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Narzissmus, Leben mit einem Narzisst

 

Hallo.
Ich hatte hier schon einiges gepostet bezüglich meiner etwas seltsamen Beziehung und dem verletzenden, kalten, distanzierten Verhalten meines Partners. In einer der Antworten war die Rede von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Nach einiger Recherche habe ich mir nun ein Buch zu diesem Thama bestellt und muss sagen, dass ich meinen Partner in vielem wiedererkenne.
Wer hat Erfahrungen mit dem Zusammenleben mit einem solchen Partner? Wie geht ihr damit um? Wie kann man sich selbst schützen ohne ihn zu verlassen?


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10 jahre mit einem mann mit dissozialen persönlichkeitsstörungen

ich war 10 jahre mit einem mann mit dissozialen persönlichkeitsstörungen, in seinem fall narzissmus und psychopathie liiert.
zur trennung kam es vor 2 1/2 jahren. aus heutiger sicht, war das mein größtes glück. diese menschen sind ausbeuterisch und können, doch "nichts" dafür. in ihrer welt ist normalität, was nur für einen sehr kleinen prozentsatz der bevölkerung normalität ist.
den unterschied, wie ein leben ist, ohne einen menschen mit diesen persönlichkeitsstörungen kann man erst fühlen wenn der ganze wahnsinn des lebens mit so einem menschen vorbei ist. bis dahin ist es ein langer, schwerer weg, für den ich 2 jahre therapie und einen klinikaufenthalt gebraucht habe, um mich von der zeit mit diesem mann zu erholen und mich von ihm zu lösen.
wenn eine frau damit leben kann, dass in ihrem partner die fähigkeit zur veränderung durch emotionale erfahrung und empathiefähigkeit nicht angelegt ist, kann sie es vielleicht aushalten, glücklich damit werden, kann niemand - allenfalls "ruhiger zeiten" erleben, den die aufreibenden auf dem fuße folgen...
für männer die mit frauen mit dieser persönlichkeitsstörung liiert sind, gilt natürlich das selbe.

Manred Lütz beschreibt narzismus im buch "IRR E, wir behandeln die Falschen" wie folgt: krankhafter narzismus ist eine frühe störung. diese menschen fühlen sich im kern ihrer person nicht wirklich angenommen. sie sind hochgradig kränkbar und interessieren sich eigentlich nur für sich selbst. Beinahe süchtig suchen sie ihr ganzes leben nach zuwendung und liebe, ohne dass die liebe und zuwendung, die sie erzwingen, jemals reicht.

ich kann mir dem nur anschließen. nach meinen erfahrungen und aus heutiger sicht, halte ich eine trennung von menschen mit dieser persönlichkeitsströung grundsätzlich für das beste.

 

Narzissmuss

Hallo,
ich bin mit einer Frau zusammen, die ähnlich tickt. wie sie selbst sagt, rührt ihre Neigung aus Kindheitszeiten her.
Nach dem ich erfuhr, woran ich da vielleicht scheitern könnte, unterhielt ich mich mit anderen betroffenen.
Nun will ich keine Angst verbreiten, aber man sagte mir, dass eine Beziehung mit solch gearteten Menschen äußerst schwierig sei und eigentlich nicht möglich ist, oder man gibt sich selbst auf. Wie mir inzwischen scheint, ist es möglich, dass diese Menschen an sich arbeiten und versuchen, dem Partner entgegen zu kommen. Das setzt aber voraus, dass sie das wollen und sich damit auseinandersetzen. Meine Freundin tut dies spürbar und war auch schon in psychologischer Behandlung, welche allerdings einige Jahre zurück liegt. Wenn man anderen Berichten nachgeht, so ist aber eine generelle Lösung kaum in sicht. Wenn sie lieben, dann nur um selbst geliebt zu werden. Dennoch gebe ich noch nicht auf und hoffe immer noch, dass es zu einer glücklicheren Wende kommt, mit der ich dann auch leben kann, ohne ich selbst aufgeben zu müssen.

 

Momentan...

..bin ich selbst auf der Suche nach Hilfe zu diesem Thema, finde aber im Netz allenfalls hilfreiche Definitionen, in denen ich meinen Ex-Partner wiedererkenne. Ja, Ex-Partner... nach einem Jahr und 2 erfolglosen Versuchen habe ich es endlich geschafft, dass unsere Beziehung nicht mehr Beziehung heisst. Dein Beitrag ist schon älter, und ich hoffe hoffe hoffe für Dich, dass Du den Absprung geschafft und Dich von dem Gedanken verabschiedet hast, Du könntest mit ihm leben, wenn Du Dich nur "richtig verhalten" würdest oder Dich schützen kannst.

 

Selbsthilfegruppen

von:sonne6501

Gibt's irgendwelche Gesprächsmöglichkeiten/Erfahrungsaustausch für (Ex-)Partner von Narzissten?

 

Ja,

von:darling611

die gibt es.
google mal coda deutschland.
mir hat es mal sehr geholfen.

 

Gute Frage

mein Partner tendiert leider auch des öfteren zum Narzissmus.

Wie ich damit umgehe?

