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Stillen und Aptamil zusammen?

 

Hallo zusammen,

mein kleiner Giftzwerg ist jetzt 9 Wochen alt. Sie ist ein süßes unkompliziertes Baby, das schon voll durchschläft. Ich stille! Morgens und mittags hat sie wenig bis normal Hunger, aber gegen Abend (so ab 17 Uhr) geht es dann los. Dann habe ich sie nämlich nonstop bis sie ins Bett geht ca 21 Uhr an der Brust hängen, das ist sehr anstrengend und für den Zeitraum brauche ich nichts mehr zu planen. Vor zwei Wochen habe ich dann in meiner Verzweiflung angefangen ihr mal Aptamil zu geben. Das hat sie sofort getrunken. Jetzt mache ich es so, dass ich morgens stille, mittags auch, außer ich bin unterwegs und abends stillen und Flasche zusammen. Mittlerweile ist es so, dass ich ca 2/3 stille und 1/3 Aptamil gebe. Ganz abstillen möchte ich nicht, da ich das Stillen (wenn es sich nicht über mehrere Stunden hinzieht ) auch sehr genieße und weil es ja auch gut, für die Kleine ist. Meine Milch ist schon weniger geworden (logischerweise). Jetzt habe ich aber Bedenken, dass sie so wenig wird, dass ich meine Kleine nicht mehr stillen kann. Für mich ist die Mischung aus Stillen und Aptamil ein guter Kompromiss, weil meine Kleine meine Milch bekommt und ich trotzdem auch noch zu anderen Sachen komme. Jetzt meine Fragen: Gibt es hier Frauen, die das genauso machen oder gemacht haben? Was passiert mit meiner Milch? Kann es sein, dass die irgendwann so wenig ist, dass ich nicht mehr stillen kann. Die Milch richtet sich ja nach Angebot und Nachfrage.... Hat meine Kleine durch die Mischung irgendwelche Nachteile.
Ich freue mich schon jetzt auf Antworten.
Ganz liebe Grüße
Sandra und Lara (9 Wochen)


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Hallo Sandra

Ich kenne das ebenfalls. Mein Kleiner wird einfach nicht satt an der Brust! Wenn ich ihn Stille, dann oft 45 Min pro Seite. Nicht nur, daß ich irgendwann vor Schmerzen fast ins Kisse beiße (das nimmt man ja noch in kauf) aber er hat weiterhin abgenommen. DAS ist sicherlich normal die ersten Tage....aber nicht nach 2,5 Wochen immernoch! Vor Hunger kam der Kleine gar nicht in den Schlaf und hat manche Nacht 4-5 Std. am Stück geweint. Ich dachte auch erst....DURCHHALTEN!....ging aber nicht, weil er immer weiter abgenommen hat.

Meine Hebi hat mir geraten ihm die Flasche zu geben. Zusätzlich zum stillen. Wir machen es jetzt so, daß er erstmal die Brust bekommt bis er schläfrig wird. Dann wird geschmust und geknuddelt. Aber spätestens 20 Min später schreit er wieder und hat noch immer Hunger. Von Schlaf kann da keine Rede sein. Dann bekommt er die Flasche.

Wir haben mit dem stillen keine Probleme und er saugt wie ein Weltmeister. Ich habe mir auch RIESEN Vorwürfe gemacht....weil ich ihm ja A: das beste geben wollte und B: nicht künstlich ruhig stellen! Aber ein Baby das über Stunden vor Hunger weint...kann ja auch nicht richtig sein!

Tagsüber versuche ich so oft es geht ihn anzulegen und nur mit Muttermilch zufrieden zu stellen. Aber die Brust braucht auch ihre Zeit zu produzieren! lt. meine Hebi sollten die Stillpausen 2 Std. betragen, damit genügend Milch da ist. Das ist aber teilweise unmöglich, weil er nur weint und weint und weint.

