in
 
Forum|Alben|Blogs|Videos||Nachrichten|Grußkarten|
Diätclub|Spiele|Gewinnspiele|Nachnamen
« 

Die schwierigste entscheidung meines lebens

 

Es klingt ganz einfach, ist ne schwere Entscheidung - und kann zur Katastrophe werden!

Diesen Satz hätte mir mal einer vorher sagen sollen. Irgendjemand hätte mich aufrütteln sollen. Wenn ich es schon selbst nicht geschafft habe, mir vor Augen zu führen, was ich da eigentlich tue!!! Aber die Schuld trifft niemanden, ausser mich selbst!

Meine Geschichte:
tja, ich war 22 jahre alt und hatte schon lange keinen freund mehr. deshalb hatte ich auch die pille abgesetzt. ich war jedes wochenende feiern und kippte dabei so einige drinks. dazu rauchte ich auch noch sehr viele und sehr starke zigaretten. dann lernte ich IHN kennen. ER, das ist ein netter kerl ende zwanzig. hat einen sohn, der gerade in die schule ging. wir hatten ein date, dann noch eins und schwupps - ist es passiert. wir hatten sex.
ich, als "verantwortungsvolle junge frau" (wie ich mich damals sah) hatte gummies gekauft, weil ich ihn an dem abend "flachlegen" wollte. hab ich auch getan aber zum einsatz kamen sie nicht. er ratterte die ganze leier runter, von wegen kein gefühl mit kondom und so... ich bestand erst drauf aber nachdem er absolut nicht wollte, dachte ich mir, scheiss drauf, kann eh nix passieren, ich hatte 2 tage vorher meine periode. (völlig untypisch für mich, als "verantwortungsvolle junge frau") aber ich hatte zu dem zeitpunkt auch ne ganz fiese magen-darm-grippe und die hat meinen zyklus durcheinandergebracht.
ich hab es damals schon geahnt, bin aber nicht zum artzt gegangen.
wir hatten in dieser woche noch einmal sex, auch ohne kondom. der sex war unspektakulär und der typ auch, das merkte ich ziemlich schnell und wollte das ganze beenden.

soviel zur vorgeschichte.

5 wochen später wurde ich nervös. meine tage kamen nicht. normalerweise würde mir das nichts ausmachen, meine tage kamen sehr unregelmäßig aber ich wusste es einfach. ich kaufte mir einen test, der tagelang bei mir zu hause rumlag. ich konnte nicht mehr schlafen, war dauernd müde und mein ganzer körper begann zu schmerzen, ganz besonders meine brüste. irgendwann nahm meine mom mich zur seite und fragte mich was mit mir los sei. ich bekam einen heulkrampf, erzählte ihr meine angst und wir machten den test zusammen.

- POSITIV -

"schluss mit zigaretten, schluss mit alkohol - bis ich mich entschieden habe!" (Zitat von mir selbst)