Ich tue das, bei dem ich denke dass es das Richtige ist.
Was für Züge hat Dein Freund besonders?

Meiner findet sich selbst total toll, will gerne ständig auffallen, ist rastlos und manchmal dadurch sehr anstrengend.
Desweiteren kann er außerordentlich verletzend sein. Selbst aber überhaupt nicht gut einstecken.
Dann stelle ich ihn aber immer zur Rede.
Ich denke man darf sich auf gar keinen Fall alles bieten lassen. Klar, ich versuche verständnisvoll zu sein, aber was zu Weit geht geht zu weit.

 

Er......

von:kadykitty

....sieht sich selbst als vollkommen fehlerfrei an, macht mir aber ständig Vorwürfe. Am nächsten Tag sucht er wieder meine Nähe, redet von großen Gefühlen. Ein ständiges Wechselbad der Gefühle für mich, er entwertet mich teilweise völlig um mich am nächsten Tag auf Händen zu tragen. Manchmal sind diese Zustände auch wochenlang. Ihm sein Verhalten vor Augen zu führen ist kaum möglich: "Alles nur Einbildung, mangelndes Vertrauen..." sind Vorwürfe die ich dann höre.
Ich hab das Gefühl, sobald Nähe entsteht, sucht er Fehler bei mir, um sich zurückzuziehen.
Lese gerade "Hilfe, ich liebe einen Narzissten!" und muss sagen, es ist sehr aufschlussreich. Und es tut gut zu wissen, dass ich keineswegs verrückt bin, sondern dass es diese Verhaltensmuster auch bei anderen gibt.
Im Freundeskreis verhält er sich nämlich normal, auch mir gegenüber-aber wehe wir sind allen. Deshalb werd ich öfter mal schräg angeguckt wenn ich traurig bin...

 

Zum Thema

von:acecat


"Idealisierung und Abwertung

Das Original des folgenden Textes entstammt der MSN Group Narcissistic Personality Disorder, und ist hier zu finden.

Für alle, die jemals mit einem Menschen mit einer Cluster B Persönlichkeitsstörung zusammen waren, scheint mir die Phase am leidvollsten zu sein, die damit beginnt, dass wir abgewertet werden und sich bis dahin erstreckt, wo wir dankenswerterweise fallengelassen werden.

Die Glücklichen unter Euch, die nicht wissen, was Cluster B Persönlichkeitsstörungen sind, sollten vielleicht besser an dieser Stelle nicht weiterlesen. Solltest Du trotzdem darauf bestehen, werde ich die Merkmale dieser Personen hier beschreiben.

Ein persönlichkeitsgestörter Mensch hat Verhaltensmuster, die sich von der Norm unterscheiden; sie sind tief verwurzelt und fester Bestandteil der individuellen Persönlichkeit (Anm. d. Übersetzerin: Bei Persönlichkeitsstörungen spürt der Betroffene keinen inneren Konflikt, er sieht die Fehler bei Anderen; im Gegensatz dazu suchen Menschen mit Neurose die Fehler fast immer bei sich).

Die Cluster B Gruppe umfasst: die histrionische-, borderline-, narzisstische- und antisoziale Persönlichkeitsstörung.

Man kennt sie, es sind die dramatischen, verführerischen Menschen. Sie sind jene Personen, die die vernünftigsten Menschen dazu bringen, die unvernünftigsten Dinge zu glauben.

Anfangs ist es paradiesisch. Sie sind aufregend und sexy. Sie sind unternehmungslustig. Sie geben uns scheinbar das Gefühl, attraktiver zu sein, wichtiger und brillianter, als wir je zu hoffen wagten. Wir ahnen nicht, das dies alles Teil des immer selben Tanzes ist, den sie wieder und wieder aufführen.

Wir werden idealisiert. Wir sind das perfekte Ideal unseres Selbstbildes. Diese Leute vollbrachten die Arbeit eines Maskenbildners. Wir sehen uns durch ihre Reflektion, in der perfektionierten Form. Wer würde sich da nicht verlieben?

Die Idealisierungsphase ist der Himmel. Nichts könnte das toppen. Es ist berauschend. Wir verlieren unser Gleichgewicht. Es ist unser höchster Höhenflug, aber wir spüren auch eine Art Gefahr. Wir verlieren uns selbst. Es fühlt sich zu schön an, um wahr zu sein, weil es nicht wahr ist.

Eines Tages, aus einem unerfindlichen Grund, passiert dann etwas hässliches. Wir werden plötzlich ignoriert oder tief beleidigt oder werden zur Zielscheibe. Es passiert scheinbar grundlos. Es tut so weh wie ein Dolchstoß in die Seele. Wir versuchen, diesen unbekannten Fehler zu bereinigen, der uns weniger wundervoll in den Augen unseres Partners erscheinen lässt.

Unterbewusst, so glaube ich, wissen wir, dass dies der Anfang von etwas ganz Anderem ist. Tief in unserem Inneren wissen wir, dass unser Partner jemanden oder etwas anderes idealisiert. Aber wir glauben, es ist nur ein Strohfeuer, das vergeht. Sie werden einsehen, dass das, was sie an uns haben, so gut, so rein, so wahr ist, dass das, was sie momentan fasziniert, vergehen wird.

