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Medizin- oder Jurastudium?

 

Hallo ihr lieben!

ich befinde mich momentan in einem Konflikt, denn ich interessiere mich für beide Studienrichtungen gleichermaßen.
offensichtlich sind sich die beiden so dermaßen unähnlich, dass es schwieriger nicht ginge.

sind hier Medizin oder Jurastudenten, die mir bei der Wahl helfen könnten?
(pro/contra) etc....

ich wäre euch wirklich unheimlich dankbar!

Liebe Grüße
Sarah


Video: Neu im Kino: 'Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe'

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MEDIZIN

Hallo, ich studiere Zahnmedizin und spiele noch mit dem Gedanken zu wechseln... also ich wollte nichts anderes studieren, es ist wirklich super interessant und macht ne Menge spass, ist allerdings auch sehr zeitaufwendig. Könnt mir gar nicht mehr vorstellen was anderes zu machen... und das nach gerade mal 2 Semestern *g* Also viel spass

 

Hallo

ich habe Jura studiert.
Ich hatte dabei übrigens eine Kommolitonin, die erst Medizin und dann Jura studiert hat. Die war auf dem Arbeitsmarkt total begehrt, da sie eine der wenigen war, die von beidem eine Ahnung hat. Ich sage nur: Arzthaftung.

Jura ist sicher das schnellere Studium. Die Regelstudienzeit ist 8 Semester, danach kommen noch 2 Jahre Refrendariat, da verdient man aber schon wenigstens etwas. Wenn Du also möglichst bald Geld verdienen willst, ist es sicher besser, Jura zu studieren. Man kann übrigens auch, wenn man sich wirklich hinsetzt und lernt, das Studium deutlich schneller durchziehen. Ich habe gerade mal 5 Semester gebraucht bis zum 1. Staatsexamen, indem ich fast alles aus den - im Buchhandel erhältlichen - Skripten der Repetitorien (Hemmer oder Alpmann/Schmidt) gelernt habe.
Es ist beim Jurastudium sehr viel Auswendiglernerei - Lösungsschemata, Definitionen und Rechtsprechung.
Allerdings muss man wohl auch beim Medizinstudium ewig viel lernen.

Jobchancen: Der Arbeitsmarkt ist mit Juristen inzwischen sehr gut gesättigt. Viele meiner Kollegen aus dem Referendariat haben nicht direkt einen Arbeitsplatz gefunden oder zu miserablen Bedingungen (einer z.B. für Vollzeit 1.500 Euro brutto).
Ärzte dagegen werden im In- und Ausland verstärkt gesucht und entsprechend - jedenfalls im Ausland - deutlich besser bezahlt.

 

Vielen dank!

von:sarah17103

danke für die sehr ausführliche antwort...leider konnte ich nicht früher antworten, da ich im krankenhaus war (menisikus) und erst nun wieder online bin..

ich habe mir so viele gedanken über diese beiden richtungen gemacht und derzeit tendiere ich mehr zur medizin....ich liebe den umgang mit menschen und mich interessiert die anatomie, gene etc. alles unheimlich!

jedoch sagen mir professoren, dass ich unheimliches kommunikationstalent und verhandlungsgeschick habe..inwiefern das relevant ist, weiß ich nicht..
der arbeitsaufwand/studiendauer etc. das spielt keine rolle, ebensowenig das geld.
mir geht es rein um die materie...mit allem anderen kann ich es aufnehmen...
hast du denn schon ein praktikum bei einem juristen absolviert?
oder irgendjemand?
warum hast du dich dazu entschlossen, wusstest du auf was du dich einlässt? ist deine meinung positiver oder negativer als zu beginn des studiums?
klar hängt das alles von der person selbst ab, aber mich interessieren meiungen anderer!

also vielen dank!
lg
sarah

 

Ich studiere Jura

also das was teasersgirl da über Jura erzählt stimmt zum größten teil nicht.
Jura hat eine Regelstudienzeit von 9 Semestern.
Wenn du direkt danach dein Examen machst, bist du schnell-musst meist aber auch gut sein. Das Examen dauert ca ein halbes Jahr(kommt drauf an wie viel Zeit die Korrekturen brauchen)
Dann bewirbst du dich für das Referendariat, denn nur mit dem ersten Staatsexamen wirst du nix.
Dieses dauert zwei Jahre, darauf kannst du noch Wartezeit draufrechnen, falls dein Examen nicht so gut ist.
Dann machst du das zweite Staatsexamen und erst dann bist du Volljurist.

Wo würdest du denn studieren wollen?