für mich ging die welt unter. aber ich wusste schon in dem moment, ich würde abtreiben. aber ich war mir nicht sicher. ich hatte angst. ich nahm mir vor, mir eine woche zeit für die entscheidung zu geben (zu dem zeitpunkt war ich schon in der 6. SSW) es war weihnachten und ich wollte einfach meine ruhe. ich ging gleich zu pro familia und redete mit einer psychologin. sie erklärte mir, was bei einem abbruch ablaufen würde aber auch, was für chancen ich mit dem kind hätte. sie war es auch, die sagte, ich müsste es dem vater sagen, ob so oder so. denn ich hatte eigentlich vor, dem vater nichts davon zu erzählen.
also erzählte ich es ihm. er war wie vor den kopf gestossen, hatte ja schon ein kind. er sagte nur, er wäre nichts scharf drauf und ich solle entscheiden. dann fuhr er für ne woche in den urlaub. und lies mich allein!
ich hatte mittlerweile meine beiden besten freundinnen eingeweiht und meine schwester. ich wollte immernoch die abtreibung. und meine mutter war die einzigste, die mich zum behalten drängte. sie war es, die immer wieder sagte, ich solle mir das nochmal überlegen. ich solle auch an das leben denken.
aber ich war fest entschlossen. mir war dauernd schlecht, ich war immer müde, musste dauernd aufs klo, mir war immer kalt (und damit meine ich eine kälte, die bis durch die knochen dringt) und ich hatte IMMER hunger. ich dachte, ich könnte so nicht weiterleben.
aber ich schob es vor mir her. ging nochmal zum arzt. der zeigte mir die ersten bilder von meinem kind. (8. woche; 4,2 cm groß) das war der tag an dem ich anfing zu heulen. aber ich zog das durch. ich ziehe alles durch, ich bin konsequent! ich dachte allen ernstes, ich wäre zu abgestumpft, und würde nie bereuhen, was ich da tun würde, weil ich kein sehr emotionaler mensch bin.
also machte ich den termin. er sollte gleich am nächsten tag stattfinden, nicht viel zeit für einen rückzieher. und den wollte ich machen, denn ich wusste im grunde meines herzens, dass ich das falsche tue. ein fehler, einen riesengroßen fehler. denn ich träumte nachts nicht von meinem partyleben, das ich danach weiterführen wollte, von meiner unabhängigkeit und meiner karriere. ich träumte von mir und einem kind auf einem spielplatz, ich träumte von barbies, schultüten und familienidyll. trotzdem fuhr ich zum termin. meine mom begleitete mich. kurze besprechung mit dem arzt, narkoseraum, einschlafen fertig.
noch während dem einschlafen dachte ich
- FEHLER -
aber war nix mehr zu ändern, ausserdem war ich konsequent. konsequent in allen lebenslagen. ich, als verantworungsvolle frau habe nach gründlicher überlegung beschlossen, dieses kind abzutreiben.
weil ich nicht in der lage bin, ein kind großzuziehen.
weil ich die finanziellen mittel nicht habe.
weil ich keine ahnung ahbe, was ich tun muss, wie ich mit dem baby umgehen muss.
weil ich erst noch selbst leben will
weil ich karriere machen will (mir war gerade eine beförderung angeboten worden)
weil... es gab tausend gründe.
aber den einen der dafür sprach, den hatte ich vergessen
!weil es mein baby ist!
ich wachte auf und war total leer. auch den nächten tag. ich hatte überhaupt keine gefühle und fuhr total erleichtert wieder nach hause. und an diesem abend brach die welt für mich endgültig auseinander. ich heulte die ganze nacht durch, überlegte, wie ich mich bestrafen könnte. ich fing wieder an mit rauchen (ich hatte eigentlich überhaupt kein bedürfnis, wollte mich aber bestrafen!), ich aß nichts kaum noch was und weinte nur noch. ich verkroch mich zu hause und weinte. und weinte. und weinte.
ich meldete mich ab und zu bei den "eingeweihten", damit die sich keine sorgen machten aber sonst bei niemandem. ich konnte auch mit niemandem drüber reden. alle hatten sie mich gewarnt, dass ich es bereuen könnte.
dann ging ich wieder arbeiten aber es war eine katastrophe. ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, musste immer mit den tränen kämpfen und redete kaum ein wort. meine kollegen machten sich sorgen aber immer wenn einer fragte was los sei reagerte ich pampig. so ging das wochenlang. ich aß kaum noch was, trank kaffee ohne ende - um wach zu bleiben, ich konnte ja nicht mehr schlafen. außerdem ich hatte angst vorm schlafen, denn immer wenn ich im bett lag, akm alles wieder hoch.

ich bin sooo selbstsüchtig
ich bin sooo verantwortungslos
was habe ich nur gemacht?!?
wie konnte ich das nur tun!?!

immer wenn ich schwangere frauen sah schaute ich weg. immer wenn ich kinder und babys sah, schaute ich weg. wenn ich hunde sah, schaute ich weg. während der arbeit hatte ich mich dann ganz gut im griff, zuhause dann nicht mehr.