Wir alle erleben kurzfristig faszinierende Momente ausserhalb unserer Primärbeziehung. Für die meisten Menschen, für Menschen mit klaren Grenzen, zieht soetwas vorüber wie ein Film, ohne darauf zu reagieren oder zu handeln. Wir nehmen an, unser Partner hält es genauso. Es dauert zwar länger, als uns lieb ist, aber es wird besser.

Das Leben erhält seine vorherige Vollkommenheit danach nicht zurück, aber Teile unseres Traumes flackern wieder auf. Wir fassen den Entschluss, attraktiver, begabter und aufmerksamer zu werden, damit so etwas nie wieder vorkommt.

Doch wir wurden abgewertet. Wir mögen vielleicht wieder aufgewertet werden, aber wir werden nie mehr idealisiert. Wir verstehen es nicht, weil es keinen Grund dafür gibt. So beginnt der Verlust unserer Identität, um die Liebe zurück zu gewinnen.

Wir leben fortan zwischen Entwertung und Fallengelassenwerden. Das ist der gemeinsame Faden, der alle Partner eines, mit eines mit einer Cluster B Persönlichkeitsstörung Diagnostizierten, verbindet.

Diesen Menschen fehlt die innere Entwicklung eines Selbst, daher leihen sie sich unseres. Während sie das tun, sind sie immer weniger angetan von unserem Bild
Wir sind nun befleckt mit dem Horror, den sie aus sich selbst verdrängen wollen.
Sie sehen das Phantom, das deformierte Abbild ihrer eigenen Innenwelt.
Das können sie nicht ertragen.

Wir haben unseren Glanz mit der Bindung an diesen Partner verloren.
Er oder sie muss ein neues Musterexemplar finden.
Sie brauchen frische Menschlichkeit,
die nicht den Makel ihrer eigenen gefolterten Seelen trägt.

Wir können das anfangs nicht nachvollziehen. Wir haben auch unsere psychischen Wunden, aber wir können uns akzeptieren und sogar unsere eigene Gesellschaft geniessen.

Stell Dir vor wie es sein muss, seine eigene Gesellschaft entweder als nichts oder als unerträglich zu empfinden. Das muss erschreckend sein. Aus dieser Sicht ist es verständlich, dass diese Personen alles menschenmögliche tun müssen, um niemals in den Spiegel sehen zu müssen. Sie flüchten. Sie projizieren ihre widerwärtigen Anteile auf uns.

Für einige Zeit akzeptieren wir diese Last. Wir sehen, dass sie leiden. Wir lieben sie, also nehmen wir es an, in der Hoffnung, ihre Last zu erleichtern und ihnen zu helfen, sich besser zu fühlen.
Wieder und wieder nehmen wir uns ihrer Schmerzen an. Es ist verwirrend für uns, dass es den Anschein hat, sie hassen uns immer mehr dafür.

=> Das ergibt keinen Sinn für einen Menschen mit einem eigenen Selbst.

Sie sehen uns an und sehen sich selbst. Sie werden rasend vor Wut und laufen weg; sie beleidigen und flehen; sie finden Fehler und verspotten uns. Wir lieben sie. Durch die Verwirrung werden wir traumatisiert und verstört. Wir fallen in einen Abgrund. Wir sehen uns selbst nicht mehr. Wir haben die ultimative Ironie des Schicksals erreicht.

Für den Narzisst, Borderliner, Histrioniker und den Antisozialen, ist es ein grosser Sieg, nicht fähig zu sein, sich selbst zu sehen! Für uns ist es der äusserste Verlust.

Wenn wir an diesen Punkt angelangt sind, ist es hart zu begreifen, dass wir noch die Oberhand haben. Wir glauben, wir sind machtlos und der gestörte Partner hat alle Macht in seinen Händen. Der persönlichkeitsgestörte Partner glaubt das auch.

Wir werden zu einem Ärgerniss für ihn, eine mahnende Erinnerung an seine wahre Natur. Er lässt uns am Strassenrand zurück, womöglich sterbend, und eilt weiter zu einem frischen Objekt.
So schmerzhaft jede Zurückweisung auch ist, liegt unsere endgültige Erlösung darin, dass er uns fallenlässt.

Wir betrauern den Verlust und bewerten unsere Prioritäten neu. Wir schenken uns selbst wieder Anerkennung. Wir verfügen über das Geschenk unseres Selbst. Auch wenn wir allein sind wir sind in Gesellschaft eines menschlichen Wesens mit einer Seele, unserer Seele. Allmählich gehen wir wieder zur Arbeit, zum Shopping, zur Schule. Wir bauen Brücken wieder auf und bauen neue Strassen. Wir finden Wege, unser Gesamtselbst wieder mit anderen interagieren zu lassen. Wir beginnen zu heilen.

Heilung von dem Dolch eines Cluster B Partners ist ein schlüpfriger Pfad. Während wir unser Gesamtselbst zurückgewinnen, haben wir unser Herz noch nicht ganz für die Person geschlossen, die wir liebten. Wir sind Liebende von Natur aus.

