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Wie wichtig ist eine Ausbildung?

 

hallo an alle mamas hier im forum,

ich bin eine stille mitleserin und möchte gern nun einmal hier über das thema "kinder, aber keine ausbildung"
diskutieren,also wie steht ihr dazu?
gerade durch meinen beruf und natürlich auch im fernsehen oder bekanntenkreis erlebe ich mit, wie viele noch junge mädchen/frauen ihr zweites,drittes,oder auch schon viertes kind bekommen,obwohl sie keine ausbildung haben.

oft höre ich"die kann ich doch noch später machen" oder "dann geh ich eben so arbeiten,man findet immer was auch ohne ausbildung".

vorallem letzteres hat mich etwas schockiert,klar man findet bestimmt auch ohne ausbildung nen job,nur steht man doch da immer als ungelernt da.und was wenn der betrieb mal schließt oder so?
und sollte man nicht seinen kindern mit gutem beispiel voran gehen,nicht dass die später denken "ausbildung is nich soooo wichtig,es geht auch ohne"?

einige sagen auch "mein mann verdient genug für uns".das mag ja sein,aber was,wenn der mann mal nicht mehr da is?klar,von sowas sollte man nich ausgehen,aber die gefahr besteht doch...

kenne auch fälle das is es so,die kriegen ein kind ohne ausbildung.da sag ich mal ok,kann passieren,zwei jahre nach der geburt kann man sich dann ja flinke füße in die spur machen.is aber nich,die mädels bekommen stattdessen noch ein kind...und noch eins... wie steht ihr zu solchen fällen,findet ihr das richtig?

ich weiß nich,bin ich da in meinem denken zu altmodisch??geht es wirklich ohne ausbildung(bitte auch daran denken,dass die kinder mal größer werden und fragen stellen)?,bewerte ich das nur über??
ich hoffe sehr, es fühlt sich keiner angegriffen von mir,denn das will ich nicht.nur ich dacht halt immer eine abgeschlossene ausbildung ist (unter anderem)eine wichtige vorausetzung für die familienplanung...!?


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Ähm,

was ist denn das für ein Quatsch? Abhängigkeit vom Mann? Ich finde das hat nun überhaupt gar nichts mit dem Thema zu tun.

Eine Ausbildung soll man machen, um sich eben auch versorgen zu können. Wobei man natürlich auch gut vom Staat leben kann. Es ist absolut keine Frau heutzutage mehr vom Mann abhängig! Sei es mit Ausbildung oder auch ohne.

Wenn man es so sieht wie ihr, dann muss ich feststellen: Ich habe nicht nur eine Ausbildung, ich habe drei. Dennoch bin ich nun zuhause und mein Mann verdient das Geld. Und solange wir zurecht kommen, möchte ich auch zuhause bleiben und mich um unser Kind selber kümmern. Ich bin also praktisch (aus eurer Sicht) abhängig von meinem Mann. Na und? Ich finde da echt nichts bei. Entweder man ist eine Familie oder eben nicht. Und das Argument "was ist wenn der Mann weg ist" find ich totalen Blödsinn. Wenn ich da als Frau schon dran denke, dann ist die Ehe schon zum Scheitern verurteilt.

Wie gesagt, eine Ausbildung sollte man machen, um nicht vom Staat leben zu müssen. Und aus keinem anderen Grund!


 

Huhu

Eigentlich hast du schon ein bisschen Recht...
Ich bin 19Jahre alt, habe eine kleine süße Tochter und noch keine Ausbildung....Sie ist ein Wunschkind aber ich möchte wenn sie 2Jahre alt ist eine Ausbildung machen, spätestens wenn sie 3Jahre alt ist(dann kann sie ja in den Kindergarten, bei den Krabbelgruppen bin ich ein bisschen skeptisch), ich finde man sollte eine Ausbildung machen, es ist wichtig...bin auch so das ich später meiner Tochter sagen kann, das ich eine Ausbildung mache, das ich was aus mein Leben machte...Soll ja nicht später eine Ausrede für Sie sein
habe in mein umkreis 3Freundinnen die in mein alter ein Kind haben....und eine die Schwanger ist...ich kenne Sie von der Schule wo ich war, dort gingen wir hin um nicht daheim auf den Arsch zu sitzen die eine fängt an sich für nächstes Jahr ne Ausbildung zu suchen(ihr kleiner ist 9Monate alt), die andere ist in den Teil da wo man eine Teilzeit ausbildung macht, wahrscheinlich hat sie in paar Monaten schon eine(ihre kleine ist 9monate alt) und die dritte plant schon ein zweites kind ausbildung kann sie ja auch mit 30machen und der staat unterstützt sie ja dann noch mehr und die die schwanger ist, ist 23, hat keine ausbildung, leben lernen von hartz4(weiß net ob des grad richtig geschrieben ist) und sie hat einfach so die pille abgesetzt und ließ sich von ihren freund schwängern als sie gerademal 2monate zusammen waren es gibt ja nicht nur mädchen die schwanger werden und nie im leben eine ausbildung machen...klar mein mann verdient genug geld für uns, aber für meine zukunft will ich mein kind was bieten und nicht immer mein freund sagen das ich sein geld genommen hab des nervt nämlich und wenn jemand jetzt ankommt, ja wieso hast du nicht erst eine ausbildung gemacht und dann ein kind bekommen, das geht nur mich was an!!!!
so mfg maci