ich musste mich bestrafen!
also trat ich aus dem betriebsrat aus (ich liebte diese arbeit!!!) das war noch nicht genug. also kündigte ich meinen job. ich empfand keine befriedigung. ich ging auf eine billigfliegerseite und buchte mir einen flug nach irland. One-Way.
ich sitze jetzt hier, an meinem letzten tag in deutschland und schreibe, wie zum abschied meinen brief.

vielleicht liest diesen brief eine frau, die in derselben situation steckt. die nicht mehr weiss, was sie machen soll.
wenn ich damit nur einer frau helfen konnte, hat dieser brief seinen zweck erfüllt.
dass heisst nicht, dass ich jetzt gegen abtreibung bin, ganz im gegenteil. das heisst nur, das es für mich das falsche war und dass sich jede frau ganz genau überlegen sollte, was sie da tut. ich hab meine konsequenzen gezogen und daraus gelernt. in allererster linie hab ich gelern, das ich keine "verantwortungsvolle junge frau" bin. aber konsequent bin ich nach wie vor. deshalb ab nach ireland.

dieser brief ist meiner kleinen kayla gewidmet. ich hoffe du verzeihst mir. ich hoffe ich verzeihe mir.
irgendwann. irgendwie.

- ich hatte dieses baby abgetrieben, weil ich mein altes leben wieder haben wollte und jetzt hab ich gar kein leben mehr. -


Love Talk: Sex in der Beziehung - So bleibt die Liebe länger frisch!
Love Talk: Sex in der Beziehung - So bleibt die Liebe länger frisch!
Sex in den Wechseljahren: So bleibt die Lust auf Liebe!
Sex in den Wechseljahren: So bleibt die Lust auf Liebe!
 

Tears in heaven

Das tut mir echt leid.
Ich hoffe, dass du dir irgendwannselbst verzeihst, auch wenn es sehr schwer fällt.

Es ist traurig, schade das es nichtgeht die uhr zurückzu drehen.....

Es gibt so viele eiskalte frauen diees niebereuen.

Setze dich ein für ungeborenes leben, gründe eine initiative, bessere aufklärung in medien usw.

Denn do können betroffene frauen nach einem post ab syn.
die welt dadraußen wach rütteln

Es soll kein tabu thema mehr sein

Dir wünsche ich alles gute
hoffentlich wirst dudein kleines irgendwann wieder sehen

tears in heaven


 

Denyas...

...Geschichte hat mich gerade so sehr berührt, dass ich alle Beiträge gelesen habe.

Ich kann im Moment nur meine Bewunderung dafür ausdrücken, wie ehrlich Denya in ihren Schilderungen mit sich selbst, und damit auch uns gegenüber, war. Natürlich ist ein destruktives Verhalten alles andere als heilsam. Aber ich bin mir sicher, dass sie mit ihren Schilderungen so einigen Frauen geholfen hat.

Für einen kurzen Moment dachte ich daran, dass sie sich in eine dramatische Art des Selbstmitleids verrannt hat, weil sie sich auf so viel Zuspruch hin keine professionelle Hilfe bzw Selbsthilfegruppe gesucht hat. Aber ihre Absichten waren so selbstlos und ungeschminkt. Die "verantwortungsvolle junge Frau", die sie ihrer Meinung nach nicht mehr war, ist sie immer geblieben, denn sie sah sich in der Pflicht, zumindest den Schmerz zu durchleben, den sie ihrem Ungeborenen "angetan" hatte. Und das ging nicht mal eben so innnerhalb von zwei Wochen, sondern über mehrere Jahre. Das Schreiben war ihre Therapie. Nicht sehr viele Frauen haben den Mut, sich so nackisch im Spiegel zu betrachten, und das ging mir echt mitten rein.

Ich hoffe, Du hast Deinen Weg gefunden! Dass Du Dich nicht mehr zurückmeldest ist für mich ein Zeichen, dass Du Frieden geschlossen hast und nichts anderes wünsche ich Dir!!


