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Kann man zusammenwohnen, ohne dass die Beziehung sich einfährt?

 

Hallo zusammen,

ich würde euch gern zu euren persönlichen Erfahrungen fragen, was Beziehungen betrifft, die sich einfahren, weil man zu viel aufeinander hängt, zu viel Routine das Besondere überdeckt,...

Rein theoretisch fallen mir auch viele Sachen ein, die man machen könnte: öfter allein oder nur mit Freunden, ohne Partner was unternehmen, flexibel sein und sich nicht zu sehr auf den Partner bei alltäglichen Planungen fixieren, also auch ein erfüllendes Leben außerhalb der Partnerschaft zu pflegen und es nicht für die Beziehung "opfern". Gleichzeitig wenn man etwas mit dem Partner macht, sich auch Ziet nehmen und mal was besonderes unternehmen, nicht immer nur rumhängen etc.

Praktisch falle ich aber immer wieder in so einen Teufelskreis rein, in dem das zusammen wohnen nur aus Routine besteht und man sich häufiger wegen Kleinigkeiten über den Partner aufregt, als dass man sich darüber freut, dass er da ist. Und dass man doch zu viel aufeinander hängt, sich öfter gegenseitig annervt, Abende nur für uns zwei nicht so richtig gelingen und man vergisst, wie besonders toll das doch ist, dass man zusammen ist und dass der andere da ist.

Ich denke schon darüber nach, ob es nicht sinnvoll wäre, dauernd in getrennten Wohnungen zu leben, selbst wenn man heiratet... Zumindest ist es in meiner Beziehung in diesem Zustand immer besser gelaufen als zusammen wohnend. Ich hatte 3 Jahre lang das Gefühl, der glücklichste Mensch auf der Welt zu sein mit meinem Partner. Natürlich gabs auch mal Krisen, aber die große Liebe und Zuneigung und Leidenschaft war immer noch klar und deutlich spürbar. Bis wir zusammengezogen sind. Von den praktischen Sachen her sind wir mit dem Zusammenleben eigentlich sehr gut ausgekommen, aber unsere Beziehung ist eben eingeschlafen. Jetzt sind wir vorerst wieder auseinandergezohen ohne uns zu trennen und es läuft wieder prima, die Liebe ist wieder aufgeblüht. Aber wird das denn immer so weiter gehen, dass wir nur getrennt wohnen können, ohne das unsere Liebe einschläft oder sind wir vielleicht einfach nicht erfahren genug, wie man das richtig anstellt?

Was sind eure Erfahrungen - lange Zeit zusammenleben und die Liebe noch ebenso deutlich spüren wie vor Jahren - geht das oder utopische Wunschvorstellung?


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Erfahrung

erfahrung ist gold wert. wenn man selbst schonmal allein gewohnt hat bzw mit einem anderen partner, dann ist vieles leichter.
ich finde, sex und andere aktivitäten plus zeit allein spielen eine grosse rolle.
mein freund und ich haben den luxus eines hauses und jeder hat sein eigenes zimmer. wir verbringen am tag mehrere stunden allein, nicht nur wegen arbeit sondern auch wenn wir beide zuhause sind. wir würden sonst nur zusammen kleben und dann fallen einem negative sachen auf.
jeder braucht seinen rückzugsort und da reicht es nicht mit freunden allein wegzugehen, sondern auch mal das allein daheim gefühl zu haben.
mit meinem exfreund war haushalt und geld ein schreckliches problem, mit meinem jetzigen partner haben wir einen haushaltsplan an den sich jeder halten MUSS und eine gemensame haushaltsgeldbörse.
funktioniert super.


 

