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Der Genozid in Gaza

 

Israel greift jetzt Gaza an und macht ein Genozid unter den palästinenser.

http://de.youtube.com/watch?v=gZaG96pnnEQ

was haltet ihr davon?


 

Was muss noch alles geschehen, um von einem Völkermord an den Palästinensern zu sprechen

Was muss noch alles geschehen, um von einem Völkermord an den Palästinensern zu sprechen. Gaza wird inzwischen als das größte Gefängnis der Welt und zuweilen auch als neues Guernica bezeichnet. Schon vor einigen Tagen rückte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu den Krieg Israels in die Nähe von Kriegsverbrechen. Richard Falk, der Sonderbeauftragte des UN-Menschenrechtsausschusses für die besetzten Gebiete, der zweifelsohne kein Hamas-Sympathisant ist, stuft die Situation eindeutig als Kriegverbrechen ein, ...
http://www.scharf-links.de/40.0.html?&tx_ttnews[tt_news]= 3554&tx_ttnews[backPid]=6&cHas h=99a0c5ae94


 

Das zionistische Projekt benötigt eine feindliche Umwelt

14.01.2009
Israel braucht Hamas
Das zionistische Projekt benötigt eine feindliche Umwelt, um die Fiktion einer Existenzbedrohung zu nähren. Mit dem Überfall auf Gaza macht Tel Aviv zugleich erste Annäherungen von sunnitischen arabischen Staaten zunichte
Von Knut Mellenthin
http://www.jungewelt.de/2009/01-14/001.php


 

Zur israelischen Aggression gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens, Welches Ziel verfolgt Israel

Welches Ziel verfolgt Israel tatsächlich?
10.01.09
TopNews "Schlechte Gründe"

Bodenoffensive gegen Gaza, Januar 09

Rossana Rossanda zum Gaza-Massaker, übersetzt und eingeleitet von * Rosso:

Zur israelischen Aggression gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens brachte die linke italienische Tageszeitung "il manifesto" am 6.1.2009 den folgenden Leitartikel ihrer Mitbegründerin und ehemaligen Chefredakteurin Rossana Rossanda, der "großen alten Dame" der italienischen Linken, die sich darin mit den Motiven der Besatzungsmacht und des Widerstandes auseinandersetzt..

Rossana Rossanda

Welches Ziel verfolgt Israel tatsächlich mit den Bombardements und dem Einmarsch in den Gaza-Streifen? Mit Sicherheit nicht das von Tzipi Livni und Ehud Barak genannte. Die sind zu intelligent, um sich von der alten Angst hinreißen zu lassen, dass die äußerst bescheidenen Hamas-Raketen ihr Land zerstören könnten. Als sie die Repressaglie starteten, hatten die von Gaza aus abgefeuerten Kassam-Raketen einige Zeit zuvor eine Person getötet, mehrere verletzt und in Sderot einen geringen Sachschaden angerichtet, der mit den fünfhundert Toten, tausenden Verletzten und den von der israelischen Armee (Tsahal) binnen drei Tagen im Gaza-Streifen angerichteten Zerstörungen nicht vergleichbar ist... und die Bomben fallen weiter.

Sie zielen nicht darauf ab die Infrastruktur der Hamas zu zerstören, da sie sehr genau wissen, dass sich diese mitten im Gewirr der Wohnungen und zivilen Einrichtungen befinden. Deshalb verwehren sie der ausländischen Presse den Zugang nach Gaza. Sie sind auch nicht so schlecht informiert, dass sie glauben, man könne die Hamas mit Waffengewalt zerschlagen - eine Organisation, die von einem ganzen Volk gewählt wurde - so als handele es sich dabei um eine Überbefruchtung, die beseitigt werden könnte.

Sie sind sich im Gegenteil bewusst, dass die Aggression das Gewicht und den Einfluss der Hamas auf die Menschen heute in Gaza und morgen auch im Westjordanland gegen den geschwächten Mahmud Abbas erhöhen wird. Und es ist ihnen auch nicht möglich, alle umzubringen. Es gibt Grenzen, die auch das mächtigste Land nicht überschreiten kann, vorausgesetzt es besäße den Zynismus es zu tun. Innerhalb der islamischen Welt, die Israel umgibt und in der - also auch mit ihr - zu leben beabsichtigt, geht das schon gar nicht.

Die Ziele sind also andere. Erstens bei den anstehenden Knesset-Wahlen Netanyahu zu schlagen, der sich in übertriebenem Maße als der wahre Verteidiger Israels präsentiert. Die Chancen, dies zu erreichen, scheinen bereits reduziert. Der Angriff auf Gaza erscheint in dieser Hinsicht als ein verzweifelter Schachzug. Dass er daneben auch äußerst grausam ist, steht auf einem anderen Blatt. Wir sind hier, um zu analysieren. Zweitens die letzten Wochen von Bush im Weißen Haus zu nutzen, um den neuen amerikanischen Präsidenten vor vollendete Tatsachen zu stellen. Obamas betäubendes Schweigen ist bereits ein Ergebnis, welches auch immer die formalen Umstände sind, die es ihm erschweren sich dazu zu äußern, während er dies zu anderen, innenpolitischen Problemen durchaus tut. Noch hat er sein Amt nicht angetreten, da wird ihm bereits einen Schwarze Peter zugeschoben, der seit Jahren die wichtigste Ursache für den weltweiten Verfall des amerikanischen Ansehens darstellt. Einer Welt, die sie - wie behauptet - restaurieren wollte. Das sind die Karten, die Olmert, Livni und Barak in einer kurzfristigen Perspektive entschlossen ausspielen.

Auch die Hamas hat sich nicht von der simplen Welle eines gerechtfertigten Grolls treiben lassen. Ihre Führer sahen sehr genau gesehen, in welcher Lage sich die israelische Regierung befand als sie beschlossen die halbwegs annähernde Waffenruhe aufzukündigen. Dabei wussten sie auch, dass - so bescheiden die von den Kassam-Raketen angerichteten Schäden auch seien - keine Regierung mit einer Grenzregion, die jeden Tag aufs Korn genommen wird, zu Wahlen antreten kann.