 

Na, Sherry, Flori und Sati...

also - umso mehr ich les, komm ich drauf, dass das keine Einzelfälle sind... mh.. vielleicht habt ihr es einfach nur so "leicht" gehabt, weil ihr ohnehin keine emotionalen Menschen seid.
Viele Frauen, die schlecht aufgeklärt wurden, bereuen es - auch noch lang danach. Und ich bin nicht prinzipiell dagegen - aber man sieht was man anrichtet, wenn man meint, dass es doch immer die beste Lösung sei, abzutreiben - nicht jede verkraftet das.


 

Der springende Punkt ist,

von:florina91

dass sich die Frauen, die keine Probleme mit ihrem Abbruch haben, hier niicht mehr melden weil sie keinen Grund dazu haben.
Man meldet sich in einem Forum in den allermeisten Fällen an, wenn man Probleme hat.

Jetzt schreiben hier z.B. zehn Frauen, dass sie unter dem Abbruch leiden und man denkt das sind viele!
Man muß aber daran denken dass draußen noch weitere Tausende Frauen sind, die kein Problem haben...


 

Ich bin hier

von:florina91

da ich manche Fragen von Frauen aus Erfahrung beantworten kann und gerne helfe- sofern ich was zum Thema beitragen kann.
Es gibt zu nahezu jedem Thema Foren und wenn ein User massenhaft schreibt hat er nicht gleich ein Problem mit dem entsprechenden Thema! Wenn ich eine Frage habe freue ic mich auch wenn sich jemand meldet, der aus Erfahrung spricht.

Natürlich gibt es Frauen die sich ein schlechtes Gewissen einreden lassen... gewisse Leute arbeiten ganz gezielt darauf hin, Frauen ein schlechtes Gewissen einzuimpfen.


 

Hallihallo

ich stand vor 2 wochen kurz vor einer abtreibung, die ich dann letzendlich nicht übers herz gebracht habe. ich habe mir im internet ungefähr hundert berichte durchgelesen von frauen, die im nachhinein mit ihrer abtreibung nicht zurechtkamen. meiner meinung nach sollte vor sowas einfach mehr gewarnt werden. ich fand es persönlich auch erschreckend, wie leicht es ist an diesen schein zu kommen, der die abtreibung amtlich macht..... die beratung, die man vorab machen muss, hat mir persönlich gar nichts gebracht. im gegenteil ich hatte das gefühl, dass die frau es auch nicht wirklich interessierte mir die nebenwirkungen des oft gut geredeten eingriffes zu erörtern. in diesem bereich muss sich meiner meinung nach noch viel ändern.
lieben gruß


 

Abbruch mit 18

Hallo,
ich habe auch einen Abbruch hinter mir, ich hin 18 und bereue es. Mir haben alle eingeredet ich wäre noch nicht bereit dafuer usw. Ich wusste das ich einen Fehler mache aber ich dachte mir was kannst du dem Kind bieten, ich hab zwar eine Abgeschlossene Ausbildung wurde aber nicht übernommen. Und nun hab ich den Drang ein Kind zu bekommen.


 

Friederike93

von:itemba

Hallo Friederike93,
es tut mir unendlich leid für Dich, dass Du all das Durchleben mußtest. Du stehst nicht allein da mit der Erfahrung, dass Du Deine Abtreibung bereust. Und das Notvollste ist Du wirst damit alleine gelassen. Mit dem Kinderwunsch nach einer Abtreibung bist Du nicht alleine. Diese Erfahrung macht manche Frau. Ich rate Dir mit Deiner Not nicht alleine zu bleiben. Dazu kannst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die sind einfühlsam und fit. Denn eine neue Schwangerschaft bringt Dir nicht Dein Kind zurück. Der Weg der Aufarbeitung ist kein leichter Weg, aber er lohnt sich.
LG Itemba


 

Es war auch die schwierigste Entscheidung für mich

Ich habe deinen Bericht gelesen und hoffe nur da dein Bericht doch schon einige Jahre zurück liegt ...das du meine Antwort überhaupt ließt.