 

Wenn

von:bree41982

der Verdienst deines Mannes ausreicht und ihr davon Leben könnt spricht ja nichts dagegen, dass du erst ein Kind bekommen hast.

Ich finde das wichtigste ist eben, dass man nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit lebt.


 

Man kann sicher auch ohne leben

aber ich denke eine Ausbildung bietet doch eine gewisse Sicherheit. Da können jetzt noch so viele Beispiele kommen wer alles ohne Ausbildung einen Job gefunden hat.
Mit 20 oder 30 ist man noch jung und gefragt, kommt auch mal schnell irgendwo unter. Aber was macht man denn wenn man mit 50 noch einen Job sucht. Irgendwann kann man körperlich belastbare Arbeit nicht mehr so gut machen (grade auch Männer) und was ist dann?

Sich nur auf den arbeitenden Mann zu verlassen wäre auch nichts für mich, das grenzt doch irgendwie die eigene Freiheit ganz schön ein wenn man sich im Falle einer Trennung sorgen machen muss wie man über die Runden kommen soll.

Außerdem finde ich, dass es in einem Bewerbungsschreiben schon doof aussieht wenn man keine Ausbildung hat.

LG


 

Sehr wichtig

ok, bin wohl kein Paradebeispiel- erst Ausbildung dann gleich zum Studium und noch während des Studium mein Kind (geplant) bekommen.

Aber ich weiss was ich will und ich werde es schaffen! Ich finde eine gute Ausbildung ist wichtig! Man muss als Frau doch mehr Optionen haben als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Vor allem sollte man in der Lage sein auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei meine ich in erster Linie die Unabhängigkeit von Mann und in zweiter Instanz vom Staat.

Ich bin in der glücklichen Lage ein Studium mit guten Jobaussichten zu haben, der mir auch das Muttersein ermöglicht. Ansonsten hätte ich bestimmt noch ein paar Jahre gewartet mit der Famlienplanung um den Job sicherer zu machen. Kinder zu bekommen ohne jegliche Sicherheit halte ich für naiv. Natürlich kann mir keiner sagen ob mein Job so bombensicher ist. Aber ich kann mir zumindest sicher sein, meinen Weg auch ohne Mann zu gehen.

Ich stimme Moragh zu, dass noch viel mehr getan werden muss um berufstätigen Müttern und Vätern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Dazu gehören für mich Krippen-/ Kindergarten- und Hortplätze mit gut ausgebildeten Erziehern. Denn nur dann kann man auch als Mutter seinen Beruf ohne schlechtes Gewissen wieder nachgehen und muss sich nicht mit einer 10h/ Woche Stelle begnügen weil man keine Kinderbetreuung hat.
Es kann doch nicht angehen, dass man nur wegen der Aussicht, dass man als Frau auch Mutter sein kann, auf eine Ausbildung verzichtet? Oder sagt: ich lande eh nur bei Aldi (wo es im übrigen mehr Facharbeiter als ungelernte gibt)....

Wie Nadine gesagt hat: man ist seines eigenen Glückes Schmied! Ich kann mich darauf verlassen dass jemand anderes dafür sorgt, dass es mir gut geht. Das kann nur ich allein.

