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Stillfrust will kein Ende nehmen!

 

Hallo,

leider habe ich den Still-Start mit meinem kleinen Sohn (fast 4 Monate) total verpatzt. Hatte nach nur wenigen Tagen bereits total wunde Brustwarzen und habe nach nicht mal einer Woche auf Fläschchen umgestellt (habe parelell dazu auch noch 1- 2 Mal am Tag abgepumpt in der vagen Hoffnung, dass ein erneuter Still-Beginn vielleicht doch noch möglich ist).

Eine Woche später habe ich wieder mit Stillen weitergemacht, aber die Milch war von da weg natürlich zu wenig und deshalb mußte ich REICHLICH zufüttern (fünf Fläschchen zwischen 70 und 170 ml pro Tag). Die Milch wurde scheinbar nicht mehr, darum wollte ich eigentlich mit Ende November - also jetzt - abstillen, da es auf Dauer einfach mühsam war, bei jeder Mahlzeit stillen UND Fläschchen geben zu müssen.

Dann ist im Oktober allerdings die Milch auf einmal doch mehr geworden, so dass ich wenige Tage sogar voll stillen konnte. Ein paar Tage später schien mein Kleiner aber nicht mehr satt zu werden an der Brust, so dass ich wieder eine ganze Weile mit einem Fläschchen pro Tag - meist abends - zufüttern mußte.

Seit Sonntag sind wir nun auf einmal wieder ohne Fläschchen ausgekommen und diesmal schien es mir, als würde die Milch wirklich gut reichen. Aber leider wieder Fehlanzeige! Seit zwei Tagen füttere ich nun wieder zu und heute hat er sogar über 100ml aus dem Fläschchen getrunken.

Das Hauptproblem an der ganzen Geschichte ist, dass einfach meine Psyche nicht mehr mitspielt. Eigentlich wäre es ja nicht weiter tragisch, abends ein Fläschchen dazu zu geben, das Milchpulver haben wir ja ohnehin zu Hause stehen und zudem hat unser Kleiner ja bereits mehr als genug Fläschchen bekommen, auf ein paar mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr an. Die ständigen Still-Probleme haben mich aber mit der Zeit so sehr zermürbt, dass ich mittlerweile jedesmal ausraste, wenn es wieder erneut Probleme beim Stillen gibt. Und so bin ich jetzt auch jedesmal nur noch frustriert und wütend, wenn ich auf einmal doch wieder Fläschchen geben muß, nachdem es ein paar Tage ohne geklappt hat. Neulich habe ich sogar wütend das Fläschchen durch die Gegend geschleudert, weil ich so voller Wut und Enttäuschung war, weil nun eben doch wieder nix war mit voll stillen.

Um meinem Sohn nicht zu schaden, wäre es bestimmt das Beste, das Stillen endlich ad acta zu legen und komplett auf Fläschchen umzusteigen, denn er merkt es ja auch, dass ich wegen dem Stillen nur noch frustriert und unglücklich bin. Aber leider schaffe ich es einfach nicht, endlich abzustillen. Zum Einen wird man ja regelrecht bombadiert mit der Botschaft, dass Stillen das Beste und Gesündeste ist für ein Baby. Und zum Anderen denke ich mir, wäre es schade, ausgerechnet jetzt mit dem Stillen aufzuhören, wo die Milch so viel mehr geworden ist.

Aber so weiterzumachen wie bisher ist auch keine Lösung. Wenn es so weitergeht, sind wir irgendwann alle psychisch fertig, mein Freund, unser Kleiner und ich bin's ja sowieso schon.

Weiß jemand Rat oder hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich?


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Nur für seine Täubchen: Pierre grüßt alle gofeminin.de-Userinnen!
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Hallo!

also so ganz habe ich jetzt nicht verstanden,warum es immer noch mal probleme mit dem stillen gibt und du flasche geben musst - ist dann plötzlich doch wieder nicht genug milch da?
oder ist es auch wund?
also ich hatte arge stillprobleme,fast 2 mon lang. jetzt ist mein sohn fast 11 wochen und wir habens endlich im griff.
mir ist es eigentlich nur schwer gefallen,weil alles mega wund war - und ich war zeitweise auch sehr sehr verzweifelt und die psyche war angeschlagen.
mein tipp fürs wund sein - (wenn es nur eine seite ist,bzw die andere nur leicht wund ist): einfach mal 2 tage nur die eine seite stillen und die andere immer beim stillen ausstreichen - so dass die wunde brustwarze nicht mehr belastet wird.
nach allen möglichen versuchen und endlos schmerzen incl blut spuckenden kind (MEIN Blut), konnte ich den kleinen einfach auf der einen seite nicht mehr anlegen.
zeitweise wurde die milch auf der wunden seite dann zwar auch weniger,aber es konnte endlich heilen.
nu ist alles super,der kleine kann ohne schlecht gelaunte und schmerzempfindliche mama beide seiten trinken.

wie ich so oft gelesen habe - durchhalten lohnt sich!!
und ich meine,wenn du schon fast 4 mon stillst,ist doch die größte hürde schon geschafft - und selbst wenn du doch abstillst,kann dir das keiner zum vorwurf machen - wie sind die üblichen empfehlungen: mindestens 4 monate und alles oki!

also kopf hoch!


