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Nicht gesund werden wollen?

 

Hallo,

ich hoffe Ihr erschlagt mich jetzt nicht, aber ich denke viele voN Euch kennen diese Gedanken. Ich hadere seit Wochen mit mir, ob ich überhaupt gesund werden will. Diese Angst davor immer mehr und mehr zu zu nehmen, stellt mir immer wieder die Frage" will ich überhaupt gesund werden? Ich wünschr mir eine Zahl unter 50 auch wenn ich nur knapp drüber bin, einfach weil ich da die Sicherheit hatte das ich mich mit diesem Gefühl besser annehmen kann. Oder ist es falsch "Gesundwerden" mit einer tendenziell steigenden Gewichtszunahme gleichzusetzen?

Hätte dazu gern ein Feedback..

LG

Dreamcather


 

Versteh ich

Hi,
also ich dnek mir das auch oft, dass es eigetnlich nicht schlecht ist, diese Kontrolle zu haben. Ich mach es nämlich meistens so, dass ich in der Woche mein Gewicht reduziere und am Wochenende ess ich normal. So find ich es immer total toll, wenn endlich Freitag ist und die ganze Woche kann ich mich
darauf freuen. Ich hab auch meistens keine schlechtes Gewissen, weil ich weis, dass es ab Montag dann wieder mi hungern los geht.
So aber dann kommen die Stunden, in denen ich mir denke "Soll das ewig so weier gehen?" Das ist doch beschissen, sein ganzen tolles Leben aufs Essen auszurichten. Ich bin überhaupt nicht mehr spontan weil ich immer zu erst überlege "muss ich da was essen?" "verbrennt das Kalorien?" usw
Ich hoffe, du hast jetzt einen gleichgesinnten gefunden
Liebe Grüße


 

Hallo Franni

von:dreamcather

Ja, ich denke eben ähnlich und bin "froh" das es auch anderen so geht. Nicht um mein eigenes Verhalten zu "rechtfertigen" sondern eher das Gefühl mit so einem Verhalten nicht alleine zu sein. Ich kann mir schon denken das es ein Teil des Krankheitsbildes ist, aber das "bestätigt" es mir auch ein wenig. Nichtd as ich auf der Suche nach Bestätigung wäre, ich WEIß DAS ich krank bin.. Aber es beruhigt weil es eine neue Seite ist die mir noch neu ist.

Mittlerweile hab ich ein klareres bild davon, weil mir bspw. auf Arbeit immer leicht kotzig ist, wiel ich die Arbeit derzeit zum kotzen finde.. Mir liegt da ein Problem auf dem Magen was ich durch meine Mitwirkung in keinsterweise beeinflussen kann und DAS ist nicht zu verdauen. Aber ich kann es auch nicht hinnehmen. Es tut weh, es stellt in Kürze für mich eine Veränderung dar und das macht mir Angst. mir ist quasi schlecht vor Angst...

So will ich heute bewusst wenig essen damit mir nicht noch schlechter wird.. Das ist typisches ES Denken ich weiß...

Aber ich hab das Gefühl etwas zu brauuchen was ich kontrollieren kann...

Sorry bin heute etwas konfus


 

Ich weiß was du meinst..

und wie du dich fühlst. manchmal bin ich total entschlossen - du willst daraus ! und einen tag später fühl ich mich dann ganz klein so ohne jegliche kontrolle,obwohl die krankheit noch da is fühl ich mich mit meinem entschluss es loszulassen wie ein ausgesetzer hund auf der autobahn , der jetzt seinen weg alleine gehen muss, weil ich das gefühl hab das mir die krankheit doch iwie halt gibt, das is so etwas festes in meinem leben einfach ..


 

von:wannabeme1990

du hast mir aus der seele gesprochen...danke dir...


 

Hey,

ich denke, dass das "gesundwerden" nichts mit einem bestimmten gewicht zu tun hat. man ist ja nicht automatisch wieder gesund, wenn man laut bmi normalgewichtig ist.
ich selbst leide seit 7 jahren an ms/es und habe mich selbst mit 40kg viel zu dick gefühlt...
nach meinem klinikaufenthalt hab ich deutlich mehr gewogen und das auch eine zeit lang akzeptieren können, doch inzwischen geht das nur noch phasenweise.
ein paar monate lang fühl ich mich gut trotz 53kg (bin 1,63m groß), doch dann kommt wd diese gefühl "ich bin zu fett" und dann nehm ich wd auf 50kg oder weniger ab. es ist ein ätzender teufelskreis, dem ich trotz jahrelanger therapie und zwei klinikaufenthalten noch nicht entfliehen konnte
ich wünsche mir nichts mehr, als endlich da rauszukommen, doch dazu gehört viel mehr als nur zunehmen etc...
wie ist es denn bei dir soweit gekommen und wie groß bist du?

lg danie


 

Re Hey!

von:dreamcather

Hallo Danni,

ich bin 1,58 und wiege heute 52,2 Kilo also nicht untergewichtig sondern das was man als "normal" bezeichnet. Aber wenn ich mich damit doch nicht wohl fühle...Ich gebe mich nicht der Illusion hin das ich mich mit 47 Kilo automatisch wohl fühle, ich weiß nur das ich mich aktuell mit den 52 definitiv unwohl fühle. Weil ich Angst habe das es so immer weitergeht. Ich weiß das es Blödsinn ist, aber ich -ach das ist schwer zu erklären... Ich weiß das es nichts bringt wieder abzunehmen aber es bedeutet ein gewisses Maß an vertrauter "Sicherheit"...