Auch sie zielten darauf ab, Olmert (der bereits aus dem Spiel ist), die Livni und Barak zu stürzen und zwar entsprechend der Logik, die eingekreisten Minderheiten eigen ist: den größtmöglichen Schaden anzurichten, damit sich die Situation umkehrt. Gaza wurde - und das nicht erst seit gestern - zum Letzten getrieben und wenn Samson und alle Philister dabei umkommen.

Das kann man verstehen, aber es ist eine zur israelischen reziproke Logik. Sie dachten sicher nicht, dass jener bescheidene Raketenbeschuss Israel zerstören und zum Frieden bekehren würde. Und auch sie setzten darauf, eine neue US-Administration vor einen Brand zu stellen, der keinen Aufschub duldet. Das weiß die Arabische Liga und das weiß der Iran. Obama hat in Sachen Politikwechsel ("Change") viele Versprechungen gemacht und sie fordern ihn heraus, diese einzuhalten oder sich sofort zu diskreditieren.

Umso schuldiger an dieser blutigen Entwicklung, für die die Menschen in Gaza auf grausame Weise bezahlen, ist die Trägheit Europas, das von allen auf der Welt an der Judenfrage die größte Verantwortung trägt, hat nichts getan, um zu verhindern, dass es zu dieser Katastrophe kommt. Besaß es die Möglichkeit dazu? Aber sicher. Es hätte die Lösung des Israel-Palästina-Problems zur unausweichlichen Bedingung der NATO und der Atlantischen Allianz machen können, in der die USA entscheidend waren, um die UNO-Resolutionen umzusetzen. Vor allem als mit dem Zusammenbruch der UdSSR die angeführten Gründe für die Existenz von NATO und Allianz zusammenschmolzen.

In jüngerer Zeit hätte man etwas davon wiedergutmachen können, auf Kosten einer Brechung der Belagerung von Gaza, wo man den Mangel an elementarsten Mitteln zur Sicherung des Überlebens (wie Nahrung, Wasser, Strom und Arzneimitteln) ignorierte, was zu ähnlich vielen Todesopfern führte, wie sie jetzt die Flugzeuge und Panzer der Tsahal verursachen. Aber selbst die haben keinen anderen als den französischen Präsidenten in Bewegung gesetzt und das auch erst als sein Urlaub beendet war. Wir sind ein Kontinent, dessen man sich schämen muss.



Vorbemerkung, Übersetzung und Einfügungen in eckigen Klammern: * Rosso

Der Name * Rosso steht für ein Mitglied des Gewerkschaftsforums Hannover und der ehemaligen Antifa-AG der Uni Hannover, die sich nach mehr als 17jähriger Arbeit Ende Oktober 2006 aufgelöst hat (siehe: http://www.freewebtown.com/antifauni/ Rubrik "Aktuelles" bzw. die regelmäßig erneuerten Artikel, Übersetzungen und Interviews dort).
Hinweise, Kritik, Lob oder Anfragen per Mail an: negroamaro@mymail.ch

http://www.scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews[tt_news]= 3499&tx_ttnews[backPid]=56&cHa sh=23095a68e7


 

Was man über Gaza wissen sollte

Die Aussagen der israelischen Militärs verraten die wahren Motive. Im Jahre 2002 sagte der Vorsitzende des israelischen Generalstabes Moshe Yaalon: Die Palästinenser müssen eingehämmert bekommen, in den tiefsten Winkeln ihres Bewusstseins, dass sie ein besiegtes Volk sind.

Und am 29. Februar 2008 drohte der Vizeverteidigungsminister Matan Vilnai den Palästinensern mit einer Shoah, das israelische Wort für den Holocaust, eine ungeheuerliche Aussage, ausgerechnet eines Israelis, denn das Wort beutet nur eines, Völkermord, eine systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Palästinenser.

..
Fast alles was man uns über Gaza und den Palästinensern erzählt, ist falsch. Hier einige wichtige Punkte, die immer wieder in den Medien verschwiegen werden, über den Angriff Israels gegen Gaza.

Die Mehrheit der Menschen in Gaza sind nicht freiwillig dort. Die 1.5 Millionen sind in einem Gebiet von 360 km gegen ihren Willen eingepfercht. Der Gazastreifen besteht hauptsächlich aus Sand und Dünen, lediglich 14 % der Fläche sind für die Landwirtschaft nutzbar. Seine Länge beträgt 40 km, seine Breite zwischen 6 km und 14 km. Der Gazastreifen ist etwas kleiner als das deutsche Bundesland Bremen. Es ist eines der dichtbesiedelsten Gebiete der Welt.

Die meisten Familien in Gaza wurden 1948 aus dem jetzigen Israel mit Gewalt vertrieben, aus Städten und Dörfern, wie Ashkelon und Beersheba. Zionistische Terrorgruppen, die später die israelische Armee bildeten, haben damals Häuser in die Luft gesprengt, Dörfer mit Planierraupen plattgemacht und willkürlich die Menschen erschossen, um die Bevölkerung aus ihrer angestammten Heimat zu jagen. Dadurch wurde für die jüdischen Einwanderer aus aller Welt überhaupt erst der Platz geschaffen.

Das heisst, der Staat Israel beruht auf einem Verbrechen, auf einen Völkermord und einer ethnischen Säuberung, indem 1 Million Palästinenser erstmal aus ihrer Heimat weggejagt wurden. Das ist eine geschichtliche Tatsache, welche die Israelis nicht wahr haben wollen, die aber nicht geleugnet werden kann.
Siehe goggle: "Nakba - die grosse Katastrophe".