Wir haben schon vorher Trennungen romantischer Beziehungen und nachfolgende Heilungen erlebt. Nach einiger Zeit ergab sich oft eine liebevolle Freundschaft oder zumindest eine liebevolle Stimmung blieb zurück zwischen unseren früheren Partnern und uns.

Der persönlichkeitsgestörte Partner bemerkt unsere neue Energie und wieder dürstet es ihn danach. Durch unsere vergangenen Erfahrungen mit normalen Partnern begrüssen wir ihr Angebot.

Es überrascht uns und ist enttäuschend, wenn der gestörte Partner unsere frisch gewonnene Lebensenergie kurzfristig wie ein Eelexier aufbraucht und uns erneut am Strassenrand liegen lässt. Wieder mässen wir uns selbst heilen.

!!!Dieser Tanz kann sich viele Male wiederholen. Jedes Mal wird er kürzer, !!!

und gottseidank weniger schmerzhaft. Wir lernen uns zu schützen vor dem Gestörten, dem Räuber, der er/sie ist.
Am Ende gehürt das letzte Ausrangieren uns.

==>>Wir setzen die Grenze.

==>>Wir beenden den Tanz.

==>>Sie besitzen keine Grenzen und sind nicht fähig dazu.

Die Kluft zwischen der Entwertung durch unseren Partner und der Entscheidung, ihn endgültig ausrzuangieren schliesst sich in dem Moment, wenn wir begreifen, dass es kein Zurück mehr gibt. Weder Freundschaft noch Feindschaft. Da kann überhaupt gar nichts mehr sein."

Kommentar:

Dieser Text wird von vielen "frisch getrennten" oder "noch nicht getrennten" Frauen als sehr hilfreich und Augen-öffnend empfunden. Dies allein ist Grund genug für die Veröffentlichung auf dieser HP. Dennoch sind folgende, kritische Kommentare bitte in Bedacht zu nehmen:

http://www.re-empowerment.de/include.php?path=content/content.php&contentid=136&PHPK ITSID=d0b4aa6bf2a97fb91424552e 9aea1e04

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"Schuld und Verantwortung in der narzisstischen Beziehung
(übersetzt aus "Malignant Self Love" von Sam Vaknin)

Selbstbestrafung ist charakteristisch für die, die gewählt haben (und es ist eine Wahl!) mit einem Narzissten zu leben.

Konstante Schuldgefühle, Selbstunterdrückung und folglich Selbstbestrafung typifizieren die Beziehungen die zwischen einem sadistisch-narzisstischen und einem masochistisch-abhängigen Partner, dem Kind oder Ehegatten bestehen.

Warum ist der Narzisst sadistisch?

Der Narzisst ist sadistisch, weil er gezwungen wurde, seine eigene Schuld und Selbstbestrafung, seine Selbstvorwürfe auf diese Art auszudrücken:

Es ist sein "Superego", welches unberechenbar, kapriziös, launisch, widersprüchlich, grausam, verurteilend ist. Und dabei ist es doch so makellos?

Bestimmte interne Eigenschaften zu "externalisieren" ist eine Möglichkeit, innere Konflikte und Ängste zu vermeiden, die natürlich durch die innere Aufruhr erzeugt werden.

Der Narzisst projeziert seinen "inneren Bürgerkrieg" und zieht jeden um sich herum in einen Strudel der Verbitterung, des Misstrauens, der Aggression und des Selbstmitleides.

Die Beziehungen des Narzissten sind die Spiegelung seiner inneren psychologischen Landschaft: Er fühlt sich verdammt dazu, anderen anzutun, was er sich innen drin selber antut. Die äusseren Konflikte spiegeln seinen inneren Kampf wieder.

Einige Narzissten sind subtiler als andere. Sie tarnen ihren Sadismus:

Sie "erziehen" ihre Partner und Angehörige ( zum Wohle der Zukunft, wie sie es präsentieren). Diese "Erziehung" ist kompulsiv, besessen, besitzergreifend, überkritisch, scharf, gewaltsam und streng.

Der Effekt diese "Erziehung" ist, dass das Subjekt der erzieherischen Massnahmen ausgewaschen, ausgeätzt wird. Es wird kontrolliert, paralysiert und gedemütigt.

Emotionale Abhängigkeit durch Verinnerlichung der Kritik

Vor allem aber erzeugt diese Art der "Erziehung" eines:
Emotionale Abhängigkeit des Partners vom Narzissten.

Das Subjekt verinnerlicht die endlosen Predigungen und die scharfe Kritik und macht sie sich zu eigen.
Die Partnerin beginnt also Gerechtigkeit zu erkennen da, wo lediglich verdrehte Logik ist, die auf brüchigen Annehmungen basiert. Sie beginnt sich selber zu bestrafen, sie fühlt sich schlecht, wertlos und schuldig.

Sie beginnt, ihre eigene Identität, die durch die scharfe Kritik des Narzissten immer mehr ausgehöhlt und entwertet wurde ( erst von ihm und dann von ihr selber ) aufzugeben. Sie hält nichts mehr von sich selber und hat nichts mehr zu verlieren, denn von ihr ist nichts mehr übrig, was es wert wäre, behalten zu werden. Die Suggestionen des Narzissten, mal früher manchmal erst nach Jahren, haben sie ausgehöhlt und umprogrammiert.

