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Warum bin ich wie meine Mutter ,so wollte ich nie sein... | ||||||||||||||
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Aber wenn ich mit meinen Kindern schimpfe ,was ja leider schon mal vorkommt .(Meine drei Ältesten sind jetzt in diesem tollen schwierigen Alter.)Jedes mal höhre ich dann meine Mutter. Selbst mein Mann ,der meine Mutter auch schon als Kind kannte sagt ,du hörst dich an wie...Schon in der ersten Schwangerschaft habe ich mir geschworen das ich es anders mache .Ich hatte keine besondere Kindheit .Ich ärgere mich jedesmal wenn ich so schimpfe.Worte die ich nie benutzen wollte .Gott sei dank kommt dieser Ärger nicht oft vor .Das tolle Alter hat ja auch was schönes .Mit einigen Ausnahmen .Ein Beispiel :Meine Tochter kommt nach Hause ,ich frage na wie geht es ? Sie nuchelt irgentetwas was ich nicht verstanden habe.Frage nochmal.Zur Antwort kommt ,ach vergesss es.Ich habe doch nur nett gefragt und dich nicht beim ersten Mal verstanden.Ach heute motzen mich alle nur an kommt noch dann verschwindet sie in ihr Zimmer.Heute bin ich das einfach übergangen aber manchmal raste ich aus.Kleinigkeiten ,wie Müll raus bringen ,etwas einkaufen.Neh,hab jetzt keinen Bock.Gebügelte Wäsche liegt auch drei Tage auf dem Schreibtisch bevor sie in den Schrank geräumt wird.Aber wenn sie anrufen wollen oder ins Kino dann können sie schleimen.Na,ja da muss man durch aber nicht so wie meine Mutter so wollte ich nie sein .
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sag mal, wie alt bist du, wenn du das so schreibst? für mich hört sich das so an, als ob du in solchen momenten dann selbst noch in der spätpubertät wärst.
blickst du in solchehn momenten nicht dahinter, dass auch unsere eltern nur menschen sind. hinter jedem alternden oder alten gesicht steht ein jugendlicher.
ich vermute, das ist nicht immer so bei dir, vielleicht nur an einigen tagen. kann es sein, dass du mal ein wenig abstand zu deinem job als mutter, oder eine pause brauchst, um wieder über den dingen zu stehen?
ich finde es wichtig, sich auch als mutter damit auseinanderzusetzen, was man selbst für sich will und was man braucht. gut, dass du dies hier tust.
sorge aber bei aller selbstkritik auch einmal für deine streicheleinheiten.
unsere heranwachsenden kinder brauchen eine selbstbewusste, zufriedenene, klare standfeste figur, die sie spiegelt und von der sie sich ebenso abheben und wegbewegen können können. von daher gibst du ihnen genau das richtige, auch wenn es unbewusst passiert und dir, da es nicht immer schon die schönschrift sein kann im alltag selbst nicht immer gefällt.
wo ist der unterschied zum null bock deiner kinder, wenn du sagst: so wie meine mutter wollte ich nie sein. wenn du derzeit null bock auf mamasein hast, dann lass es doch mal für eine weile, du bist doch der chef.
und dann nutz doch mal die zeit und geh es doch mal in einer positiveren weise an:
wie willst du denn sein als mutter? und noch eine brennende frage, brauchen deine kinder gebügelte sachen? wissen die schon was das für eine schöne handarbeit ist? können die schon selbst bügeln?
ich formuliere mich als mutter in die andere richtung: wie bin ich die mutter, die ich immer sein wollte? was kann ich dabei an guten dingen erinnern, die meine mutter gemacht hat?
ich habe meine mutter leider schon verloren, als sie gerade 46 jahre alt war. auch sie hatte, scheint wohl am job des mutterseins zu liegen, eine menge blöder muttersprüche drauf, aber auch eine menge wunderbarer eigenheiten und eine menge menschlicher fehler. ich sage meinen kindern manchmal im spass, wenn mir nichts mehr einfällt einen mutterspruch, den ihre "oma" garantiert gesagt hätte...danach lache ich mich kaputt und bin etwas wehmütig, dass sie nicht mehr da ist, um jetzt als weise oma ihren schwachsinnigen senf dazuzugeben, wir könnten uns jetzt sooo schön streiten...
meine kinder schütteln, wenn ich so was von mir gebe,nur mit dem kopf. denn beide wissen von mir, dass mir so ein unfug nur einfällt, wenn ich mal ne pause brauche.
marité
warum ist man wie seine (groß)mutter oder sein (groß)vater? mhm... eigentlich eine ganz leicht zu beantwortende frage... weil zu sehr großen teilen das "produkt" ihrer ist... weil sie vorallem in der zeit des lernens, erforschens, prägens, usw. die bezugspersonen schlechthin sind...
als kind gingen mir vorallem regeln meiner omi furchtbar auf die nerven... wenn ich ihr "vor dem essen hände waschen!" hörte, verging mir schon die lust am essen... vorallem, wo ich mich schon alt genug fühlte dies selbst entscheiden zu können...