Die Menschen in Gaza leben seit dem Sechstagekrieg im Jahre 1967 unter israelischer Besatzung. Die Aggression gegenüber den Menschen dort ging über die Jahre weiter, in dem immer mehr Israelis nach Gaza zogen und dort provokativ Siedlungen mitten unter den Palästinensern errichteten. Dies provozierten ständige Konflikte und die Siedlungen wurden im Jahre 2005 dann durch die israelische Regierung wieder entfernt.

Israel kontrolliert den Zugang zu Gaza, alle Importe und Exporte, die Bewegung der Menschen rein und raus, kontrolliert den Luftraum, den Seezugang und die israelischen Streitkräfte bewegen sich dort wie sie wollen. Als Besatzungsmacht hat Israel unter der vierten Genfer Konvention, die volle und alleinige Verantwortung über das Wohl und der Versorgung der zivilen Bevölkerung im Gazastreifen.

Im Jahre 2006 wurde bei einer freien Wahl, die Hamas als Vertretung der Palästinenser in Gaza gewählt. Das Resultat dieser demokratischen Wahl passte aber nicht der israelischen Regierung und als Strafe wurde deshalb Gaza durch eine Blockade komplett von der Aussenwelt abgeschnitten und es wurde eine Mauer entlang der Grenze errichtet. Dieser Boykott der Bevölkerung in Gaza, weil sie die Hamas gewählt hat, wird von den USA und der EU unterstützt.

Als kollektive Strafe der Bevölkerung, was nach internationalen Gesetzen völlig illegal ist, nur weil sie ihr demokratisches Recht ausgeübt hat, wurde in den letzten Jahren der Strom, das Wasser, die Lebensmittel, die medizinische Versorgung, einfach alle lebensnotwendigen Sachen, systematisch eingeschränkt oder ganz abgeschnitten. Aufrufe der UNO, diesen Boykott zu beenden, wurden von Israel grundsätzlich ignoriert. Die Blockade verursachte eine Massenarbeitslosigkeit, Unterernährung und Gesundheitsprobleme.

Als Reaktion auf diese lebensbedrohliche Situation, begann die Hamas selbstgebastelte Raketen auf Israel zu schiessen, als Druckmittel, um eine Verhandlungslösung zu erzwingen.

mehr und weiter:
http://www.virtualnights.com/blog/381602


 

Israel kündigt Eskalation der Militäroffensive an

In Flugblättern kündigt Israel eine "neue Phase" an. Hamas lehnt die Stationierung von internationalen Beobachtern ab.

10.1.2009

In Flugblättern kündigt Israel eine "neue Phase" an. Hamas lehnt die Stationierung von internationalen Beobachtern ab.
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Gaza/Damaskus - Die israelische Luftwaffe hat den Bewohnern des Gazastreifens in Flugblättern eine Eskalation der Militäroffensive angekündigt.

Nach Militärangaben vom Samstag wurden die Flugblätter über dem gesamten Gazastreifen abgeworfen. Sie seien als "allgemeine Warnung" gedacht.

Angekündigt wird eine "neue Phase im Krieg gegen den Terror". Israel hat die Offensive vor zwei Wochen begonnen, seither kamen bei den Angriffen mehr als 800 Palästinenser ums Leben.

Militante Palästinensergruppierungen in Syrien einschließlich der Hamas haben unterdessen die Stationierung internationaler Beobachter oder Soldaten im Gazastreifen abgelehnt.

Auch jegliche Sicherheitsabkommen, die das Recht auf Widerstand gegen israelische Besatzung einschränken, würden abgelehnt, hieß es in einer Erklärung der Gruppierungen nach einem Treffen am Samstag in Damaskus.

Daran nahm auch der politische Führer der Hamas, Khaled Meshaal, teil. In der Erklärung wurden die Forderung nach einem sofortigen Ende der israelischen Angriff im Gazastreifen, einem vollständigen Abzug der israelischen Truppen und der Öffnung aller Grenzübergänge bekräftigt. (APA/AP)

http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=2047359&sid=57&f id=21


 

Das war nicht die Hisbollah!

von:rassami

Wenn Hassan Nasrallah etwas sagt, kannst Du es auf jeden Fall glauben. DIESER Mann ist kein Heuchler.
Wenn er etwas ankündigt, dann passiert es auch und er sagt, er hat etwas nicht getan, dann war er es auch nicht.


 

Kriegsverbrechen und Genozid Israels Krieg in Gaza

Kriegsverbrechen und Genozid Israels Krieg in Gaza
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Von REGINE NAECKEL, 7. Januar 2009 -

Das israelische Bombardement und die Angriffe der Bodentruppen in Gaza gehen unvermindert weiter. Israel setzt dabei Phosphorgranaten, abgereicherte Uranmunition und Streubomben ein. Seit Beginn des Krieges am 27. Dezember starben über 680 Palästinenser. Mehr als 3000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer sind vor allem Zivilisten.

Am 5. und 6. Januar, griff die israelische Armee zwei Schulen der Vereinten Nationen an, in denen palästinensische Flüchtlinge Schutz gesucht hatten. Ein Angriff erfolgte aus der Luft, der andere mit Panzergranaten. Die geographischen Koordinaten der zu Flüchtlingscamps umgewidmeten Gebäude waren noch am Tag zuvor der israelischen Militärführung von UN-Mitarbeitern übermittelt worden. Die Schulen waren darüber hinaus durch eine UN-Flagge weithin erkennbar. Doch genau sie wurden zum Ziel. Allein in der Schule von Jabaliya starben 43 Palästinenser. (1) Insgesamt sind mehr als 15.000 Menschen wegen des anhaltenden Bombardements und Beschusses ihrer Häuser auf der Flucht.

