur sage "würdest du das bitte wegräumen...".inzwischen sage ich auch zu den kindern "das darf ich nicht entscheiden, geh rüber zur oma und frag die" das finden die beiden aber total doof und können nicht verstehen, warum das jetzt so ist ("doch, das darfst du natürlich entscheiden...")...ich kann die kündigung meiner wohnung noch zurückziehen und weiss einfach nicht, ob ich mich nochmal auf dieses abenteuer patchwork einlassen soll.....


 

Eine Idee

Ich habe einigen von euch eine PN geschickt und bin gespannt was ihr von meinem Vorschlag haltet.
Könnte nett werden,oder?


 

Patchwork-Familie

Hallöchen,

bin ich froh auf deinen Text gestoßen zu sein..grins..auch ich bin einem neuem Partner zusammen der einen Sohn hat,leider ist unsere Beziehung(zum Sohn) sehr angespannt,umgedreht bei meinem Partner ebenso...schnauf..
würde mich über Nachricht freuen.


 

Hallo Blumenfee

von:cyra31

Können uns gerne unterhalten Wie ist es denn bei dir? Hast du selber auch ein Kind? Und habe ich das richtig verstanden, dass er selbst mit seinem Sohn nicht so klar kommt?
LG


 

Auch ich lebe in der Patchworkhölle

Hallo

Du hast Recht damit, dass man sich oft nicht traut über solche Gefühle zu reden, weils eben keine guten sind und für Außenstehende sicher kaum zu verstehen.
Auch bei mir stellen sich meine Emotionen gegen meinen Verstand.. wenn es wieder da ist, dieses Wochenende mit seinem Sohn..
Das war nicht von Anfang an so, aber ich will erläutern wie es langsam dazu kam, dass ich seinen Sohn mittlerweile komplett ablehne, seine bloße Anwesenheit einfach nur nervt und ich die Krise kriege wenn er hier ist..

Zu meiner Situation. Ich bin vor knapp 5 Monaten mit meinem Sohn (7) zu ihm gezogen, davor war ich alleinerziehend.. also alles noch sehr frisch.
Er selbst hat einen 2jährigen Sohn und liegt immer noch mit der Ex im Scheidungs- und Sorgerechtsklinsch. Alles nichts außergewöhnliches, doch man betrachte die genaueren Umstände.
Mein Freund ist wegen der Arbeit immer 2 Wochen zu Hause, 2 Wochen auf Schicht (natürlich kommt es auch vor, dass er auch mal nur 1 Woche zu Hause ist -.-) Wir haben also als Paar eh schon eher geringe Zeit für einander. In der Zeit wo er zu Hause ist, gehört natürlich jedes Wochenende seinem Sohn. Auch nichts außergewöhnliches.. ja wäre denn nun alles anders. Weil in der Zeit bin auch ich Luft für meinen Freund. Auch ich verstehe und will auch, dass er Zeit mit seinem Sohn verbringt. Aber die Art und Weise wie es hier geschieht.. nun, ich bin ja auch Mutter und mein Sohn lebt hier.. aber mein Freund hatte noch nie das Gefühl, die 2te Geige zu sein.
Mein Freund mutiert nämlich dann immer zum Übervater.. sitzt 3 Stunden bei verschlossener Tür im Kinderzimmer, 2 mal spazieren gehen am Tag damit der Kleine frische Luft bekommt, auf zu den Großeltern (wenn ich nicht will dann eben alleine) und alles dreht sich um seinen Sohn.. Ich bin einfach Luft. Morgens wird sofort aufgesprungen, kein "Guten Morgen" Schatz und erstmal wach werden.. nein, direkt in die Küche und Frühstück auf den Tisch, egal ob mir schlecht wird weil ich erstmal eine halbe Stunde und einen Kaffee brauche ehe ich morgens etwas essen kann.. Sagte dann immer, die Kinder (auch meiner) werden nicht verhungern wenn sie noch eine halbe Stunde warten müssen.. und wir stehen ja auch an den Wochenenden zeitig auf.. jeder der kleine Kinder hat weiß wie es ist..

