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SOLIDARITÄT mal ganz groß geschrieben...

 

Hallo Ihrs!

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/seehofer-finanzausgleich

Leben wir nicht in solidarischen Zeiten, wo 10% offensichtlich schon eine Grenze überschreiten? Ich bin immer wieder begeistert! Noch witziger finde ich, daß das ausgerechnet von einer "christlichen" Partei kommt.

Haben die eigentlich noch was christliches? Mal abgesehen von einer starken Abneigung gegen Schwulenehe?

Wenn ein besser verdienender FDP'ler meint, daß 10% seines Gehaltes an Ärmere, ihn an der Leistungsgesellschaft zweifeln lassen, dann finde ich das ja zumindest noch - äh - konsistent.

Mal ehrlich, über die Verwendung von Steuergeldern kann man sich sicher endlos aufregen aber kann es sein, daß man in unserem Land nicht mehr allzuviel von Solidarität hält?

In letzter Zeit hört man allenortens was von Eigenverantwortung, Solidarschmarotzern und Leistungsträgern. Werden die Zeiten einfach härter oder ist das ein Wertewandel oder reihe ich mich nur bei den Schwarzsehern ein?

Gott sei Dank steht ja die besinnliche Weihnachtszeit vor der Tür, in der wir alle mal wieder unsere Nächsten und die denen es schlechter geht in den Fokus rücken.

Sanfte Grüße
G.


 

So einfach ist das nicht,

Bayern zum Beispiel erhebt Studiengebühren, die sehr scherzhaft waren, und auch viel Unsymphatie mit sich gebracht haben, während Berlins Bürgermeister Wowereit genau diese Studiengebühren aus ideologischen Gründen ablehnt. Und jetzt, wo die Finanzen in Berlin nicht mehr stimmen, soll Bayern die Lücken Berlins füllen, weil sie pleite sind, und keine Wohltaten mehr verteilen können.

So kann das nicht laufen, dass der böse schwarze Peter den realistischen Schwarz-gelben Regierungen zugeschoben wird, von genau diesen aber dann Geld für eigene populäre Maßnahmen gestohlen werden soll. Wenn Die Berliner oder Bremer (oder wer auch immer) bessere Finanzen haben wollen, müssen sie dies bei den Landtagswahlen durchsetzen, und nicht bei denen schmarotzen, deren erfolgreiche Politik man sonst immer so verteufelt und diskreditiert!

MFG

 

Scherzhaft?

von:gummizellenmieter

Inwiefern waren Bayerns Studiengebühren scherzhaft?

Wie gesagt, man kann sich an allen Ecken und Enden darüber ausheulen, wie Steuergelder ausgegeben werden und wer, wieviel bekommt.

Ich glaube nicht, daß Berlins Haushalt wegen nicht erhobener Studiengebühren im Eimer ist, (da gibts jede Menge andere sinnlose und teure Projekte) und Bayerns Haushalt ist auch sicherlich nicht Bayerns Haushalt, bloss weil sie Studiengebühren erheben.
Zumal die beiden Länder im Prinzip auch erstmal nichts davon haben sollten. Auch wenn es früher oder später darauf hinaus läuft, daß Länderzuschüsse gekürzt werden.

Ich kann mich auch bspw. nicht erinnern, daß ich irgendwas von wegen Eigeninitiative aus Bayern gehört habe, als es bspw. um EU-Agrarsubventionen ging. Da waren sie auf "der anderen Seite" und da kann man sicherlich auch die Sinnfrage stellen...

Allerdings zweifle ich nicht an, daß jede Menge Geld aus dem Länderfinanzausgleich "verbrannt" wird und das Bayern letztendlich mehr zahlt als es bekommt. (So ist das allerdings in einem Solidarsystem und es werden auch jede Menge Gelder in Bayern verbrannt.)

Was mir eher aufgefallen ist, daß er das System des Länderfinanzausgleichs an sich in Frage zu stellen scheint.
Wenn er sich nur darüber aufregen würde, wie das Geld ausgegeben wird, dann wäre das ja absolut ok. Allerdings habe ich den Eindruck, er würde es lieber gestern als heute komplett abschaffen.

Gruß
G.

 

Wärst du im Gegenzug dafür,

von:tobi2000

dass Bayern bestimmen darf, wofür Wowereit oder Sellering das Geld ausgeben darf, ja gar Gutscheine für die nehmenden Ministerpräsidenten austeilen sollten?