Israel erklärte nach dem Beschuss, aus den Schulen heraus hätte die Hamas Mörsergranaten abgefeuert. Man habe das Feuer lediglich erwidert. Zum Beweis legte das israelische Militär gestern Abend ein Video vor, auf dem ein Raketenabschuss aus einem Schulgebäude zu erkennen ist. Doch die Filmaufnahmen stammen vom Oktober 2007! (2)

John Ging, Direktor des UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) in Gaza, bestätigte gegenüber Al Jazeera noch einmal, Israel über die genaue Lage der Flüchtlingsunterkünfte informiert zu haben. Genauso wie Michel Abdel Massih, ein in London lebender Anwalt für Menschenrechte, fordert er eine internationale Untersuchung des israelischen Angriffs. (3)

Erste diplomatische Konsequenzen hat Hugo Chavez gezogen. Aus Protest über Israels Militäroperationen in Gaza hat er gestern den israelischen Botschafter in Caracas des Landes verwiesen.

Die humanitäre Katastrophe

Für die wenigen Berichte, die das humanitäre Drama in Gaza zeigen und beschreiben, müssen westliche Journalisten noch immer auf die Meldungen ihrer palästinensischen Kollegen zurückgreifen. Israel verweigert trotz eines gegenteiligen Beschlusses des Obersten Gerichtshofs in Jerusalem Journalisten weiter die Einreise nach Gaza und will seinen Krieg unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit führen. (4)

Die Nachrichtenlage ist dementsprechend ungenügend. Seit Beginn der israelischen Aggressionen kommen die erschreckendsten Meldungen von Mads Gilbert, einem norwegischen Narkosearzt und Professor an der Universität Tromso, der seit vergangenen Mittwoch (31. Dezember) im Al-Shifa-Krankenhaus arbeitet. Der Irish Times gegenüber erklärte Gilbert vor zwei Tagen, dass Israel Phosphorbomben und DIME-Munition einsetzt. (5) (Der Einsatz israelischer Phosphorbomben war gestern sogar Spiegel-Online einen Artikel wert, versteckt im Wissenschaftsteil. (6))

In einer Vielzahl von Statements berichtet Gilbert neben seiner Arbeit als Arzt für BBC, CBS, Sky News und Al Jazeera direkt aus Gaza und macht deutlich, dass Israel ganz offensichtlich das Ziel verfolgt, die Zivilbevölkerung anzugreifen. Am 3. Januar wandte er sich per SMS an die Weltöffentlichkeit: Sie haben vor zwei Stunden den zentralen Gemüsemarkt von Gaza bombardiert. 80 Verletzte, 20 Tote, alle kamen hierhin nach Shifa. Wir waten im Tod, Blut und Amputationen. Viele Kinder. Schwangere Frau. Ich habe noch nie etwas so Schreckliches erlebt. Jetzt hören wir Panzer. Erzähl es weiter, sende diese Meldung weiter, ruf es weiter. MACH ETWAS! MACH MEHR! (7)

Immer wieder beschreibt er die verheerenden Verletzungen: Menschen werden von der sogenannten DIME-Munition (Dense Inert Metal Explosive) nicht nur zerfetzt. Die Wirkung dieser schrecklichen Waffen beruht auf der Einsprengung feinster Metallpartikel in den Körper unter hohem Druck. Die Munition führt zu Verbrennungen 3. Grades, dann verteilen sich die Metallpartikel im Körper und sind so klein, dass sie auch röntgendiagnostisch nicht auffindbar sind. Darüber hinaus soll die Munition mit abgereichertem Uran bestückt sein und damit gentoxisch wirken. Israel setzt diese Munition schon seit 2006 in Gaza ein, nie zuvor jedoch in dieser erschreckenden Menge. (8)

Gemeinsam mit seinem norwegischen Kollegen Erik Fosse operiert Gilbert die Opfer. Sie kommen in Wagenladungen ins Krankenhaus, erklärt er. Allein von den 210 Verletzten, die heute in das Krankenhaus kamen, sind 35 in der Notaufnahme gestorben. Unter den Toten sind 18 Kinder unter neun Jahren. Wir amputieren am laufenden Band. Die Korridore sind voll mit Verstümmelten. Ich kann die Zahl der Amputationen nicht mehr zählen. Einem Kind habe ich heute eine Hand amputiert, das Kind verlor elf Familienmitglieder. Wir haben ein neunmonatiges Baby, dessen ganze Familie von Israelis getötet wurde. (9)

Nach Gilberts Schilderungen beschießt das israelische Militär auch gezielt Ambulanzen. Unter den Hunderten Opfern, die er bereits gesehen hat, waren lediglich zwei Hamas-Kämpfer.

Israel ist allenfalls propagandistisch der Sieger

1,5 Millionen Palästinenser sitzen in dem größten Gefängnis der Welt fest. Die meisten haben keinen Strom, kein Wasser, keine Nahrung. Sie sind dem permanenten Beschuss durch Bomben und Panzergranaten ausgesetzt. Sogar vom Meer aus findet der Angriff statt. Der einzige Fluchtweg aus Gaza nach Ägypten wurde von der Regierung in Kairo abgeriegelt. Zu groß sind die wirtschaftlichen und politischen Interessen, die Ägypten mit Israel verbinden. Als in der Sylvesternacht Palästinenser die Grenzabsperrungen durchbrachen, wurden sie von ägyptischen Polizeikräften nach Gaza zurückgebracht. Mubarak ließ 1000 zusätzliche Grenzschützer aufmarschieren.

Die humanitäre Katastrophe in Gaza war schon vor Beginn des israelischen Krieges unbeschreiblich: die Menschen hungern, haben keine ausreichende medizinische Versorgung. Israel hat sie von der Wasser- und Stromzufuhr abgeriegelt. Gaza ist seit Jahren wie eine Falle. Die Weltöffentlichkeit hat geschwiegen. Allein der Staat Israel maßt sich das Recht an, über das Wohl und Wehe von über einer Millionen Menschen zu befinden und man ließ ihn gewähren. Hamas-Raketen werden zur Lebensbedrohung des Staates Israel erklärt, der Iran der Drahtzieherschaft und als Waffenlieferant beschuldigt.