ich ertappte mich, wie ich genau DIESEN satz in genau IHRER stimmlage sagte... im ersten augenblick war ich erschrocken... wollt ich doch nie werden wie sie... naja... das wird mir nicht ganz gelingen... sie war eine sehr wichtige bezugsperson für mich in der kindheit... hat mich mitgeprägt... und logischerweise übernahm ich einiges von ihr... auch manche gesten sind von ihr...
ich habe eine andere lebenseinstellung, wuchs in einer anderen zeit auf... wurde von anderen menschen mitgeprägt als sie und so bin ich ihr nicht wie ein klon gleich und werde auch nicht die selben fehler wie sie machen... ich mach andere src=/imforum/g2.gif width=15 height=15 border=0>
ich seh es nicht mehr so verkrampft und freu mich, wenn ich unbewußt einen omispruch rauslass... sie lebt in mir src=/imforum/g1.gif width=15 height=15 border=0>
liebe grüße, pain4me
Was genau stört Dich denn daran?
Auch wenn Deine Kindheit nicht besonders war, so ist es sich bei Dir und Deinen Kindern anders. Du klingst zwar so wie sie, aber es gibt bestimmt ebenso viele Dinge, die Du ganz anders machst, oder ?
Nun ja, ich habe diesen Gedanken, wie meine Mutter zu sein, auch immer wieder. Noch schlimmer wird es, wenn ich mich im Spiegel ansehe.
Vor gut 10 Jahren viel es mir zum ersten Mal schlagartig auf ! Das war wie ein SChock, denn ich sehe aus wie die kleine SChwester meiner Mutter!
Es gibt Dinge, die werden uns vererbt und es gibt Dinge, die uns anerzogen werden. Und gerade, wenn wir etwas unbeußt tun, dann kommt genau das dabei heraus.
Nein, ich finde das nicht schlimm, denn Du machst Dir ja Gedanken und außerdem - sieh mal Deine Tochter an... ist sie nicht wie Du als Du in ihrem Alter warst???
Es gibt eben Dinge auf dieser Welt die sich nie ändern werden. Erst recht nicht das Verhalten von Eltern und Kindern, denke ich.
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LG von Romara

Liebe Romara,
Deine Gedanken folgen dem üblichen Weltbild - finde ich und es ist wirklich nicht unnormal, dass sich so vieles gleicht.
Doch ich persönlich finde, dass das nicht so sein _muss_. Du hast es schon ausgesprochen "wenn wir etwas unbewußt tun" und genau an der Stelle läßt sich einiges ändern, finde ich.
Ich habe bemerkt, dass ich und meine Geschwister immer sehr an Leistungen gemessen wurden, die den Eltern alle Ehre machten - dabei habe ich schlecht abgeschnitten, weil ich lieber geträumt habe. Und wenn ich solche Sachen bemerke, dann kann ich doch mit meinen Kindern anders umgehen - tue ich auch - sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die der Meinung sind, dass meine Kinder keine "ordentliche Führung" von mir bekommen und machen dürfen, was sie wollen. Und meinen Kindern geht es sehr gut damit, denn sie entwickeln ihre Talente ganz spielerisch und voller Begeisterung, statt sich mit Sachen zu beschäftigen, die ich für gut halte und damit eben nicht glücklich werden.
Was allerdings solche Dinge, wie Lachen oder Laufen oder die Art, sich die Zähne zu putzen angeht, da sehe ich auch viele Ähnlichkeiten ...
Herzlichst Ute
Ich verstehe Dich und ich danke Dir, das Du Deine Fähigkeiten, Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, behalten hast und treu bleiben kannst.
Ich bewundere das an Dir, deine anderen Blick- und Denkweisen !
Nun, ich gehöre zu den Menschen, die eher unauffällig sind und sich leider auch zu oft von anderen beeinflussen lassen.
Nicht jedem fällt es leicht, seinen eigenen Weg zu gehen, und gerade das Unbewußte macht es uns schwer. Denn da kommen Verhaltensweisen zu Tage, die jahrelang eingeübt würden.
Ich weiß auch, das sich das ändern läßt, aber es bedeutet jede Menge harter Arbeit an sich selbst.
Allerdings denke ich auch, das jeder, der nicht so werden will, wie seine Eltern, auch die Möglichkeit geschaffen hat, allein durch diesen Gedanken nicht so zu werden, oder?
*war das jetzt verständlich, habe etwas schwierigkeiten, mich richtig auszudrücken*
Übrigens - ich fühle mich mittlerweile geschmeichelt, wenn meine Mutter und ich für SChwestern gehalten werden. Ich bin so stolz, das ich ihre Tochter bin und ich liebe sie über alles, auch wenn ich vieles nicht verstehe, wie sie sich verhält.
Sie ist eben auch nur ein Mensch, und sie macht auch Fehler. Seit einigen Jahren haben wir begonnen, lange und intensive Gespräche zu führen, wo uns beiden vieles klarer wird.
Und es stellt sich heraus, das wir uns eben oft einfach mißverstanden haben.
Und wir lachen viel gemeinsam, denn wir sind uns so ähnlich manchmal.
Liebe Grüsse von Romara
könnte dir das gleiche von mir schreiben.
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Liebe Grüße von MisBumblebee
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