Nunja, der Kleine wird verhätschelt wo es geht, auch von den Großeltern... Und ich als Mutter kann da nur sagen, wirklich übertrieben. Auch was die Erziehung angeht, da geschehen Sachen, da denke ich nur "oh man wie kann man nur". Aber all das muss ich eben hinnehmen können, weil ist ja nicht mein Kind..

Aber wie steht es denn nun um meinen eigenen Sohn?
Der wird für jede Kleinigkeit zusammengestaucht. Wenn etwas zwischen den Kindern ist, war es immer meiner (auch wenn ich selbst beobachtet habe das es nicht so ist, wird es so ausgelegt).
Wenn ich etwas gegen seinen sage, z.B. dass ich es nicht toll finde, wie er gerade wieder seinen Saft überall verteilt oder seinen Keks in unserem Bett isst (während meiner immer rausgeschmissen wird nur weil er dort sitzt), heißt es, och.. der ist halt noch klein -.-
Zudem kommt, dass ich es mir niemals herausnehmen würde grob gegen sein Kind zu werden, oder es anzuschreien so wie er es mit meinem macht.
Nach vielen Gesprächen hat sich das zumindest schon etwas gebessert..

Natürlich hat mein Freund auch ein Hobby. Ich erinnere mich an Geschehnisse wie den einen Tag als er seinen Sohn hier hatte.. eine Stunde bevor er zu seinem Verein wollte (es war für ihn den ganzen Tag klar, dass er hingehen würde!!) fragte er, ob ich auf seinen Sohn aufpassen würde.. Ich hatte mich natürlich auf einen gemeinsamen Abend mit ihm gefreut und war sehr enttäuscht.. aber was tat ich? Ich habe aufgepasst, weil ich ihm ja eine gute Freundin sein will und jeder ja seinen Freiraum braucht..

Aber auch das ist immer noch nicht die Spitze des Eisberges..
Wie gesagt arbeitet mein Feund ja immer 2 Wochen am Stück, kämpft aber nun um das alleinige Sorgerecht und will seinen Sohn ganz bei sich haben.
Das wusste ich schon bevor ich hergezogen bin. Aber hätte ich gewusst, wie alles ablaufen würde, hätte ich es definitiv gelassen!!!

Ihr müsst euch vorstellen.. er und seine Mutter führen eine Art Tagebuch über den Kleinen. Alles wird akribisch festgehalten.. wann der Kleine krank war, wie er geschlafen hat.. wenn er nachts mal schreit sind es natürlich Alpträume.. was die Mutter angeblich alles falsch macht und vernachlässigt.. wunde Pos werden fotografiert.. beim Arzt wird sich bestätigt gelassen, ob und wann die Ex mit dem Kind beim Arzt war, was es für Medikamente gab.. und noch vieles mehr..
Das alles wird dann dem Anwalt vorgelegt.
Ihr könnt euch natürlich denken, wie viel Raum dieses Thema also in der ohnehin knappen Zeit einnimmt, die wir miteinander haben..