In der emotionalen Abhängigkeit gefangen, bleibt ihr nichts mehr als der Narzisst, an den sie sich klammert, und sie wird alles tun, um ihn nicht zu verlieren. In der Hoffnung, dass die grausamen Qualen aufhören werden, versucht sie ihm nun, jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Das ganze läuft ab wie ein Überlebenskampf von ihrer Seite und sie ist deshalb bereit, alles, aber auch alles aufzugeben, nur um ihn nicht zu verlieren.

Andere Narzissten sind weniger weltmännisch und sie benutzen alle Arten des Missbrauchs, um ihre Kinder und Partner zu domestizieren.

Das geht von physischer über verbale Gewalt (bei intensiven Wutanfällen)bis hin zu psychologischem Missbrauch, sexuellem Missbrauch, brutalster "Ehrlichkeit" , krankem Sinn für Humor und so weiter.

Beide Arten von Narzissten benutzen aber sehr simple und einfache Verhaltensweisen, die irreführend für die Angehörigen sind, um ihre Ziele zu erreichen.


Gibt es einen Plan?

Eine Sache muss klar gestellt werden:

Es gibt keinen Plan!
Es gibt auch keine "im Voraus geplante Kampagne" oder dergleichen!

Das Benehmen des Narzissten ist diktiert von Zwängen, die er selber nicht im Griff hat. Meistens ist er sich noch nicht einmal darüber bewusst, warum er tut, was er tut.

Wenn er es manchmal doch ist, kann er gar nicht beschreiben, wie das passiert ist.. Sogar wenn er es kann, fühlt er sich machtlos, sich anders zu verhalten.

Der innere Widerspruch

Der Narzisst ist eine Spielfigur auf einem Schachbrett, welches zwischen seinen brüchigen Strukturen der fragmentierten Persönlichkeit gespielt wird!

Somit ist der Narzisst auch nicht " schuldig " im klassischen juristischen Sinne. Er ist nicht voll verantwortlich dafür oder sich darüber im Klaren, was er anderen eigentlich antut
Diese Aussage scheint einer anderen zu widersprechen, die ich an anderer Stelle machte:

Ein Narzisst weiss richtig und falsch zu unterscheiden. Er ist perfekt angepasst an die zu erwartenden Resultate seiner Handlungen und ihren Einfluss auf die menschliche Umgebung.

Der Narzisst ist sehr scharfsinnig und sensibel gegenüber den feinsten Nuancen. Er hat keine andere Wahl: die ganze Integrität seiner Persönlichkeit hängt vom Input der anderen ab.

Eine Person, die an NPS leidet, wird offiziell der gleichen moralischen Beurteilung wie der Rest von uns ausgesetzt und noch nicht einmal die Gerichte sehen NPS als "mildernde Umstände " an. Warum sollten wir?

Dennoch ist der Widerspruch offensichtlich! Der Narzisst ist perfekt dazu in der Lage, richtig von falsch zu unterscheiden. Er ist auch perfekt dazu in der Lage, die Konsequenzen seiner Handlungen vorherzusagen.

In diesem Sinne sollte der Narzisst dann aber doch zur Verantwortung gezogen werden können für den emotionalen Raub und die Taten, die er begeht.

Um es schärfer zu formulieren:

Der Narzisst ist unfähig, die Frage zu beantworten:

" Warum? "

" Warum hast du das getan?"

Die Entscheidung, etwas zu tun wird unterbewusst getroffen!

Doch sobald der Kurs der Handlung unterbewusst ( und bei dem Narzissten ist unterbewusst vieles nicht in Ordnung ) getroffen ist, hat der Narzisst eine hervorragende Art zu begreifen, was er tut, wie er es tut und was der Preis ist, den andere dafür bezahlen oder auch nicht.

Dann kann er sich auch dem inneren unterbewussten Impuls, etwas zu tun, widersetzen.

Folglich: In einem Sinne ist er unschuldig, im anderen wiederum total verantwortlich für sein Handeln.


Die Verwechslung von Verantwortung und Schuld

Der Narzisst verwechselt oft Verantwortung und Schuld: Die Konzepte dieser beiden Begriffe sind so ähnlich, dass er die Unterscheidungen nur verschwommen erkennt.

Er attributiert verantwortungsvollen Positionen mit "Schuld". Deswegen tendiert der Narzisst dazu, das Leben mit einem Gerichtssaal zu verwechseln. Eigentlich empfindet er den Gerichtssaal selber als Bestrafung und wenn das Leben ein Gerichtssaal ist und dieser wiederum Schuld und Strafe bedeutet, dann ist das ganze Leben eine Frage nach ewiger Bestrafung. Und deshalb hat er den Drang, auf der Hut zu sein: ein Fehler und er ist schuldig.

Versagen zum Beispiel, indiziert beim Narzissten "Schuld".

Und der Narzisst bezeichnet gerne die Anstrengungen des anderen als Versagen oder Schuld ( die von ihm gerne mit Verantwortung verwechselt wird.)