Tatsache ist, da sind sich Experten einig, dass die Qassam-Raketen primitivste Eigenbauten aus Abflussrohren sind und die Herstellung nicht das Qualitätssiegel internationaler Waffenlieferungen trägt. Der Beschuss israelischer Siedlungen ist mehr ein Hilferuf Verzweifelter als die militärische Aktion eines waffenstrotzenden Terrorregimes. Trotzdem gelingt es Israel immer wieder, zumindest die westliche Welt von seinen berechtigten Zielen zu überzeugen.

Dabei verfügt Israel über weitaus effektivere Propagandamethoden als die Hamas. Selbst eine relativ unbedeutende Umfrage der FAZ belegt Israels Einflussnahme auf die öffentliche Meinung. FAZ.NET führte in der vergangenen Woche eine Abstimmung unter den Lesern durch. Die beiden Hauptfragen waren: Ist Israel im Recht? Das Land muss sich vor Terror schützen und Hamas hat Israel provoziert oder Israel blockiert einen Frieden für Nahost und darf sich jetzt nicht wundern. Bis zum 31. Dezember lautete das Votum der Leser: 40 Prozent glaubten Israel im Recht, 44 Prozent waren gegenteiliger Ansicht. Plötzlich am 1. Januar dem letzten Abstimmungstag wendete sich das Blatt ganz erheblich. Mit einem Mal lag die Zustimmung der Leser für den israelischen Standpunkt bei mehr als 72 Prozent, wunderte sich selbst die FAZ und ging der Sache auf den Grund.

Das dürfte damit zu tun haben, dass eine Mitarbeiterin der israelischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf per Rundmail zum Jahreswechsel schnell dazu aufgefordert hatte, sich an der Umfrage zu beteiligen. We need your votes, hieß es, noch sei es Zeit, das Umfrageergebnis zu beeinflussen, frei nach Barack Obamas Wahlmotto Yes, we can, ermittelte die FAZ selbst die Manipulation. (10)

Der Pressesprecher der israelischen Botschaft in Berlin, Aaron Sagui, sagte dazu, das Internet habe sich seit langem als Teil der Öffentlichkeitsarbeit erwiesen. Und er erklärte, Israel müsse auf diese Weise für Unterstützung werben, schließlich sei es die Hamas, die die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde einsetze und es einer den Menschenrechten verpflichteten Demokratie wie Israel schwermache, militärisch vorzugehen.

Hat der Staat Israel sein Existenzrecht verwirkt?

Bombardements von Flüchtlingslagern, auf Wochenmärkten und Angriffe auf Ambulanzen sind offensichtlich die Menschenrechte, die Israel den Palästinensern zubilligt.

Bereits am 29. Februar vergangenen Jahres drohte Israels Vize-Verteidigungsminister Matan Vilnai den Palästinensern in Gaza eine "Shoa" an. In einem BBC-Interview äußerte er, Israel sei zu allen Schritten bereit, um den Beschuss mit Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen zu stoppen.

Nur zu einem war Israel in der Vergangenheit nie bereit: Mit der Hamas zu verhandeln. Das hätte - so die Sicht Israels - die Hamas weiter gestärkt. Und es gab niemanden Ägypten, Jordanien, die Saudis und die Palästinensische Autonomiebehörde eingeschlossen der ein Interesse an einer gestärkten Hamas gehabt hätte. Trotzdem: Alles, was uns so weit gebracht hat, war eine Folge von Entscheidungen. Und die meisten Entscheidungen waren falsch, glaubt Gershon Baskin, einer der beiden Direktoren des israelisch-palästinensischen Thinktanks IPCRI, heute in einem Interview im Tagesspiegel.

Sogar Juden, die einst eine Zwei-Staaten-Lösung präferierten und sich politisch dafür stark machten, sehen mehr und mehr die Ausweglosigkeit dieses Ziels: Ein freies Palästina neben einem Staat Israel wird es ihrer Ansicht nach nie geben. Israel wird nie friedlich mit seinen Nachbarn leben, mehren sich die Stimmen. Eine davon ist die von Gilad Atzmon.

Atzmon ist in Israel geboren und leistete seinen Militärdienst während des Libanonkrieges 1982. Seit 1993 lebt er in England und zählt zu den bedeutendsten Saxophonisten und Autoren. So wurde Gilad Atzmon bereits nach seinem ersten Roman mit Schriftstellern wie Philip Roth verglichen. Immer wieder beschrieb er das Selbstverständnis heutiger Israelis, die nicht wissen wollen, dass ihr Land auf palästinensischem Grund und Boden errichtet wurde. Sie begreifen nicht, daß Palästina die Heimat der Palästinenser ist. Auf wunderbare Weise verstehen sie nicht, daß Israel auf Kosten des palästinensischen Volkes entstand, dort, wo sich die Dörfer und Städte, die Felder und Gärten der Palästinenser befanden. Die Israelis realisieren nicht, daß die Palästinenser in den Flüchtlingslagern der Region eigentlich die enteigneten und vertriebenen Menschen aus Bir Shiba, Yafo, Tel Kabir, Sheikh Munis, Lod, Haifa, Jerusalem und vielen anderen Orten und Städten sind. Wenn man sich fragt, wie es kommt, daß die Israelis ihre eigene Geschichte nicht kennen, so ist die Antwort recht einfach: Sie wurde ihnen nie erzählt. Die Umstände, die zum israelisch-palästinensischen Konflikt führten, liegen gut versteckt in der israelischen Kultur. Spuren der palästinensischen Zivilisation im Land vor 1948 wurden beseitigt, schreibt er unter dem Titel 'Leben mit geborgter Zeit auf gestohlenem Land'.(11)