Aber worauf ich hinaus wollte.. ich sagte meinem Freund immer, dass ich nicht sein Kind erziehen werde und möchte. Genauso wenig will ich dass er es mit meinem tut (und trotzdem meint er immer er müsse seinen Mund aufmachen..) und dass er sich schon entscheiden müsse, zwischen seinem Sohn und seinem Job..
Ich dachte immer, das ich da ganz richtig denke bis sich dann der Oma und Opa einmischten (wie sooft -.-) ..
Es war der zweite Weihnachtstag.. ich stand 4 Stunden in der Küche um für ihn und seine Family ein tolles Essen zu kochen.. und zum Dank bekam ich dann danach aufs Brot geschmiert, ich könne doch von meinem Mann (!) (bin noch kein Jahr mit meinem Freund zusammen), dass er seinen Job dann aufgeben muss wenn der Kleine hier wohnt. Ich solle doch gefälligst auf ihn achten weil wir ja wie eine Familie unter einem Dach wohnen..
Dann fing ich an mich zu verteidigen, dass ich auch gerne wieder arbeiten möchte, mir meinen Sohn auch niemand abgenommen hat, damit ich arbeiten kann und auch endlich wieder etwas für mich selber tun möchte. (musste sehr viel für mein Kind zurückstecken und seh es irgendwo nicht ein dass jetzt weiterhin für eins zu müssen, was nicht einmal meins ist..)
Auch das Argument, dass der Kleine dann seinen Vater hier braucht und nicht mich hat keine Wirkung gezeigt und sofort meinte Oma denn "dann nehmen wir ihn eben immer für die Zeit". Da ist mir alles aus dem Gesicht gefallen.. Die haben mich beide wie die Wölfe zerrissen und was macht mein feiner Freund?? Sitzt da und sagt kein einziges Wort dazu.. verteidigt mich kein Stück..
Wir haben dass dann geklärt und er meinte dann auch, er würde seinen Job dann drangeben..
Doch was muss ich dann ein paar Wochen später in einem Anwaltsschreiben lesen? (ich habe spioniert.. ich weiß, macht man nicht.. aber mir erzählt ja keiner was..)
Ich muss lesen, wie gerne ich oder die Oma sich doch dann um den Kleinen kümmern würden in der Zeit wo er arbeitet!!! (Formuliert als würde ich mich glatt drum reißen, seinen Sohn für ihn zu erziehen..)

Da freue ich mich natürlich besonders, da ich für seine Ex ja eh "diese Frau" bin, die ihren Sohn ja nicht anfassen soll..
Noch mehr freue ich mich auch über Tatsachen, dass ich mir immer seine alten Geschichten anhören muss..
Seine Ex hatte in die Beziehung schon vorher 2 Kinder gebracht und von der Tochter ist mein Freund der Patenonkel..
Somit höre ich immer, wie toll er ja mit ihren Kindern auskam, während es hier oft Probleme gibt und dass er sie ja auch mit erzogen hätte.. er vergleicht meinen Sohn mit denen etc..
Bis gerade eben hang noch ein Bild von dem Mädchen an der Wand.. (seine Patentochter.. das Kind seiner Ex, nicht sein leibliches).. ich habs gerade abgenommen.. ich kanns einfach nicht mehr ertragen ihr Kind in meiner Wohnung hängen zu haben.. wenns sein Kind wäre, wäre es ja ok.. aber das geht für mich gar nicht mehr..
Auch dass er immer noch eine Schatulle in der Schublade hat mit den Eheringen und Hochzeitsfotos..
Ich selber bin auch noch nicht geschieden, aber ich habe soetwas nicht.. denke auch dass ihn das verletzen würde..

Ich habe von einer Mitbetroffenen hier gelesen, wie schwer es ist sich seinen Platz zu sichern.. neben seinem Kind, neben der Ex.. und solangsam frag ich mich, ob es nicht vergeblich ist..
Natürlich habe ich schon mit ihm über alles gesprochen. Ich war so wütend und verletzt und konnte eines Tages einfach nicht anders, als ihm das alles vor den Kopf zu klatschen.. und zwar unverblühmt, ohne Rücksicht auf seine Gefühle. Die hatte er ja bislang auch nicht für meine..

Manchmal denke ich es wird besser, ich muss eben an meiner Einstellung arbeiten und hier und da bemüht er sich auch wirklich dass es besser wird..
Aber meine Gefühle sind nach einer kurzen Besserung wieder die selben.. Die Ex, sein Kind.. "dieses Kind"..
Dass er immer im Mittelpunkt steht, alles darf während meiner nur getadelt wird.. ich mit in seine Schlammschlacht mit der Ex gezogen werde.. Er mich nicht vor seiner Familie verteidigt, während ich mir nur Gedanken mache, wie ich diesen Menschen glücklich machen kann und ihm solche Dinge niemals antun würde..
Ja ist es denn da so verwunderlich dass ich solangsam echt einen Hass (und dieses Wort ist bewusst gewählt) auf seine Familie UND auf seinen Sohn bekomme? (und ich weiß es ist nur ein Kind und was die Erwachsenen da alles tun ist in meinen Augen schlichtweg falsch!)