Deswegen schiebt der Narzisst gerne die Verantwortung zum Gegenüber, so dass er selber nicht bestraft werden kann.

Dadurch maximiert sich natürlich das Potential des anderen zu versagen oder schuldig zu sein, erheblich.

Diese Logik verläuft in zwei Stufen:

Erst wird alle zusätzliche Verantwortung an den Partner abgegeben, denn Verantwortung ist aus der Sicht des Narzissten dazu bestimmt, Versagen herbeizuführen und dies bedeutet: Schuld.

Die ganze Verantwortung und Schuld wiederum, das ganze Versagen verursacht beim Opfer Schuldgefühle und Minderwertigkeitsgefühle und führt zu der "unterbewussten Bereitschaft zur Selbstbestrafung".

Zweitens: Immer mehr Verantwortlichkeiten werden auf den Partner abgewälzt so dass mit der Zeit eine totale Asymmetrie bezüglich der Verantwortung und Schuld entsteht.

Mit immer weniger Pflichten und Verantwortlichkeiten belastet, kann der Narzisst weniger versagen und schuldig sein.

Es bewahrt den Narzissten davor, seine eigene fehlerlose Grossartigkeit in Frage zu stellen und legalisiert gleichzeitig die sadistischen Handungen, um den schuldigen Partner zu bestrafen.


Das Opfer

Der Partner ist also "schuldig".

Doch solch eine folie-a-deux könnte niemals stattfinden ohne die volle Kooperation mit einem freiwilligen, unterwürfigen Opfer.

Diese wiederum haben den unterbewussten Wunsch oder zumindest die Bereitschaft, bestraft zu werden. Ausgesaugt zu werden. Gedemütigt und gequält zu werden, denn sie fühlen sich ja "schuldig".

Häufig wurden diese Schuldgefühle ihnen schon in frühester Kindheit vom Elternhaus eingeredet.

Sie wollen ausgeätzt werden, verschwinden durch konstant beissende Kritik, scharfe Vergleiche, Demütigungen. Sie fühlen sich unterbewusst so schuldig, dass sie fertig gemacht werden wollen, dass sie sich vernichten lassen wollen!

Diese "Prozedur des Ausätzens" macht sie nämlich endlich "rein", "heilig" , "ganz" -
"Jesuslike". Es nimmt ihnen die schwere Last der "Schuld".

Viele der "Opfer", die ihre Situation realisieren ( und diese ist von "innen" sehr hart zu erkennen, wenn man im System steckt ) verlassen den Narzissten und nehmen die Beziehung im wahrsten Sinne des Wortes auseinander: Analytisch und im Leben.

Andere bevorzugen es, an die "heilende Macht der Liebe" oder solchen Unsinn zu glauben.

Es ist einfach Unsinn, nicht weil Liebe keine therapeutische Macht hätte - sie ist im Gegenteil die machtvollste "Waffe" im Heilungslager, sondern es ist einfach Unsinn,

=> weil sie an eine menschliche Hülle verschwendet wird !!!

Ein uneinsichtiger Narzisst im Reinformat ist unfähig zu lieben.
Sein emotionaler Apparat ist ruiniert worden in all den Jahren der Deprivation und des Missbrauchs, dem er ausgesetzt war.

=> Unvergleichlich begabt ist er hingegen darin, menschliche Gefühle zu simulieren.

Er ist überzeugend und extrem erfolgreich darin, wenn es darum geht, einen Menschen, an dem er interessiert ist, um den Finger zu wickeln.
Er kann die tiefsten Gefühle täuschend echt vorspielen, wenn er es wählt.


Die unterbewusste Verabredung:

Es ist eine Verabredung und eine Kollusion von Opfer und Täter. Eine Kollaboration von zwei enorm bedürftigen Menschen, die ihre Versorgung in den Deviationen des anderen finden.

=> Doch nur durch Aufgabe des Spieles,
verlassen des Spielplatzes,
durch Ignorieren der Regeln

kann das Opfer transformiert werden in einen Menschen mit einem tiefen Selbstwertgefühl und einem echten Selbstbewusstsein. Und übrigens auch eine neugefundene Wertschätzung für den Narzissten empfinden.

Auch der Narzisst profitiert von diesem Schritt: Er wird vor ein Problem gestellt, mit dem er alleine fertig werden muss. Er bekommt einen Grund mehr, sein Verhalten zu hinterfragen.

Allerdings: Beide, weder der Narzisst noch der Partner, denken an den anderen. In dem makabren Tanz gefangen, folgen sie erschöpft, nur mit dem Gedanken zu überleben, ihrem eigenen Überleben beschäftigt, den Bewegungen des anderen.

Mit einem Narzissten zu leben, ist oft vergleichbar damit , im Hochsicherheitsgefängnis zu leben: Es ist strapazierend.

Und nach der Beziehung?

=>Der Partner sollte sich auf keinen Fall schuldig fühlen!

Ebenso wenig wie er sich verantwortlich fühlen darf, den Narzissten zu retten und zu heilen!