Dann das mit den Paragrafen auswendig lernen: sorry aber das ist der größte Quatsch, den ich je gelesen habe.
Ich musste während meines ganzen Studiums nicht einen einzigen Paragrafen auswendig lernen. Ja, viele kennt man auswendig, aber nur, weil man sie so oft verwendet, dass sich das Wissen von alleine in den Kopf schleicht.
Natürlich muss man sehr viel Lernen. Mein Prof sagte ganz zutreffend: Schmeißen Sie Ihren Fernseher aus dem Fenster, geben Sie Ihre Hobbies auf und lernen Sie mit 4 Stunden Schlaf auszukommen.
Ok das mit den 4 Std Schlaf ist übertrieben, aber der Rest stimmt. Man muss aber am meisten lernen, wie man mit dem Stoff umgeht. In den Klausuren darf man die Gesetzestexte benutzen-nein MUSS man. Man muss auch wissen, wo was steht, aber das kommt von alleine.

was wichtig ist: am leichtesten ist es nach meiner Erfahrung für Leute, die gut waren in Mathe, Physik, Geschichte, Logik. Aber das muss nix heißen.
Aber solltest du das anfangen und du merkst im spätestens im dritten Semester, dass dir das nicht so liegt, dann hör auf und mach was anderes. Es ist sonst eine echte Qual und macht überhaupt keinen Spaß.

Wenn du noch fragen zum Jurastudium hast kannst du dich gerne an mich wenden.

Grüße

 

Ach ja und

von:wintertau

um dir einen kleinen Überblick über das Lernpensum zu verschaffen:
ich mache im Oktober Examen und habe dafür ca 2500 KArteikarten bearbeitet, 15 Skritpe, ca 20 Lehrbücher und bin ein gutes Jahr jeden Freitag zum Klausurenkurs gelatscht um jeden Freitag eine 5 stündige Übungsklausur zu schreiben-auf Examensnivaeu versteht sich.
Natürlihc relativiert sich der Lernaufwand, je mehr Zeit du WÄHREND des Studiums mit Lernen verbringst-also nicht zwei Wochen vor der Klausur anfängst zu lernen, sondern von Vorlesung zu Vorlesung.

Ach ja ich studiere in Bremen, wo leider im letzten Jahr das Niveau EXTREM angehoben wurde -Pech..
naja auf jeden Fall besteht das erste Examen hier aus 5 Klausuren zu je 5 Stunden, einer 4 wöchigen Hausarbeit die ca 60-100 Seiten umfasst und einer mündlichen Prüfung die meisten 4-5 Stunden dauert.
so.
noch Lust? )
du siehst, das ist kein Studium, das man macht "weil man nix anderes weiß, was man studieren will"

 

Zahnmedizinstudium vielleicht?

das studium ist zwar etwas kostenaufwendig aber kürzer als ein medizinstudium (5 Jahre).
sehr interessantes studium....

 

Einfach bewerben!

hallo sarah!

diese entwscheidung ist sicher schwer, aber mein ratschlag: bewerbe dich doch einfach mal fuer beides!!
medizin ist ja ZVS, jura aber nicht, das passt ja. und wenn du dann fuer eins nicht genommen wirst, faellt dir wohl die entscheidung leichter.
und dann ist auch noch die frage, wo du studieren willst! das macht sicher auch ncoh was aus, wo du genommen wirst.

ich hoffe, ich konnte ein kleinen anstoss geben!

lieber Gruß

 

Dann versuch ichs mal...

Hallo!

also ich würde auch sagen dass medizin und jura 2 grundverschiedene studiengänge sind.

Ein paar infos die dir vielleicht bei der entscheidung helfen:

- Sowohl Medizin als auch Jura sind NC, studiengänge, d.h. die plätze werden nach abi-noten vergeben.
In medizin ist dieser wert bundesweit sehr hoch, hast du einen abischnitt schlechter als 1,8 ist es fast unmöglich einen platz zu bekommen, es sein denn du wartest 4-5 jahre.
In jura schwankt dieser wert von uni zu uni, in heidelberg z.b. ist er sehr hoch, an anderen unis bekommt man mit fast jedem schnitt einen platz.

Bist du noch in der schule? Wenn ja, könnte das ein ansporn sein, wenn nein, vielleicht ein argument für das eine oder das andere.

Das medizin studium dauert etwa 7 jahre + facharzt ausbildung ( 3-6 jahre)
Jura hat eine regelstudienzeit von etwa 5 jahren, soweit ich weiß.
Ein Meidzin studium ist also länger, was auch ein argument sein kann falls du irgendwann mal familie oder so planst.

Leicht sind beide fächer nicht, aber der lern und zeitaufwand für medizin ist doch erheblich größer, wie ich das so mitbekommen habe.
In beiden fächer überwiegt zumindest in den ersten semestern klar das auswendig lernen, in medizin eben fachbegriffe etc. in jura paragraphen...

Die situation auf dem arbeitsmarkt ist momentan wohl bei den Medizinern besser was das job-finden angeht, allerdings sieht man da ja momentan an den ärzte streiks, dass an den arbeitsbedingungen und der bezahlung vieles nicht stimmt.

einen wirklcihen vergleich kann dir wahscheinlich niemand geben, es studiert ja niemand beides.
Wie wäre es mit einem praktikum in beiden bereichen, für deine entscheidung kann das sehr nützlich sein!