Unmittelbar nach dem Beginn der israelischen Angriffe meldete sich Atzmon mit einer vehementen Kritik gegen Israel zu Wort: Um die neueste verheerende Mordexpedition Israels zu begreifen, muss man das israelische Selbstverständnis und den ihm innewohnenden Hass begreifen, der sich gegen alle Nichtjuden richtet, und den besonderen Hass gegen alle Araber. Mit diesem Hass ist alles durchtränkt, Lehrpläne wie Politikerreden und -entscheidungen, er wird von Kulturschaffenden transportiert, selbst innerhalb der sogenannten "Israelischen Linken". Livni, Barak und Ashkenazi geben dem israelischen Volk soeben das, was es will: arabisches Blut, und zwar in möglichst großen Mengen. Dieses wiederholte Morden seitens israelischer Politiker fällt aber auf das israelische Volk als Ganzes zurück, nicht etwa nur auf ein paar Politiker und Generale. Wir haben es hier mit einer barbarischen Gesellschaft zu tun, die in politischer Hinsicht von Blutdurst und tödlichen Neigungen angetrieben wird. Eines dürfte zweifelsfrei feststehen - für diese Leute kann es keinen Platz im Kreise der Nationen geben. (12)

Quelle: http://www.hintergrund.de/content/view/336/66/


 

Traurig wenn man es nötig hat hunderte Menschen umzubringen

von:halima314

die sich praktisch nicht mal selbst helfen können. Man nennt sie gefährlich? Sie können sich nicht mal wirklich verteidigen.
Und ja die Hamas wurden gewählt, ganz demokratisch wie es sich gehhört oder man hier ja auch will. Aber das hat auch nicht gepaßt. Da blockiert man die Menschen in ihrem ganz alltäglichen Leben. Braucht nicht jeder Mensch Nahrung?

Wer DAS nicht sieht. SO ein Ungleichgewicht. Da marschiert man schwerbewaffnet mit Panzern auf, schießt praktisch auf alles was kommt, Babys als Feinde!!!??? Und wieviele Menschen haben die "gefährlichen" Hamas nun in diesem Krieg umgebracht. Wozu sie sogar das Recht haben, jeder hat das Recht auf Verteidigung.

Sie müssen es nötig haben die Israelis die Hunderte Menschen umbringen. Aber ein Muslim vertraut auf Allah. Wer ist der Starke? Der kleine Kinder umbringt, mit Panzern gegen Frauen schießt?

Danke "Israel", dass Du der ganzen Welt gezeigt hast wer Du bist. Noch deutlicher geht es kaum. Ich habe schon längst meine Konsequenzen gezogen, werde hoffentlich noch genauer gucken was ich kaufe.

Die Palästinenser mögen militärisch schwach sein, aber alles kann man töten, dass Herz wird überleben. Und das nicht nur bei ihnen selber, das bekommen wir alle mit. Wir die ganzen Muslime.

Diese Israelis haben ihren Lohn für sich geschrieben und auch ist unser Lohn geschrieben. Allah ist sicher gerecht. Da mag man auch bis zum Lebensende in ... und Braus leben und sich übermächtig fühlen.


 

Warum diese

Luftangriffe?Ich würde einfach die gleichen Raketen zurück schiessen mit der Aufschrift:

Shot by Hamas recycelt by Israel

lg
Dante


 

von:rassami


 

...

Palästinenser in Gaza: Wir sind in großer Gefahr
Zahl der Ermordeten bei israelischen Aggression steigt auf 365
Zwei palästinensische Mädchen bei israelischem Luftangriff ermordet


In der Stadt Gaza waren am Dienstag weiterhin laute Explosionen zu hören. Nach Angaben von Augenzeugen griff die Luftwaffe erneut ein Regierungsgebäude in Gaza sowie eine Moschee an. Nach palästinensischen Angaben kamen dabei zehn Menschen ums Leben, darunter auch zwei Mädchen im Alter von vier und elf Jahren. Damit beträgt die Zahl der Ermordeten nach Angaben der Gesundheitsbehörde seit Samstag in Gaza 365, etwa 1700 Menschen seien verletzt worden.

Die Mädchen wurden nach Augenzeugenberichten ermordet, als die israelische Luftwaffe einen Eselkarren beschoss, auf dem die Kinder saßen. Ein Sprecher der Besatzungsarmee sagte, man prüfe den Bericht.


DPA, 30.12.2008


 

Dann geh zu nem anderen Thread!

von:rassami


 

Bevor es die hamas gab,

von:lesenlesen

haben wir die juden aufgenommen, weil keiner sie haben wollte auf dieser welt, ihr nicht, die russen nicht usw.
wenn du es so siehst sind wir selber schuld, dass wir dachten die juden hätten aus ihrer schlimmen vergangenheit gelernt. wir hätten selbst auch nie gedacht das sie im stande wären dasselbe mit uns zu tun.

nochmals: seit der staatgründung israels 1948 herrscht staatsterror, verfolgung und vertreibung, siedlungsumbauten und demütigungen. der staatsgründer selbst sagte einst: "wir wollen auch die letzten palästinenser aus "israel" vertreiben"
wir sind es die das recht haben uns selbst zu verteidigen. es muss schluss sein, dass unser schicksal in israels händen liegt.



 

Was heißt da "augenommen"

von:maybe87

Schon das "wir"....
Vor Staatsgründung GAB es noch gar kein "Volk" dass sich Palästinenser nannte.
Mal ganz davon abgesehen, dass euch NICHT gehört hat. Ihr hättet das Rücksiedeln gar nicht unterbinden können.

Tz tz tz...

Stell dir bitte vor, dir fackelt jemand die Bude ab, du ziehst aus.
Ziehst für viele Wochen zu Verwandten.
Du kommst zurück und dein Haus liegt voller Hausbesetzer.
Was tust du? Lässt du sie weiter dort hausen? Sicher nicht.