Ich bin 34 Jahre alt Mutter von 4 Kindern und verheiratet.
Genau heute ist es einen Monat her das ich abgetrieben habe.
Die Schwangerschaft war ungeplant und somit blieb die Freude Schwanger zu sein aus und es folgten Verzweiflung und Trauer.
Meinen Mann und mir war klar das wir in der derzeitigen Situation kein weiteres Kind bekommen wollten.
Die Situation ...ein Sohn 15 steckt in der Pupertät, ein Sohn 8 , ein Sohn ab Freitag 6 wird und zu 100% behindert ist und dem kleinsten fast 18 Monate alt.

Wir alle leben in einer 5 Zimmer Wohnung das Geld reicht vorne und hinten nicht.

Es war meine erste ...und wird meine Einzige Abtreibung sein noch eine werde ich vermutlich nicht überleben da ich mir dann sehr warscheinlich das Leben nehmen würde.

Auch ich mache das mit den heulkrämpfen grade durch,auch ich bin nicht mehr in der Lage auf dauer Freude zu endfinden.
Ich bin rastlos und ein Nervenbündel geworden...( leicht reizbar).
Ich bin zu dem Entschluss gekommen eine Terapie zu machen meine Kinder sollen ihre halb wegs normale Mutter wieder bekommen...in Moment habe ich das Gefühl ich werde nie wieder die alte sein können...und vielleicht ist das auch so.
Aber niemand macht mir Vorwürfe und alle sagten die Entscheidung war die richtige....ich weiß weil es mir so schlecht geht das es nicht stimmen kann.

ich bin noch nicht in der Lage zu schreiben wie ich mich im einzelnen Gefühlt habe da ich sonst nur weinen würde.
Aber ich habe am 7 März mein erstes Terapie Gespräch und darüber sprechen ist für mich in Moment einfacher...ich weiß ich werde auch da weinen...aber da hoffe ich ist jemand der weiß wie er mich beruhigen kann so das ich nicht zu verheult zu meinen Kindern komme.

Ich habe mich heute hier erst angemeldet und mir schon ein paar Berichte durch gelesen.

Und festgestellt das die meisten Frauen die Abtreibung belastet und das die meisten Frauen wie du und ich keine Ahnung hatten welche Konsquenzen dieser Eingiff nach sich zieht.

Ich würde mich freuen wenn du meine Antwort ließt und dich vielleicht darauf meldest,es würde mich interessieren wie es dir heute geht.

Liebe Grüsse



 

Dein Beitrag macht mich ganz traurig .. aber ich finde ihn sehr gut...

man sieht , da du jetzt Jahre lang immer wieder was dazu schreibst, dass für die meisten Frauen eine Abtreibung doch nicht einfach nur ein Spaziergang ist, wie uns hier die absoluten ProChoicer weissmachen wollen. Danke.

Für dich hoffe ich, dass du dir verzeihst. Ich kann verstehen, warum du dich damals so entschieden hast. Bin auch eine Planerin und denke immer sehr viel durch und rein logisch hätte ich unter deinen Umständen auch so gehandelt. Du hast halt deinen (bei mir übernatürlich *g*) ausgeprägten emotionalen Standpunkt vergessen, der dich erst später einholte.
Ich hatte mal eine FG, bei einem nicht-plan Kind (abtreiben würd ich nicht schaffen .. ich bin ein Häferl *gg*) und leide unter der noch. Habe aber jetzt 2 wunderbare Kinder .. und ich denke, irgendwann findest du den Richtigen und hast vielleicht auch Wunschkinder... das wird dir zwar das abgetrieben nicht wieder zurückbringen, aber man denk vielleicht, wäre es jetzt nicht genau SO wie es jetzt ist, wenn es doch anders gelaufen wäre bzw. mich entschieden hätt...
Alles gute auf deinem Weg.


 

Da der Thread 4 Jahre alt ist

von:sherridan

wird sich wohl einiges im Leben der TE geändert haben. Ich wünsche es ihr jedenfalls.