 

Zu Deiner Frage

von:gast1979

Hallo "dicke88" !

Zu Deiner Frage bzw. zu dem, was Du nicht verstanden hast:

Ich habe jedesmal sofort ein Fläschchen gegeben, wenn mein Kleiner nach dem Stillen immer noch quengelig war. Dadurch, daß ich so lange viel zu wenig Milch hatte, war ich einfach tierisch unsicher und habe jedes Quengeln sofort als Hunger gedeutet. "Leider" hat mein Kleiner die Fläschchen auch immer dankbar angenommen und zügig leer getrunken, so dass ich meine Vermutung, er hat Hunger, auch noch bestätigt gesehen habe.

Mittlerweile war ich bei der Stillberaterin und da hat sich herausgestellt, dass ich mehr als genug Milch habe. Mein Kleiner hat bei der Stillberaterin nämlich in nur 15 Minuten 200ml getrunken und hatte dabei an der zweiten Brust noch gar nicht ordentlich getrunken gehabt. Also hatte ich in meiner Unsicherheit wohl einfach oft voreilig ein Fläschchen hergerichtet und habe es so auch übersehen, dass meine Brust eigentlich noch Milch hergegeben hätte.

Nun, wo ich weiß, daß ich eh genug Milch habe, habe ich die nötige Sicherheit, um nicht jedesmal sofort um ein Fläschchen zu laufen, wenn mein Kleiner quengelt. So klappt das Stillen nun zum Glück besser, ich bin entspannter und weiß, nicht jedes Quengeln bedeutet Hunger.

Mit wunden Brustwarzen habe ich zum Glück überhaupt keine Probleme (mehr), das war wirklich nur in den ersten Tagen im Krankenhaus so extrem. Habe allerdings aus Angst vor erneutem Wundwerden sehr lange Stillhütchen verwendet, von denen ich aber so nach und nach weggekommen bin.

Ich möchte nun noch weiterstillen, bis mein Kleiner 6 Monate alt ist. Obwohl es mittlerweile ganz gut klappt, finde ich es nach wie vor schade, dass das Stillen so viele Probleme bereitet hat und auch, dass mein Kleiner am Anfang so viel künstliche Säuglingsmilch bekommen hat, wo doch die Muttermilch so gesund wäre. Aber vielleicht sollte ich mich besser freuen, dass es nun am Ende doch noch gut klappt.

Du hast ja auch einiges durchgemacht beim Stillen. In meinem Frust habe ich leider oft vergessen, dass andere auch Probleme haben, nicht nur ich.


 

Lass dich erstmal drücken...

auch wenn ich noch nicht mutter bin, kann ich dir gut nachfühlen, wie nervenaufreibend, dass ganze für dich ist. und ich kann mir sogar vorstellen, dass du wahrscheinlich auch einen inneren druck verspürst, dass du das können musst, weil das ja so etwas natürliches ist und eben zu einer frau dazu gehört. so geht es wahrscheinlich vielen müttern die das nicht hinbekommen. viele habe sogar schuldgefühle und fühlen sich unzureichend.

lass dir aber sagen: du bist nicht schuld. auch wenn stillen etwas natürliches ist so haben wir kein stillhandbuch ins gehirn einprogrammiert bekommen. anders als der säugling, der wirklich instinktiv schon weiß, was er tun muss, muss eine frau das erstmal lernen. vor ein paar tausend jahren, als ganze sippschaften noch auf engem raum gelebt haben war das kein problem. noch bevor eine frau ihr erstes kind bekam hat sie das schon bei ihren über 10 geschwistern vorher mitbekommen. bei probleme standen die mutter, großmutter oder andere "alte dorffrauen" zu seite. und wen haben wir jetzt? eine abbildung oder beschreibung in einem buch. eine unerfahrene krankenschwester im KH, welche sich noch um viele andere patiente kümmern muss und keine zeit hat. ärzte, die kaum ahnung vom stillen haben.
wenn wir nicht wissen, wie wir das richtig machen können, dann ist stillfrust eigentlich schon vorprogramiert.

was viele nicht wissen:
auch in der heutigen zeit kann man hilfe finden. und zwar in form einer stillberaterin und stillgruppen.

ehrenamtlich arbeitende gibt es z.b. bei der LaLecheLiga (LLL):
http://www.lalecheliga.de/
bezahlte (geht meist auch über die krankenkasse) IBCLC-beraterinnen findet man hier:
http://www.bdl-stillen.de/ibclc.html
weitere beraterinnen und stillgruppen findet man hier:
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=8

auch nach 4 monaten ist eine relactation (das wieder ausreichend milch gebildet wird) noch gut möglich und ich denke du und dein kleiner habt eine gute chance eine harmonische und schöne weitere stillbeziehung zu entwickeln, wenn du endlich die richtige unterstützung dafür bekommen.

lg, amily


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