Und ich versuche so sehr eine Lösung zu finden.. strafe mich selber für dieses Gefühl einem wehrlosen Kind gegenüber (und er ist eigentlich ein so liebes und süßes Kind..)
Und doch kann ich es nicht ändern..
Ich habe nun schon oft gelesen dass es auch nicht die Aufgabe der neuen Freundin ist, das Kind des Partners zu erziehen, gar zu lieben und viele machen an den Tagen dann etwas für sich wenn das Kind zu Besuch ist..
Und dann denke ich ok, vielleicht sollte ich das machen, aber wir wollen doch eigentlich eine Familie sein. Und was ist das für eine Familie in der alle alles getrennt von einander machen??
Also ich weiß auch nicht mehr weiter.. und ich bin wirklich überrascht, dass es so viele andere gibt, denen es genauso geht.. die auch mit diesem Gefühl leben und sich deswegen selber fertig machen..

Jetzt habe ich soviel geschrieben Ich hoffe wir finden alle eine Lösung, denn eines weiß ich.. auf die Dauern möchte kein Mensch so unglücklich sein.

Lieben Gruß



 

@cyra

von:kruemel575

Hallo cyra!

Als ich deinen beitrag gelesen habe, dachte ich mir, ups, das kennst Du ja.

Auch das die Kleine alles darf, von mir Dinge erwartet werden, die eigentlich KM und KV übernehmen sollten oder für die nur sie verantwortlich sind.

Mir platzte auch irgendwann mal die Hutschnur, da kam dann alles unverblümt raus und langsam wird es besser.

mein Männe hat sich langsam an den gedanken gewöhnt, auch durch die sogenannte Schützenhilfe die ich bekam, dass er viele Dinge einfach nicht von mir erwarten darf, da ich nicht die KM bin.

Mittlerweile setzte ich mich auch reguros durch.

Was vielen hier fehlt, ist eine oder zwei vertraute Personen, die sich in dem kreis aber auch befinden, die Euch Schützenhilfe leisten. denn nur, wenn andere aus ihrer Perspektive auch mal was Eurem Freund/mann dazu sagen, fangen sie an darüber nachzudenken. Ist mir zumindest sehr aufgefallen.

Bist nur Du die jenige, die immer was sagt, bist Du gleich die meckertante vom Dienst, der man es eh nie recht machen kann.

Jetzt am WE kommt die Kleine auch für ein langes WE. Da war schon wieder terminplanung, wann wohin und zu wem und was, angesagt.

Da hab ich gleich gesagt, dass ich mich nicht festlege, da ich nicht weiß, wie ist das Wetter, wie gehts mir und ich muß ja auch noch den Hund versorgen. Das heißt 3x am Tag die Runden laufen und kann den ja auch nicht stunden alleine lassen.

Also, wir müssen da doch relaxter werden und die keinen Perfektionismus an uns stellen.

Lg Kruemel


 

Achja ^^

von:cyra31

Und das was du beschreibst, alles gleich zu verplanen.. das würde ich auch nicht mit machen. Vor allem, wenn man noch nicht einmal gefragt wird. Konnte mein Freund auch sehr gut. Da hab ich aber hinterher nicht mehr mitgespielt. Mir kams immer so vor, als würde er eine Beziehung mit seiner Familie führen, aber nicht mit mir. Vll kennst du das ja auch. Und klar..stellst du dich dann gegen die geschlossene Meinung aller, ja dann hast du echt den Stempel. Aber ganz ehrlich? Dann lieber so, als mir ständig das ganze Heck Meck seiner Familie reinzuziehen. Irgendwo ist man selbst ja auch noch Mensch und hat ein eigenes Leben.