LG


 

hallo,

klar eine stille mitleserin... willst du jetzt zuspruch dafür das du eine ausbildung hast?! für ein kind braucht man definitiv keine ausbildung, für viele jobs schon!

vorweg: ich habe jahrelang als leitende gearbeitet und studiert bevor ich mutter wurde, aber dennoch bin ich andere meinung, denn es gibt keinen perfekten lebensweg, sondern einen induviduellen. nur der der seinen weg lebt ist glücklich, viele lassen sich in schubladen drücken und sind dann ihr leben lang unzufrieden.

ich denke, dass es sich viele einfach nicht ausgesucht haben keine ausbildung zu haben. evt haben sie keine bekommen, wurden verfrüht schwanger und dann kam das leben wie es eben kam. das leben fragt einen nicht nach seinen wünschen und es hat seinen individuellen weg.man kann nicht alles immer perfekt organiesieren! mit den finger auf diese frauen zu zeigen, von wegen sie seien verantwortungslos und naiv,ist wiedereinmal unterste schulblade.

andereseits mag es frauen geben, die es einfach schön finden "nur" mutter zu sein und es ist ok so! jeder soll tun was er will und womit er glücklich ist. ich verstehe ehrlich nicht was daran so schockierend sein soll?! nicht jeder mensch verfolgt die gleichen ziele und mutter zu sein ist das großartigste was eine frau erleben darf, vorallem wenn sie einen mann hat der arbeitet. ich kann das beurteilen, den jede beförderung oder auszeichnung die ich bekommen habe,kommen dem erlebnis baby nicht nah.

warum immer vom negativen ausgehen und vermuten das der irgendwann "weg" ist?! ich kenne einige hausfrauen ob nun mit oder ohne ausbildung, sie sind glücklicher als so manche buisnessfrau.

in dem sinne alles gute
helena


 

Hehe

von:helenaxxx

ja, meine eltern sind baujahr 46- also nachkriegsgeneration. sie sind ganze 4 jahre zur schule gegangen und haben mehr erreicht als ich und mein mann trotz studiums niemals erreichen können!

wo ein wille ist, ist auch ein weg!


 

Deine Eltern waren aber auch noch eine ganz andere

von:matomasi

Generation. Damals brauchte man noch Leute. Das funktioniert heute zu 99,9 % nicht mehr.


 

von:helenaxxx

naja, blätter mal im geschichtsbuch nach wieviele wirtschaftskrisen es in den letzten jahrzehnten gab! sorry aber ich muss gerade schmunzeln


 

So viele nich

von:matomasi

und vor allem nicht zu der Zeit, als deine Eltern in den Beruf eingestiegen sind. Vor alle, war Arbeitslosigkeit in den Krisen der frühen Nachkriegszeit nur ein konjunkturelles, das heißt relativ kurzfristiges Phänomen. Eine nennenswerte strukturelle Arbeitslosigkeit, also ein Sockel an Personen, die auch nach der Krise keine Arbeit mehr finden, existiert erst seit Mitte der 1970er Jahre. Strukturelle Arbeitslosigkeit entstand zu diesem Zeitpunkt durch den Niedergang wichtiger, arbeitsintensiver Branchen, wie zum Beispiel den Bergbau.

Doch im Zuge der Globalisierung seit den 1990er Jahren greifen die strukturellen Probleme auf immer mehr Branchen über. Übrig bleiben schwer zu delokalisierende Jobs in der Serviceindustrie (Altenpflege, Gastronomie, Öffentlicher Dienst), aber da jeder einzelne wie auch das gesamte Gemeinwesen immer weniger Geld zur Verfügung haben, sind auch diese Jobs nicht langfristig gesichert.

Soll ich weiter machen?


 

Hä?

von:helenaxxx

du weisst doch garnicht wann sie ihr unternehmen eröffnet haben. es war tatsächlich mitte der 70-er jahre... aber ich will jetzt auch keine grundsatzdiskussion eröffnen, denn mein sohn ruft

by the way: , die 70-er erste ölkrise, die 80-er hatte die 2. ölkrise, die 90-er die struckturkrise, + viele kleinere krisen innerhalb der krisen...


 

Das

von:helenaxxx

stimmt doch garnicht! es gab sogar schlechtere zeiten und es kommen auch wieder bessere. und auch wenn es zur zeit für viele schwierig ist, gibt es immernoch viele die sehr erfolgreich sind. das kann nicht so pauschal sagen: finanzkrise- allen gehts schlecht


 

Ich

von:helenaxxx

will nur sagen, dass es ok ist, wenn sich frauen für familie entscheiden. ich selbst habe studiert und habe einen sehr gut job, daher brauchst du mir nicht die vorteile runterbeten. trotzdem ist es absolut überheblich, diese frauen zu diskriminieren- letztlich kann es jeden treffen.

versichern kann man aber den todesfall, die berufsunfähigkeit, den unfall! alles andere ist schicksal!