Und vielleicht sollte man auch mal daran denken, in welchem "Zustand" sich dieses Land nach einer halben Ewigkeit Fremdbesiedelung befunden hat: es war NICHTS wert. Heruntergekommen, öde. Erst die Israelis haben es wieder erblühen lassen.
Infrastruktur, Landwirtschaft...

Im alten Zustand würden es die Palis nämlich nicht zurück wollen.


 

Die Welt wacht auf

von:halima314

auch in Japan wurde heute demonstriert.
Möge Allah ALLEN Menschen die Wahrheit zeigen.


 

Hallo Sarah,

von:rassami

der andere Treat wurde ja gelöscht. Hast Du meine Frage von gestern noch gesehen?
Du kannst so einfach schreiben, wenn ich Palästinenserin wäre....
Denn Du bist es nicht und kennst die Situation dort nicht richtig.
Sicher sind die extremen Gruppen auch Mörder, es muss irgendwie verhindert werden, das sich die Menschen zu diesen Gruppen flüchten.
So ein Krieg ist der falsche Weg. Selbst ich bin dadurch zeitweise gedanklich zum Hardliner geworden, (bemühe mich aber immer wieder "normal" zu werden.
Und ich habe weder Familie noch Freunde dort.
Wie geht es also erst den menschen dort? Die ihre Familien verlieren?
Väter die ihre Kinder und Frauen verlieren, Kinder die ihre Eltern und Geschwister verlieren.
Israel denkt nicht langfristig. Die wollen Krieg bis zum bitteren Ende, bis die Hamas vernichtet ist. Die palästinensischen Opfer sind ihnen egal.
Sie bedenken nicht was aus diesen traumatisierten überlebenden Kindern später wird. Das sind die Terroristen von morgen. Von Israel hausgemacht.

Die Palästinenser regen sich genug über die eigenen Politiker auf, glaub mir.
Die Mörder der Kinder sind aber in erster Linie die Israelis.


 

Waffenruhe

von:rassami

In den 6 Monaten dieses so genannten Waffenstillstandes erschossen die zionistischen Besatzer 40 Palästinenser. Einige davon unter 8 Jahren, dem Alter wo nach israelischer Dienstanweisung ein Soldat oder Siedler den Todesschuss ansetzen darf. Seit der Einschnürung des Gazastreifens forderte die Blockade auch über 260 Tote, weil eine medizinische Versoregung nicht mehr möglich war oder Kranke die Einreise nach Israel verweigert wurde.


 

Eindeutiger Bruch des Völkerrechts*

Offener Brief
Am Mittwoch, bombardierten israelische Kampfflugzeuge im Gaza-Streifen nicht nur mehrere wichtige Brücken, sondern griffen auch das einzige Elektrizitätswerk in Gaza mit mindestens neun Raketen an. Infolgedessen ist die Stromversorgung in zwei Drittel des Gaza-Streifens zusammengebrochen. Da auch die Pumpen für die Wasserversorgung in Gaza elektrisch angetrieben werden, ist auch diese von dem Angriff betroffen.
Die Palästinenser sprechen daher von einer humanitären Krise und, mit Recht, nennen sie die Angriffe Kollektivstrafe und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die Hälfte der Bevölkerung in Gaza sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Eine Militäraktion, die unschuldige Zivilisten träfe, verstoße gegen internationales Menschenrecht.
Israel hat den Palästinenser so viel Leid und Verzweiflung und Demütigungen zugefügt, dass diese nichts mehr zu verlieren haben. Die anderen Menschen haben dies auch getan mit Ihrem Schweigen, ihrer Weigerung, die Wahrheit zu sagen was gleichzeitig bedeutet, dass sie die schlimmsten Verbrechen im Nahen Osten mit unterstützt und zugelassen haben. Vielleicht sollten sie sich noch einmal Berichte über das Besatzungsregime anschauen und sich an die sterbenden Kinder und Frauen erinnern. An die vielen palästinensisch inhaftierten Frauen, die in Einzelzellen gehalten werden, dass sie mündlich gequält, physikalisch, emotional und sexuell missbraucht und bedroht wurden und auch heute noch, vielleicht jetzt in diesem Augenblick es gerade werden?

Jeden Tag üben die israelische Soldaten Raketten Angriffe auf Zivilisten aus, jeden Tag werden Palästinensische Zivilisten getötet.
Es ist jedoch heuchlerisch, wenn die Außenwelt nicht ebenso vehement ihre Stimme erhebt gegen die brutale Gewalt der israelischen Besatzung, die stetig vorangetriebene ethnische Säuberung, den permanenten Landraub, die Deportationen, die Liquidierungen unliebsamer Personen, den eindeutigen Bruch des Völkerrechts*, den aggressiven Siedlungsbau und den
Mauerbau, wobei wiederum palästinensisches land enteignet wird und den Menschen jegliche Lebensgrundlage geraubt wird.
Es ist Israel der die Spirale der Gewalt beschleunigt weiter dreht gerade weil sie sich auf Leute wie die meisten europäischen Bürger verlassen kann, die schweigen, wenn internationales Recht gebrochen wird, die nicht darauf bestehen dass UN-Resolutionen umgesetzt werden und dass die Genfer Konventionen beachtet werden.
Warum schweigt die politische Welt wieder einmal, wo Völkerrecht und Menschenrechte verletzt werden - und wo bleibt der Aufschrei derselben politischen Welt, wenn ganze Familien durch Raketenbeschuss liquidiert werden wie kürzlich in Gaza?
Israel nutzt das Schweigen der Welt, um uns in das Zeitalter des permanenten Krieges zu führen.
Durch ihr Schweigen werden sie zu Komplizen die Besatzung Unrechtspolitik.