 

Moment Korrektur...

von:kruemel575

Schau mal unter " Aufregungsfreie Woche" da hatte ich vorhin den zweiten Hutschnurplatzer.


 

@cyra

von:kruemel575

Ja, so komme ich mir auch manchmal vor. Wie das fünfte Rad am Wagen.

Habe grade auf meine Thread " mir ist grade die Hutschnur geplatzt" oder so ähnlich.

Da wird auch wieder einfach was beschlossen, was er möchte, ohne sogar Rücksicht mal auf die Kleine zu nehmen.

Und ich mach da halt nicht mehr mit.

jetzt muß er die Kleine selber fahren udn zusehen, wie er damit klar kommt.

Mir tut nur die Kleine leid!

Lg Kruemel


 

Hey Kruemel

von:cyra31

Das Problem bei mir ist, ich habe niemanden in der Umgebung an den ich mich wenden könnte. Ich habe kaum Familie und die, die ich habe leben nicht in meinem Umfeld. Genauso ist es mit meinen Freunden. Leben alle weit weg und somit steh ich da immer alleine gegen alle..
Wäre ja eigentlich nicht so das Problem, würde mein Freund wirklich hinter mir stehen. Er hat seinen Fehler was das angeht ja eingesehen und schon versucht seiner Fam zu vermitteln, dass es unser Leben ist und wir entscheiden wie wir leben möchten. Nur tat er das nicht in meinem Beisein -.- Jetzt soll demnächst ein gemeinsames Gespräch stattfinden und du kannst mir denken wie sehr ich mich darauf freue (nämlich gar nicht)..
Aber selbst wenn dieses Problem gelöst ist bleibt immer noch das interne.
Er muss einfach lernen, dass sein Sohn nicht der Mittelpunkt der Welt ist und wenn er mit uns eine Familie sein möchte eben jeder gleich behandelt werden muss. Mein Sohn wird mittlerweile schon eifersüchtig auf seinen, hat sonst gerne mit ihm gespielt obwohl der erst 2 ist. Jetzt schließt er ihn aus. Verständlich wie ich finde. Bin halt der Meinung, dass Kinder alle gleich behandelt werden sollten.. gerade in Patchwork Familien.. sonst geht das böse in die Hose.

Lieben Gruß


 

Hallo Cyra

von:kruemel575

natürlich müssen beide Kinder gleichbehandelt werden. Sehe ich genauso und ist auch sehr wichtig, da ja ansonsten logischerweise der neid aufkommt.

Aber wie Du mit Sicherheit in einigen Threads hier schon gelesen hast, scheint es kein Einzelproblem zu sein.

Während die Frau sich gleichermaßen um beide Kinder bemüht (eigenes Kind und Stiefkind), tendieren anscheinend die Männer dazu ihr eigenes Kind komplett zu bevorzugen.

Männer sind halt Egoisten, hatte man mir mal gesagt. Und manchmal sehe ich es auch so...

Lg kruemel


 

cyra31

von:sunny2101

Wow. Als ich das gelesen habe, habe ich nur gedacht: Du Arme.

Da kommt einem die eigene Situation garnicht so schlimm vor.

Wobei ich auch so einen "Übervater" zuhause habe, der auch meint, Stunden mit seiner Tochter alleine verbringen zu müssen (Tür zu usw.).

Ich versuche mich dann immer mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Aber was ich dir raten kann: Du mußt mehr für dich machen, etwas alleine machen. Ich mache das auch (gehe zum Sport, zum Frisör o.ä.) Ich nehme mir meine Freiräume, wenn sie da ist.

Schließlich ist er der Vater, dann soll er die Zeit auch mit ihr nutzen. Es kann auch nicht schaden, die beiden mal eine Zeit lang alleine zu lassen, denn meiner ist dann immer froh, wenn wieder eine "Erwachsene" zuhause ist, mit der er sich unterhalten kann.