Der Partner kann sich nicht verantwortlich dafür fühlen, was nur die Zeit (noch nicht einmal Therapie!) und schwierige Lebensumstände bei Narzissten ändern können:

Dass er bereit ist, sich zu ändern!

=> Der Partner sollte auch nicht danach trachten,
dem Narzissten zu gefallen oder seinen Hunger nach Anerkennung zu stillen.

Er sollte kein hartes Leben in Kauf nehmen in der Superposition von Angst und Schrecken.

=> Der Partner muss sich von den Ketten der Schuld befreien!

Die schweren Ketten der Wirren und manchmal einem Todeskampf gleichenden, hinderlichen, schwächenden Beziehung von sich zu nehmen, das ist die beste Hilfe, die ein liebevoller Partner, der ehemals mit einem Narzissten zusammen war,
seinem neuen Partner bieten kann."

Quelle: Malignant Self Love, Sam Vaknin


lg

 

von:kirsche821

Danke für den Artikel!

Wirklich sehr aufschlussreich!

 

Danke acecat

von:susan482

Das Opfer

Der Partner ist also "schuldig".

Doch solch eine folie-a-deux könnte niemals stattfinden ohne die volle Kooperation mit einem freiwilligen, unterwürfigen Opfer bla...bla...bla...

Sag ich doch - schlüssel/schloss prinzip....

So hab ich es auch erlebt - im nachhinein - den ist man(n)/frau mittendrin merkt sie/er es nicht.

Lg susan

 

Es gibt da ein ziemlich gutes Buch

von:capenade

von Prof. Dr. Rainer Sachse (Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie in Bochum): Persönlichkeitsstörungen verstehen

Das Buch ist eigentlich eher ein Ratgeber für Psychotherapeuten und Personal in entsprechenden Kliniken. Aber wer sich ohnehin mit dem Thema beschäftigt, dem kann es durchaus auch im Umgang mit Partnern oder Familienangehörigen helfen.

Es wird dabei sehr schön (und mit einfachen Mitteln) erläutert, welche Motive hinter diesem Verhalten stehen, wie das entstanden ist und wie man damit umgehen sollte. Außerdem räumt das Buch mit dem Vorurteil auf, dass man Menschen nur nach ungestört (unpathologisch) und gestört (pathologisch) unterscheiden kann und sollte. Dem ist aber nicht so. Zum einen sind die sogenannten Persönlichkeitsstörungen in erster Linie Beziehungsstörungen, was nach seiner Beschreibung auch durchaus Sinn macht. Zum anderen zeigen die Betroffenen lediglich extreme Ausprägungen normalen psychischen Funktionierens.

Allerdings können solche Bücher generell keine Therapie ersetzen. Sie erleichtern nur den Umgang mit den Betroffenen. Diese müssen aber selbst erkennen, dass sie Hilfe benötigen, was eher selten der Fall ist. Aber letztendlich ist das auch die einzige Chance, die Beziehung zu retten. Kein Mensch kann diese Verhaltensweisen (wie kadykitty sie beschreibt) auf Dauer kompensieren. Der Versuch endet meist damit, dass derjenige dann selbst psychologische Hilfe in Anspruch nehmen muss.

Alles in allem läuft es wohl darauf hinaus, dass der Betroffene entweder erkennt, dass er Hilfe braucht, um sein ausgeprägtes Verhalten auf ein für andere erträgliches Maß herunterzuschrauben, oder dass sich sein Partner früher oder später trennen wird, da er mit diesen Extremen auf Dauer nicht leben können wird (und er KANN es tatsächlich nicht, so sehr er es auch möchte, da es ihn langfristig zerstören wird). Eine andere Möglichkeit gibt es nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand nicht.

 

Richtig muss es heißen:

von:capenade

Dem ist NÄMLICH nicht so.

 

So ist es...

von:susan482

In den büchern steht auch geschrieben das es sich meist (oder sogar immer) um ein schlüssel/schloss prinzip handelt.
Das heißt also, das sich jeder der mit einem pathologischen narzißten verbandelt ist, die frage stellen muss: was stimmt mit meiner eigenen persönlichkeit nicht? Was läuft bei mir selbst schief dass ich einen narzißten anziehe oder mir sein verhalten gefallen lasse?

Bei sich selbst suchen ist effektiver als nur den anderen zu betrachten

 

Das ist So nicht ganz richtig.

von:capenade

Es ist inzwischen erwiesen, dass Menschen, die sich mit einem Narzissten zusammentun, einfach nur die Zeichen für diese (ich bleib mal bei dem Wort) Störung übersehen haben. Viele Narzissten können sich durchaus auch ganz normal verhalten. Sie sind dabei sogar noch über alle Maßen charmant und aufmerksam. Was das betrifft, könnte man den Partnern dann durchaus ankreiden, dass sie sich nach Aufmerksamkeit gesehnt haben. Etwas, was sie mit den Narzissten gemeinsam haben. Mit allen anderen Menschen aber auch.

Meist ist es so, dass die Partner ein zu viel dessen haben, was dem Narzissten fehlt: Lebensfreude, Energie, Substanz, Gefühle im Übermaß - kurz ein schillerndes Innenleben -, während der Narzisst im Inneren leer ist, was er sich aber selbst nicht eingestehen möchte, was im Übrigen der erste Schritt zur Heilung wäre.