Und der Beitrag zeigt keineswegs, dass die meisten Frauen eine Abtreibung bereuen, sondern lediglich die TE bereut es.

Ich würde jederzeit wieder abtreiben und bereue keine Sekunde.


 

Ja, und wenn du lesen kannst ist der neuste Beitrag nicht 4

von:wunderland78

Jahr alt.. manoman... aber das ist schwer, wenn man so angriffslustig ist.

Ich weiss das Einige von euch eure "Schleimaufbaugebilde" das Klo runterspülen und heppipeppi weiterleben, als wäre nichts gewesen...
Aber die TE zeigt, dass es viele Frauen gibt, die selbst nach 4 oder mehr Jahren noch damit beschäftigt sind, ihre Abtreibung zu verarbeiten.
Und bei denen wäre es vielleicht besser gewesen, wenn sie nicht nur auf die logischen, rationalen Aspekte hingewiesen worden wären, sondern eben auch, darauf, dass es emotionale gibt (sofern man zu Gefühlen fähig ist).


 

"Die TE zeigt, dass es VIELE Frauen gibt..."

von:florina91

Ne eben nicht!!
Die TE spricht nicht für viele oder gar die meisten Frauen, sondern lediglich für sich selbst.

Für mich ist ein Abbruch das Entfernen der Vorstufe eines menschlichen Lebens, nicht das Leben selbst.
Würde ich anders denken, hätte ich es natürlich nicht abgetrieben....


 

Wunderland...

von:florina91

was hat Denya jetzt mit den "meisten Frauen" zu tun??
Für sie war es eine schreckliche Erfahrung- ja. Aber es bleibt trotzdem dabei, dass die allermeisten Frauen damit sehr gut umgehen können...

Zum Thread kann ich nur sagen, dass mir das alles auch sehr leid tut und ich Denya wünsche dass sie bald völlig darüber hinweg ist.

Denya:
Du siehst das Abgetriebene bereits als Kind an, dein Baby und das ist das Problem das Du hast.
Ich denke dass kaum eine Frau damit umgehen kann "ihr Kind" abgetrieben zu haben. Das stelle ich mir sehr traumatisierend vor, damit könnte ich gar nicht leben.
Du hast sogar einen Namen vergeben, da muß es jedem schlecht gehen, ganz klar.

Zu Beginn einer SS ist es hauptsächlich die aufgebaute Schleimhaut und der Fruchtsack aus dem die SS besteht.
Das "Kind" ist so groß wie ein Stecknadelkopf (7.SSW).
Mach es dir doch nicht so schwer und versuche vom Gedanken wegzukommen, dass da ein "Mini-Baby" vernichtet wurde.

Ich wünsche dir dass du einen Weg findest besser damit umzugehen...alles Gute!


 

Mal wieder was loswerden...

ich hab mehrere Zeitpunkte, an denen ich mich festhalte. es gibt den tag, an dem es passiert sein muss, den tag an dem ich den test gemacht habe, den tag an dem ich es hab wegmachen lassen und den tag an dem es auf die welt gekommen wäre...
es ist schwer zu verstehen aber an diesen tagen denke ich nicht unbedingt an das was sein könnte oder an die schuldgefühle oder den horror davor und danach. aber manchmal erwischt es mich. es trifft halt meistens einen dieser zeitpunkte. ich bin im prinzip darüber hinweg, mit kleineren rückschlägen hin und wieder aber ich habe gelernt, damit zu leben. das ist nur die kurzfassung dazu, wie es mir heute geht.