Mir tut das immer ganz gut, mir meine Auszeiten zu nehmen. Da bin ich dann auch egoistisch.

Versuche es einfach mal.


 

Hallo

von:cyra31

Ja so werde ich das auch machen. Nach vielem reden mal wieder, werde ich es noch einmal im Guten versuchen. Haut das nicht hin mach ich mein eigenes Ding. Was dann auch sonst. So geht es einfach nicht aber aufgeben kommt für mich so schnell auch nicht in Frage. Ist halt für alle ein langer Lernprozess. So lange man willens ist, die Dinge zu erörtern und dann auch zu ändern.. gut. Wenn nicht dann soll es eben so sein

Lieben Gruß


 

Krass

von:schaefchen36

Bin entsetzt über die Situation bei euch! Das ist wirklich die Hölle! Ich schüttle nur mit dem Kopf un d habe keine Ahnung was ich dir raten soll....


 

Hey

von:cyra31

Macht ja nichts. Trotzdem danke
Lieben Gruß


 

SOS! Das einzige, was mir half...

war, mir zu überlegen, warum ich mich auf so eine nervenaufreibende und kraftzehrende und mir so wenig gebende beziehung eingelassen habe. Wo meine anteile liegen. und einen weg der heilung und vergebung zu beschreiten. es ging um das elternhaus, meine erziehung zum ersatzpartner, um ein geringes selbstwertgefühl, um sich-liebe-verdienen-müssen, helfersyndrom und liebe mit mitleid verwechseln.

ein weiter weg. dazu musste ich lernen, mich nicht mehr manipulieren und unter schuldgefühle setzen zu lassen, sondern herauszufinden, was mir zu viel ist, was mir gut tut und was nicht, und mich gegen alles abzugrenzen, was mir nicht gut tut. ehrlich gegen mich selbst zu sein statt meinem leistungsanspruch zu genügen, für alles und jeden da zu sein und jeden mögen zu müssen. sondern mich auf meine kleine kraft besinnen und daraus das beste machen. zu bemerken und zu äußern: Das ist mir zu viel. weder habe noch bin ich die lösung für eure probleme.

ich konnte früher nicht gut alleine leben, nun bin ich ausgezogen, lebe mein eigenes leben und bin nicht mehr zuständig für die altlasten anderer, da mich mein eigener sohn schon genug fordert und unter dem ganzen nur gelitten hat. inzwischen weiß ich: besser allein als in mich aussaugender gesellschaft. ich bin so erleichtert, das kann man garnicht ausdrücken. als wäre ein alptraum zu ende.

Ich habs geschafft, bin nun ein ziemlich zufriedener mensch, für mich war die beziehung gut, um echt das steuer meines lebens herum zu reißen und mich darauf zu besinnen, wer ich bin statt wer ich idealerweise aufgrund einer kranken prägung gern sein wollte. mir haben ganz viel die vorträge auf www. joyce meyer.de onlinesendung geholfen, meinen selbstwert zu steigern und mich so zu akzeptieren, wie ich bin.

die kraft die mir in der beziehung (2 Burnouts) ausgesaugt wurde, steht mir heute frei zur verfügung und ich könnte bäume ausreißen. ich hatte auf einmal jede menge kraft, nicht nur zum leben und für den sohn, sondern auch für tiere, (2 kaninchen und demnächst einen hund) die ich gern mag und nie haben konnte, für meine hobbies (malen, s. picasa.3 atelier bb) und habe gelernt, gern ich zu sein, mein leben zu genießen und aus allem das beste zu machen unter wahrung meiner grenzen.

inzwischen bin ich auch fähig eine gesunde partnerschaft zu führen, muss angst vor nähe nicht mit leuten, die in der beziehung herumhopsen, kompensieren sondern weiß wann s mir zu eng wird und kann das auch vermitteln.

ich denke um die auseinandersetzung mit den eigenen defiziten kommt man nicht herum, will man nicht zum wiederholungstäter (beziehungen mit anderen belastenden problemen) werden.


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