Ich denke auch, man sollte sich nicht zu verrückt machen. Wenn der Kleine wach ist wird geknuddelt und geherzelt und geknutscht was das Zeug hält. Und ich muß sagen, daß er jetzt in den Wachphasen viel viel aufmerksamer und fröhlicher ist als vorher!


 

Gleiche Erfahrung

Sandra und Lara,

bin gerade auf der Suche nach ebendiesen Erfahrungsberichten, da meine kleine Lea (5 Wochen) tagsüber recht angenehm im Stillen ist aber Abends richtig loslegt und bei mir geht es in der Zeit von 18/19.00 Uhr bis 23.oo Uhr.
Meine Hebamme hat mir empfohlen, diese Zeit zwischen den Stillphasen (Stille alle 3-4 Stunden z.Zt.) mit Tee zu überbrücken aber den Tee haut sie mir um die Ohren und macht weiterhin richtig Stress.
Jetzt habe ich seit 2 Tagen als "Zwischenmahlzeit" eine Flaschennahrung mit Aptamil eingeführt. Und siehe da, sie ist viel besser zufrieden, viel ruhiger und lässt sich abends einfach besser händeln.
Gruss Nina und Lea


 

Hallo Sandra

ich weiß nur zu gut von was du sprichst...
mein großer ist 2,5 und ihn hab ich 5 Monate dauergestillt, dazu kam das er die ersten 3 Monate Koliken hatte und eigentlich nur geschrien hat oder an der Brust hing... in der nacht hat er bei mir im Bett geschlafen und auch genuckelt... tagsüber hat er nur im KiWa nach dem Spatzierengehen geschlafen. Ich war total frustriert und mußte mir von besuchern immer so Sprüche wie "trinkt er etwa schon wieder" anhören.
Dann hab ich mit 5 Monaten angefangen Karotten zuzufüttern und es wurde schlagartig besser...
Nu is der 2. da, er ist jetzt 2 Monate und will auch in den Abendstd die ganze Zeit trinken. Ich habe jetzt vor 5 Tage angefangen ihm abends eine Flasche milch zuzufüttern, und es geht uns allen besser. Das konnte mein Großer natülich auch nicht ganz verstehen dass ich std-lang dasitze und stille. Für uns ist das die beste Lösung, es ist richtig harmonische Ruhe hier eingekehrt. Jetzt muß dass nur noch mit dem einschlafen klappen und wir sind eine Bilderbuchfamilie
Mach wie dus am besten findest das wichtigste ist dass es dir dabei gut geht, der Kleinen gehts nämlich auch nicht gut wenn du voll genervt bist!!!
LG Anja


 

Wir machen auch beides

Hallo Sandra,

mein Sohn (12 Wochen) wird auch von der Brust nicht satt. Von Anfang an füttere ich daher zu, im Krankenhaus gab es noch Aptamil und jetzt Hipp Pre. Ich stille drei bis vier Mal am Tag - nicht länger als eine Stunde - und kenne auch diese Marathonstillphasen - besonders abends. Anfangs war ich total deprimiert, dass ich ihn nicht von der Brust sattkriegen konnte und hab' mir einen riesigen Stress gemacht, weil ja überall gesagt und geschrieben wird, wie toll Muttermilch ist. Ja, aber wenn frau eben nicht genug hat? Sicher, wenn ich im Stundentakt anlegen würde, dann würde es vielleicht klappen, aber dazu fehlt mir glaube ich der zutiefst mütterliche Enthusiasmus. Und ich will auch noch andere Sachen machen, zumal ich selbständig bin und nebenbei arbeite, was mir extrem gut tut bei so viel LaLiLu und Windeln wechseln. Mit dem Umstellen von Brust auf Flasche und wieder zurück funktioniert es bei uns sehr gut, aber da habe ich vielleicht einfach nur großes Glück. Ich bin jetzt jedenfalls entspannt, weil der Kurze wächst und gedeiht und ein gesundes, glückliches Kind ist. Also, ich finde, Du machst es genau richtig, und so lange es so funktioniert, würde ich mir an Deiner Stelle keinen unnötigen Stress machen oder ein schlechtes Gewissen haben. Wenn Du Angst hast, dass die Milch ausgeht, dann könntest Du ja auch hin und wieder abpumpen und Deiner Kleinen dennoch die Schmuseeinheiten geben, die sie braucht, um einzuschlafen. Das ist wahrscheinlich kein besonders fachkundiger Rat, aber ich denke, wir sollten alle unseren eigenen Weg im Umgang mit den Kleinen finden. Und das Wichtigste ist doch, dass sie da und glücklich sind, egal ob mit Aptamil, Hipp oder Brust (auch wenn die am besten wäre).
Viele Grüße und alles Gute
Laura