Vielen Dank

von:noise177

für deine wirklich gute Antwort.
Ich denke, dieses allein daheim Gefühl zu haben und auch genießen zu können, ist wirklich wichtig... Ich hatte das Problem, dass ich mich häufig sehr einsam und nicht wohl daheim gefühlt habe. Ich dachte aber, es wäre ja nicht so schlimm, weil das nicht so häufig vorkam. Meistens hatte ich genug anderes um die Ohren und kam viel raus, sodass viel Ablenkung da war, oder ich konnte immer noch eine Freundin anrufen oder treffen und dann ging es mir wieder besser. Denke jetzt eher, dass es wichtig ist, sich auch damit auseinander zu setzen, länger mit sich selbst allein zu sein und damit klarzukommen. Bin mir sicher, dass es auch in der Beziehung viel bringt, weil der Partner sich dann nicht bedrängt fühlt, schnell wieder nach Hause zu kommen, weil die Partnerin ihn so sehr vermisst...
Die Erfahrung, mit einem anderen Partner zusammen zu wohnen, wäre sicherlich sehr nützlich. Einfach nur um zu wissen, wie es sonst sein kann. Diese Erfahrung habe ich leider nie gemacht und werde ich nun (hoffentlich) nicht machen (müssen), weil es mich sehr glücklich macht, mit meinem Freund zusammen zu sein und wir auch in der Zwischenzeit viel entdeckt haben, was schief gelaufen ist. Mir jetzt auch wieder viel deutlicher, was ich an ihm habe und was ich einfach falsch gemacht habe, ohne es zu merken! Und er sieht das zum Glück für sich auch so und arbeitet auch an sich. Ich denke inzwischen nicht mehr so pessimistisch, wie bei bei den letzten Posts und denke, dass wir es demnächst auch schaffen, wieder zusammen zu ziehen. Jetzt war die räumliche Trennung aber erstmal nötig, um weitere Eskalation zu vermeiden und die Probleme aus einer gewissen Distanz betrachten zu können.


 

ich würde es niiiiie wieder anders wollen, als MIT meinem freund zusammenzuwohnen. allein der gedanke, nach haus zu kommen, und zu wissen, dass er da ist, is soooo schön.


 

...

also ich denke, dass man erst am zusammenleben merkt, ob man miteinander auskommt oder nicht... denn, als familie mit kindern später mal, macht es null sinn, als paar getrennt zu wohnen.
wenn das zusammenwohnen nicht klappt, ist der partner nicht der richtige.
aber zu beachten ist auch,dass alltag in einer beziehung beim zusammenwohnen bis zu einem gewissen grad natürlich normal ist.
diese gilt es, zu durchbrechen..

meiner meinung nach kann man sehr wohl selbst nach längerem zusammenleben wieder ein bisschen pepp reinbekommen...und die schmetterlinge wieder fliegen lassen...
mit dem richtigen partner ist das alles möglich..


 

Ist nur eine Idee gewesen,

von:noise177

die mir durch den Kopf gegangen ist mit dem als Paar getrennt wohnen. Habe auch inzwischen etwas das Internet durchforstet und ja, sowas gibt es wirklich als Lebensweise. Ist sicherlich nicht das normalste, aber wenn man glücklich damit wird, warum nicht?
Zu einer Partnerschaft gehören nicht zwangsläufig Kinder dazu. Mit Kindern wäre zugegebenermaßen viel zu kompliziert und sicherlich belastend für die Kinder. Ohne würde es sicherlich gehen.
Aber das sind für mich persönlich gerade auch eher theoretische Überlegungen. Denke an diese Idee jetzt nicht mehr wirklich daran, weil ich mittlerweile viel optimistischer bin, dass es auch mit dem Zusammenleben in Zukunft klappen wird.
Die Frage war einfach: wäre es das wirklich Wert, eine Beziehung mit so vielen positiven Momenten, wie man sie sich in keiner anderen Beziehung vorstellen kann, fallen zu lassen, weil man sich annervt, wenn man zu viel aufeinander hängt? Wenn die Alternative wäre, die Person, die man sehr liebt und nie verlassen möchte, zu verlassen, und dafür mit dem neuen Partner zusammenwohnen zu können, ...da würde ich doch die erste Variante bevorzugen.


 

Sorry

Es ist mir etwas peinlich, nach ner Woche selbst auf meinen eigenen Eintrag zu antworten, aber als ich mir den Post nochmal durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich vielleicht ziemlich blöd ausgedrückt hab: nämlich so, dass es so rüberkommt, als wollte ich nen Sammelthread machen à la "Wie seit ihr mit euren Schatz zusammen gekommen" und jeder schreibt seine Erfahrungen rein? Nein, so meinte ich es nicht...
Ich bin eher ziemlich verzweifelt, weil mich die Gedanken plagen, ob mein jetziger Freund, auch wenn wir jahrelang eine sehr erfüllende Beziehung hatten, vielleicht nicht der Richtige für mich ist... Auf diese Frage werde ich hier keine Antwort finden, aber vielleicht darauf, ob ich einfach zu idealistisch bin, was meine Vorstellung vom Leben in einer Beziehung angeht?
Ich würd mich sehr über ein paar Meinungen freuen...


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