 

Ja

von:helenaxxx

der satz hat noch gefehlt: "jede dritte ehe wird geschieden", warum heisst es nicht 2 von 3 ehen halten! das ist eine gute quote und da zählen die unverheirateten lebensgemeinschaften nicht einmal rein! - nichts für ungut

vor schicksalschlägen schützt einen auch eine ausbildung nicht. auch schützt sie nicht zwangläufig vor alo und hartz IV. natürlich ist es finanziell sicherer eine zu haben, aber ich will nur sagen, wenn sich jmd für einen anderen weg entscheidet ist es nicht immer verkehrt oder gar "schockierend".

für viele frauen reicht es halt mutter und frau zu sein- ich finde das in ordnung!


 

Ich

von:helenaxxx

finde das man verantwortung nicht über eine ausbildung definieren kann! aber wenn ich jetzt einmal rumspinne: nehmen wir ein klassisches deutsche ehepaar. sie ist klassischerweise einzelhandelskauffrau ( die meisten frauen arbeiten im schlechtbezahlten dienstleistungsbereich) er verdient gut bei daimler und ist absolut unversichert, weil ein geiziger schwabe ist die bauen ein häusle, bekommen 2 kinder.... nach eingen jahren verunfallt er bei einem skiunfall in den alpen und ist berufsunfähig.

sie könnte jetzt maximal halbtags arbeiten, denn 2 kinder und ein pflegebedürftiger mann... was verdient man da wohl? schätze maximal 1000 (wenn überhaupt) und wer stellt sie denn mit der situatuon ein?! kann sie damit eine familie ernähren, ein haus abbezahlen? ich sage mal pauschal nein.

ich will nicht sagen, dass es immer so sein muss, aber ich will damit klarstellen, dass irgendeine ausbildung nicht das ultimative rezept für ein verantwortungsvolles leben sein muss.

ich für mich fand es auch sehr wichtig, aber ich kann es partout nicht leiden, wenn man frauen dafür diskriminiert. leben und leben lassen!

ob das dann gleich auf die kinder übertragen werden muss? glaube ich nicht, denn fähigkeiten, neigungen und charakter ist angeboren, da können wir alle noch so oft zum pekip, babyschwimmen usw rennen

tschüssle


 

Jetzt mal eine kleine Frage

von:matomasi

ich finde das Argument kommt ziemlich oft von "Nur-Hausfrauen", dass sie sich von den "Karrieremüttern" diskriminiert fühlen. Und Diskrimination ist böse, natürlich.

Nun finde ich es auch nicht in Ordnung, wenn Mütter von potentiellen Arbeitgebern diskriminiert werden oder von Busfahrern, die einfach losfahren, weil sie keine Lust haben, den Kinderwagen auch noch mitzunehmen. Aber wenn jemand nicht deiner Meinung ist und das sagt, warum fühlst du dich da diskriminiert?? Oder verteidigst andere Hausfrauen gegen diese Diskriminierung? Die Gesellschaft diskriminiert Hausfrauen weil sie ihnen lächerlich kleine Renten zahlt, aber hebt sie gleichzeitig in den Himmel.

Da finde ich es ehrlich gesagt besser (und weniger diskriminierend) zu sagen, dass man findet, dass mit diesem Lebensmodell in der heutigen Zeit einige Probleme verbunden sind.

Ich habe eher den Eindruck, dass bestimmte Interessengruppen im Fernsehen diesen Wortgebrauch eingeführt haben, um einen Schutzraum um die Hausfrauen-Ehe aufzubauen. Denn wer was sagt, ist ja ein böser Diskriminierer.