 

Es geht mir genauso..

habe auch Aptamil zusätzlich einsetzen müssen, weil mein Kind von der Brust allein nicht satt geworden ist und ich ebenfalls das Problem hatte, sie dauernd anlegen zu müssen. Ich habe auch ein Mädchen und werde ebenfalls einen Kompromiß finden müssen..mit der Stillerei..daß es so "nervig" sein kann, hätte ich nicht gedacht..wenn man dauernd anlegen muß, kommt man zu nix..außerdem werden meine Brustwarzen immer wunder, durch das dauernde Anlegen..kann ja auch nicht gut sein.


 

Lasst Euch doch einfach die Zeit...

Hi Sandra,

was ist so schlimm daran, dass Deine Tochter abends so lange gestillt werden will?

Das ist bestimmt kein Hunger, dass sie 4 Stunden an Deiner Brust hängt...das wird viel mehr das Bedürfnis nach Deiner Nähe sein, so kann sie das am Tag erlebte -was ja für sie noch alles ganz neu ist- viel leichter verarbeiten.

Sie ist ja auch noch sooooo winzig; wenn sie etwas älter ist und andere Dinge interessant werden, wird das Dauerstillen nachlassen, keine Sorge!

Wenn Du jetzt schon zufütterst, kann es sein, dass sie irgendwann die Brust ganz verweigert...einige Babies verwirrt der ständige Wechsel zwischen Flasche und Brust, denn das Trinken an der Brust ist eine andere Saugbewegung als das Trinken am Fläschchen!

Ach ja, auf das Durchschlafen würde ich mich an Deiner Stelle nicht allzu sehr verlassen, das ist oft nur eine Phase, spätestens mit dem nächsten Wachstumsschub (ob gestillt oder per Flasche spielt dabei keine Rolle) wird's erst mal wieder vorbei sein mit der Nachtruhe...also nicht traurig sein, wenn sie wieder wach wird!

Lg
Mara


 

Abpumpen !

von:katarina123

Ich habe auch anfangs nach dem Stillen noch ca. 20- 30 ml Aptamil zugefüttert wenn er noch unruhig war - aber das habe ich mittlerweile weggelassen - weil - je mehr ich ihm davon gebe- umso weniger holt er sich dieses von der Brust und schkäft auch noch länger - so dass die Milchproduktion immer weniger angeregt wird, und dann beginnt eigentlich ein Teufelskreis - er will immer mehr von der Brust und in der tat wird es immer weniger. Vielleicht sollte man lieber versuchen nach dem Stillen noch ein wenig abzupmumpen - um die Milchproduktion anzuregen und dann kann man ja auch das abgepumpte dem Baby aus der Flasche später geben statt Aptamil .
Stillen kann schon anstrengend und frustrierend sein , das werden viele Muttis kennen- ( ich auch ) - aber irgendwann funktioniert es und dann sind beide zufrieden . Ich habe auch schon oft in meinen Gedanken die Idee gehabt aufzugeben und Flasche zu geben , aber Gott sei Dank ist mein Sohn gar nicht so begeistert von der Flasche dass er mich eigentlich davon abgehalten hat . Fast jede Mami hat genug Milch für ihr Baby - man muss nur für die Produktion sorgen in dem Baby regelmässig anlegt ( zur Not abpumpen ) - die Mühe lohnt sich !

Alles Gute für euch


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