so. das war bis vor kurzem. mittlerweile ist meine beste freundin schwanger, ähnliche situation, nur dass es bei ihr ihr freund ist. sie weiss davon, dass ich einen abbruch hab machen lassen und wir reden extrem viel darüber. komischerweise geht das auch von mir aus. aber eigentlich kann ich mit der situation gar nicht umgehen. hätte ich nicht diesen abbruch hinter mir, würde ich ihr raten abzubrechen. aber ich kann es nicht. ich kann ihr gar nichts raten. im prinzip muss sie es ja eh selber wissen. aber jeden gottverdammten tag (naja, wir sind eine wg, wir sehen uns jeden tag) krieg ich innerlich die kriese. schwer zu erklären... ich kann ihr ja schlecht sagen, dass sie es bekommen muss, das wäre egoistisch und total irrational. d. h. nur weil ich nicht damit umgehen kann kann ich schlecht von ihr erwarten, dass sie es bekommen soll. immerhin muss sie mit den konsequenzen leben. und ich merke ja, dass sie es absolut nicht will. ich hab mich dabei erwischt, wie ich sie in eine richtung dränge und kann nichts dagegen tun. das blöde daran ist, dass sie extrem auf mich hört. und ich somit schon großen einfluss auf dieses embryo habe. wieder einmal. das hört sich jetzt blöd an aber wenn ich ihr sagen würde, was sie tun soll, das würde sie tun. ich kann ihr nicht sagen, dass sie es bekommen soll, nur weil ich es nicht bekommen habe. und wenn ich ihr sagen würde, dass sie abbrechen soll, würde sie das machen. aber das könnte ich nicht mit mir selber ausmachen...
wahrscheinlich denken jetzt alle ich hab nen knall aber ich denke nunmal so, zumindest seit ich den abbruch hatte.
blöd ist auch, dass, wenn ich ihr nicht sage, dass sie es behlaten soll, sie ja evtl. abtreiben könnte. das würde sich so anfühlen, als wäre ich indirekt schuld, einfach weil ich ihr nicht gesagt habe, dass sie es behalten soll...

tja, da sieht man. eine abtreibung kann einem ganz schön zusetzen, selbst jahre danach. auch wenn man denkt, man hat es geschafft... aber ganz allgemein geht es mir ja gut, nur das hier hat mich ganz schön aus der bahn geworfen...

sorry, dass ihr das hier schon wieder lesen müsst... ihr seid einfach meine seelenmülleimer...


 

Nein ,du bist kein Seelenmülleimer!

von:granin

Ich finde dein Erfahrungsbericht schon intweressant und meine persönliche Frage wäre:
1. Tut es dir leid, dass dieses Baby nicht leben durfte und vorallem was du diesem Embryo "angetan" hast? ODER
2.Tut es dir leid und du bist so traurig, weil du jetzt gerne das ,dieses Kind ,gehabt hättest und du es gerne erziehen hättest wollen heute.?Oder
3.Tust du dir selbst leid, dass du nicht stanhaft gewesen bist und du dir die Abtreibung als beste Entscheidung eingeredet bzw. verharmlost hast und dir die Konsequenzen für dein Handeln nicht einsichtig genug waren.

Was ist es ,dass du nicht loslassen kannst?
Kannst du es genauer beschreiben?


 

Ein Bisschen hiervon, ein Bisschen davon....

von:denya85

das ist wirklich eine gute frage:
1. es tut mir leid, dass ich aus reinem egoismus gehandelt habe und deshalb dieses "baby" nicht leben durfte, bzw. ich es "vernichtet" habe...
2. eben nicht. ich wollte dieses baby nicht, auch im nachhinein nicht. mir sind dann (direkt nach der abtreibung, aber auch wochen/monate manchmal jahre danach noch bilder durch den kopf gegangen, wie es hätte sein können - ich und mein kind... aber ursprünglich und im prinzip auch danach wollte ich das baby nicht...
3. Jap! meine inkosequenz und mein egoismus. das tat mir am meisten leid! das war auch der grund, warum ich in dieses selbstmitleid, diese depression und dieses selbstbestrafende/selbstzerstörerische danach hatte...

Das hat sich in meinem Kopf ungefähr so angehört:
"Nur weil du so verantwortungslos und so egoistisch bist, hast du das Baby abgetrieben!" das klingt wie so ein mantra, wenn du in selbstmitleid schwebst und du dir selber wehtun willst, quasi um dich zu bestrafen...