 

Schwer ohne Ausbildung + Kind

ich hab eine Ausbildung,Beruferfahrung...ab er finde trotzdem keine neue Stelle Als erstes wird immer nach dem Kind gefragt,wie die Betreuung ist,kann ich immer da sein,was wenn das Kind krank ist usw.manchmal kotzt mich das echt an...als wenn ich ein Verbrechen begangen habe,nur weil ich ein Kind bekommen habe???
Noch ein Kind ohne festen Arbeitsvertrag käme für mich gar nicht in Frage. Erstens wegen dem Elterngeld und zweitens will ich auch arbeiten. Das man sich auf den Partner in Punkto Finanziellem verlässt halte ich auch für äusserst naiv. Wenn der Partner weg ist..(was ja heutzutage durchaus passieren kann)...dann steht man da...und dann find mal einen Job...nee,nee...ich will für mich alleine sorgen können bzw. für die Kinder,auch ohne Mann.
Warum manche eins nach dem Anderen bekommen und sich da keine Gedanken machen verstehe ich auch nicht.

lg
Evelyn


 

Ich finde es wichtig

ich habe zwar noch keine, werde diese aber nächstes jahr nachholen. demnächst fangen praktikas an (das eine wurde leider auf september verschoben) und dann hoffentlich ausbildung *hoffentlich PTA*. ich habe einen 2,1 durchschnitt mittlerereife (wirtschaft) und damit muss sich doch was finden lassen. leider kommt eben nicht mehr alles in frage, aber mit den praktikas hoffe ich was zu finden was mir noch spaß machen könnte und hoffe was tolles zu bekommen, was mir auch spaß macht. aber das zweite kind kommt erst nach der ausbildung, auch wenn ich schon gerne einen kleineren abstand hätte. aber ich will meiner tochter etwas leisten können und auch mal mir was gönnen können.
lg steffi


 

Ich habe eine Ausbildung!!!

ABER... trotzdem bin ich seit fast 10 Jahren arbeitslos. Ich habe Kauffrau im Einzelhandel gelernt, einen guten Abreitsplatz gehabt und mich sehr bemüht , bin sogar mit Gips und auch mal mit halb angeschnittener Fingerkuppe (Arbeitsunfall, Wurstmaschine) zur Arbeit gegangen, um zu zeigen, das ich eine gute Mitarbeiterin bin. Aber anstatt mich nach der Ausbildung zu übernehmen, bekam ich die Kündigung. Grund: zu viele Auszubildende und Losverfahren! Absoluter Blödsinn!!! Den wahren Grund weiß ich bis heute nicht.

Dann hab ich in einer Fleischerei einen Job bekommen, den ich aber nach einem Monat wieder verloren habe. Später hab ich von meiner Schwiegermutter erfahren, das dieser Betrieb ständig Leute in der Urlaubszeit einstellt und dann im Rahmen der Probezeit wieder entlässt. Das gleiche hab ich leider noch mal in einem anderen Betrieb erleben müssen und hab dann was anderes gemacht. Ich hab in einer Kurklinik die Zimmer sauber gemacht und dort wurde ich nach einem halben Jahr wieder entlassen, weil eine Reinigungsfirma diesen Bereich übernommen hat und eigene Leute mitgebracht hat. Natürlich hab ich mich gleich bei denen beworben, aber leider haben zwei Kolleginnen die schon 12 und 19 Jahre in der Klinik gearbeitet haben, die beiden freien Stellen bekommen.

Ab da ging es los, das es immer schwerer wurde, Arbeit zu finden, je mehr Arbeitsstellen man hatte, desto mehr fällt ein schlechtes Bild auf einen. Und je länger man keine Arbeit hat, um so mehr leidet das Ansehen (als faul und Assi abgestempelt). Dann bin ich eben 6 Jahre Taxi nebenbei gefahren, und zusätzlich noch putzen gegangen, damit ich nicht vom Amt abhängig bin, aber keine Bemühung reicht, damit ein Bewerbungsschreiben ansprechend aussieht. Ich hab sogar einen 9 Monatigen Kurs für richtige Bewerbung und Bewerbungsgespräche hinter mich gebracht und war mit einen Bewerbungsschreiben also up to date, aber immer hieß es: es tut uns leid Ihnen mitteilen zu müssen, das......... BLA BLA BLA

Auch MIT einer Ausbildung ist man nicht immer im Vorteil. Vielleicht liegt es doch an mir. Möglich, das ich meine Arbeit nicht gut genug mache, aber mehr als mich zu bemühen, und auch mal Kritik anzunehmen und umzusetzen, kann ich nicht.

In diesem Sinne .... Alles gute und viel Glück!


 

@moragh

von:mseve1

endlich mal Jemand der in der Realität lebt und nicht in einer rosaroten Wölkchen Welt

Sehe das ganz genauso!!!


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