 

Verstehe ich total,

von:danni0383

ich denke das auch sehr oft!
doch ich merke grad mal wd zu was das ganze führt...
man will immer noch weniger und dann kommen plötzlich fa's und man fühlt sich doppelt so schlecht etc...
ich versuche gerade meine tägliche kcal zufuhr zu steigern, hab aber auch angst, wd rapide zuzunehmen
hab heute auch extrem heißhunger (durch meine periode bedingt), versuche aber, mich zusammenzureißen...
es sit soo schwer


 

.

Ich weiß, es ist schwer, aber tu es einfach. Entweder setzt du dir ein gewicht, was gesund ist und hältst dieses(es muss ja nicht immer weiter gehen) oder du schmeißt die waage einfach in den Müll. Das selbe habe ich auch getan. Ich habe weder zu noch abgenommen (habe aber mittlerweile auch normalgewicht) aber ich fühle mich unheimlich befreit.


 

Waage spiele

von:dreamcather

Hallo Mimi,

ich denke ich versuche mir ein Gewicht zu setzen auf das ich hinarbeite und wenn ich dieses erreicht habe, will ich es halten. Ich weiß wie groß die Gefahr ist, wieder abzurutschen aber ich hab mich so entschieden.

Waage wegschmeissen geht bei mir nicht. hab n Diabetiker zuhause und der muss sich wiegen... Von daher haben wir immer eine im Haus. Die Kunst besteht einfach darin sich nicht dauernd drauf zu stellen.


 

von:doriane1609

Sehr schlaue Entscheidung!
Nach über 15 Jahren ohne Waage kann ich bestätigen, dass man dadurch weer zunimmt, noch abnimmt.
Wenn ich mich mal nach einem Jahr oder 6 Monaten wiege stelle ich zwar manchmal fest, dass es ein paar Kilos mehr oder weniger sind, aber da ich weiß, dass es immer wieder irgendwann von alleine weniger bzw. mehr wird ist es mir dann auch völlig egal. Im Schitt über ein Jahr oder zwei gesehen bleibt es immer gleich, und man lebt viel mehr nach seinem Gefühl.
Sich oft wiegen ist nur Zeitverschwendung und macht weder dünner, noch dicker.
Außer Sorgen nichts.


 

Bin ich...

damit wirklich so alleine oder weiß keiner was er dazu schreiben soll?..

Ic fänd es schade weil ich mich grad frage pob es "falsch" war das Thema anzuschneiden.


 

Grüß dich

von:ismo2000

allein bist du nicht...
das hatten/haben wir alle, die an einer ES leiden. Ich weiß noch ganz genau, wie es bei mir war. Diese panische Angst, zu zunehmen und die Kontrolle zu verlieren (zur Erklärung: ich befinde mich seit über einem Jahr in einer Mischform von ES und nicht mehr in der reinen Magersucht).
Allerdings musst du wissen, dass GENAU DAS Problem, die Hürde aller Hürden ist. Um eine echte Heilung zu erreichen, muss so gesehen erst ein anderer Damm brechen (wir wissen ja alle, dass ES "nur" Symptome sind). Natürlich ist es verständlich, dass alle einen zum Zunehmen bewegen wollen, wenn man vor allem schon gesundheitlich an einer echten Grenze angekommen ist. Doch eigentlich muss jeder erst für sich selbst erkennen, was hinter der ES steht.
Ich kann jetzt nur von mir reden. Ich habe letztendlich an Gewicht zugenommen, weil sich bei mir durch die Therapie, die Ansichten verschoben haben. Also ich war z.B. schon immer der totale Sportfan und als ich dann irgendwann keinen Sport mehr machen konnte, weil ich zu schwach war, hat es bei mir nach ein paar Monaten klick gemacht. Daraufhin habe ich zugenommen. Leider hatte ich damals keine stationäre Hilfe, was ich persönlich für sehr wichtig erachte. Denn bei mir wurde die Zunahme dann sehr unkontrolliert. Meine Familie hat mir leider auch nicht geholfen und so bin ich jetzt in eine andere Form von ES gerutscht. War sozusagen ein fließender Übergang. Also am besten ist es wirklich, wenn man kontrolliert wird und einem geholfen wird.


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