Und in Anbetracht dessen, dass Deutschland der größte Nettozahler der EU ist, und innerhalb Deutschlands Bayern und Baden-Württemberg nochmal den Löwenanteil stellen, den Bayern vorzuwerfen, sich aus dem Topf, in den sie kräftig hineingegeben haben, auch wieder einen kleinen Teil herauszuholen, ist schon grotesk. Bayern stände um ein Vielfaches besser und finanziell stärker da ohne EU, und auch ohne den Rest Deutschlands.

 

Puuh

von:dante692

Ich sag es ja immer wieder, sollen die Bayern doch aus der Föderation austreten mir ist es mittlerweile echt egal.Aber dann muss man sich wenigstens nicht mehr dieses Gejaule anhören.

Ihr habt eben Glück gehabt das sich nach dem Krieg, das beste der Industrie bei euch angesiedelt hat und auch dort bleibt. Die Amerikaner mit ihren Krediten und Firmen sind da wohl maßgeblich dran beteiligt gewesen. So eine Gewichtung holst du nicht wieder auf. Ausser du wirbst die Firmen aus Bayer ab. Kommt nach Niedersachsen, da braucht ihr die nächsten 20 Jahre keine Unternehmenssteuer mehr bezahlen.

Möchtest du das?

Hat er Stoiber nicht irgendwas von Konkurrenzkampf unter den Ländern gefaselt?

Da fällt mir noch einer ein:"Deutschland einig Vaterland", brülll , lach.

Also nach diesen Äußerungen sollte ich mal meinem schwarzen Landesvater einen Brief schicken ob er nicht mal auf Abwerbetour nach Bayern fahren könnte, um uns endlich mal ein paar dicke Fische ins Land zu holen.

lg
dante

 

Nein, wieso auch?

von:gummizellenmieter

Darf ich denn über Menschen bestimmen, die Gelder bekommen, die ich mit meinen Abgaben finanziert hab?
Sollte ich das denn dürfen?

"Und in Anbetracht dessen, dass Deutschland der größte Nettozahler der EU ist, und innerhalb Deutschlands Bayern und Baden-Württemberg nochmal den Löwenanteil stellen, den Bayern vorzuwerfen, sich aus dem Topf, in den sie kräftig hineingegeben haben, auch wieder einen kleinen Teil herauszuholen, ist schon grotesk. Bayern stände um ein Vielfaches besser und finanziell stärker da ohne EU, und auch ohne den Rest Deutschlands. "

Nochmal lesen! Ich habe explizit geschrieben, daß Bayern höchstwahrscheinlich mehr einzahlt als es bekommt und ich bezweifle auch nicht, daß Bayern und BaWü ohne den Rest Deutschland finanziell besser dastehen würden.

Aber nochmal, daß Thema war Solidargemeinschaft!!! Es gibt immer Länder/Leute die mehr einzahlen als sie rausbekommen. Das ist nunmal eine inherente Eigenschaft eine Solidargemeinschaft. Es werden auch in jedem Bundesland/Land Steuergelder verschwendet.
Ist das Grund genug, daß ganze Prinzip in Frage zu stellen?

Über zweckgebundenen Länderfinanzausgleich könnte man ja durchaus noch reden.

 

Wenn es darum geht,

von:tobi2000

solidar gegenüber jemandem zu sein, der sich nicht selbst helfen kann, dann bin ich auch für Solidarität.
Das betrifft kranke Menschen, alleinerziehende Mütter, etc.
Aber dass es ganzen Bundesländern nicht möglich wäre, selbst was auf die reihe zu bekommen, das glaube ich definitiv nicht.
Und es ist keine Sache zwischen Ost und West. Während zum beispiel Sachsen relativ gut da steht, steht Bremen ziemlich mies da.
Auffällig ist es, das vor allem diejenigen Bundesländer am Hungertuch nagen, die von politischen Kräften regiert werden, die zwar soziale Gerechtigkeit immer auf ihre Fahne schreiben, aber nichts nachhaltiges dafür tun, nur populäre Geschenke verteilen, und das Leistungsprinzip konterkarieren.
Solchen Regierungschefs auch noch Geld hinterherzuwerfen, um weiterhin Geschenke verteilen zu können, ohne jegliche Nachhaltigkeit, ohne jegliches Leistungsprinzip, halte ich für falsch, da schließe ich mich Horst Seehofer an. Die betroffenen Menschen in den armen Ländern müssen ihre Politik über die Landtagswahlen selbst in die Bahnen leiten, in denen sie sie haben wollen.

Was verstehst du denn unter "zweckgebundenheit", wenn nicht, dass die Geberländer bestimmen dürfen, für was das Geld ausgegeben werden soll?

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