Das war echt ne üble zeit... mittlerweile sind ja ein paar jahre vergangen und ich kann das auch anderst sehen. z.b. erinnere ich mich mittlerweile wieder daran, dass ich das kind eigentlich gar nicht wollte. überhaupt nicht. ich war noch relativ jung und hatte nichts als "leben" im sinn, deshalb wollte ich es eben auch nicht. außerdem habe ich mich dessen nicht gewachsen gefühlt und im nachhinein war ich damals wirklich nicht die ideale wahl für eine potentielle mutter.... was mich halt immernoch stört ist diese "du musst die suppe auslöffeln, die du dir eingebrockt hättest und zwar so gut wie möglich."-geschichte.
das hört sich irgendwie makaber an, wenn es um ein baby geht - aber vllt. hätte ich mein leben umstellen müssen, vllt. wäre ich alleine gewesen (der papa kam nicht in frage), vllt. hätte ich unterstützung von meiner familie bekommen (ok, auf jeden fall), vllt. hätte ich auch glücklich werden können... deshalb habe ich mich, bzw. fühle ich mich auch heute noch verantwortungslos...


 

Denja85

von:itemba

Hallo Denja85,
Du mußt Dich nicht dafür entschuldigen, dass Du hier schreibst. Das Forum ist ja dazu da sich Rat und Hilfe in allen Varianten zu holen. Es ist logisch, dass Dich die Situation belastet, in der Deine Freundin gerade steckt. Und es kann tatsächlich nicht darum gehen, was Deine Freundin tun soll. Sondern darum, dass sie eine Entscheidung treffen kann, auf die sie in vielen Jahren stolz sein kann. Sei Deiner Freundin eine wahre Freundin und mache sie auf ausweg-pforzheim.de aufmerksam.
Dort kann sie mit jemand Außenstehendem all ihre Fragen und Zweifel besprechen, die sie umtreiben.
Nein Du hast keinen Knall, es ist verständlich dass dieses Erleben bei Dir alte Wunden aufbrechen läßt. Du kannst googeln unter Hilfen nach Abtreibung. Vielleicht ist da etwas für Dich dabei. Denn allein geht man ein.
LG Itemba


 

Hallo,denya 85

von:lebenleben1

wie gut, dass du schreibst
du kannst sicher deiner freundin mut machen,
tu es bitte
sie wird es dir danken !
ich höre immer wieder diesen vorwurf.
warum hat mir vorher keiner gesagt, was ich tue
ich wünsche dir so, dass du selbst heilung erfährst, auch wenn narben bleiben
liebe grüße


 

Ach ja

von:denya85

sorry für die fehlende groß- und kleinschreibung. hatte einfach keinen nerv grad dafür. wollte einfach nur schreiben. ich hoffe mal ihr könnt mir verzeihen


« 
Weitere Antwortseiten: 12
Seitenanfang

Liste der 10 vorhergehenden Diskussionen

Antworten Letzt. Beit.
  3 Wochen lang Blutung nach Abbruch?
von:womanestella
2
  Arbeiten nach Abtreibung,helft mir bitte!
von:marypoppins824
16
  Abtreibung?! Oder eine Chance, das Kind weiterzugeben - und leben zu lassen..
von:charlenehamburg
7
  Mein Freund möchte das ich abtreibe......
von:sandyyyy19
14
  Er will nicht und ich bin unsicher
von:lednys1
16
  Hilfe!
von:biene3335
5
  Erste Regelblutung nach Abtreibung
von:sida00
3
  Bin ich ein schlechter Mensch?
von:xyxyxyxy2
12
  Abtreiben in australien
von:kaddah88
8
 
von:milosh91
0
  Schwangerschaftsabbruch und jetzt Wunsch nach einem Kind
von:friederike93
13
Siehe auch Alle Diskussionen - Best-of - Auswahl




Copyright © 1999-2012 
Spezial Küche : Rezepte von A bis Z, nach Herkunft, Zubereitungszeit, und Kategorie geordnet.
Kontakt: Impressum -