Hab gerade nicht soviel zeit...
Falls ich dir noch helfen kann sag bescheid.

LG

 

Vielen dank!

von:sarah17103

vielen dank für deine ausführliche Antwort!
ich habe einen sehr guten Notendurchschnitt und kann sehr ehrgeizig sein - lediglich die faulheit ist mir ab und an im wege..aber das kennt ja jeder.

das mit dem praktikum ist eine gute idee...danke!
lg

 

...

von:teasersgirl

na dann hast du ja freie wahl was den durchschnitt angeht

zu praktikas kann ich dir wirklcih nur raten, hab auch einige gemacht, das hat mir wirklcih sehr geholfen und mir einen sehr guten einblick in das gebiet verschafft.

Für Medizin würde ich in ein nicht allzugroßes kranknhaus gehen, um was zu sehen ist die chirurgie natürlich am spannendsten, aber klär vorher ab dass du auch was zu sehen bekommst, vielleicht paar mal OP oder so und du nicht nur auf station bist und putzt, das wäre um einen vorstellung von dem beruf zu bekommen nicht so spannend *g*

Für jura kenn ich einige die an einem landgericht, in einer kanzlei oder bei einem staatsanwalt(geht leider oft nur über beziehungen) praktikum gemacht haben, da sie auch richtig in die arbeit mit einbezogen wurden und sehr interessante fälle bearbeitet wurden.

Dann mal alles gute bei deiner berufswahl

LG

 

Hi

musst du ganz alleine entscheiden..aber ich persöhnlich möchte keinen arzt haben,der sich aus spaß oder auf den ratschlag eines anderen dafür entschieden hat medizin zu studieren..
medizin ist beinhart...jura leichter....

 

Jura

von:guerrenain

Hallo,

ist zwar schon eine alte Diskussion, aber nicht, dass jemand das liest und aus den falschen Gründen Jura studiert und dann bitter weint. Billige Gerichtsshows spiegeln nicht die Realität wieder. Jura ist RechtsWISSENSCHAFT. Also eine Wissenschaft, das muss man vorher wirklich wissen.
Ich habe beides studiert und muss sagen, dass der Schwierigkeitsgrad in Jura sogar höher ist. Zumindest das Staatsexamen ist viel, viel lernintensiver und schwieriger zu bestehen. Teilweise waren meine mündlichen Prüfungen für das medizinische Staatsexamen sogar lächerlich.
Was die Klausuren angeht ist es auch kein Vergleich gewesen.
Wer in Medizin viel gelernt hat, wird gut bestehen. In Jura ist Lernen (am Ende waren es bei mir 13 Stunden am Tag, mindestens) leider keine Garantie. Man kann lernen und lernen, aber das Wissen auch anzuwenden, komische Ansichten des Korrektors, Klausurtaktik, spielen eine große Rolle. Nach dem juristischen Staatsexamen war ich ein Zombie. Das zweite juristische Staatsexamen habe ich nicht mehr gemacht, höre aber von Freunden, dass es noch schlimmer ist.
Was ich allerdings in Medizin stressig fand (bei uns in der Zahnmedizin war es so) ist, dass das Bestehen eines Kurses teilweise davon abhängt, dass man auch einen Patienten hat, an dem man die zum Bestehen geforderte Behandlung durchführen kann. Wir mussten teilweise Leute dafür bezahlen zu uns zu kommen. Wenn die dann auch noch in einer Prüfungssituation zu spät kamen, war es die Hölle auf Erden. Diese Abhängigkeit von Patienten war grausam stressig für mich.
Kurz: Beide Studiengänge sind stressig und nicht einfach. Für beide muss man viel lernen, aber in Jura ist viel lernen leider nicht ausreichend.
Habe die Frage nun sehr generell beantwortet. Falls jemand konkrete Fragen zu beiden Studiengängen hat, kann er mich gerne anschreiben. Ich hätte auch noch alte Lehrbücher von beiden Fächern zu verschenken, falls jemand mal reinschauen möchte.
Generell sollte man aber jenes studieren, wofür man mehr Begeisterung aufbringen kann und nicht das Fach, das einem leichter fällt. Beide Fächer sind interessant und ich bereue nicht, beides gelernt zu haben.
Ohje, mein erster Beitrag hier und es geht ums (manchmal verhasste Thema) Studium. Dabei habe ich meiner Schwester versprochen, dass ich hier im Forum etwas zum Thema Kajalstift rausfinde. Schminke und Studium, eine interessante Kombination für den Abend.

 

...

von:sarah17103

du hättest wohl lieber jemanden der sich nicht informiert, Vor und Nachteile abklärt...sich keine Gedanken macht, sondern es eine Bauchentscheidung macht?

Jedem das seine...aber ich lasse es mir nicht nehmen mich zu beraten und nach anderen Meiungen zu fragen...ob ich es dann annehme, ist ja meine Sache.

Danke für deine Antwort, auch wenn ich deinen Unterton nicht sehr nett finde.

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