Wir fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, ihre Verantwortung gemäß der Vierten Genfer Konvention wahrzunehmen und das palästinensische Volk vor den militärischen Übergriffen der Israelis zu schützen, und sofort geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die gezielten, völkerrechtswidrigen israelischen Aggressionen gegen das gesamte palästinensische Volk sowie den internationalen Boykott zu beenden.
Keine deutsche Unterstützung für die Besatzungspolitik - weder politisch, logistisch noch finanziell
Keine Waffen mehr an Israel
ViSdP. Rachid 10585 Berlin




* Tatsächlich könnten gleich mehrere Artikel der Genfer Konventionen kaum eine deutlichere Sprache zu dem Vorgehen Israels sprechen.

So lautet Artikel 52 des 1. Zusatzprotokolls von 1977:

1. zivile Objekte dürfen weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien gemacht werden. Zivile Objekte sind alle Objekte, die nicht militärische Ziele im Sinne des Absatzes 2 sind.
2. Angriffe sind streng auf militärische Ziele zu beschränken.
Der zweite Absatz in Artikel 54 des gleichen Zusatzprotokolls lautet:
Es ist verboten, für die Zivilbevölkerung lebensnotwendige Objekte wie Nahrungsmittel, zur Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzte landwirtschaftliche Gebiete, Ernte und Viehbestände, Trinkwasserversorgungsanlagen und -vorräte sowie Bewässerungsanlagen anzugreifen, zu zerstören, zu entfernen oder unbrauchbar zu machen, um sie wegen ihrer Bedeutung für den Lebensunterhalt der Zivilbevölkerung oder der gegnerischen Partei vorzuenthalten, gleichviel ob Zivilpersonen ausgehungert oder zum Fortziehen veranlasst werden sollen oder ob andere Gründe maßgebend sind.
auch die von Israel ratifizierten Genfer Konventionen von 1949 selbst lassen hier allerdings keinen Raum für Zweifel.

So heißt es in Artikel 33 des Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten:

Keine geschützte Person darf für eine Übertretung bestraft werden, die sie nicht persönlich begangen hat. Kollektivstrafen wie auch jede Maßnahme zur Einschüchterung oder Terrorisierung sind verboten.


Dachverband arabischer Vereine, Deutschlands
Karl Marx Str. 78, 12043 Berlin - arabdach@gmx.de


Wir pflanzen die Felder, sie verbrennen sie.Wir bauen die Häuser, sie zerstören sie.Wir bringen Kinder zu Welt, sie töten sie.Sie wollen uns das Land und das Leben rauben

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Leserbriefe/dachverband_arabischer_vereine _offener_brief.htm


 

Boot mit Hilfslieferungen für Gaza gerammt

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Washington (dpa) - Ein Boot, mit dem ein Team von internationalen Friedensaktivisten medizinische Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollte, ist am Dienstagmorgen von einem israelischen Patrouillenboot gerammt worden.

Wie der Korrespondent des US-Senders CNN, Karl Penhaul, von Bord der Dignity berichtete, habe das israelische Schiff die Friedensaktivisten in internationalen Gewässern vor der Mittelmeerküste des Gazastreifens zunächst etwa 30 Minuten lang verfolgt. Plötzlich habe es die Dignity dann ohne Vorwarnung gerammt.

Das Boot der Friedensaktivisten wurde dabei den Angaben zufolge beschädigt. An den Aufbauten seien vor allem Glasscheiben zu Bruch gegangen, sagte Penhaul. Auch eine geringe Menge Wasser sei in das Boot eingedrungen. Allerdings sei der Zustand nicht bedrohlich.

Die Dignity wurde von der Free-Gaza-Bewegung gechartert. Die US-Menschenrechtsorganisation hat seit August bereits mindestens fünf Fahrten mit Hilfslieferungen organisiert, um die israelische Seeblockade des Gazastreifens symbolisch zu durchbrechen. Die israelische Marine hatte die Schiffe bislang passieren lassen.

sueddeutsche.de - erschienen am 30.12.2008 um 11:21 Uhr


 

Gewalt sogar gegen Nothilfeboot

von:halima314

Du solltest auch versuchen korrekt zu recherchieren. Wer weiß es besser als die betroffenen selber?

"Tod und Zerstörung ist Israels derzeitige Gaza-Politik. Mehr als 500 Menschen wurden umgebracht, seit das Massaker begonnen hat. ............


Israelische Kanonenboote rammen Dignity drei Mal

Die Dignity wurde auf einer Notmission ins belagerte Gaza am 30. Dezember angegriffen und von der israelischen Marine schwer beschädigt. Der Vorfall ereignete sich um etwa 6 Uhr deutscher Zeit in internationalen Gewässern, etwa 90 Meilen vor der Küste von Gaza. Mehrere israelische Kriegsschiffe umzingelten das kleine Menschenrechtsboot und schossen mit scharfer Munition um das Boot herum, bevor sie es drei Mal absichtlich rammten. Nach Angaben des Kapitäns Denis Healy geschah der israelische Angriff "ohne jegliche Warnung und unprovoziert." Caoimhe Butterly, eine der Organisatorinnen der Free-Gaza-Bewegung, sagte aus: "Sie schrien uns an, dass, wenn wir nicht umkehren würden, sie auf uns schießen würden." Cynthia McKinney, frühere U.S.-Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidatin für die Grüne Partei, sagte: "Die Israelis haben angedeutet, dass sie der Ansicht sind, wir seien in terroristische Aktivitäten involviert." Israels zu verurteilender Angriff auf die unbewaffnete Dignity ist sowohl eine Verletzung des internationalen Seerechts als auch ein Bruch der UN-Konvention über das Seerecht, in dem es heißt, dass "die hohe See friedlichen Zwecken vorbehalten werden soll." Das Überbringen von Ärzten und dringend benötigten medizinischen Gütern an Zivilisten ist genau ein solcher "friedlicher Zweck." Das absichtliche Rammen eines Notfallboots und das In-Gefahr-Bringen ihrer Passagiere ist ein Akt des Terrorismus."

http://www.anis-online.de/2/freegaza/newsletter/2009/01.htm#dt


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