 

Man sollte auch noch erwähnen,

von:capenade

dass allein schon die Tatsache, dass die Partner früher oder später versuchen, sich aus dieser Beziehung (eigentlich ist es ja eher eine Abhängigkeit) zu befreien, darauf hinweist, dass sie das alles keineswegs WOLLEN, wie es von den Narzissten gern unterstellt wird (mein Partner ist masochistisch, er/ sie braucht und will das doch so, ich gebe ihm nur, was er/ sie braucht, er/ sie ist krank).

Und in der Regel sind die Ex-Partner nach solch einer Beziehung auch wieder in der Lage, eine ausfüllende und glückliche Partnerschaft/ Beziehung mit einem Menschen aufzubauen und zu erhalten - und sie werden sich für den Rest ihres Lebens dabei von Narzissten fernhalten, weil die Erfahrungen einfach zu traumatisch waren.

 

Ja genau...

von:susan482

sie werden einem narzißten in zukunft aus dem weg gehen wenn - sie sich selbst reflektiert haben! Haben sie das nicht getan wiederholt sich der ganze schmodder...

 

Das ist schon richtig

von:susan482

Aber ich frage mich persönlich - was stimmt bei demjenigen nicht der sich dieser "störung" über jahre aussetzt und lieber daran kaputt geht als so einen partner zu verlassen.

Ich hatte auch mal so einen partner und ich musste eine menge über mich selbst lernen um ihn verlassen zu können.

Ein psychisch "gesunder" mensch lässt sich so ein verhalten nur eine begrenzte zeit bieten, jedoch jemand der selbst was zu bearbeiten hat, bleibt bis er sein selbst betrachtet hat oder er geht letztlich dran kaputt.

So sehe ich das.

 

Auch das ist nicht ganz richtig.

von:capenade

Die Menschen, die sich auf einen Narzissten einlassen, sind in der Regel gesund bzw. haben keine schwerwiegenden Störungen. Psychologische Auffälligkeiten entstehen erst WÄHREND der Beziehung mit einem Narzissten.

Der Narzisst wertet durch konsequentes Herabsetzen des Partners sein Ego auf und erscheint dadurch sehr selbstbewusst und wissend. In ungefähr dem gleichen Maße wird das Ego des Partners herabgesetzt und sein Selbstbewusstsein zerstört.

Dadurch, dass der Narzisst sich einer klärenden Kommunikation entzieht und vieles unausgesprochen und in der Schwebe lässt, stellt er eine Abhängigkeit zum Partner her (und wer sich schon mal aus einer wie auch immer gearteteten Abhängigkeit befreien musste, weiß, wie verdammt schwer das ist), der natürlich nichts unversucht lässt, die Sachen, die im Raum schweben, zu klären (das ist normales menschliches Verhalten - vor allem in einer Beziehung - funktioniert nur eben nicht bei einem Narzissten).

Außerdem macht der Narzisst den Partner mit seinen gezielten Attacken und seinem ausweichenden Verhalten handlungsunfähig. Der Partner ist im wahrsten Sinne des Wortes gelähmt, weil es ihm einfach nicht in den Kopf will, dass sich jemand mit Absicht so manipulierend und bösartig verhalten kann, wie es der Narzisst gelegentlich tut. Und diese "gelegentlich" ist das nächste Problem - weil der Narzisst eben auch anders kann, zweifelt der Partner an der eigenen Wahrnehmung und denkt stellenweise, dass er sich alles nur einbildet, zumal die Attacken des Narzissten sehr, sehr subtil gehalten sind.

Oftmals wird der Partner erst dann wieder handlungsfähig, wenn Außenstehende ob der Verhaltensweisen des Narzissten geradezu schockiert reagieren und als Zeugen belegen können, dass das Verhalten des Narzissten eben nicht "normal" (also extrem) ist.

Man sollte auch nicht vergessen, dass auch Narzissten Menschen sind, die - und das sogar in besonderem Maße - Liebe brauchen und dass es durchaus auch Beziehungen gibt, die trotz Narzissmus funktionieren (siehe entsprechende Websites zum Thema). Meist sind das aber Beziehungen, wo der Betroffene sich in Therapie befindet und die Verhaltensweisen dadurch schon auf ein Niveau gebracht wurden, die es dem Partner ermöglichen, damit umzugehen.

Und glaub' mir - früher oder später wird der Narzisst IMMER verlassen werden (es sei denn sein Verhalten wird mittels Therapie korrigiert).

 

Ich stimme dir in allem zu...

von:susan482

Alles was du schreibst ist richtig und sehr interessant weil du von dem ganzen sehr viel weisst. Nur kann es meiner meinung nach nicht ohne schlüssel/schloss prinzip funktionieren. Den man muß ja auch dafür empfänglich sein.

 

Wenn Du das immer noch

von:capenade

behauptest (wobei Du ja im Prinzip Recht hast - allerdings anders als Du denkst), dann hast Du meine Beiträge nicht richtig gelesen.

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